Werkstudent ~ Vor- und Nachteile im Überblick

Werkstudent ~ Vor- und Nachteile im Überblick

Die Mehrheit der Studenten möchte sich neben dem Studium ein paar Euro dazu verdienen. Miete, Tickets für öffentliche Verkehrsmittel, Freizeitbeschäftigungen und Lebenshaltungskosten müssen bezahlt werden und man möchte ja nicht für immer von den Eltern abhängig sein. Es gibt verschiedene Jobmodelle, die für  Studierende wie dich infrage kommen. Du kannst z.B. einen Minijob machen. Aber was ist, wenn du mehr verdienen möchtest oder musst? Wenn du bereits während des Studiums in einem Unternehmen arbeiten möchtest, dessen Tätigkeiten zu deinem Studium passen und du mehr als bei einem Minijob verdienen möchtest, dann solltest du dir überlegen, ob eine Stelle als Werkstudent für dich infrage kommt. Früher oder später stößt du sicher auf eine Stellenausschreibung für Werkstudenten, aber was ist das überhaupt?

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, um als Werkstudent zu arbeiten?

Ein Werkstudent ist ein in Vollzeit immatrikulierter Student oder Studentin einer Fachhochschule oder Universität, der während der Vorlesungszeit über einen längeren Zeitraum bis zu maximal 20 Stunden pro Woche in einem Unternehmen arbeitet. Der Student oder die Studentin sind aktuell nicht im Urlaubssemester und hat sein 25. Fachsemester nicht überschritten. 

Außerdem ist es wichtig, dass die 26-Wochen Regel eingehalten wird. Das bedeutet, dass der Werkstudent maximal 26 Wochen pro Jahr mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten darf, z.B. während der Semesterferien oder im Pflichtpraktikum.

Wie viel kann ich als Werkstudent verdienen?

 Für Werkstudenten gilt wie für alle anderen Arbeitnehmer in Deutschland auch der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Nach oben hin gibt es keine Grenze. Die einzige Grenze, die du als Werkstudent nicht überschreiten darfst, ist eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche.

Studentensteuererklärung

Welche Vorteile hat der Werkstudenten Vertrag?

Als Werkstudent zahlst du viel weniger Sozialversicherungsbeiträge als normale Teilzeitangestellte. Somit bleibt mehr netto vom brutto übrig. Dir wird lediglich der Arbeitnehmeranteil der gesetzlichen Rentenversicherung (9,35 % vom brutto) abgezogen. Dein Status bei der Krankenversicherung bleibt unverändert, also entweder bist du weiter kostenlos familienversichert oder studentisch gesetzlich versichert oder privat versichert wie vorher auch. Das gilt auch, wenn du z.B. in den Semesterferien Vollzeit arbeitest. Außerdem knüpfst du bereits eine Menge Kontakte und erhältst Informationen über interne Stellenausschreibungen. Vielleicht stellst du dich sogar so gut an, dass du direkt nach deinem Studium als Vollzeitangestellter im gleichen Unternehmen anfangen kannst.

Und selbst wenn nicht, hast du zumindest die Chance deine Bachelor- oder Masterarbeit in diesem Unternehmen zu schreiben.

Ein Werkstudentenzeugnis ist selbstverständlich sehr hilfreich bei der späteren Arbeitssuche.

Außerdem bezahlen  dein Arbeitgeber und du bereits in die Rentenkasse ein. Als Werkstudent hast du den Vorteil, dass die Mindestlohnregelung auch für dich gilt. Das heißt, du verdienst gutes Geld – mindestens 8,50 € pro Stunde.

Ein Vorteil ist auch, dass du zwar eine Grenze von 20 Arbeitsstunden pro Woche hast, du aber in den Semesterferien ganz einfach mehr arbeiten und somit mehr verdienen kannst. Als Minijobber ist das aufgrund der Vergütungsgrenze nicht möglich.

Ein weiterer Vorteil ist, das Werkstudentenjobs oft als Pflichtpraktikum angerechnet werden können, da sie zu deinen Studieninhalten passen. Prüfe dies aber auf jeden Fall rechtzeitig mit der verantwortlichen Person an deiner Uni oder Fachhochschule.

Während deiner Arbeit als Werkstudent hast du außerdem Anspruch auf Gehalt während Krankheit, bezahltem Urlaub, Mutterschutz und Arbeitsschutz.

Welche Nachteile hat der Werkstudenten  Vertrag?

