AFBG Formblatt B: Bescheinigung der Fortbildungsstätte – PDF, Muster und Ausfüllhilfe

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Formblatt B (Stand 2023) als PDF mit Muster: Zeile 1–4 füllst du, ab Zeile 5 der Bildungsträger. Alle 74 Zeilen, Gebühren, Fristen, Tipps für Träger.
Formblatt B „Bescheinigung über den Besuch einer Fortbildungsstätte“, Stand 2023: oben Zeilen 1 bis 4 für Antragstellende, darunter der Teil der Fortbildungsstätte

Formblatt B, amtlich „Bescheinigung über den Besuch einer Fortbildungsstätte / die Teilnahme an einem Fernunterrichtslehrgang / mediengestützten Lehrgang“, ist die Bescheinigung deines Bildungsträgers zum Aufstiegs-BAföG. Du füllst nur die Zeilen 1 bis 4 aus. Ab Zeile 5 trägt der Träger Lehrgang, Abschluss, Rechtsgrundlage, Termine, Unterrichtsstunden, Gebühren und seine Eignung ein und unterschreibt. Formblatt B gehört zu jedem Erstantrag mit Formblatt A, in Teilzeit wie in Vollzeit. Hier findest du das PDF, ein ausgefülltes Muster, alle 74 Zeilen erklärt und einen Abschnitt für Bildungsträger. Stand: Oktober 2026.

Die Zuschüsse zahlt das Amt nicht an den Träger, sondern auf dein eigenes Konto. Bildungsträger finden ihre Checkliste weiter unten im Abschnitt „Für Bildungsträger“.

Formblatt B als PDF herunterladen

➤ Formblatt B als PDF herunterladen (offizielle Fassung von aufstiegs-bafoeg.de)

  • Fassung: „Stand 2023“, senkrecht am linken Rand. Sie gilt unverändert auch 2026, siehe die amtliche Formularseite.
  • Umfang: vier Seiten mit 74 nummerierten Zeilen. Seite 1 und 4 füllt jeder Träger aus, auf Seite 2 und 3 nur den Teil, der zur Lehrgangsform passt.
  • Ausfüllen am PC: Das PDF hat Formularfelder. Stempel und Unterschrift des Trägers kommen in Zeile 74.
  • Online: In AFBG Digital lädst du Formblatt B herunter, füllst den ersten Abschnitt aus, lässt den Rest vom Träger ausfüllen und lädst das unterschriebene Formular wieder hoch.
  • Bundesweit gleich: Die amtlichen Vordrucke sind Pflicht (§ 19 Abs. 2 AFBG). Auf manchen Formularservern gibt es Formblatt B in anderem Layout, der Inhalt ist derselbe.

Formblatt B auf einen Blick

FrageAntwort
Amtlicher NameBescheinigung über den Besuch einer Fortbildungsstätte / die Teilnahme an einem Fernunterrichtslehrgang / mediengestützten Lehrgang (Formblatt B)
Wofür?Das Amt prüft damit Lehrgang, Stunden, Dauer, Gebühren und Träger. AFBG Digital schreibt: Der Träger „bestätigt, dass Sie sich verbindlich zu der Fortbildung angemeldet haben“.
Wer füllt aus?Du die Zeilen 1 bis 4, der Träger die Zeilen 5 bis 74
Wer unterschreibt?Nur der Träger, mit Stempel in Zeile 74
Wann?Mit dem Erstantrag, bei jedem Folgeantrag mit Formblatt W ein aktuelles B
Wohin?Zusammen mit Formblatt A an das Amt für Aufstiegsförderung
Rechtsgrundlage§ 2 AFBG (förderfähige Maßnahmen), § 2a AFBG (Eignung des Trägers), § 21 Abs. 1 AFBG (Pflichten des Trägers)

Wer Formblatt B ausstellt

Formblatt B stellt die Fortbildungsstätte aus, also der Anbieter, bei dem du dich zum Lehrgang angemeldet hast. Das Formular sagt dazu ab Zeile 5: „Durch die Fortbildungsstätte auszufüllen!“

