BAföG 2026: Höchstsatz, Freibeträge und alle Änderungen

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BAföG 2026: Alle aktuellen Zahlen auf einen Blick. Höchstsatz 992€, Freibeträge, Vermögensgrenzen, Rückzahlung und geplante Änderungen ab WS 2026/27.
BAföG 2026 – Höchstsatz 992 €, Wohnpauschale 380 €, Elternfreibetrag 2.540 €, Vermögensfreibetrag 15.000 €, Nebenjob-Grenze 603 €, Kinderbetreuungszuschlag +160 €

Stand: 4. Mai 2026 — Finanzierungseinigung steht, Gesetzentwurf fehlt weiterhin. Am 29. April 2026 hat sich die schwarz-rote Koalition (CDU/CSU + SPD) auf die Finanzierung der BAföG-Reform geeinigt – die Mittel sind im Bundeshaushalt eingeplant. Damit kann das Gesetzgebungsverfahren formal beginnen. Ein Referentenentwurf liegt aber noch nicht vor. Die letzte Bundesratssitzung vor der Sommerpause ist am 10. Juli 2026. Bis dahin müssten Kabinettsbeschluss, Bundestags- und Bundesratspassage durch sein – der Zeitplan ist sehr eng, eine Verschiebung der Wohnpauschalen-Erhöhung auf WS 2027/28 wird von Beobachtern als zunehmend wahrscheinlich eingeschätzt.

Verbände wie fzs, DGB und GEW bezeichnen die Einigung als überfällig, aber die geplante Reform als unzureichend – die Anpassungen gleichen die gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten nicht aus.

Bereits rechtskräftig für 2026 sind dagegen:

  • Freibetrag eigenes Einkommen: 603 €/Monat (angehoben am 01.01.2026, Kopplung an die neue Minijob-Grenze)
  • BAföG Digital App für Smartphones (iOS/Android) seit 01.04.2026
  • Hessen als erstes Bundesland mit vollständig digitalem Antrag → Bescheid-Prozess (seit 02.03.2026)
  • Studienstarthilfe (1.000 € Einmalzuschuss für Studienanfänger aus einkommensschwachen Familien) – ausschließlich über BAföG Digital, Antragsfrist bis Ende des zweiten Studienmonats

Wir aktualisieren diese Seite, sobald ein Referentenentwurf zur Reform veröffentlicht wird. Alle Werte unten im Artikel, die mit „geplant“ markiert sind, stehen unter Gesetzgebungs­vorbehalt.

Auf dieser Seite stehen die Zahlen, die 2026 beim BAföG wirklich gelten: Höchstsatz, Freibeträge, Rückzahlung, Fristen. Was davon schon beschlossen ist – und was die Politik für später nur ankündigt. Du willst wissen, wie viel du konkret bekommst? Der BAföG-Rechner zeigt dir in wenigen Minuten dein Ergebnis.

BAföG Höchstsatz 2026

Den Höchstsatz zu bekommen ist eher selten. In der Beratung sehen wir viel öfter 400, 500 oder 700 € – einfach weil die Eltern etwas verdienen und das angerechnet wird. Aber der Höchstsatz ist trotzdem der Anker für alles: von dort wird bei der Berechnung runtergerechnet. Er steht seit WS 2024/25 auf diesen Werten (§ 13 BAföG, § 13a BAföG):

BAföG Höchstsatz 2026 – Studierende
Wohnsituationbis 29 Jahreab 30 Jahre
Eigene Wohnung + eigene KV992 €1.018 €
Eigene Wohnung + Familienversicherung855 €855 €
Bei den Eltern + eigene KV671 €697 €
Bei den Eltern + Familienversicherung534 €534 €
BAföG Höchstsatz 2026 – Schüler und Meister
AusbildungsartNicht bei Eltern, eigene KVBei Eltern, Familienvers.
Schüler-BAföGbis 957 €bis 635 €
Aufstiegs-BAföG (AFBG)963 €

So setzt sich der BAföG Satz zusammen

Zusammensetzung des BAföG-Höchstsatzes (Studenten, eigene Wohnung, eigene KV, bis 29)
KomponenteBetragRechtsgrundlage
Grundbedarf475 €§ 13 Abs. 1 Nr. 2 BAföG
Wohnpauschale (eigene Wohnung)380 €§ 13 Abs. 2 Nr. 2 BAföG
KV-Zuschlag (studentische KV)102 €§ 13a Abs. 1 BAföG
PV-Zuschlag35 €§ 13a Abs. 1 BAföG
Summe (Höchstsatz)992 €

