AFBG Formblatt A: Hauptantrag aufs Aufstiegs-BAföG – PDF, Muster und Ausfüllhilfe
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Formblatt A, amtlich „Antrag auf Förderung einer beruflichen Aufstiegsfortbildung“, ist der Hauptantrag beim Aufstiegs-BAföG. Damit beantragst du die Förderung deiner Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und, wenn du in Vollzeit lernst, den monatlichen Unterhaltsbeitrag. In Teilzeit gehören zu Formblatt A vor allem Formblatt B von deinem Träger und in der Regel Formblatt Z von der Prüfungsstelle. In Vollzeit kommen Anlage 1 zu Einkommen und Vermögen und bei Verheirateten Anlage 2 dazu. Hier findest du das PDF, ein ausgefülltes Muster, alle 88 Zeilen erklärt, die Unterlagen für Teilzeit und Vollzeit und die Fristen. Stand: Oktober 2026.
Für den nächsten Abschnitt deiner Fortbildung reicht meist der kürzere Folgeantrag Formblatt W. Verdient dein Ehepartner im Bewilligungszeitraum deutlich weniger als früher, ist Formblatt D (Aktualisierungsantrag fürs Ehepartner-Einkommen) der richtige Antrag.
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- Fassung: „Stand 2023“, senkrecht am linken Rand. Sie gilt unverändert auch 2026, siehe die amtliche Formularseite.
- Umfang: sieben PDF-Seiten. Fünf davon sind das Formular mit 88 nummerierten Zeilen, die letzten beiden das Merkblatt. Das Merkblatt trennst du vor dem Ausfüllen ab und behältst es, es „ist für Ihre Unterlagen bestimmt“.
- Ausfüllen am PC: Das PDF hat Formularfelder. Für die Abgabe per Post druckst du es aus und unterschreibst in Zeile 88.
- Online: Über AFBG Digital füllst du Formblatt A als Online-Dialog aus, die Anmeldung läuft über die BundID. Dann brauchst du das PDF nicht.
- Bundesweit gleich: Die amtlichen Vordrucke sind Pflicht (§ 19 Abs. 2 AFBG). Eine eigene Fassung für Bayern, NRW oder ein anderes Bundesland gibt es nicht.
Alte Fassung „Stand 2020“: Was ist anders?
Auf Seiten von Kammern und Bildungsträgern liegt teils noch die Fassung von 2020. Sie hat 83 statt 88 Zeilen und beginnt mit den Angaben zur Person, die Fortbildung folgt erst in Abschnitt 4. Kostenerstattungen von Arbeitgebern und öffentlichen Stellen fragt sie gemeinsam in Abschnitt 6B ab, einen eigenen Abschnitt 6C für den Arbeitgeber gibt es dort nicht. Nimm die aktuelle Fassung, dann passen die Zeilennummern zu Rückfragen des Amts.
Formblatt A auf einen Blick
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Amtlicher Name | Antrag auf Förderung einer beruflichen Aufstiegsfortbildung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Formblatt A) |
| Wofür? | Erstantrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und das Meisterprüfungsprojekt, in Vollzeit zusätzlich für den Unterhaltsbeitrag. Alleinerziehende beantragen hier auch den Kinderbetreuungszuschlag. |
| Wer füllt aus? | Nur du. Einige Anlagen füllen andere aus, etwa der Träger Formblatt B und die Prüfungsstelle Formblatt Z. |
| Umfang | Fünf Formularseiten mit 88 Zeilen, dazu zwei Seiten Merkblatt |
| Rechtsgrundlage | § 19 AFBG: Antrag schriftlich oder elektronisch, Vordrucke sind zu benutzen |
| Wann? | Rechtzeitig vor Lehrgangsbeginn. Den Unterhaltsbeitrag gibt es frühestens ab dem Antragsmonat (§ 11 Abs. 3 AFBG). |
| Wohin? | An das für deinen Wohnsitz zuständige Amt für Aufstiegsförderung, nicht an ein Ministerium |
| Online? | Ja, über AFBG Digital mit BundID. Eine Unterschrift brauchst du dann nicht. |
| Folgeantrag | Für weitere Abschnitte meist Formblatt W |
So ist Formblatt A aufgebaut
| Seite | Zeilen | Abschnitte |
|---|---|---|
| 1 | 1 bis 17 | Frühere AFBG-Anträge, Abschnitt 1 Fortbildung, Abschnitt 2 Person |
| 2 | 18 bis 39 | Abschnitt 3 Bescheid an eine andere Person, 4 Bankverbindung, 5 Fortbildungsplan, 6A bis 6C andere Leistungen und Kostenerstattungen |
| 3 | 40 bis 61 | Abschnitt 7 Form der Maßnahme und Leistungsarten, 8 Ausbildung, Studium und frühere Förderung, 9 Kinder (erstes Kind) |
| 4 | 62 bis 85 | Zweites und drittes Kind, Abschnitt 10 Alleinerziehende, 11 Einkommen und Vermögen, 12 Krankenversicherung |
| 5 | 86 bis 88 | Pflegeversicherung, wichtige Hinweise, Einverständniserklärung, Unterschrift, Liste der Belege 1 bis 9 |
| 6 und 7 | – | Merkblatt: abtrennen und behalten, nicht einreichen |
Die rechte Randspalte enthält Ausfüllhinweise, die du nicht überspringen solltest, etwa zum Fortbildungsplan und zur Prüfungsvorbereitungsphase. Abschnitt 11 ist nur für Vollzeit, Abschnitt 9 für Vollzeit oder für Alleinerziehende mit Kinderbetreuungszuschlag. Kinder trägst du direkt in Formblatt A ein, eine eigene Kinder-Anlage gibt es nicht.