LehrgangWer stellt Formblatt B aus?
Lehrgang bei einer Kammer, z. B. Meisterkurs der HandwerkskammerDer Lehrgangsbereich der Kammer, etwa Weiterbildung oder Bildungszentrum. Das Prüfungswesen ist für Formblatt Z zuständig.
Privater BildungsträgerDer Träger, mit dem du den Vertrag geschlossen hast
Fachschule, z. B. Techniker oder ErzieherDie Schule
FernlehrgangDas Fernlehrinstitut

Arbeiten mehrere Partner zusammen, ist bisher nicht immer klar, wer als Träger gilt. Der Gesetzentwurf für ein 5. Änderungsgesetz zum AFBG will das klären: Träger wäre, wer mit dir in einem Rechtsverhältnis über die Fortbildung steht, also dein Vertragspartner (Bundestagsdrucksache 21/8412). Beschlossen ist das noch nicht.

So kommst du an Formblatt B

  1. Anmelden: Formblatt B bestätigt eine verbindliche Anmeldung. Vorher kann der Träger es nicht vollständig ausstellen.
  2. Zeilen 1 bis 4 ausfüllen: Name, Anschrift und das Amt, bei dem du den Antrag stellst. Manche Träger legen B gleich der Anmeldebestätigung bei.
  3. Vom Träger ausfüllen lassen: Schick das Formular per E-Mail oder Post an den Träger.
  4. Prüfen: Stimmen Abschluss, Termine und Stunden mit deinem Formblatt A überein? Sind Stempel und Unterschrift drauf?
  5. Einreichen: mit Formblatt A beim Amt oder als Upload in AFBG Digital.

Muster: ein ausgefülltes Formblatt B

Das Muster gehört zur selben erfundenen Teilnehmerin wie die Muster zu Formblatt A, Formblatt Z und Formblatt G: Jana Muster macht beim Bildungszentrum Musterstadt in Vollzeit die Fortbildung zur Geprüften Industriemeisterin, Fachrichtung Metall, vom 1. Februar 2027 bis 30. Juni 2028. Abschnitte, Termine und Stunden stimmen mit dem Fortbildungsplan im Muster von Formblatt A überein.

Was du am Muster sehen kannst:

  • Seite 3 bleibt leer. Janas Lehrgang ist ein Präsenzlehrgang, deshalb füllt der Träger nur Teil A auf Seite 2 aus.
  • Zeilen 18 und 19 nennen die beiden Prüfungsteile mit denselben Daten und Stunden wie die Zeilen 24 und 25 in Formblatt A. Zeile 24 nennt die Summe von 1.940 Stunden.
  • Vollzeit passt: 1.900 Stunden Präsenzunterricht in gut 73 Wochen sind im Schnitt rund 26 Stunden je Woche, mehr als die geforderten 25.
  • Zeile 10 nennt den Abschluss wie in Formblatt A und Z. Eingetragen ist DQR 6, die Stufe bleibt leer: Die Prüfungsverordnung von 1997 kennt die Stufen Berufsspezialist, Bachelor und Master Professional noch nicht.
  • Zeile 25 bleibt im Muster leer. Hier gibt der Träger an, welchen Stundenumfang die Rahmenpläne von Dachverbänden wie dem DIHK vorsehen. Diese Zahl erfinden wir nicht.
  • Zeilen 58 bis 62 verteilen die 7.800 € auf fünf Fälligkeiten. Prüfungsgebühren sind nicht dabei.

Formblatt B ausfüllen: Zeile für Zeile

Zeilen 1 bis 4: dein Teil

ZeileWas hinein gehörtTipp
KopfFörderungsnummer, EingangsstempelDie Nummer nur, wenn du schon eine hast. Den Stempel setzt das Amt.
1Familienname, Geburtsname, Vornamen, GeburtsdatumWie in Formblatt A
2 und 3Anschrift am ständigen WohnsitzWie in Formblatt A
4Behörde, bei der du den Antrag stellstDein Amt für Aufstiegsförderung