Da du als Werkstudent keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge zahlen musst, hast du bei Verlust des Jobs bzw. Studienabschluss keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Solltest du dein Studium mit BAföG finanzieren, lohnt sich die Arbeit als Werkstudent evtl. finanziell nicht, da du wahrscheinlich mit deinem Einkommen die BAföG-Freibeträge übersteigst und somit zwar mehr Zeit in die Arbeit investierst, ohne wesentlich mehr Geld als in einem Minijob zur Verfügung zu haben. Außerdem fällt ab 450 € monatlichem  Einkommen die Familienversicherung weg und man muss sich selbst studentisch kranken und pflegeversichern (derzeit ca. 86 €)

Werkstudent Nachteile

Der Werkstudent im Vergleich zu anderen Arbeitsmodellen im Studium 



Minijob Teilzeitjob Werkstudent
Arbeitszeit nicht definiert meist ca. 15-30 Stunden/Woche max. 20 Stunden/Woche Vorlesungszeit
Vergütung maximal 450 € pro Monat mindestens 8,50 € pro Stunde mindestens 8,50 € pro Stunde
Krankenversicherung Familienversicherung möglich 7,3 % vom Bruttogehalt selbst studentisch versichert (ca. 70 €)
Pflegeversicherung Familienversicherung möglich 1,275 % vom Bruttogehalt selbst studentisch versichert (ca. 10 €)
Arbeitslosenversicherung nicht versichert 1,35 % vom Bruttogehalt nicht versichert
Rentenversicherung Befreiung von der Versicherungspflicht nach § 2 Abs. 4 SGB III möglich 9,35 % vom Bruttogehalt 9,35 % vom Bruttogehalt


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67 Kommentare

  • Hallo
    Wie ist es wenn ich in Österreich immatrikuliert bin und in Deutschland aber einen Wohnsitz habe
    Kann ich dann hier als Werksstudent arbeiten?
  • Hey Domink,

    ich glaub schon, aber das weiß deine Krankenkasse bessr als ich.
  • Hi Luisa,

    ich bin 31 Jahre alt und Student im letzten Semester ab Oktober. Ich möchte ab Oktober als Teilzeit Angestellter arbeiten. Laut der Vergleichstabelle entstehen für eine Teilzeitstelle als Student so einige Sozialabgaben.
    Meine Fragen wären, ob es Sinn macht als Teilzeit Angesteller oder Werkstudent tätig zu sein? Habe ich Nachteile als Teilzeit Angestellter in Bezug auf meinen Studentenstatus?

    Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße,

    Tekin
  • Hey Tekin,

    die Antworten auf all diese Fragen stehen im Artikel. Da ist nicht nur eine Tabelle mit den Sozialabgaben, sondern auch der Vergleich mit den Abgaben als Werkstudent. Damit kannst du dir selbst ausrechnen, was sich für dich lohnt und was den Studentenstatus betrifft, steht ebenfalls drin.
  • Danke für den ausfühlrichen Artikel.
    Eine Frage zu meiner persönlichen Situation:
    ich bin jetzt 30 Jahre alt und studiere im Master. Ich arbeite neben dem Studium als Angestellter auf Teilzeit (20 h/Woche, 1450€ brutto).
    Nach meiner Rechnung lohnt sich die Umstellung auf eine Anstellung als Werkstudent nicht, da ich mit 30 Jahren nicht mehr studentisch, sondern freiwillig krankenversichert bin (ca. 200€), und somit mein Brutto-/Nettoverhältnis in etwa gleich ist.
    AUßER: Ich bitte meinen Arbeitgeber mir die Arbeitgeberanteile, die er jetzt für meine Kranken- und Sozialversicherung zahlt, auf meinen Bruttolohn zu packen. Damit würde sich mein Netto um ca. 200€ pro Monat erhöhen.
    Wäre das eine Möglichkeit?
    Hat mein Arbeitgeber oder ich dadurch iwelche Nachteile?
    Meines Erachtens kann es ihm ja eigentlich egal sein, ob er die Anteile an die Versicherung oder an mich zahlt.
  • Hey Felix,

