Bloggen im Studium: die ersten Schritte & warum ein Blog eine gute Idee ist

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Durch Bloggen im Studium wirst du dir diverse Fähigkeiten aneignen, die dich später weiterbringen. Welche das sind und wie du startest, findest du hier.
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Studenten bringen im Laufe ihres Studiums viele Texte zu Papier: wissenschaftliche Hausarbeiten, Exposés, Essays, Exzerpte und andere theoretische Abhandlungen. Einige belassen es nicht dabei und schreiben in ihrer Freizeit weiter – so wie ich. Für die einen wird der Blog ein Beruf, für die anderen eine Visitenkarte. Mir hat Studierenplus schon mehrere Jobangebote eingebracht. Das ist nur einer der Gründe, warum sich Bloggen im Studium lohnt. Weiter unten findest du die ersten Schritte, die Pflichten, die ab dem ersten Beitrag gelten, Beispiele anderer studentischer Blogs und die Fehler, die du dir sparen kannst.

Wichtige Fragen vor der Erstellung des eigenen Blogs

Mit dem Web 2.0 kam ein neuer digitaler Trend auf: der Blog, ein zusammengesetztes Wort aus „Web“ und „Log“. Eine Studie der Universität Hohenheim im Auftrag des Deutschen Fachjournalisten-Verbands unterscheidet drei Blogtypen: persönliche Tagebücher, nicht-persönliche Themenblogs und Corporate Blogs von Unternehmen. Für die Befragung im Februar 2014 wurden 2.478 Themenblogger recherchiert, 535 nahmen teil, 403 Fragebögen waren auswertbar. Studierenplus und Motiviert Studiert gehören zur zweiten Gruppe. Welchen Blog du startest, ist dabei die kleinere Frage. Wichtiger ist, wie er sich auf dein Studium auswirkt. Ein paar Fragen vorab schärfen die Ziele.

  • ❓ Lässt sich der eigene Blog mit einem thematischen Bereich aus dem Studium verbinden?
  • ❓ Gibt es neben dem Studium ausreichend Zeit, um für den Blog regelmäßig Beiträge zu erstellen?
  • ❓ Ist das notwendige Fachwissen vorhanden und lässt es sich überzeugend darlegen, damit sich Fachleute, Experten oder Laien für das gewählte Thema interessieren?
  • ❓ Sind kritische Anmerkungen akzeptabel?
  • ❓ Welches allgemeine Ziel, welche Motivation steht hinter deinem Blog?

Die ersten Schritte zum eigenen Blog im Studium

bloggen im studium

Am Anfang steht eine Frequenz, die du auch in der Klausurphase hältst. Ein ausführlicher Beitrag pro Woche ist ein gutes Ziel, aber keine Vorgabe. Zwei durchdachte Texte im Monat wirken mehr als vier halbfertige. Entscheidend ist, dass dein Rhythmus vorhersehbar bleibt – für dich und für die Leser, die wiederkommen sollen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ein ansprechendes Layout, in dem der Blog gestaltet ist. Bilder und Grafiken lockern den Text auf und lassen den Leser auf der Seite verweilen. Studenten, die als Freelancer arbeiten und mit ihrem Blog zusätzliche Einnahmen generieren möchten, sollten daran denken, entsprechende Vorkehrungen in organisatorischer Hinsicht zu treffen. Dazu gehört, anhand der Studentenkonten im Vergleich ein kostenfreies Girokonto einzurichten und von den flexiblen Bedingungen zu profitieren.

Hier können BAföG und alle anderen Einnahmen eingehen. Wenn du als Blogger irgendwann Einnahmen generierst, zum Beispiel durch die Einbindung von Werbebannern, sind das Einnahmen aus selbstständiger Arbeit. In dem Fall ist es sinnvoll, ein Zweitkonto einzurichten, über das du die Einnahmen und Ausgaben für deinen Blog führst. So behältst du einen besseren Überblick, auch in Bezug auf Buchhaltung und Steuererklärung.

Steht der Blog auf eigenen Beinen, lohnt es sich, die Kommilitonen auf diesen aufmerksam zu machen. Mutige gehen einen Schritt weiter und informieren die Hochschule oder studentische Foren über den neu ins Leben gerufenen Blog.

Welche Vorteile hat der studentische Blog?