Zeilen 5 bis 16: Träger, Lehrgang, Abschluss und Termine

ZeileWas der Träger einträgtPasst zu
5 bis 7Name, Anschrift, Telefon und E-Mail der FortbildungsstätteFormblatt A Zeile 4
8Name der Teilnehmerin oder des TeilnehmersZeile 1
9Bezeichnung des Lehrgangs–
10Angestrebter Abschluss mit Stufe und DQR-NiveauFormblatt A Zeile 3, Formblatt Z Zeile 5
11Konkrete Rechtsgrundlage der PrüfungDas Formular warnt: „Die alleinige allgemeine Angabe BBiG oder HwO ist nicht ausreichend.“ Gemeint ist die Prüfungsverordnung oder Richtlinie.
12 und 13Weitere Abschlüsse, auf die der Lehrgang vorbereitetFormblatt A Zeile 7
14Beginn und Ende der MaßnahmeFormblatt A Zeile 5
15Erster Unterrichtstag–
16Planmäßig letzter Unterrichtstag mit verpflichtendem Lehrstoff, ohne WiederholungenBis zu diesem Monat läuft in Vollzeit der Unterhaltsbeitrag, danach greift Formblatt G.

Zeilen 17 bis 25: Abschnitte und Stunden

ZeileWas der Träger einträgtTipp
17Findet die Maßnahme in Abschnitten statt?Abschnitte sind etwa die Teile einer Meisterprüfung oder Fachschuljahre.
18 bis 22Je Abschnitt: Beginn, Ende, Bezeichnung, Stunden, KostenÜbernimm diese Angaben in den Fortbildungsplan von Formblatt A, Zeilen 24 bis 28.
23Wiederholst du den Lehrgang, ein Semester oder Schuljahr?Eine Wiederholung wird nur unter engen Voraussetzungen gefördert (§ 7 Abs. 5 AFBG).
24Unterrichtsstunden der GesamtmaßnahmeFormblatt A Zeile 29
25Stundenumfang laut Rahmenbedingungen der Dachverbände, z. B. DIHKZeigt dem Amt, ob die Stundenzahl angemessen ist

Zeilen 26 bis 56: Teil A, B oder C

Der Träger füllt nur einen der drei Teile aus. Welcher es ist, hängt von der Lehrgangsform ab:

LehrgangTeilZeilenWas abgefragt wird
Unterricht vor Ort oder live im virtuellen KlassenzimmerA Präsenzlehrgang26–36Vollzeit oder Teilzeit, Präsenzstunden, davon virtuell, Klausurenkurse, externe Praktika
Teils auf einer Online-Lernplattform, von der Lehrkraft aktiv gesteuert, ohne Zulassung als FernunterrichtB mediengestützt (§ 4a AFBG)37–47Wie Teil A, dazu Stunden auf der Lernplattform und monatliche Leistungskontrollen
Fernlehrgang mit Zulassung durch die ZFUC Fernunterricht (§ 4 AFBG)48–56ZFU-Nummer, Präsenzstunden, Zeitstunden für die Fernlehrbriefe, Leistungskontrollen, Stellung des Instituts

Bei Teil B und C müssen regelmäßige, grundsätzlich monatliche Leistungskontrollen stattfinden, die eine Lehrkraft kontrolliert oder korrigiert. „Selbstkontrolle auf einer Online-Plattform oder durch eine Software ist nicht ausreichend.“ In 20 % der Monate darf davon abgewichen werden. Für diese Lehrgänge legst du Nachweise der Leistungskontrollen und einen zeitlichen Ablaufplan bei (Belege 1 und 2).

Zeilen 57 bis 74: Gebühren, Eignung und Unterschrift

ZeileWas der Träger einträgtTipp
57Rechnungsempfänger: du oder jemand anderes, etwa der ArbeitgeberZahlt der Arbeitgeber mit, gib das auch in Formblatt A Zeile 38 und 39 an.
58 bis 65Lehrgangsgebühren in Teilbeträgen mit FälligkeitOhne Prüfungsgebühren, Materialkosten und Literatur. Rechnungen beilegen (Beleg 3).
66 und 67Oder Fälligkeit in einer Summe, Gesamtbetrag–
68 bis 71Art des Trägers: öffentlich, unter staatlicher Aufsicht oder staatlich anerkannt, privatGrundlage ist § 2a AFBG.
72 und 73Qualitätssicherungssystem und GültigkeitBei privaten Trägern, z. B. AZAV, ISO 9000, EFQM oder LQW, mit Zertifikat
74Ort, Datum, Stempel, Unterschrift oder NamensangabeOhne beides fehlt die Bescheinigung.

