Geld optimieren: kostenlose Girokonten und Kreditkarten für Studenten
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Der BAföG-Höchstsatz liegt bei 992 € im Monat. Davon geht die Miete ab, dann der Semesterbeitrag, dann der Rest. Wer an diesem Rest nichts ändern kann, kann wenigstens dafür sorgen, dass die Bank nichts davon abzweigt. Kontoführung, Girocard, Kreditkarte, Abhebungen im Ausland: Für alles davon zahlen manche Studierende Geld und andere nichts. Diese Seite zeigt dir, woran du den Unterschied erkennst. Und wo im Kleingedruckten die Kosten stehen, die im Werbetext fehlen.
Wie viel BAföG gibt es 2026?
Wer nicht bei den Eltern wohnt, bekommt höchstens 992 € pro Monat: 855 € Grundbetrag samt Wohnkostenpauschale plus 137 € Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung. Bei den Eltern wohnend sind es 671 € (Bedarfssätze auf bafög.de). Diese Beträge gelten unverändert seit dem Wintersemester 2024/25.
Mehr wird es erst später: Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 das 30. BAföG-Änderungsgesetz beschlossen. Die Wohnkostenpauschale steigt danach zum 1. April 2027 von 380 € auf 440 €, der Grundbedarf in zwei Schritten zum Wintersemester 2027/28 und zum Sommersemester 2029 auf 563 €. Was das im Einzelnen bedeutet, steht in unserem Überblick zur BAföG-Reform 2027; die aktuellen Sätze findest du unter BAföG-Höchstsatz.
Die Bedarfssätze stehen in § 13 BAföG. Gefördert werden auch Schülerinnen und Schüler, je nach Schulart und Wohnsituation: siehe Schüler-BAföG. Am Antrag selbst ändert die Reform wenig. Formblätter, Nachweise und Fristen bleiben. Wie viel dir zusteht, rechnet der BAföG-Rechner aus.
Günstige Konten für Studenten sichern
Ausgezahlt wird BAföG per Überweisung. Die Bankverbindung trägst du in Formblatt 1 ein, und spätestens dann brauchst du ein Konto, das auf deinen Namen läuft. Ein eigenes Girokonto ist also keine Anspruchsvoraussetzung, aber praktisch unvermeidlich. Um dich als Kundin oder Kunden bemühen sich viele Anbieter, deshalb lohnt der Vergleich der Konditionen vor der Eröffnung.
Vier Posten entscheiden, ob ein Konto günstig ist.
Kostenlose Girokonten
Direktbanken ohne Filialnetz führen das Konto oft ohne Grundgebühr, Filialbanken verlangen sie meist, erlassen sie Studierenden aber häufig gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung. Zwei Haken stecken im Kleingedruckten. Erstens hängt die Befreiung fast immer an einer Altersgrenze, üblich sind 27 oder 30 Jahre; danach greift der normale Preis. Zweitens musst du die Bescheinigung meist jedes Semester neu einreichen. Wer das vergisst, zahlt ab dem nächsten Monat still und heimlich mit. Beides steht im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank, nicht im Werbetext.
Gebührenfreie Leistungen
Kostenlose Kontoführung heißt nicht, dass alles kostenlos ist. Getrennt berechnet werden je nach Bank: Papier-Kontoauszüge, beleghafte Überweisungen am Schalter, eine Ersatzkarte nach Verlust, Bargeldabhebungen außerhalb des eigenen Automatennetzes und das Entgelt für Zahlungen in Fremdwährung. Bei manchen Anbietern ist die Girocard extra. Ohne sie kommst du in Mensen und Copyshops mit reiner Kartenzahlung nicht immer weiter. Prüfe außerdem, ob die Gebührenfreiheit an einen monatlichen Mindestgeldeingang gebunden ist.
Kostenlose Kreditkarten
Zu vielen kostenlosen Girokonten gehört eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr. Im Ausland ist sie oft das günstigste Zahlungsmittel: beim Auslandssemester, bei Work and Travel, bei der Buchung von Unterkunft und Mietwagen, für die viele Anbieter eine Kreditkarte verlangen. Achte auf zwei Posten: das Fremdwährungsentgelt, ein prozentualer Aufschlag auf jeden Umsatz außerhalb des Euroraums, und das Entgelt fürs Abheben am Automaten, das selbst bei gebührenfreien Karten anfallen kann. Beides steht im Preisaushang. Eine Debitkarte, die wie eine Kreditkarte aussieht, wird bei Mietwagen und Hotelkautionen übrigens nicht immer akzeptiert.
Günstige Dispozinsen
Dispozinsen fallen an, sobald du dein Konto überziehst: bei einer unerwarteten Nachzahlung, bei einer verspäteten BAföG-Zahlung, am Ende eines teuren Monats. Der Dispo ist der teuerste Kredit, den du im Alltag bekommst. Eine Auswertung von Verivox aus einem BaFin-Datensatz zu rund 1.100 Banken und Sparkassen kam am 26. Februar 2026 auf 11,28 Prozent im Durchschnitt, mit Spitzenwerten von 15,31 Prozent regulär und 19,75 Prozent für geduldete Überziehungen (Verivox, Februar 2026). Wie hoch dein Satz ist, legt deine Bank selbst fest; er steht im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Die Spanne zwischen Banken ist groß genug, dass sich das Nachsehen lohnt. Rechne es einmal durch: 500 € ein halbes Jahr lang im Minus kosten bei 11,28 Prozent rund 28 €. Bei einem Satz von 6 Prozent sind es 15 €. Kein Vermögen, aber es ist Geld, für das du nichts bekommst. Wer dauerhaft im Dispo steht, fährt mit einem Ratenkredit fast immer günstiger. Das ist dann allerdings eine Entscheidung, die man nicht nebenbei trifft.