    Ich bin weder Expertin in Arbeits- noch Unternehmensrecht und auch keine Steuerberaterin. am besten du spreichst direkt mit deinem Arbeitsgeber.
  • Hallo Luisa, ich beginne jetzt (in den Semesterferien) eine Werkstudentenstelle mit 20h/pro Woche und einem Gehalt von 1400. Bleibe ich bis Beginn der Vorlesungszeit gesetzlich familienversichert oder muss ich mich jetzt schon studentisch selber versichern? Bin Student, 23 Jahre alt und war bisher gesetzlich familienversichert. Danke!
  • Hey Mary,

    sobald du regelmäßig mehr als 450 euro monatlich verdienst, musst du dich selbst versichern. Wäre es ein reiner Ferienjob, der nur ein oder zwei Monate geht, könntest du wahrscheinlich in der Familienversicherung bleiben, aber dein Job geht ja weiter, also gilt für dich die eigene Versicherung ab sofort. Die Frage kann dir deine Krankenkasse aber besser beantworten als jeder andere.
  • Hey Luisa, meine Situation ist folgende, ich arbeite seit Anfang des Monats als Werkstudentin, muss jedoch momentan nahezu jeden Tag sprich Mo-Sa erscheinen, ab und an auch mal Mo-Fr. Ich arbeite jedoch jeden Tag nur ca 2-3 std als Ladenhilfe, komme somit kaum auf meine 20 Stunden und der Aufwand ist ebenfalls absolut unnötig, eine Vollzeit stelle mit minimalstem Aufwand also, schon fast zu schade sich um 5 aus dem Bett zu quälen um dann um 8 nachhause geschickt zu werden.Nun habe ich einen zweiten Job angenommen, der mich 3 Tage die Woche a 15 Euro beschäftigt, die Arbeitszeit ist flexibel. Ich kann selbst bestimmen wie lange ich arbeite, sprich ob 5/10/12 Stunden pro TAG. Somit hätte ich an einem Tag quasi nahezu das raus was ich in einer WOCHE bei meinem jetzigen Werkstudenten Job tue. Ist dies überhaupt miteinander vereinbar? Oder sollte ich Sinnesgemäß lieber einmal nach einer Vertragsumschreibung auf 450€ meines Werkstudentenvertrages bitten? Bin extrem verwirrt, da mein Studentenstatus so mit beiden ja entfallen würde? Was wäre die sinnvollste Lösung deiner Meinung nach und steuertechnisch? hoffe du kannst helfen! & danke im Voraus
  • Hey Vika,

    ich kann hier keine arbeitsrechtliche Beratung anbieten. Ich bin weder Steuerberaterin, noch Anwältin. Ich kann und darf deine Frage schlichtweg nicht beantworten.
  • Hallo Luisa, ich arbeite derzeit auf 450€ Basis in einem U. in dem ich auch ab Oktober mein Pflichtpraktikum erledigen werden. Das U. hat mir einen Werkstudentenvertrag über den vollen Workload des Praktikums angeboten (150 Stunden pro Monat, also Vollzeit). Ich würde dann ca. 14 Wochen über die maximalen 20 Std/Woche kommen, allerdings hat vorher noch nie ein Werkstudentenvertrag bestanden. Das dürfte doch eigentlich kein Problem darstellen, oder?
  • Hey Marc,

    das ist definitiv ein Problem, wenn du BAföG Empfänger bist, da darfst du während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden arbeiten, es sei denn es ist ein Pflichtpraktikum, was es mit Werstudentenvertrag nicht ist. Außerdem wird das Einkommen eines Pflichtpraktikums volls ans BAföG angerechnet. Abgesehen davon, würde ich sicherheitshalber nochmal die Krankenkasse fragen, ob sie ein Problem damit hat. Ich wage zu bezweifeln, dass unter dem Deckmantel des Werkstudentenvertrags ein regulärer Vollzeitjob erlaubt ist.Aus meiner Sicht könnte es durchaus einen Unterschied machen, wenn man 2 Mal im Jahr in den Ferien arbeitet und zwischendurch mal die 20 Stunden etwas ausreizt oder einen Vollzeitjob während eines regulären Semesters ausübt. Zusätzlich könnte deine Uni ein Problem damit haben. Ich würde mich also nicht ohne weiteres darauf einlassen ohne die unmittelbar betroffenen Parteien zu fragen. Wenn's schief geht, interessiert niemanden, was du im Internet gelesen hast.
  • Hallo Luisa,
    Thanks a lot for the well explained article. What are the chances to be able to write Master thesis after the completion of Werkstudent at the same company? Would it also be possible to get a job offer?

    Thanks a lot
  • Hey Omar,

    just ask that company. there ist no global answere to your question.
  • Hi Luisa,

    ich bin momentan Werkstudent und arbeite 16h/Woche. Mein Gehalt liegt bei 10€/h. Da ich erst seit Mai angefangen habe, erhielt ich keine Abzüge beim Bafög. Da ich zum neuen Semester einen neuen Bafög-Antrag stellen muss und somit einen neuen Bewilligungszeitraum habe, stelle ich mir die Frage, wie ich mein Gehalt bzw. meine Tätigkeit optimal anpassen sollte? Ich erhalte den Höchstsatz beim Bafög.