BAföG Freibeträge 2026

Freibeträge bestimmen, ab welchem Einkommen das BAföG-Amt anfängt zu kürzen. Liegt das Einkommen darunter, passiert nichts – voller Satz. Drüber wird angerechnet, aber meist nur die Hälfte des übersteigenden Betrags (teils sogar weniger, etwa mit Geschwisterzuschlag). Deshalb lohnt sich der Antrag oft auch dann, wenn du überzeugt bist, dass deine Eltern zu viel verdienen – die Rechnung fällt häufig freundlicher aus als gedacht.

Einkommensfreibeträge 2026
Wessen Einkommen?Freibetrag (Einkommen nach § 21 BAföG, pro Monat)Rechtsgrundlage
Dein eigenes Einkommen (Minijob)603 €§ 23 BAföG
Verheiratete Eltern (gemeinsam)2.540 € netto§ 25 BAföG
Alleinerziehender Elternteil1.690 € netto§ 25 BAföG
Ehepartner/Lebenspartner1.690 € netto§ 25 BAföG
Zuschlag pro Geschwister/Kind
  • 770 €
§ 25 BAföG

Vom übersteigenden Einkommen bleiben nochmal 50 % unangetastet, plus 5 % pro weiterem Kind. Und das Amt rechnet mit dem Steuerbescheid 2024 – nicht mit dem aktuellen Einkommen. Das kann gut laufen (Eltern haben 2024 noch weniger verdient als heute) oder ärgerlich werden (Eltern hatten 2024 einen Bonus, 2026 nicht mehr). Ist dein Elternhaus gerade in finanzieller Schieflage, lies das Kleingedruckte zum Aktualisierungsantrag (damit wird bei akuten Einkommensrückgängen das aktuelle Jahr statt 2024 zugrunde gelegt) und der Seite BAföG Freibeträge.

Rechenbeispiele: So viel BAföG gibt es bei verschiedenen Elterneinkommen

Schauen wir uns vier Fälle an. Alle mit der gleichen Ausgangslage: eigene Wohnung, eigene Krankenversicherung, unter 30, kein Geschwister in Ausbildung. Und alle mit dem gleichen Bedarf von 992 €/Monat. Was am Ende ankommt, unterscheidet sich aber drastisch.

Beispiel 1: Lena – aus Hamburg, Vater Erzieher, Mutter Teilzeit im Einzelhandel. Das gemeinsame Brutto lag 2024 bei rund 35.000 €. Nach dem, was das Amt abzieht (Steuer, Sozialabgaben, Werbungskosten nach § 21 BAföG), bleiben rechnerisch ca. 2.200 € netto im Monat.

Der Freibetrag für verheiratete Eltern liegt bei 2.540 € (§ 25 BAföG). Ihre Eltern sind damit 340 € unter der Schwelle – es passiert gar keine Anrechnung.

Lena bekommt den vollen Höchstsatz: 992 €/Monat. Das sind 11.904 € pro Jahr. Zurückzahlen muss sie davon später die Hälfte – maximal jedoch 10.010 €.

Beispiel 2: Tom – klassischer Mittelstandsfall. Eltern gemeinsam 55.000 € brutto in 2024, nach Abzügen nach § 21 BAföG ca. 3.200 € netto/Monat. Das sind 660 € über dem Freibetrag. Wird davon alles abgezogen? Nein: Nach § 25 Abs. 4 bleiben 50 % anrechnungsfrei, gerechnet wird also nur mit der Hälfte – 330 €/Monat.

Tom bekommt: 992 − 330 = ca. 662 €/Monat. Nicht der Höchstsatz, aber ein solider Grundstock.

Beispiel 3: Sarah – ihre Eltern verdienen deutlich mehr (75.000 € brutto 2024, ca. 4.200 € netto/Monat). Ohne Geschwister wäre ihr BAföG-Anspruch fast auf null. Aber sie hat zwei jüngere Schwestern, beide in Ausbildung. Das ändert alles.

Freibetrag: 2.540 + 2 × 770 = 4.080 €. Das übersteigende Einkommen liegt bei nur 120 €, und davon bleiben 60 % anrechnungsfrei (50 + 2×5). Angerechnet werden 48 € – praktisch vernachlässigbar.