Welche Unterlagen du brauchst: Teilzeit oder Vollzeit
Die Liste im Merkblatt unterscheidet zwischen Teilzeit und Vollzeit. Fernlehrgänge behandelt das Amt wie Teilzeit.
| Unterlage | Teilzeit und Fernlehrgang | Vollzeit | Wer füllt aus? |
|---|---|---|---|
| Formblatt A | ja | ja | du |
| Anlage 1 (Angaben zum Einkommen und Vermögen) | nein | ja, für den Unterhaltsbeitrag | du |
| Anlage 2 (Einkommenserklärung des Ehepartners) | nein | wenn du verheiratet oder verpartnert bist und nicht dauernd getrennt lebst | dein Ehepartner, du die Kopfzeilen |
| Anlage 3 (Zusatzblatt für Ausländer) | wenn du nicht deutsch bist | wenn du nicht deutsch bist | du |
| Formblatt B (Bescheinigung der Fortbildungsstätte) | ja | ja | der Träger, du die Zeilen 1 bis 4 |
| Formblatt Z (Bestätigung der Zulassungsvoraussetzungen) | in der Regel ja | in der Regel ja | die Prüfungsstelle, du die Zeilen 1 bis 7 |
| Bescheinigung zur Kranken- und Pflegeversicherung | frag dein Amt | wenn du selbst gesetzlich oder privat versichert bist | deine Krankenkasse |
| Formblatt F (Teilnahmenachweis) | später, das Amt fordert ihn an | später, das Amt fordert ihn an | der Träger |
| Formblatt M (Materialkosten) | nur mit Meisterprüfungsprojekt, später | nur mit Meisterprüfungsprojekt, später | du, die Prüfungsstelle bestätigt |
| Formblatt G (Prüfungsvorbereitungsphase) | nein | wenn die Prüfung nach dem Lehrgangsende liegt | du |
| Formblatt W (Folgeantrag) | für weitere Abschnitte | für weitere Abschnitte | du |
| Formblatt D (Aktualisierungsantrag) | nein | nur wenn das Einkommen deines Ehepartners deutlich sinkt | du und dein Ehepartner |
Formblatt Z ist im Merkblatt für Teilzeit und Vollzeit aufgeführt. AFBG Digital weist aber darauf hin, dass die Länder das unterschiedlich handhaben, etwa bei Fach- und Handwerksschulen. Frag im Zweifel dein Amt. Zusätzlich legst du die Belege bei, die das Formular mit Symbolen markiert, dazu unten mehr.
Muster: ein ausgefülltes Formblatt A
Das Muster zeigt dieselbe erfundene Teilnehmerin wie die Muster zu Formblatt Z und G: Jana Muster, ledig, keine Kinder, macht in Vollzeit die Fortbildung zur Geprüften Industriemeisterin, Fachrichtung Metall. Der Lehrgang beim Bildungszentrum Musterstadt läuft vom 1. Februar 2027 bis 30. Juni 2028, die Prüfung nimmt die IHK Musterstadt ab. Den Antrag unterschreibt sie am 15. Dezember 2026, also vor Lehrgangsbeginn.
Was du am Muster sehen kannst:
- Zeile 5 nennt die gesamte Maßnahme. Das Amt kann den Bewilligungszeitraum aber auf einen Abschnitt beschränken (§ 23 Abs. 3 AFBG). Dann stellst du für Teil 2 einen Folgeantrag mit Formblatt W. Frag dein Amt, wie es das handhabt.
- Zeilen 24 und 25 enthalten beide Prüfungsteile der Industriemeisterprüfung als eigene Abschnitte. Die Stunden sind erfunden, in deinem Antrag kommen sie aus Formblatt B.
- Zeile 43 bleibt leer. Die Industriemeisterprüfung Metall besteht aus schriftlichen Aufgaben und einem situationsbezogenen Fachgespräch (§ 2 der Prüfungsverordnung), ein Meisterprüfungsprojekt mit Materialkosten gibt es dort nicht.
- Abschnitte 3, 9 und 10 bleiben leer, weil sie nicht zutreffen. Auf Papier streichst du solche Felder durch, das Merkblatt bittet darum.
- Zeile 81 ist mit Ja angekreuzt, weil Jana Erspartes hat. Die Beträge stehen dann in Anlage 1. Zeile 84 verlangt die Bescheinigung ihrer Krankenkasse.
- Steuer-ID und IBAN sind erfunden und absichtlich ungültig.