    LG Cody
  • Hey Cody,

    5400 Euro pro Jahr (BWZ) sind anrechnungsfrei. Ob du die in 12 Monate a 450 Euro oder an einem einzigen Tag verdienst, ist egal.
  • Ich bin als Werkstudent angestellt auf 20h in Firma A. Möchte jetzt in den Semesterferien auf 450€ Basis bei Firma B arbeiten. Bin aktuell bei 19Wochen von den 26Wochen die ich im vergangenen Jahr schon mehr als 20h pro Woche gearbeitet habe. Frage1: Theoretisch dürfte ich jetzt noch 7Wochen mehr als 20h arbeiten? (Wenn ich von Oktober 2019-Oktober 2020 ausgehe).
    Frage 2: Muss der 450€ versteuert werden oder nicht (für den Fall, dass ich den Werkstudenten-Status behalten kann)?
  • Hey Jana,

    ich bin jetzt keine Steuerexpertin, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sich beim Zweitjob zwischen Steuerklasse 6 oder einer Steuerpauschale entscheiden/kann muss. Vielleicht ist diese Info auch veraltet. Bei mir selbst ist das schon einige Jahre her und bei mir ging es um einen Minijob neben der Ausbildung, nicht neben einem Werkstudentenjob. Grundsätzlich sind beide Jobs Einkommenssteuerpflichtig, Wie viel Steuern man schlussendlich wirklich zahlen muss, wird in der Steuererklärung ermittelt. also auch wenn jetzt Steuern abgezogen werden, könnte es sein, dass dir das das Finanzamt nach der Steuererklärung komplett zurückzahlt.
    Und was die Stundenzahl bei 2 Jobs angeht, weiß ich schlichtweg nicht. Ich kenne schlichtweg niemanden, der neben dem Studium genug Zeit und nerven hatte 2 Jobs nachzugehen. Die meisten stocken ihre Stunden bei der Werkstudentenstelle in den Semesterferien einfach auf. Für sowas solltest du einen Experten für Arbeitsrecht fragen. Das übersteigt meine Kompetenz.
  • Vielleicht kann mir jemand helfen, denn ich steige nicht mehr so durch. :)
    Ich bin aktuell 28 Jahre alt und werde noch eine Weile studieren (Bachelor, danach evtl Master). Aktuell beziehe ich noch den Höchstsatz an elternunabhängigem Bafög, welches aber wegfallen wird, da ich länger brauche. Ich muss also zukünftig mehr Stunden arbeiten, damit ich was wegfallende Bafög (+ wegfallenden Minijob) ausgleichen kann. Meine studentische Krankenversicherung zahle ich mit ca. 108€ monatlich selbst. Ich weiß jetzt leider nicht, ob sich ein Teilzeitjob oder eine Werkstudentenstelle mehr lohnt, also wo ich mit mehr Geld netto rausgehe? Jeder, den ich frage, sagt leider etwas anderes. Würde mich über jeden Tipp freuen.
  • Hey Nina,

    schau mal oben im Artikel ist eine Tabelle, wo alle Abzüge zu finden sind. So kannst du dir selbst ausrechnen, was besser für dich ist.
  • Mir (23, Vollzeitstudium) wurde die Frage gestellt, ob ich als Werksstudentin oder als Teilzeitangestellt anfangen möchte.
    Bleibe ich als Werksstudentin Familienversichert auch wenn ich über 450€ im Monat komme? Welcher Vertrag wäre wohl besser für mich?
  • Hey Henrike,

    was besser für dich ist, musst du selbst entscheiden. Wenn du regelmäßig mehr als 450 Euro verdienst fliegst du aus der Familienversicherung. Der Studententarif für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung liegt aktuell bei ca. 110 Euro monatlich und ist unabhängig vom Einkommen. Ab 25 fliegst du automatisch aus der Familienversicherung.
  • Hallo,

    ich bin Vollzeitstudent, mit Teilzeitarbeitsvertrag. Zu alt für Studententarif bei KV.