Was als Unterrichtsstunde zählt

Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten (§ 2 Abs. 4 AFBG). Förderfähig sind physische und virtuelle Präsenzveranstaltungen, deren Inhalte die Prüfungsregelung vorgibt. Der Träger zählt also Unterrichtseinheiten, keine Zeitstunden. Nur die Fernlehrbriefe in Zeile 51 rechnet das Formular in Zeitstunden.

  • Klausurenkurse und Prüfungssimulationen zählen zusätzlich, wenn sie im Lehrplan verbindlich sind: bis zu 10 % der förderfähigen Stunden, höchstens 50.
  • Nicht mitzählen laut Formular: reine Wiederholungsstunden, Repetitorien, Chatroomstunden, die dem Präsenzunterricht nicht vergleichbar sind, Selbstlernphasen, Praktika, fakultative Zusatzmodule und die Vor- und Nachbereitung zu Hause.
  • Mindestumfang: 400 Unterrichtsstunden, für Fortbildungen der Stufe 1 in Teilzeit 200 (§ 2 Abs. 3 AFBG).
  • Vollzeit: in der Regel jede Woche an vier Werktagen mindestens 25 Stunden, Abschluss innerhalb von 36 Monaten.
  • Teilzeit: im Schnitt mindestens 18 Stunden im Monat, Abschluss innerhalb von 48 Monaten, bei Stufe 1 innerhalb von 36 Monaten.

Lehrgangsgebühren: was in Formblatt B steht und wer zahlt

In die Zeilen 58 bis 67 gehören nur die Lehrgangsgebühren. Prüfungsgebühren, Materialkosten und Literatur stehen ausdrücklich nicht drin.

  • Das Geld geht an dich: „Den Zuschussbetrag überweist Ihnen das Amt direkt auf Ihr Girokonto“, schreibt die KfW. Den Träger bezahlst du selbst.
  • Warum die Fälligkeiten wichtig sind: Den Zuschuss kann das Amt bis 5.000 € in einem Betrag zahlen, darüber hinaus nach den Fälligkeiten der Gebühren (§ 24 Abs. 1 AFBG). Ähnlich zahlt die KfW das Darlehen aus, in der Regel bis 4.000 € in einem Betrag (§ 13 Abs. 4 AFBG).
  • Prüfungsgebühr: Sie läuft nicht über Formblatt B. Die Förderung fließt bei Fälligkeit gegen Rechnung oder Gebührenbescheid, bis zu zwei Jahre nach Ende der Maßnahme.
  • Arbeitgeber zahlt mit: Dann mindern sich die förderfähigen Kosten (§ 10 Abs. 1 AFBG). Stellt der Träger die Rechnung auf deinen Arbeitgeber um, muss er das dem Amt melden.
  • Wie viel es gibt: Gebühren bis 15.000 €, die Hälfte als Zuschuss, der Rest als KfW-Darlehen. Mehr im Ratgeber Aufstiegs-BAföG.

Geplant für 2027: Laut Gesetzentwurf würden für Maßnahmen ab dem 1. August 2027 Gebühren bis 18.000 € gefördert, und Zuschüsse des Arbeitgebers würden nicht mehr angerechnet. Beschlossen ist das noch nicht.

Welche Nachweise zu Formblatt B gehören

FallNachweis
PräsenzlehrgangNachweis der Lehrgangsgebühren, etwa Rechnung, Anmeldebestätigung oder Vertrag (Beleg 3)
Mediengestützter LehrgangNachweise der Leistungskontrollen und zeitlicher Ablaufplan (Beleg 1)
FernlehrgangNachweise der Leistungskontrollen und zeitlicher Ablaufplan (Beleg 2)
Privater TrägerZertifikat des Qualitätssicherungssystems (Zeile 72)

AFBG Digital erlaubt beim Gebührennachweis ersatzweise einen Screenshot des Kursangebots, die Anmeldebestätigung oder den Fortbildungsvertrag, die Rechnung reichst du dann bei Bedarf nach.