Blogger setzen sich bei ihrem Hobby mit neuen technischen Möglichkeiten auseinander. Sie probieren ein oder mehrere CMS aus und wenden ihr theoretisches Wissen praktisch an. Für die spätere Mitarbeit in einem Unternehmen wirken sich diese nachweisbaren Kenntnisse im Lebenslauf positiv aus.

Wenn du dich auf ein bestimmtes Thema in deinem Blog fokussierst, vertiefst du dein Wissen auf diesem Gebiet und wirst auch von außen als Experte wahrgenommen. Du kannst dich als Blogger den ganzen Tag mit deinem Lieblingsthema befassen und je intensiver du das tust, desto besser wirst du. Deshalb sprechen viele von Selbstverwirklichung, indem sie aus ihrem Hobby/Leidenschaft einen Beruf machen können.

Studentische Blogger probieren neue sprachliche Stile aus. Sie schauen über den Tellerrand und lernen, ihre Gedanken strukturiert in Worte zu kleiden. Weiterhin üben sie mit einem Blog den Umgang mit Kritik und lernen, schriftlich besser zu argumentieren.

Als Blogger kannst du dir neben dem Studium ein eigenes Business aufbauen. Läuft es mit dem Blog gut, so kannst du möglicherweise nach dem Studium deine wöchentliche Arbeitszeit reduzieren oder hauptberuflich als Freelancer auf dem Markt Fuß fassen.

bloggen im studium

All mein Wissen rund ums Thema Prüfungsvorbereitung und Finanzen im Studium teile ich hier auf Studierenplus mit euch. Es macht mich schlichtweg glücklich, dass mein Wissen auch nach meinem Studium noch einen Nutzen für irgendjemanden hat. Ich habe meine Studienzeit wirklich genossen und hoffe, du tust das auch.

Impressum und Datenschutz: was ab dem ersten Beitrag gilt

Die Pflichten beginnen früher, als die meisten denken. Nämlich vor dem ersten Euro. Wer einen digitalen Dienst „geschäftsmäßig, in der Regel gegen Entgelt“ anbietet, braucht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz ein Impressum. Geschäftsmäßig heißt dabei nicht, dass du schon verdienst. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg nennt in ihrem Leitfaden zur Impressumspflicht Bannerwerbung, Affiliate-Links und Monetarisierungs-Tools ausdrücklich als Anhaltspunkte. Auf die Entgeltlichkeit des Angebots selbst kommt es nach ständiger Rechtsprechung nicht an. Ein Blog mit einem einzigen Werbebanner ist damit impressumspflichtig.

Ins Impressum gehören dein Name, die Anschrift, unter der du niedergelassen bist, und Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme ermöglichen – in der Regel eine E-Mail-Adresse. Dazu kommt die Datenschutzerklärung. Nach Artikel 13 DSGVO musst du die Besucher darüber informieren, welche personenbezogenen Daten du verarbeitest. Server-Logs, Kommentarfunktion, Newsletter, eingebundene Schriftarten und Analyse-Werkzeuge zählen dazu. Und bezahlte Inhalte müssen nach § 6 DDG klar als Werbung zu erkennen sein, samt der Person, in deren Auftrag sie erscheinen.

Ab wann Finanzamt und BAföG-Amt mitreden

Sobald du mit dem Blog Werbeeinnahmen erzielst, ist das kein freiberufliches Schreiben mehr, sondern ein Gewerbe. Warum, steht im Erfahrungsbericht zur selbstständigen Arbeit im Studium. Angemeldet wird es sofort. Über die Steuerlast entscheiden danach drei Beträge. Umsatzsteuer musst du als Kleinunternehmer nach § 19 UStG nicht ausweisen, solange dein Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt. Diese Grenzen gelten seit dem 1. Januar 2025 und sind für 2026 unverändert. Gewerbesteuer fällt bei natürlichen Personen erst oberhalb eines Freibetrags von 24.500 Euro Gewerbeertrag an (§ 11 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 GewStG). Einkommensteuer zahlst du, sobald dein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt: 2026 sind das 12.348 Euro.

Das BAföG-Amt rechnet anders herum. Anrechnungsfrei bleiben nach § 23 BAföG seit dem 1. Januar 2026 389 Euro im Monat deines bereinigten Einkommens, vorher waren es 353 Euro. Gerechnet wird über den gesamten Bewilligungszeitraum und nicht Monat für Monat. Ein starker Monat schadet dir also nicht, ein starkes Jahr schon. Bei einem Minijob reicht der Freibetrag rechnerisch genau bis zur Verdienstgrenze von 603 Euro, weil vom Bruttolohn vorher die Werbungskostenpauschale von 1.230 Euro im Jahr und eine Sozialpauschale von 22,3 Prozent abgezogen werden. Beim Blog zählt dagegen der Gewinn, also Einnahmen minus Betriebsausgaben. Was das für deinen Anspruch bedeutet, steht in den BAföG-Tipps.