    Darf mich der Arbeitgeber von sich aus einfach als Werkstudent abrechnen? Die Personalabteilung behauptet, dass sie mich sogar so abrechnen müssen. Stimmt das? Wie gesagt: Teilzeitarbeitsvertrag.
  • Hey Stephie,

    als sozialversicherungspflichte Teilzeitangestelle bist du für die Firma teurer als Werkstudentin. Kein wunder, dass deine Firma darauf keine Lust hat, aber sie ist nicht dazu verpflichtet eine Werkstudentin aus dir zu machen. Entscheidend ist der Arbeitsvertrag. Gibt genug Studierende, die in Teilzeit arbeiten und volle Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Falls du BAföG beziehst, musst du nur darauf achten, dass du unabhängig von der Art deiner Tätigkeit, nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitest.
  • Hallo also bei mir ist es folgendermaßen ich fange neben dem Studium eine Stelle an und zahle aktuell 110 kV selbst da ich über 25 bin. Ich werde als teilzeit eingestellt und verdiene Dann 1044. Ich habe an Hand der Daten oben mal gerechnet und würde mit mehr Geld raus gehen als teilzeit angestellte als als Werkstudent. Ich bin deshalb etwas verwirrt. Als tz hätte ich Abzüge (anhand der Tabelle oben) von 201 Euro während ich als Werkstudent zwar nur die 9neuro rv Abzug habe aber trotzdem noch meine kV selbst mit 110neuro dann zahlen muss.

    Ist mein Gedanke falsch?
  • Hey Marylou,

    deine Überlegung scheint durchaus korrekt zu sein. In deinem Fall wäre eine Teilzeitanstellung günstiger für dich, aber für deinen Arbeitgeber teurer. Wenn das die Firma nicht stört, spricht nichts gegen eine Teilzeitanstellung. Falls du BAföG beziehst, wäre das aber eine Milchmädchenrechnung, da dein Versicherungszuschlag von 109 Euro wegfallen würde und bei regelmäßiger Überschreitung der 20 Stunden Woche auch der komplette BAföG Anspruch wegfällt.
  • Ich bin über 25 und überlege, meinen neben dem Studium laufenden Nebenjob von einer 450-Euro Beschäftigung in einen Teilzeit oder Werkstudentenjob ändern zu lassen.
    Was würdet ihr mir raten, bezüglich der Abzüge und zu zahlenden Leistungen? Blicke einfach nicht mehr durch.
  • Hey Basti,

    Werkstudent.
  • Hallo,
    folgendes Szenario: ich entscheide mich, mein Studium (Studium A)nach einem Jahr hinzuschmeißen und will dann ein neues beginnen(Studium B). Während Studium A habe ich bei einem Supermarkt angefangen als Werkstudent zuarbeiten. Jetzt ist Studium B in einer anderen Stadt und ich kann bei diesem Supermarkt nicht weiterhin arbeiten. Darf ich dann mein Werkstudentenjob ohne weitere Konsequenzen kündigen?
  • Hey Emily,

    Warum solltest du das nicht dürfen? Du bist kein Sklave. Ein Arbeitsvertrag ist eine zweiseitige Geschichte, die von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden darf. Du musst gegebenfalls nur auf eine Kündigungsfrist achten. Das steht für gewöhnlich alles im Vertrag. Schau mal rein.
  • Wenn ein Werksstudent ein Praktikum für 6 Monate hat und 768 Stunden in der Zeit arbeiten muss und als bezahlung eine Aufwandsentschädigung bekommt. Bleibt er da Werksstudent obwohl er über die 20Std/Woche kommt ? Und sind auch keine Vorlesungen in der Zeit.
  • Hey Marcel,

    Gute Frage,

    kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Frag das lieber nochmal einen Arbeitrechtler, bevor ich hier Mist verbreite, der nicht stimmt.
  • Wie ist das denn, wenn man mehr als 450€ verdient?
    Dann muss man von Familienversicherung in die Studentische? Aber gibt es auch noch andere "Folgen"? bekomme ich trotzdem Kindergeld, muss ich keine extra Steuern zahlen?
  • Hey Anna,

    kommt druf an wie viel genau du verdienst und wie viel du arbeitest. erstmal wechselst du den versicherungsstatus bei der krankenkasse und von deinem Einkommen wird der Arbeitnehmeranteil für die Rentenversicherung abgezogen. Arbeitest du dann z.B. in den Semesterferien Vollzeit als Werkstudent, werden für den Zeitraum auch Steuern einbehalten, die du dann aber mit der Steuerklärung wahrscheinlich wieder zurückbekommst (wenn du denn eine machst) https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/studentensteuererklaerung/
  • Hi Nina,