Sarah bekommt 944 €/Monat, fast den Höchstsatz. Heißt: Wer Geschwister in Ausbildung hat, sollte den Antrag nicht selbst abschreiben, nur weil die Eltern gut verdienen. Der Unterschied kann vierstellig pro Jahr ausmachen.

Beispiel 4: Max – hat Oma beerbt, 20.000 € auf dem Sparkonto. Vermögensfreibetrag unter 30: 15.000 € (§ 29 BAföG). Die 5.000 € darüber verteilt das Amt auf die zwölf Monate des Bewilligungszeitraums (BWZ) – ergibt 417 € Anrechnung pro Monat.

Max bekommt 575 €/Monat. Vorsicht: Das Konto kurz vor der Antragstellung leerräumen funktioniert nicht. Das Amt sieht die Kontoauszüge der letzten 3 bis 6 Monate. Verschiebungen kurz vor dem Antrag werden regelmäßig als rechtsmissbräuchlich gewertet. Legitim ist dagegen, das Geld vor Antragstellung für echte Anschaffungen auszugeben: Laptop fürs Studium, Kaution, Bahncard. Details im Artikel BAföG Kontoauszüge.

Die vier Beispiele sind vereinfacht. In der echten Berechnung ziehen die Ämter zusätzlich Werbungskosten, Sozialpauschalen, Zusatzversicherungen und besondere Belastungen ab – die tatsächliche Summe kann um ±50 € abweichen. Für ein belastbares Ergebnis nimm unseren BAföG-Rechner. Verbindlich ist am Ende immer nur der Bescheid.

Vermögensfreibeträge 2026

Dein AlterVermögensfreibetrag
Unter 30 Jahre15.000 €
Ab 30 Jahre45.000 €
Zuschlag pro Kind
  • 2.300 €
Zuschlag Ehepartner
  • 2.300 €

Eine wichtige Abgrenzung: Das Vermögen deiner Eltern spielt für dein BAföG keine Rolle. Sie können eine abbezahlte Immobilie haben und sechsstellig im Depot sitzen – solange ihr Einkommen passt, ändert das an deiner Förderung nichts. Geprüft wird nur das, was dir selbst gehört. Details: BAföG Einkommen & Vermögen.

Geplante BAföG-Änderungen ab Wintersemester 2026/27

Was die Große Koalition in ihrem Koalitionsvertrag versprochen hat – und was davon tatsächlich zum WS 2026/27 oder später kommt:

  • Wohnpauschale 380 → 440 €. Würde den Höchstsatz auf ca. 1.052 € anheben. Ziel: WS 2026/27. Aktueller Stand: Die Finanzierung ist seit dem 29. April 2026 zwischen den Koalitionspartnern geklärt, ein Referentenentwurf liegt aber noch nicht vor. Letzter Bundesratstermin vor der Sommerpause: 10. Juli 2026 – wird der nicht gehalten, verschiebt sich die Erhöhung voraussichtlich auf WS 2027/28.
  • Freibeträge sollen dynamisiert werden – automatisch an Löhne und Preise angepasst, damit wir nicht alle zwei Jahre dieselbe Debatte führen müssen.
  • Grundbedarf auf Bürgergeld-Niveau: 475 → voraussichtlich 563 € (analog zum Regelsatz). Aber erst in zwei Schritten WS 2027/28 und 2028/29 – also nicht für 2026 zu erwarten.
  • Folgeantrag soll verschlankt werden, die Studienstarthilfe soll direkt im Hauptantrag mitlaufen.

Unter uns: Stand Anfang Mai 2026 ist von diesen vier Punkten noch nichts im Gesetzesrang – die Einigung vom 29. April war eine politische, keine gesetzliche. Verbände wie fzs, DGB und GEW halten die geplanten Anpassungen ohnehin für zu niedrig, um die gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten auszugleichen. Wenn du dich auf 992 € verlässt, bist du auf der sicheren Seite – wenn du fest mit 1.052 € planst, riskierst du eine Enttäuschung. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald ein Referentenentwurf vorliegt.