Wann du Formblatt B abgibst

  • Mit dem Erstantrag: Formblatt B gehört zu Formblatt A. Der Antrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme oder des Abschnitts beim Amt sein (§ 19 Abs. 1 AFBG).
  • Nicht warten: Den Unterhaltsbeitrag gibt es frühestens ab dem Monat deines Antrags. Fehlt Formblatt B noch, stell den Antrag trotzdem und reiche B nach. Entscheiden kann das Amt aber erst mit B.
  • Beim Folgeantrag: Für jeden Folgeantrag mit Formblatt W legst du ein aktuelles Formblatt B bei, so steht es in den Belegen zu Formblatt W.
  • Teilnahmenachweis: Sechs Monate nach Beginn, zum Ende und bei Abbruch brauchst du zusätzlich Formblatt F vom Träger (§ 9a Abs. 2 AFBG). Stellst du den Antrag erst nach sechs Monaten, frag dein Amt, ob du F gleich mitschicken sollst.
  • Termine ändern sich: Verschiebt sich der Lehrgang, lass dir ein neues, unterschriebenes Formblatt B ausstellen. Der Träger muss Änderungen selbst melden (§ 21 Abs. 1 AFBG).

Formblatt B, Z, F oder W: der Unterschied

FormblattWas es istWer stellt aus?Wann?
BBescheinigung der Fortbildungsstätte: Lehrgang, Stunden, Gebühren, TrägerBildungsträgerMit dem Erstantrag und jedem Folgeantrag
Formblatt ZBestätigung der ZulassungsvoraussetzungenPrüfungsstelle, etwa IHK oder HandwerkskammerIn der Regel mit dem Erstantrag
Formblatt FTeilnahmenachweisBildungsträgerSechs Monate nach Beginn, zum Ende, bei Abbruch
Formblatt WFolgeantrag für weitere AbschnitteDuVor dem nächsten Abschnitt

Für Bildungsträger: Formblatt B richtig ausstellen

Checkliste vor dem Unterschreiben

PrüfpunktWorauf es ankommt
Abschluss (Zeile 10)Wörtlich wie in der Prüfungsordnung, mit DQR-Niveau
Rechtsgrundlage (Zeile 11)Konkrete Verordnung mit Datum; „BBiG“ oder „HwO“ allein reicht nicht
Termine (Zeilen 14 bis 16)Erster und planmäßig letzter Unterrichtstag mit Pflichtstoff, ohne Wiederholungen
Abschnitte (Zeilen 17 bis 22)Alle Teile mit Daten, Stunden und Kosten
StundenUnterrichtseinheiten à 45 Minuten, keine Zeitstunden, Klausurenkurse höchstens 10 % und 50 Stunden
Teil A, B oder CNur der Teil, der zur Lehrgangsform passt
Gebühren (Zeilen 58 bis 67)Ohne Prüfungsgebühren, Material und Literatur, mit Fälligkeiten
Eignung (Zeilen 68 bis 73)Art des Trägers ankreuzen, als privater Träger das Zertifikat beilegen
Zeile 74Ort, Datum, Stempel und Unterschrift

Eignung und Qualitätssicherung

Nach § 2a AFBG ist ein Träger geeignet, wenn er öffentlich ist, unter staatlicher Aufsicht steht oder staatlich anerkannt ist. Andere Träger weisen mit einem Zertifikat nach, dass sie nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) anerkannt sind oder ein System zur Qualitätssicherung anwenden. Zeile 72 nennt als Beispiele AZAV, ISO 9000, EFQM und LQW. Läuft das Zertifikat während des Lehrgangs ab, steht das in Zeile 73.

Pflichten nach der Unterschrift

Mit der Unterschrift bestätigt der Träger die verbindliche Anmeldung und übernimmt Pflichten nach § 21 Abs. 1 AFBG:

  • Nichtantritt, Abbruch, nicht regelmäßige Teilnahme, Kündigung, vorzeitiges Ende oder das Einstellen eines Lehrgangs unverzüglich dem Amt melden, auch wenn nicht für alle Abschnitte ein Antrag gestellt wurde
  • bei einer Rechnungsumschreibung den Arbeitgeber angeben
  • dem Amt auf Verlangen Auskunft geben und Formblatt F ausstellen

Wer diese Meldungen nicht oder zu spät macht, handelt ordnungswidrig. Die Geldbuße kann bis zu 3.000 € betragen (§ 29 AFBG).