Formblatt A ausfüllen: Zeile für Zeile
Kopf und Zeilen 1 bis 2: frühere Anträge
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| Kopf | Förderungsnummer, Eingangsstempel | Beim ersten Antrag hast du noch keine Förderungsnummer, das Feld bleibt leer. Den Eingangsstempel setzt das Amt. |
| 1 | Hast du schon einmal Aufstiegs-BAföG beantragt? | Auch ein abgelehnter Antrag oder einer für eine andere Fortbildung zählt. |
| 2 | Bei welchem Amt, bisherige Förderungsnummer | Nur bei Ja |
Zeilen 3 bis 7: die Fortbildung
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 3 | Bezeichnung des angestrebten Fortbildungsabschlusses | Der Abschluss, nicht der Name des Lehrgangs, z. B. „Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Metall“. Schreib ihn so wie in Formblatt B und Z. |
| 4 | Veranstalter, Telefon | Dein Bildungsträger aus Formblatt B |
| 5 | Beginn und Ende der Maßnahme oder des Abschnitts | Laut Randspalte brauchst du für Abschnitte, die dein Antrag nicht erfasst, einen weiteren Antrag. |
| 6 | Voraussichtliche Prüfungsstelle | IHK, Handwerkskammer oder bei staatlichen Abschlüssen meist die Fachschule |
| 7 | Weitere Abschlüsse, auf die der Lehrgang vorbereitet | Etwa ein Zertifikat oder eine zweite Prüfung, mit Stufe nach BBiG/HwO und DQR-Niveau. Stufe 1 ist der Geprüfte Berufsspezialist, Stufe 2 der Bachelor Professional, Stufe 3 der Master Professional. |
Zeilen 8 bis 17: deine Person
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 8 und 9 | Familienname, Geburtsname, Vornamen, Geschlecht | Bei mehreren Vornamen den Rufnamen kennzeichnen |
| 10 und 11 | Anschrift am ständigen Wohnsitz | Bei Anschriften im Ausland das internationale Kennzeichen, z. B. NL |
| 12 | Bundesland, steuerliche Identifikationsnummer | Die Steuer-ID ist laut Formular nur bei Vollzeitmaßnahmen mit Kranken- und Pflegeversicherung nötig. Das Amt meldet damit jährlich an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen, wie viel es zu deinen Versicherungsbeiträgen gezahlt hat. |
| 13 und 14 | Telefon, E-Mail, Geburtsort | Die E-Mail-Adresse ist freiwillig, aber empfohlen. |
| 15 | Geburtsdatum, Familienstand mit Datum | Ziffer 1 ledig, 2 verheiratet oder eingetragene Lebenspartnerschaft, 3 dauernd getrennt lebend, 4 verwitwet, 5 geschieden oder aufgehoben |
| 16 | Staatsangehörigkeit | Bist du nicht deutsch, Pass und Aufenthaltstitel beilegen und gegebenenfalls Anlage 3 ausfüllen (Beleg 1) |
| 17 | Staatsangehörigkeit von Ehepartner und Eltern | Nur ausfüllen, wenn du nicht deutsch bist |
Eine Rentenversicherungsnummer fragt Formblatt A nicht ab.
Zeilen 18 bis 23: Bescheid und Bankverbindung
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 18 bis 20 | Andere Person, an die der Bescheid gehen soll | Nur wenn der Bescheid nicht an dich gehen soll, etwa an Eltern oder einen Betreuer |
| 21 | Name und Sitz des Geldinstituts | – |
| 22 | Kontoinhaber, falls nicht du | Das Konto muss nicht auf dich laufen, dafür gibt es diese Zeile. AFBG Digital nennt als Bedingung ein Konto im SEPA-Zahlungsraum, bar zahlt das Amt nicht aus. |
| 23 | IBAN, BIC | Auf dieses Konto überweist das Amt die Zuschüsse. |
Zeilen 24 bis 29: der Fortbildungsplan
Hier gibst du alle Teile deiner Fortbildung an, bei Fachschulen jedes Schuljahr, bei Meisterlehrgängen die einzelnen Teile. Je Zeile: Zeitraum, Bezeichnung, Vollzeit oder Teilzeit und die Unterrichtsstunden. Zeile 29 nimmt die Gesamtzahl auf. Die Stunden übernimmst du aus Formblatt B. Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten (§ 2 Abs. 4 AFBG).
Der Plan ist wichtiger, als er aussieht. Nach § 6 Abs. 4 AFBG gehören alle Abschnitte schon in den ersten Antrag. Laut Randspalte kann ein Abschnitt, den du hier weglässt, später nicht gefördert werden. Schließt du die Maßnahme nicht im maximalen Zeitrahmen ab, wird die Förderung regelmäßig für die gesamte Maßnahme zurückgefordert, auch für Abschnitte, die noch im Zeitrahmen lagen. Der Rahmen beträgt in Vollzeit 36 Monate, in Teilzeit 48 Monate, bei Fortbildungen der Stufe 1 in Teilzeit 36 Monate (§ 2 Abs. 3 AFBG). Lass dir bei selten angebotenen Teilen vorab vom Träger zusichern, dass du sie rechtzeitig absolvieren kannst.