BAföG Rückzahlung 2026 im Überblick

Was?Aktueller Wert 2026
Rückzahlungsanteil50 % der Förderung (die andere Hälfte ist geschenkt)
Maximale Rückzahlung10.010 € (Deckelung)
Rate130 €/Monat (390 €/Quartal)
Rückzahlungsbeginn5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer
Nachlass bei Komplett-TilgungBis 21 % (bei 10.010 € = nur 7.900 € zahlen)
Freistellungsgrenze1.690 € netto/Monat (Einzelperson)
SchuldenfreiheitSpätestens nach 20 Jahren

Mehr Details: BAföG Rückzahlung – Fristen, Höhe, Rabatte.

Wichtige BAföG-Fristen 2026

  • Erstantrag: Spätestens im Monat, in dem dein Studium beginnt – sonst ist der erste Monat Förderung weg. BAföG gibt es nicht rückwirkend, nicht einen Tag. Wer im Oktober startet, aber erst im November abgibt, zahlt den Oktober aus eigener Tasche. Besser: Ende Juli oder August. Mehr dazu: BAföG Fristen.
  • Folgeantrag: Mindestens zwei Monate vor Ablauf des aktuellen Bewilligungszeitraums. Wer später dran ist, riskiert eine Zahlungslücke, weil das Amt 4–8 Wochen braucht.
  • Leistungsnachweis – das Ding nach dem 4. Fachsemester – muss spätestens mit dem Weiterförderungsantrag fürs 5. Semester einreichen, sonst steht das BAföG ab dem 5. Semester. Details: BAföG Leistungsnachweis.
  • Aktualisierungsantrag: Wenn deine Eltern gerade den Job verlieren, weniger verdienen oder in Kurzarbeit rutschen, kannst du jederzeit Formblatt 7 einreichen. Die Berechnung wird dann auf das aktuelle Einkommen umgestellt – es gibt keine Wartefrist. Details: Aktualisierungsantrag.

BAföG 2026 – Deine Checkliste

  1. Zahl rechnen, bevor du den Antrag stellst. Zehn Minuten im BAföG-Rechner sparen dir später die Frage, warum du nur 200 € bekommen hast. Zeigt der Rechner Null? Oft liegt das an falsch beantworteten Fragen, nicht am fehlenden Anspruch. Dann prüfen auf BAföG-Voraussetzungen.
  2. Papiere sortieren. Steuerbescheid der Eltern (2024), Immatrikulationsbescheinigung, Mietvertrag oder Meldebescheinigung, Kontoauszug vom Tag der Unterschrift. Für Details: BAföG Unterlagen.
  3. Formblätter. Zehn Stück, nicht alle gleichzeitig nötig. Was du wirklich brauchst: BAföG Formulare 2026.
  4. Antrag abschicken. Entweder online über BAföG Digital (seit Hessen auch mit digitalem Bescheid) oder über unseren Antragsassistenten, wenn du Begleitung willst.
  5. Folgeantrag im Kalender anlegen. BAföG läuft immer nur 12 Monate. Der häufigste Fehler: Vergessen, rechtzeitig zu verlängern – und plötzlich ist das Konto leer.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Häufig gestellte Fragen zu BAföG 2026

Wie viel BAföG bekomme ich 2026 maximal?

Rechnerischer Maximalwert für Studierende: 992 €/Monat – unter 30, eigene Wohnung, eigene Krankenversicherung. Ab 30 werden es 1.018 € (höherer KV-Zuschlag). Schüler-BAföG kommt auf bis zu 957 €, Aufstiegs-BAföG auf bis zu 963 €. Für WS 2026/27 sind 1.052 € angekündigt, dazu braucht es aber erst einen Kabinettsbeschluss – der steht aktuell aus.

Wie viel darf ich 2026 neben dem BAföG verdienen?

Freibetrag seit 01.01.2026: 603 € brutto/Monat – gekoppelt an die neue Minijob-Grenze durch den Mindestlohn 13,90 €/Std. Wer drunter bleibt, verliert nichts von seinem BAföG. Verdienst du mehr, wird der Überhang auf deinen BAföG-Bedarf angerechnet – allerdings nicht 1:1, sondern mit Werbungskosten- und Sozialpauschale vorgerechnet. Rechtsgrundlage: § 23 BAföG.

Was hat sich 2026 beim BAföG geändert?