    mal eine andere Konstellation. Ich bin über 30 und bekomme Bafög (Abi über den zweiten Bildungsweg) Krankenversichert bin ich als freiwillig. Trifft diese 20 Std. Werkstudentreglung mich auch? Kann ich ebenfalls als Werkstudent angestellt werden oder einen freiberuflichen Tätigkeit, die nicht mehr als 20 Std. überschreiten ausüben. LG
  • Hey Ali,

    wie im Artikel schon steht ist die Voraussetzung, dass du ein Vollzeitstudent bist. Das Werkstudentenprivileg hat nichts mit BAföG zu tun. Für Schüler gibt es keinen Werkstudentenvertrag. Eine freiberufliche Tätigkeit ist wieder etwas völlig anderes. Selbstständig arbeiten darf im Prinzip jeder. Als BaföG Empfänger sollte dir nur bewusst sein, dass Gewinn über 4221,24 € pro Jahr vom BaföG abgezogen wird.
  • Hallo! Ist es möglich bei einem Arbeitgeber vom Minikob auf einen Werkstudenten-Job zu wechseln? Ich habe nun also 7 Monate nicht mehr als 400€ als Minijobber verdient und möchte nun ab August als Werkstudent angestellt werden. Ist der Wechsel einfach möglich?
  • Hey Nina,

    das musst du deinen Arbeitgeber fragen, ob er das möchte. Es ist aber nicht verboten. Du musst im Prinzip nichts weiter machen als einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben und deine Krankenkasse darüber zu informieren. Aufwand hat wahrscheinlich nur dein Arbeitgeber bzw die Personalabteilung.
  • Hey Nina,

    das musst du deinen Arbeitgeber fragen, ob er das möchte. Es ist aber nicht verboten. Du musst im Prinzip nichts weiter machen als einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben und deine Krankenkasse darüber zu informieren. Aufwand hat wahrscheinlich nur dein Arbeitgeber bzw die Personalabteilung.
  • Hi, ich fang ab September an als Werkstudent zu arbeiten, jedoch beginnt mein Praxissemester, bei welchem ich eine 40h Woche absolvieren werde(ich bekomme keinen Lohn), im Oktober. Ist es möglich wöchentlich trotzdem 60h zu arbeiten ?
  • Hey Nicole 60 stunden pro Woche arbeiten ist hardcore. Bist du sicher, dass du das willst/kannst? Wie schon ein paar Kommentare weiter oben steht, darfst du die 20 Stunde Grenze an 26 Wochen pro Jahr überschreiten. Ein Werkstudentenjob im Praxissemester sollte also drin sein.
  • Ich arbeite als Werkstudent und habe letztens meine letzte Klausur in meinem Bachelor Studiengang geschrieben.
    -Bleibe ich im Studenten Status bis ende des Semesters oder bis die Ergebnisse rauskommen?
    -Wenn ich mich nicht direkt im Master Studiengang einschreibe, was habe ich von alternativen um ca. 30 Std pro woche weiter zu arbeiten?
    -Ist ein Praktikum hier eine sinnvolle Lösung für mich und meinen Arbeitgeber?

    LG Majd
  • Hey Majd.M,

    dein Studium endet offiziell mit deiner Exmatrikulation. an manchen Unis ist das der Tag an dem dein letztes Prüfungsergebnis bekannt gegeben wird, an manchen das Semesterende. Was davon zutrifft musst du deine Uni fragen. Ich weiß nicht, ob ein Praktikum oder normales Angestelltenverhältnis besser für euch ist. Das musst du mit deinem Arbeitgeber erörtern.
  • Hallo. Ich werde bald 30 Jahre alt..ich könnte einen Werkstudent Job bekommen. Aber meine Frage ist: Man muss ja deutlich weniger Sozialversicherung Beiträge zahlen. Aber was ist wenn ich in den Semesterferien viel verdienen. Also so ca 4000 Euro brutto. Ja das ist bei mir sehr realistisch. Bleibt das mit den Vergünstigungen oder zahl ich wieder die normalen Beiträge?
    Also gibt es eine brutto Grenze ab der sich diese Variante nicht mehr lohnt?
  • Hey gardizia,

    Für das Wrkstudentenprivileg gibt es keine Einkommensgrenze und in den Semesterferien auch keine Stundenbegrenzung. Du kannst also problemlos in den Semesterferien Vollzeit arbeiten und trotzdem diesselben Sozialversicherungsbeiträge zahlen wie sonst auch.
  • Hallo,
    ich habe die Information, dass ich im Durchschnitt (auf ein Jahr hochgerechnet) nur 20 Stunden durchschnittlich pro Woche arbeiten darf. Also wären 20 Stunden im Semester und 40 Stunden außerhalb des Semesters als Werkstudent nicht "erlaubt", da ich so ja pro Jahr 30 Stunden im durchschnitt arbeite und keine 20.