Diese studentischen Blog-Ideen helfen anderen (Nicht-)Studenten weiter

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Musik war lange ein beliebtes Thema studentischer Blogs. Auf „Musikmussmit“ schrieben Studierende der Universität Potsdam und der Universität Regensburg Rezensionen, führten Interviews mit Künstlern und stellten jeden Monat eine Liste mit Konzertempfehlungen zusammen. Das Beispiel zeigt auch die andere Seite des Hobbys. Im September 2026 liegt die Seite im Wartungsmodus, mit dem Hinweis, man wisse nicht, ob und wann man zurückkomme. Ein Blog, den mehrere Leute nebenbei betreiben, endet oft mit dem Studium seiner Autoren.

Bloggen im Studium: Reiseblogs

Ein anderes Dauerthema ist das Auslandssemester. Im Correspondents-Netzwerk der Kampagne „studieren weltweit – ERLEBE ES!“ bloggen Studierende aus aller Welt über ihren Alltag im Gastland. Die Kampagne führt der Deutsche Akademische Austauschdienst mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch, die Beiträge erscheinen auf studieren-weltweit.de. Wer selbst ins Ausland will, findet dort Hinweise zum konkreten Zielland statt allgemeiner Ratschläge. Auch ich habe dort einen Erfahrungsbericht zum Auslandssemester in Bali veröffentlicht.

Erfolgreich Bloggen im Studium: Diese typischen Anfänger-Fehler solltest du vermeiden

Aller Anfang ist schwer, beim Bloggen ist das nicht anders. Studentische Blogger sollten auf einige Aspekte achten und typische Anfängerfehler vermeiden. Die Ideen, die auf dem Blog zu lesen sind, sollten strukturiert und zusammenhängend sein. Blog-Beiträge haben ein klares Ziel und holen den Leser verständlich ab.

Viele Leser „scannen“ den Artikel und entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie auf dem Blog bleiben oder weiterziehen. Ein lockerer, inspirierender Stil ist ansprechender als hochtrabende Worte, die nicht so klingen wie die im Alltag gesprochene Sprache. Kurze Absätze, knackige Zwischenüberschriften und faszinierende „Bullet Points“ werten den Text sprachlich wie optisch auf und stimmen die Leser neugierig.

Erfolgreiche Studenten-Blogs verfolgen alle ein konkretes Ziel. Selbst die persönlichen Geschichten und Belange der Einzelnen dienen einem „höheren“ Daseinszweck. Die erfolgreichsten Blogs, die Studenten betreiben, sind informativ, nicht ausschließlich für Google geschrieben und haben einen Mehrwert oder Lerneffekt für das Publikum.

Häufige Fragen zum Bloggen im Studium

Braucht mein Studenten-Blog ein Impressum?

Ja, sobald der Blog geschäftsmäßig betrieben wird. Ein Werbebanner, ein Affiliate-Link oder ein Monetarisierungs-Tool reicht dafür aus, ein Verdienst ist nicht nötig. Pflicht sind nach § 5 DDG Name, Anschrift und eine Möglichkeit zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme.

Muss ich Einnahmen aus dem Blog versteuern?

Werbeeinnahmen machen aus dem Blog ein Gewerbe, das du anmelden musst. Umsatzsteuer fällt als Kleinunternehmer nach § 19 UStG nicht an, solange der Umsatz im Vorjahr unter 25.000 Euro und im laufenden Jahr unter 100.000 Euro bleibt. Einkommensteuer zahlst du erst oberhalb des Grundfreibetrags von 12.348 Euro (2026), Gewerbesteuer erst oberhalb von 24.500 Euro Gewerbeertrag.

Wird das Geld vom Blog auf mein BAföG angerechnet?

Angerechnet wird der Gewinn, also Einnahmen minus Betriebsausgaben. Anrechnungsfrei bleiben seit Januar 2026 389 Euro im Monat des bereinigten Einkommens, gerechnet über den gesamten Bewilligungszeitraum. Wer daneben einen Minijob hat, muss beides zusammenzählen.