Zeilen 30 bis 39: andere Leistungen und Kostenerstattungen
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 30 | BAföG für Schüler oder Studierende | Ist für denselben Zeitraum BAföG bewilligt, schließt das die Förderung aus (§ 3 AFBG), außer du verzichtest darauf, bevor Geld geflossen ist. |
| 31 | Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung oder Leistungen nach dem Beruflichen Rehabilitierungsgesetz | Schließt die Förderung aus |
| 32 | Arbeitslosengeld I | Schließt die Förderung in Vollzeit aus |
| 33 | Gründungszuschuss | Schließt die Förderung in Vollzeit aus |
| 34 | Leistungen zur Rehabilitation | Schließt die Förderung aus |
| 35 | Begabtenförderung nach Richtlinien des Bundes | Etwa das Weiterbildungsstipendium. Das Formular von 2023 nennt noch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Heute trägt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt das Weiterbildungsstipendium. |
| 36 und 37 | Kostenerstattung aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, mit Stelle und Betrag | Belege beifügen (Beleg 3) |
| 38 und 39 | Kostenerstattung vom Arbeitgeber, mit Name und Betrag | Belege beifügen. Kommt eine Zusage erst nach dem Antrag, meldest du sie nach. |
Bei jedem Ja in Abschnitt 6A legst du einen Nachweis bei (Beleg 2). Zahlt eine öffentliche Stelle oder dein Arbeitgeber einen Teil des Lehrgangs, bemisst das Amt den Maßnahmebeitrag nach den um diese Leistung geminderten Kosten (§ 10 Abs. 1 AFBG). Melden musst du solche Leistungen auch dann, wenn sie erst nach dem Abschluss fließen. Ausgeschlossen ist die Förderung außerdem, wenn du Qualifizierungsgeld nach dem SGB III bekommst, obwohl das Formular von 2023 danach nicht fragt.
Zeilen 40 bis 43: Form der Maßnahme und Leistungsarten
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 40 | Vollzeitform, Teilzeitform oder Fernlehrgang | So, wie es der Träger in Formblatt B bescheinigt |
| 41 | Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren | Rechnungskopien beilegen (Beleg 4). Die Förderung der Prüfungsgebühr fließt erst bei Fälligkeit gegen Rechnung oder Gebührenbescheid, bis zu zwei Jahre nach Ende der Maßnahme (§ 24 Abs. 1 AFBG). |
| 42 | Monatlicher Unterhaltsbeitrag | Nur bei Vollzeit. Ohne Kreuz gibt es keinen Unterhaltsbeitrag. |
| 43 | Kosten für das Meisterprüfungsprojekt oder die fachpraktische Arbeit | Abgerechnet wird später mit Formblatt M. |
Das Formular verlangt, „dass jede Leistungsart gesondert anzukreuzen ist“. Wie viel es jeweils gibt, steht im Ratgeber Aufstiegs-BAföG: Bei den Gebühren sind es bis zu 15.000 €, davon die Hälfte als Zuschuss, der Rest als KfW-Darlehen. Den Unterhaltsbeitrag gibt es als Zuschuss, für Alleinstehende bis zu 1.019 € im Monat. Liegt deine Prüfung nach dem Lehrgangsende, kannst du in Vollzeit für bis zu drei weitere Monate ein Unterhaltsdarlehen beantragen, mit Formblatt G.
Zeilen 44 bis 53: Ausbildung, Studium und frühere Förderung
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 44 bis 48 | Berufliche Aus- und Fortbildungen, Hochschulabschlüsse, auch abgebrochene Fort- und Weiterbildungen, je mit Zeitraum und Abschluss ja oder nein | Zeugnisse beifügen, bei einem abgebrochenen Studium die Exmatrikulationsbescheinigung (Beleg 7). Reicht der Platz nicht, nimm ein Beiblatt und unterschreib es. |
| 49 | Hast du schon einmal Aufstiegs-BAföG erhalten? | Auch dann Ja, wenn du die Förderung zurückgezahlt hast |
| 50 bis 53 | Zeitraum, Maßnahme, Förderungsnummer, Amt | Nur bei Ja |
Zwei Regeln stecken hinter diesen Zeilen. Ein Bachelor darf dein höchster Hochschulabschluss sein, mit einem Master gibt es keine Förderung (Wer wird gefördert?). Und eine zweite Aufstiegsfortbildung wird in der Regel nur gefördert, wenn sie auf der ersten aufbaut (§ 6 Abs. 2 AFBG).
Zeilen 54 bis 79: Kinder und Kinderbetreuungszuschlag
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 54 bis 61 | Erstes Kind: Name, Geburtsdatum, Wohnung, gemeinsames Kind oder Stief-, Pflege- oder Enkelkind, Behinderung, Einnahmen, Ausbildung | Nur bei Vollzeit oder wenn du den Kinderbetreuungszuschlag beantragst. Kindergeld ist keine Einnahme. |
| 62 bis 77 | Zweites und drittes Kind | Weitere Kinder auf einem Zusatzblatt (Beleg 5) |
| 78 und 79 | Alleinerziehend: Name und Geburtsdatum der Kinder, die du betreust | Gilt in Vollzeit und Teilzeit, für Kinder unter 14 oder mit Behinderung, wenn keine anderen Erwachsenen außer deinen Kindern mit dir zusammenwohnen |
Für jedes Kind mit Kindergeldanspruch erhöht sich in Vollzeit der höchstmögliche Unterhaltsbeitrag um 235 €. Alleinerziehende bekommen in Vollzeit und Teilzeit außerdem 150 € Kinderbetreuungszuschlag je Kind und Monat (§ 10 AFBG). Nachweise: Einnahmen der Kinder (Beleg 6), eine aktuelle Meldebescheinigung und gegebenenfalls den Nachweis über den Grad der Behinderung (Beleg 8). Anlage 2 ist keine Kinder-Anlage, sondern die Erklärung deines Ehepartners.