    Stimmt das? Ich selber habe noch keine Eindeutige Lösung gefunden.
    Danke im Voraus.
  • Hey Max,

    Korrekt ist, dass du innerhalb eines Beschäftigungsjahres die 20 Stunden Grenze maximal 26 Mal überschreiten darfst. Du darfst also 26 Wochen pro Jahr so viel arbeiten wie du willst. Die Semesterferien sind also überhaupt kein Problem. So die übereinstimmenden Informationen die ich von deutschen Studentenwerk, Anwalt für Arbeitsrecht, und Personalsachbearbeiterin mit 30 Jahren Berufserfahrung habe. Außerdem habe ich im Bachelorstudium selbst als Werkstudentin gearbeitet.Ich bin also ziemlich sicher, was das angeht, auch wenn ich dir spontan keinen genauen Paragraphen dazu nennen kann.
  • Ich bin 29, studiere im Master Teilzeit (meiner Bewertung nach mehr als 50 % eines Vollzeitstudiums). Besteht die Möglichkeit einen Werkstudenten Job anzunehmen, falls ja, a) welche Kosten muss ich selber Tragen? b) meine Bewertung basiert auf die aufgewendeten Stunden pro Semester (alle Module zusammengerechnet und im Vergleich zu einem anderen Vollzeit Master gesetzt) ist das der richtige Ansatz ? Vielen dank im Voraus
  • Hey Tikey,

    ebntsccheident ist nicht, wie viele Module du tatsächlich belegst, sondern dein Status auf der Immatrikulationsbescheinigung. Wenn da nicht Vollzeit steht, kannst du keinen Werstudentenvertrag abschließen. Als Werkstudent wird nur der Arbeitnehmeranteil der Rentenversicherung (9,3% vom Bruttogehalt) abgezogen. Kranken- und Pflegeversicherung musst du komplett selbst zahlen z.B. als freiwillig gesetzlich Versichter im Studententarif kostet aktuell ca. 189 € monatlich für Studierenden U30. Schau mal hier: https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/krankenversicherung-studenten/
  • Hallo,
    ich studiere im europäischen Ausland Medizin und bin somit nicht in Deutschland gemeldet. Kann ich trotzdem in Deutschland als Werksstudent arbeiten? Bin über eine längere Zeit in Deutschland, da die Uni weitesgehend ausfällt (Corona)
  • Hallo,
    ich bin momentan parallel zu meinem Studium als Werkstudent angemeldet.
    Aufgrund der aktuellen Lage verschiebt sich allerdings der Beginn der Präsenzveranstaltungen (Vorlesungen) an unserer Hochschule vom 16.03.2020 auf den 20.04.2020. Bis dahin finden allerdings bei ausgewählten Modulen Online-Vorlesungen statt.
    Ist es nun gestattet, in dieser Zeit unbegrenzt als Werkstudent zu arbeiten oder gelten aufgrund der Online-Vorlesungen bereits die maximalen 20 Stunden pro Woche?

    Besten Dank im Voraus!
  • Gute Frage, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. So eine Situation gab es ja noch nie und es ist gut möglich, dass es deshalb auch keine explizite gesetzliche Regelung dazu gibt. Hast du darüber schonmal mit deinem Arbeitgeber gesprochen? Wenn es eine Personalabteilung in dem Betrieb gibt, müssten die solche Fragen abklären. Ist ja in ihrem eigenen Interesse.

    LG Luisa
  • Hallo, ich bin jetzt neu als Werkstudentin eingeschrieben und verdiene ca. 853€ brutto im Monat während des Semesters. Meine Krankenkasse meinte ,ich bin damit nicht mehr familienversichert und muss meinen Beitrag selber zahlen. Ich verstehe das jetzt nicht ganz mit den Kosten , die ich bezahlen muss.

    Darf ich während meiner Semesterferien trotzdem über meinen Gewerbeschein arbeiten oder muss ich dann steuern abdrücken und werde ich dann wenn ich einen anderen job während der Ferien mache über die Steuerklasse 6 abgerechnet?