Die großen Stellschrauben (Bedarfssätze, Eltern-Freibeträge, Vermögensfreibetrag) sind seit der Reform WS 2024/25 unverändert. Was 2026 wirklich neu ist: Der Minijob-Freibetrag hat einen kleinen Sprung gemacht – von 538 auf 603 €, weil der Mindestlohn zum 01.01. auf 13,90 €/Std. gestiegen ist (BMAS). Und: Seit April 2026 gibt es die BAföG-Digital-App. Die groß angekündigte Wohnpauschalen-Erhöhung (380 → 440 €) zum WS 2026/27 ist geplant, aber noch nicht beschlossen. Tendenz: wackelt. Details bei Studis Online.

Wie viel dürfen meine Eltern verdienen, damit ich BAföG bekomme?

Die Schätzungen dazu sind fast immer zu pessimistisch. Grundfreibetrag: 2.540 € netto bei verheirateten Eltern, 1.690 € bei Alleinerziehenden. Vom Rest bleiben 50 % anrechnungsfrei, plus 5 % je weiterem Kind (§ 25 BAföG). Gerechnet wird mit dem Steuerbescheid 2024, nicht mit dem aktuellen Einkommen. Beispiel: Ein Elternpaar mit 4.000 € Netto und zwei Kindern in Ausbildung hat noch Raum für 900 €+ BAföG-Anspruch fürs studierende Kind. Unbedingt im BAföG-Rechner durchklicken, bevor du den Antrag abhakst.

Wie viel Vermögen darf ich haben?

15.000 € bis zum 30. Geburtstag. Ab 30: 45.000 €. Pro Kind und pro Ehepartner kommen je 2.300 € obendrauf. Nur das Einkommen deiner Eltern zählt – ihr Vermögen spielt keine Rolle, egal wie hoch. Bei dir selbst wird dagegen alles geprüft: Konto, Sparbuch, Depot, Bausparer, PayPal, Krypto – inklusive Kontoauszügen. Details: BAföG Kontoauszüge.

Muss ich BAföG zurückzahlen?

Nur die Hälfte – und selbst die ist bei max. 10.010 € gedeckelt. Wer über die Zeit mehr BAföG bekommen hat, muss den Überhang nicht zurückzahlen. Rückzahlung startet erst 5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer (= Regelstudienzeit) in Raten von 130 €/Monat. Sofort-Tilger bekommen bis zu 21 % Nachlass. Und falls nach 20 Jahren noch was übrig ist: wird erlassen. Mehr: BAföG Rückzahlung.

Gibt es 2026 eine BAföG-Erhöhung?

Kurze Antwort: Nein – zumindest nicht im Gesetzesrang. Der Koalitionsvertrag verspricht eine Wohnpauschalen-Erhöhung auf 440 € zum WS 2026/27 und eine Grundbedarfs-Anpassung an Bürgergeld-Niveau für 2027/28 und 2028/29. Am 29. April 2026 hat die Koalition (CDU/CSU + SPD) die Finanzierung der Reform offiziell beschlossen – ein wichtiger politischer Schritt. Aber: Ein Referentenentwurf liegt Anfang Mai 2026 noch nicht vor. Die letzte Bundesratssitzung vor der Sommerpause ist am 10. Juli 2026; bis dahin müssten Kabinett, Bundestag und Bundesrat alle zustimmen. Wird der Termin gerissen, verschiebt sich die erste Stufe wahrscheinlich auf WS 2027/28. Sobald sich was bewegt, landet es hier.

Bis wann muss ich den BAföG-Antrag 2026 stellen?

Spätestens im Monat des Ausbildungsbeginns. Nicht einen Tag später – rückwirkend gibt es kein Geld. Wenn dein Studium am 1. Oktober startet und du erst am 2. November abgibst, verlierst du den Oktober komplett. Realistisch: Antrag im August oder September abschicken. Und wenn Unterlagen fehlen, reicht auch ein unvollständiger Antrag – Hauptsache rechtzeitig gestellt, das wahrt die Frist. Fehlendes reichst du nach. Wir haben einen Antragsassistenten, der dich Schritt für Schritt durchführt.

Gilt die Altersgrenze von 45 Jahren auch 2026?

Ja, 45 Jahre zum Ausbildungsbeginn (§ 10 BAföG). Aber: Es gibt mehrere Ausnahmen, die man kennen sollte – zweiter Bildungsweg (Abendgymnasium, Kolleg), Kinderbetreuung, Krankheit, Behinderung, bestimmte berufliche Umwege. Wer über 45 ist und trotzdem studieren will, sollte die Altersgrenze-Regeln lesen – pauschal zu alt stimmt meistens nicht.