Häufige Fehler bei Formblatt B

  1. Zeitstunden statt Unterrichtsstunden. Gezählt werden Einheiten à 45 Minuten.
  2. Zeilen 15 und 16 ungenau. Der letzte Unterrichtstag bestimmt, wie lange der Unterhaltsbeitrag läuft.
  3. Prüfungsgebühr eingerechnet. Sie gehört nicht in die Zeilen 58 bis 67.
  4. Nur „BBiG“ als Rechtsgrundlage. Das Formular verlangt die konkrete Verordnung.
  5. Falscher Teil ausgefüllt. Präsenz, mediengestützt und Fernunterricht haben eigene Zeilen.
  6. QS-Zertifikat fehlt. Private Träger müssen es beilegen.
  7. Stempel oder Unterschrift fehlen. Dann fehlt die Bescheinigung.
  8. Abschluss anders als in A und Z. Die Bezeichnung sollte in allen drei Formularen gleich sein.
  9. Abschnitte fehlen. Was nicht im Fortbildungsplan steht, wird später nicht gefördert.
  10. Arbeitgeber als Rechnungsempfänger verschwiegen. Er gehört in Zeile 57 und in Formblatt A.

Häufige Fragen zum AFBG-Formblatt B

Wer füllt Formblatt B aus?

Du die Zeilen 1 bis 4 mit deinen Daten und dem Amt. Alles ab Zeile 5 füllt die Fortbildungsstätte aus und unterschreibt mit Stempel in Zeile 74. Eine Unterschrift von dir gibt es auf Formblatt B nicht.

Was ist Formblatt B beim Aufstiegs-BAföG?

Die Bescheinigung deines Bildungsträgers über den Lehrgang. Sie enthält Abschluss, Rechtsgrundlage, Termine, Unterrichtsstunden, Lehrgangsgebühren und die Eignung des Trägers und bestätigt deine verbindliche Anmeldung.

Wo bekomme ich Formblatt B?

Als PDF auf der Formularseite von aufstiegs-bafoeg.de oder im Download-Bereich von AFBG Digital. Manche Träger legen es der Anmeldebestätigung bei.

Wie lange dauert Formblatt B, und kostet es etwas?

Weder zur Dauer noch zu Kosten gibt es eine amtliche Vorgabe. Frag deinen Träger bei der Anmeldung, wann er Formblatt B ausstellt, und stell deinen Antrag trotzdem rechtzeitig.

Gehören die Prüfungsgebühren in Formblatt B?

Nein. Formblatt B nennt nur die Lehrgangsgebühren ohne Prüfungsgebühren, Materialkosten und Literatur. Die Prüfungsgebühr wird bei Fälligkeit gegen Rechnung oder Gebührenbescheid gefördert.

Bekommt der Bildungsträger das Geld direkt?

Nein. Das Amt überweist den Zuschuss auf dein Girokonto, die KfW zahlt das Darlehen an dich aus. Den Träger bezahlst du selbst.

Brauche ich für jeden Abschnitt ein eigenes Formblatt B?

Nein. Ein Formblatt B listet alle Abschnitte in den Zeilen 18 bis 22 auf. Für jeden Folgeantrag mit Formblatt W legst du aber ein aktuelles Formblatt B bei.

Brauche ich beim Folgeantrag ein neues Formblatt B?

Ja. Die Belegliste von Formblatt W verlangt: „Bitte fügen Sie das aktuelle Formblatt B bei.“

Was zählt als Unterrichtsstunde?

45 Minuten Präsenzunterricht, vor Ort oder im virtuellen Klassenzimmer. Klausurenkurse zählen bis 10 Prozent und höchstens 50 Stunden dazu. Selbstlernphasen, Praktika und Wiederholungsstunden zählen nicht.

Mein Lehrgang läuft online: Teil A, B oder C?

Live im virtuellen Klassenzimmer ist Teil A. Lernst du teils auf einer Lernplattform, die eine Lehrkraft steuert, ist es Teil B. Ein von der ZFU zugelassener Fernlehrgang ist Teil C.

Was mache ich, wenn in Formblatt B ein Fehler ist oder sich Termine ändern?

Lass dir ein korrigiertes Formblatt B mit Stempel und Unterschrift ausstellen und reich es beim Amt nach. Der Träger muss Änderungen am Lehrgang auch selbst melden.

Was ist der Unterschied zwischen Formblatt B und Formblatt Z?

Formblatt B stellt der Bildungsträger aus, es beschreibt den Lehrgang. Formblatt Z stellt die Prüfungsstelle aus, es bestätigt deine Zulassungsvoraussetzungen.

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