Zeilen 80 bis 86: Einkommen, Vermögen und Versicherung
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| 80 | Einkommen in den Monaten der Fortbildung | Nur bei Vollzeit. Hier kreuzt du nur Ja oder Nein an, die Beträge stehen in Anlage 1. |
| 81 | Vermögen am Tag der Antragstellung | Auch Girokonto und Erspartes. Einzelheiten in Anlage 1. |
| 82 | Beantragte, noch nicht bewilligte Sozialleistungen | Etwa Waisenrente oder Unterhaltsvorschuss |
| 83 | Gesetzlich familienversichert | – |
| 84 | Selbst gesetzlich versichert | Bescheinigung zur Kranken- und Pflegeversicherung oder Versicherungsvertrag ab Lehrgangsbeginn beilegen (Beleg 9) |
| 85 | Privat versichert | Bescheinigung des Versicherers mit deinem Monatsbeitrag beilegen |
| 86 | Selbst beitragspflichtig pflegeversichert, bei welcher Kasse | Nachweis beilegen |
Das Einkommen deiner Eltern spielt beim Aufstiegs-BAföG keine Rolle, das Einkommen deines Ehepartners schon. Welche Freibeträge gelten, steht im Artikel zu Anlage 1, den Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung erklärt der Artikel AFBG-Krankenversicherung. Abschnitt 12 ist auf dem Formular nicht als „nur Vollzeit“ markiert. Den Versicherungszuschlag gibt es aber nur als Teil des Unterhaltsbeitrags. Lernst du in Teilzeit, frag dein Amt, ob es die Bescheinigung trotzdem sehen will.
Zeilen 87 bis 88: Hinweise, Einverständnis und Unterschrift
| Zeile | Was hinein gehört | Tipp |
|---|---|---|
| Hinweise | Kasten „Wichtige Hinweise“ über Zeile 87 | Lies ihn: regelmäßige Teilnahme, Formblatt F, Pflicht zur Meldung von Änderungen, Datenaustausch mit der KfW |
| 87 | Einverständnis zur Evaluation des AFBG | Ja oder Nein, du entscheidest frei. Das Formular von 2023 nennt noch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, zuständig für das Aufstiegs-BAföG ist heute das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. |
| 88 | Ort, Datum, Unterschrift oder Namensangabe | Damit bestätigst du auch, dass du die Datenschutzhinweise kennst und „im amtlichen Formblatt keine Änderungen vorgenommen“ hast. Online über AFBG Digital entfällt die Unterschrift. |
Aus dem Kasten „Wichtige Hinweise“: Regelmäßig nimmst du teil, wenn du bei 70 % der Präsenzstunden dabei bist, bei Fernunterricht und mediengestütztem Unterricht zusätzlich bei 70 % der Leistungskontrollen. Den Teilnahmenachweis legst du sechs Monate nach Beginn, zum Ende und bei Abbruch vor (§ 9a AFBG). Jede Änderung, etwa Abbruch, Unterbrechung, Krankheit, Umzug oder ein neues Konto, meldest du dem Amt unverzüglich, in Vollzeit auch Änderungen bei Einkommen und Familie (§ 60 SGB I, anwendbar über § 27a AFBG).
Teilzeit, Fernlehrgang oder Vollzeit: welche Abschnitte du ausfüllst
| Abschnitt | Teilzeit und Fernlehrgang | Vollzeit |
|---|---|---|
| 1 bis 8 (Zeilen 1–53) | ja | ja |
| Steuer-ID (Zeile 12) | nein | ja, laut Formular „bei Vollzeitmaßnahmen mit Kranken- und Pflegeversicherung“ |
| Unterhaltsbeitrag (Zeile 42) | nein | ja |
| 9 Kinder (Zeilen 54–77) | nur mit Kinderbetreuungszuschlag | ja |
| 10 Alleinerziehende (Zeilen 78–79) | wenn alleinerziehend | wenn alleinerziehend |
| 11 Einkommen und Vermögen (Zeilen 80–82) | nein | ja |
| 12 Kranken- und Pflegeversicherung (Zeilen 83–86) | ausfüllen, Bescheinigung nach Rückfrage | ja, mit Bescheinigung |
Ob deine Fortbildung Vollzeit oder Teilzeit ist, bestimmt nicht dein Job, sondern die Maßnahme (§ 2 Abs. 3 AFBG):
- Vollzeit: mindestens 400 Unterrichtsstunden, Abschluss innerhalb von 36 Monaten, in der Regel jede Woche an vier Werktagen mindestens 25 Unterrichtsstunden. Gefördert wird bis zu 24 Monate.
- Teilzeit: mindestens 400 Unterrichtsstunden, Abschluss innerhalb von 48 Monaten, im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden im Monat. Gefördert wird bis zu 48 Monate. Für Fortbildungen der Stufe 1 reichen 200 Stunden in 36 Monaten.