    Dankeschön!
  • Hey, das sind viele verschiedene Bereiche, die du ansprichst. Die Familienversicherung funktioniert nur solange du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitest und auch nicht mehr als in einem Minijob verdienst. Du musst dich aufgrund deines einkommens jetzt selbst privat oder freiwillig gesetzlich versichern. Mehr dazu erfährst du hier: https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/krankenversicherung-studenten/. Das hat soweit nichts mit Steuern zu tun. Wenn du zwei Angestelltenverhältnisse parallel machst, wird einer davon über Steuerklasse 6 abgerechnet. Auf Einkommen aus selbstständiger Arbeit gibt es keine Steuerklassen, du musst nur eine Steuererklärung machen und ggf. Steuern nachzahlen. Das war jetzt sicher ziemlich viel auf einmal, aber auch ein recht komplexes Thema, das sich nicht mal nebenbei erklären und verstehen lässt.
  • Hallo :)
    Ich bin im 7. Semester und habe bereits alle zu erbringenden Leistungen + Bachelorarbeit erbracht. Nun bin bis aber noch bis 15.3.2020 als Studentin eingeschrieben. Ich möchte den Studentenstatus gerne bis dahin behalten. Nun hat mir mein Arbeitgeber einen Werkstudentenvertrag angeboten, ist das den überhaupt noch möglich ? Da ich ja mit allem fertig bin. Und wenn ja, darf ich da mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten?

    Vielen Dank schon einmal
  • Laut Sozialgesetzbuch ist, solange das Studium die Hauptsache und die Werkstudententätigkeit die Nebensache, es unabhängig davon ob man über 450€ verdient oder nicht. Wichtig ist nur, dass nicht mehr als 20 Std die Woche arbeitet und es ein Vollzeitstudium ist. Dann wird man auch trotz eines höheren Verdienstes von der Krankenkasse, der Pflegeversicherung und der Arbeitslosenversicherung befreit. Jedoch muss die Rentenversicherung weiterhin bezahlt werden. Ansonsten würde sich das Ganze ja auch überhaupt nicht von einem Midi-Job unterscheiden.
  • "Laut Sozialgesetzbuch ist,[...] es unabhängig davon ob man über 450€ verdient oder nicht" Was meinst du mit es? was ist unabhängig?
  • Eine kurze Rückfrage, sollte ich also als Werkstudent 20 Stunden Arbeiten und ca 1018 Brutto (also um die 800€ Netto) verdienen, ist es sehr wohl rechtlich gestattet, dass ich einen Minijob nebenbei mache um 200€ mehr zu verdienen? Ich benötige nämlich mindestens 1000€ Netto für meine Wohnung und Lebenshaltungskosten. Vielen Dank für den Artikel.
  • Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, dass du dann keinen Anspruch mehr auf das Werkstudentenprivileg hast. Insgesamt arbeitest du ja dann dauerhaft über 20 Stunden pro Woche. Damit würden die Krankenversicherung für Studenten ~ Das MUSST Du wissen!(https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/krankenversicherung-studenten/) BAföG fällt dann schonmal aus, weil du mehr arbeitest als studierst. Und dann stellt sich auch die Frage, ob es nicht einfacher wäre die Stundenzahl bei dem einen Arbeitgeber zu erhöhen als Uni + 2 Jobs zu managen. Wenn du eh keinen Anspruch auf BAföG hast, macht ein Wohngeld für Studenten trotz BAföG(https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/wohngeld-studenten/) mehr Sinn als ein zusätzlicher Minijob.
    LG Luisa
  • Und wie ist das, wenn man aufgrund seines Alters nicht mehr studentisch versichert sein kann und sich deshalb freiwillig versichern muss? Dann bezahlt man ja doch deutlich mehr Krankenversicherung und Sozialabgaben. Wie kann ich meinem Arbeitgeber das klar machen und kann er daraufhin entscheiden, mich nicht als Werkstudent anzumelden?
  • Hey Bine,

    in Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Der Werkstudentenstatus ist ein Privileg, kein Zwang. Du kannst auch einen ganz normalen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsvertrag mit deinem Arbeitgeber abschließen. Wenn du BAföG beziehst, musst du nur darauf achten, dass du weniger als 20 Stunden pro Woche nebenbei arbeitest.

    LG Luisa
  • Ganz oben steht, dass man weiterhin familienversichert bleibt und unten steht, dass dies wegfällt. Was stimmt nun?
  • Theoretisch ist beides möglich. Verdienst du durchschnittlich 450€ monatlich, kannst du in der Familienversicherung bleiben. Verdienst du mehr, musst du dich selbst versichern. Die meisten Werkstudenten verdienen mehr und versichern sich daher selbst.
  • Dafür ist der Inhalt um so informativer, vielen Dank dafür!
  • die hellblauen wörter in den texten sind mies, da kaum lesbar
  • Danke für dein Feedback.

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