- Fernlehrgang: wird wie Teilzeit behandelt und muss zusätzlich die Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes erfüllen.
Ein Lehrgang kann auch abschnittsweise wechseln, etwa ein Teil in Vollzeit und einer in Teilzeit. Dann kreuzt du im Fortbildungsplan je Zeile an.
Beleg-Symbole 1 bis 9: welche Nachweise du beilegst
| Symbol | Thema | Nachweis |
|---|---|---|
| 1 | Staatsangehörigkeit (Zeile 16) | Pass oder Passersatz, Aufenthaltstitel, gegebenenfalls Anlage 3 |
| 2 | Andere Leistungen (Abschnitt 6A) | Bestätigungen über BAföG, Arbeitslosengeld, Rehabilitation oder Begabtenförderung |
| 3 | Kostenerstattungen (Abschnitte 6B und 6C) | Zusage oder Bescheid der zahlenden Stelle |
| 4 | Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (Abschnitt 7) | Rechnungskopien, später Formblatt M |
| 5 | Kinder (Abschnitt 9) | Zusatzblatt für weitere Kinder |
| 6 | Einnahmen der Kinder | Ausbildungsvergütung, Lohnnachweise, Unterhaltsleistungen |
| 7 | Ausbildung und Studium (Abschnitt 8) | Prüfungszeugnisse, Nachweis des Hochschulabschlusses oder Exmatrikulationsbescheinigung |
| 8 | Kinder und Alleinerziehende (Abschnitte 9 und 10) | Aktuelle Meldebescheinigung, gegebenenfalls Nachweis über den Grad der Behinderung |
| 9 | Krankenversicherung (Abschnitt 12) | Bescheinigung der Krankenkasse oder Versicherungsvertrag ab Beginn der Maßnahme |
Die Symbole stehen am linken Rand neben der jeweiligen Frage, die Erklärung auf Seite 5. Bei den Kinderzeilen sind die Nummern im PDF teils versetzt, und bei Abschnitt 8 fehlt das Symbol 7. Richte dich deshalb nach dem Text der Belegliste. Dazu kommen die Anlagen aus der Tabelle oben, vor allem Formblatt B und Formblatt Z.
Wann du Formblatt A abgibst: Fristen und Ablauf
Stell den Antrag vor Lehrgangsbeginn. Unterhaltsbeitrag und Kinderbetreuungszuschlag gibt es ab dem Monat, in dem der Unterricht tatsächlich beginnt, frühestens aber ab dem Monat deines Antrags (§ 11 Abs. 3 AFBG). Im Merkblatt zu Formblatt A heißt es: „Eine rückwirkende Bewilligung dieser Leistungen ist nicht möglich.“
| Fall | Antrag geht ein | Unterricht ab | Unterhaltsbeitrag ab |
|---|---|---|---|
| Jana im Muster | Dezember 2026 | Februar 2027 | Februar 2027 |
| Antrag im ersten Lehrgangsmonat | Februar 2027 | Februar 2027 | Februar 2027 |
| Antrag zwei Monate zu spät | April 2027 | Februar 2027 | April 2027, Februar und März gehen verloren |
- Lehrgangs- und Prüfungsgebühren: Der Antrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme beim Amt sein, bei mehreren Abschnitten bis zum Ende des jeweiligen Abschnitts (§ 19 Abs. 1 AFBG).
- Unterlagen fehlen noch? Stell den Antrag trotzdem und reiche Formblatt B oder Formblatt Z nach. Über die Förderung entscheiden kann das Amt erst, wenn alles da ist.
- Vorschuss: Kann das Amt über einen vollständigen Erstantrag nicht innerhalb von sechs Wochen entscheiden oder nicht innerhalb von zehn Wochen zahlen, zahlt es unter Vorbehalt vorab: den Zuschuss zum Unterhaltsbeitrag für vier Monate und den Zuschuss zu den Gebühren, soweit du deren Fälligkeit nachweist (§ 24 Abs. 4 AFBG).
- Vorab klären: Bist du unsicher, ob dein Lehrgang förderfähig ist, kannst du eine Vorabentscheidung beantragen. Das Amt ist daran nicht mehr gebunden, wenn du nicht innerhalb eines Jahres beginnst (§ 23 Abs. 4 AFBG).
- Mehrere Abschnitte: Die KfW schreibt, dass du die Förderung dann für jeden Abschnitt gesondert beantragst. Den nächsten Abschnitt beantragst du mit Formblatt W, am besten vor seinem Beginn. Denn auch dort zählt der Antragsmonat.
Online über AFBG Digital oder auf Papier
Online: Mit AFBG Digital füllst du Formblatt A, Anlage 1, Anlage 2 und den Folgeantrag W als Online-Dialog aus. Das zuständige Bundesministerium (BMBFSFJ) schreibt auf der Seite Antrag stellen, dass das in allen 16 Bundesländern geht. Der Hinweistext im Portal spricht noch von „fast allen Bundesländern“ und verweist auf den Zuständigkeitsfinder, der dir nach dem Login dein Amt zeigt.
- Anmeldung: mit der BundID, laut Portal mit dem Online-Ausweis oder der EU-Identität.
- Keine Unterschrift: „Für die Antragstellung existiert kein Schriftformerfordernis“, schreibt AFBG Digital.
- Antragsdatum: Das Datum des erfolgreichen Absendens gilt als Antragsdatum, wichtig für den Antragsmonat.
- Formulare anderer: Formblatt B, Formblatt Z, Formblatt M und Anlage 3 lädst du als PDF herunter, lässt sie ausfüllen und unterschreiben und lädst sie wieder hoch. Nachweise kannst du auch später oder per Post nachreichen.
- Bescheid: Willigst du ein, kann ihn das Amt in dein BundID-Postfach schicken.
- Nicht doppelt: Schick einen online gestellten Antrag nicht zusätzlich per Post. Das verlängert laut AFBG Digital die Bearbeitung.
- Löschfrist: Arbeitest du 30 Tage nicht an einem angefangenen Antrag, löscht das Portal deine Daten.
Papier: PDF ausfüllen, ausdrucken, in Zeile 88 unterschreiben und mit den Anlagen an das Amt schicken, das für deinen Wohnsitz zuständig ist. Welches das ist, zeigt die Postleitzahlensuche auf aufstiegs-bafoeg.de. Schick den Antrag nicht an ein Ministerium. Allgemeine Fragen beantwortet das Servicetelefon des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter 030 201 791 30 (Montag bis Donnerstag, 9 bis 18 Uhr).
Nach dem Antrag: Bescheid, KfW-Darlehen und Teilnahmenachweis
- Bescheid: Im ersten Bescheid entscheidet das Amt dem Grunde nach über alle Abschnitte deines Fortbildungsplans und setzt den maximalen Zeitrahmen fest (§ 23 Abs. 1 AFBG). Die Zuschüsse überweist das Amt auf dein Konto.
- KfW-Angebot: Einen eigenen Antrag bei der KfW stellst du nicht. Das Amt schickt deine Daten an die KfW, die dir ein Vertragsangebot zuschickt. Den Vertrag kannst du nur innerhalb von drei Monaten verlangen, die Frist beginnt mit dem Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 12 Abs. 4 AFBG). Du kannst auch weniger Darlehen nehmen, als im Bescheid steht.
- Teilnahmenachweis: Formblatt F legst du sechs Monate nach Beginn, zum Ende und bei Abbruch vor. Ausfüllen muss ihn der Träger.
- Weitere Formblätter: Formblatt W für den nächsten Abschnitt, Formblatt G für die Zeit bis zur Prüfung in Vollzeit, Formblatt M für die Materialkosten des Meisterprüfungsprojekts und Formblatt D, wenn das Einkommen deines Ehepartners deutlich sinkt.
Was sich 2027 ändern soll
Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des AFBG vorgelegt (Bundestagsdrucksache 21/8412 vom 7. Oktober 2026). Er soll am 1. August 2027 in Kraft treten. Beschlossen ist er noch nicht. Geplant ist:
- Lehrgangs- und Prüfungsgebühren würden bis 18.000 € statt 15.000 € gefördert, die Materialkosten fürs Meisterstück bis 4.000 € statt 2.000 €.
- Zuschüsse des Arbeitgebers würden nicht mehr angerechnet. Damit verlören die Zeilen 38 und 39 an Bedeutung.
- Der Erlass bei bestandener Prüfung stiege von 50 auf 60 %, maßgeblich wäre der Eingang des Erlassantrags bei der KfW.
- Der Kinderbetreuungszuschlag stiege von 150 auf 160 € je Kind und Monat, auch in laufenden Maßnahmen.
Höchstbetrag und Arbeitgeberregel würden laut Entwurf nur für Maßnahmen gelten, die ab dem 1. August 2027 beginnen. Für Janas Lehrgang ab Februar 2027 bliebe es dabei beim alten Recht.
Häufige Fehler bei Formblatt A
- Zu spät gestellt. Für Monate vor dem Antragsmonat gibt es keinen Unterhaltsbeitrag.
- Fortbildungsplan unvollständig. Abschnitte, die in den Zeilen 24 bis 28 fehlen, werden später nicht gefördert.
- Leistungsart nicht angekreuzt. Ohne Kreuz in Zeile 42 gibt es keinen Unterhaltsbeitrag, ohne Kreuz in Zeile 41 keine Gebührenförderung.
- Anlagen verwechselt. Kinder gehören in Formblatt A, Anlage 2 ist die Erklärung des Ehepartners. Formblatt D brauchst du nur, wenn dein Ehepartner im Bewilligungszeitraum deutlich weniger verdient als in Anlage 2 erklärt.
- Arbeitgeberzuschuss nicht angegeben. Auch Zusagen nach dem Antrag musst du nachmelden, sonst droht eine Rückforderung.
- Felder leer gelassen. Das Merkblatt sagt: „Alle Fragen sind zu beantworten, ggf. ‚auszunullen‘ bzw. zu entwerten. Nichtzutreffendes bitte streichen.“
- Alte Fassung oder verändertes Formular. Die Fassung von 2020 hat andere Zeilennummern, und Änderungen am Vordruck sind nicht erlaubt.
- Doppelt eingereicht. Wer online abschickt, schickt nicht zusätzlich das Papier.
Häufige Fragen zum AFBG-Formblatt A
Was ist Formblatt A beim Aufstiegs-BAföG?
Der Hauptantrag, amtlich „Antrag auf Förderung einer beruflichen Aufstiegsfortbildung“. Damit beantragst du die Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und in Vollzeit den Unterhaltsbeitrag. Das Formular hat fünf Seiten mit 88 Zeilen, dazu kommt ein Merkblatt.
Wo bekomme ich Formblatt A als PDF?
Auf der Formularseite von aufstiegs-bafoeg.de, aktuell in der Fassung „Stand 2023“. Du kannst es am PC ausfüllen. Alternativ stellst du den Antrag online über AFBG Digital.
Welche Unterlagen brauche ich in Teilzeit und welche in Vollzeit?
In Teilzeit: Formblatt A, Formblatt B, in der Regel Formblatt Z und als Ausländer Anlage 3. In Vollzeit zusätzlich Anlage 1 zu Einkommen und Vermögen, bei Verheirateten Anlage 2 und die Bescheinigung der Krankenkasse, wenn du selbst versichert bist. Formblatt F kommt später.
Wird in Teilzeit mein Einkommen geprüft?
Nein. Einkommen und Vermögen zählen nur für den Unterhaltsbeitrag, und den gibt es nur in Vollzeit. Die Förderung der Gebühren ist einkommensunabhängig. Abschnitt 11 und Anlage 1 entfallen deshalb in Teilzeit.
Kann ich Formblatt A online stellen, und muss ich dann unterschreiben?
Ja, über AFBG Digital mit der BundID. Eine Unterschrift brauchst du dann nicht, als Antragsdatum gilt das Datum des Absendens. Formulare, die andere ausfüllen, wie Formblatt B oder Z, lädst du als PDF hoch.
Bis wann muss ich Formblatt A abgeben, und gibt es Geld rückwirkend?
Spätestens bis zum Ende der Maßnahme oder des Abschnitts. Den Unterhaltsbeitrag gibt es aber frühestens ab dem Monat, in dem dein Antrag eingeht, rückwirkend nicht. Stell den Antrag deshalb vor Lehrgangsbeginn.
Was gehört in den Fortbildungsplan in den Zeilen 24 bis 29?
Alle Teile deiner Fortbildung, etwa die Teile eines Meisterlehrgangs oder jedes Fachschuljahr, mit Zeitraum, Vollzeit oder Teilzeit und Unterrichtsstunden. Was hier fehlt, kann später nicht gefördert werden.
Mein Arbeitgeber zahlt einen Teil des Lehrgangs. Muss ich das angeben?
Ja, in den Zeilen 38 und 39, auch wenn die Zusage erst später kommt. Das Amt fördert dann nur die übrigen Kosten. Geplant ist, dass Arbeitgeberzuschüsse für Maßnahmen ab August 2027 nicht mehr angerechnet werden. Beschlossen ist das noch nicht.
Muss ich das KfW-Darlehen selbst beantragen?
Nein. Formblatt A ist die Grundlage. Nach dem Bescheid schickt das Amt deine Daten an die KfW, die dir ein Vertragsangebot zusendet. Den Vertrag schließt du innerhalb von drei Monaten ab.
Brauche ich für jeden Abschnitt ein neues Formblatt A?
Meist nicht. Für weitere Abschnitte gibt es den kürzeren Folgeantrag Formblatt W. Das Formblatt W selbst sagt, dass du es anstelle von Formblatt A nutzen kannst, wenn sich das zuständige Amt nicht ändert. Ein aktuelles Formblatt B legst du bei.
Zählt das Einkommen meiner Eltern oder meines Ehepartners?
Das Einkommen deiner Eltern zählt nie. Das Einkommen deines Ehepartners zählt in Vollzeit für den Unterhaltsbeitrag, er erklärt es in Anlage 2. Maßgeblich ist das vorletzte Kalenderjahr vor dem Bewilligungszeitraum.
Gilt die Fassung von 2020 noch, und gibt es eine eigene Version für Bayern oder NRW?
Nimm die aktuelle Fassung „Stand 2023“ mit 88 Zeilen, die von 2020 hat 83 Zeilen und andere Nummern. Eine eigene Fassung für Bayern, NRW oder ein anderes Land gibt es nicht, die Vordrucke sind bundesweit gleich.
Weiterführende Themen
- Aufstiegs-BAföG-Formulare: alle Formblätter im Überblick
- Anlage 1 (Angaben zum Einkommen und Vermögen)
- Anlage 2 (Einkommenserklärung des Ehepartners)
- Anlage 3: das Zusatzblatt für Ausländerinnen und Ausländer
- Formblatt B: die Bescheinigung des Fortbildungsträgers
- Formblatt Z: die Bestätigung der Zulassungsvoraussetzungen
- Formblatt W: der Folgeantrag
- Formblatt G: das Unterhaltsdarlehen bis zur Prüfung
- Formblatt D (Aktualisierungsantrag fürs Ehepartner-Einkommen)
- Formblatt F: der Teilnahmenachweis
- Formblatt M: Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt
- AFBG-Krankenversicherung: Zuschlag und Bescheinigung
- Aufstiegs-BAföG: Voraussetzungen, Höhe, Erlass und Rückzahlung
- FAQ zum Aufstiegs-BAföG auf aufstiegs-bafoeg.de