5 BAföG Tipps, deine Chance auf Ausbildungsförderung zu erhöhen

5 BAföG Tipps, deine Chance auf Ausbildungsförderung zu erhöhen

Was ist BAföG?

BAföG ist die Abkürzung für BundesAusbildungsFörderungsGesetz und regelt die staatliche finanzielle Unterstützung von Schülern und Studenten während ihrer Ausbildung.

Was unterscheidet Studenten von Schüler BAföG?

Studenten und Schüler BAföG unterscheiden sich im wesentlichen in der Förderhöhe und den Rückzahlungsbedingungen.

Vermutlich weißt du, dass Studenten einen Teil ihres BAföGs irgendwann nach Abschluss des Studiums zurückzahlen müssen. Folglich ist ein Teil des Studenten BAföGs geschenktes Geld vom Staat für dich, damit du an deiner beruflichen Zukunft arbeiten kannst. 

Bei einer schulischen Ausbildung bekommt man zwar etwas weniger BAföG als Studierende, muss davon aber später nichts zurückzahlen.

Bis hierhin ist das eigentlich nichts neues. Alles, was du als Student dafür tun musst, ist regelmäßig Leistungen in einem Vollzeitstudiengang an einer FH oder Universität im Inland oder Ausland zu erbringen und einen Antrag auf Ausbildungsförderung bei deinem zuständigen BAföG Amt stellen. Klingt erstmal gar nicht so kompliziert, oder? 

Trotzdem gibt es massig Studenten, die jetzt schon keinen Bock mehr haben, sich mit diesem Thema weiter auseinanderzusetzen und somit ihren Anspruch auf BAföG einfach verfallen lassen. Wörter wie Schulden und Bürokratie können offenbar zu Blackouts führen.

Für Schüler gilt im Prinzip dasselbe, allerdings unterscheiden sich die Voraussetzungen abhängig von der Art der Ausbildung und Schule. Mehr Infos habe ich deshalb in einem separaten Artikel zum Thema Schüler BAföG für dich zusammengefasst.

Im Folgenden geht es also nur noch um BAföG für Studierende an Hochschulen in Deutschland und deutsche Studenten im Ausland

BAfög

Knapp jeder 4. fianziert sein Studium mit BAföG

So besagt eine Studie, dass 22% aller Abiturienten auf ein Studium verzichten (wollen)​. 76% von ihnen tun dies hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Für die meisten von ihnen ist "die Vermeidung von Schulden durch einen Studienkredit oder den BAföG-Darlehensanteil ein (sehr) bedeutender Aspekt für den Studienverzicht." Ein gar nicht so kleiner Anteil dieser Leute ändert seine Meinung Jahre später aber und macht sich nach der Berufsausbildung auf den Weg zur Uni.

Auch ich hatte zu Beginn meines Studiums bedenken. Wer hat schon gerne Schulden? Ökonomisch betrachtet, wäre es allerdings dumm, kein BAföG zu beantragen. Warum? Darum:

BAföG lohnt sich! Die Rechnung ist ganz einfach.

Hinweis: Die folgenden Zahlen gelten seit dem Wintersemester 2016/17

Gehen wir mal vom BAFöG Höchstsatz aus, den du bekommst, wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst, keine Kinder hast und familienversichert bist. Aktuell sind das genau 649€ monatlich. Bei sechs Semestern Regelstudienzeit sind das 23.364 €, die dir das BAföG-Amt im Laufe der drei Jahre überweist. Theoretisch wären davon die Hälfte, also 11.682€ später zurückzuzahlen. Allerdings ist es so, dass BAföG-Schulden bei 10.000€ gedeckelt werden.

Das heißt, der Staat schenkt dir bis zu 13.364€, damit du studieren gehst!

Mag sein, dass sich jetzt 10.000€ Schulden, die es ja de Facto sind, erstmal viel anhören. Diese nicht zu beanspruchen bedeutet aber auch, dass du dir im Gegenzug ein Geschenk von mindestens 13.364 €, mit Kindern noch DEUTLICH mehr, entgehen lässt. (Mehr Infos zur Studienfinanzierung mit Kind gibt's hier.)

Nochmal zur Wiederholung:

Beispiel = 6 Semester Regelstudienzeit

Studierende ohne Kind: bis zu 13.364 € geschenkt

In jedem Fall zahlst du maximal 10.000€ in kleinen Raten zurück und bekommst jetzt mindestens doppelt so viel Geld vom Staat geschenkt, die du erst viele Jahre später, wenn du hoffentlich einen gut bezahlten Job hast, zurückgibst.

Bedarfssatz BAföG Studenten

Selbst

bei den Eltern

Grundbedarf

399 €

399 €

Wohnung

250 €

52 €

Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung

86 €

0 €

Höchstsatz BAföG pro Monat

735

451 €

BAföG Höchstsatz pro Semester

4.410 €

2.706 €

BAföG Höchstsatz pro Jahr

8.820 €

5.412 €

BAföG Höchstsatz pro Studium (Bachelor+Master= 10 Semester)

44.100 €

27.060 €

Rückzahlung regulär

10.000 €

10.000 €

Geschenkt

34.100 €

17.060

BAföG überzeugt dich nicht?

Wenn ich dir 17.060 Euro dafür bieten würde, damit du einen Beutel mit 10.000 Euro für mich unter deinem Kissen aufbewahrst, damit ich es in fünf Jahren wieder bei dir abholen kann (natürlich alles komplett legal!), würdest du das allen Ernstes ausschlagen?

BAföG

Dieses Beispiel trifft selbstverständlich nicht auf jeden genau in dieser Form zu. Es zeigt nur, wie viel man im besten Fall aus seinem BAföG rausholen kann. Kaufmännisch betrachtet, ist das ein unschlagbar guter Deal!

Wann ist ein BAföG-Antrag Zeitverschwendung?

Ich weiß natürlich auch, dass nicht jeder einen Anspruch auf BAföG hat. Gesetzestexte sind lang und kompliziert. Um mir und dir das Leben zu erleichtern, habe ich deshalb dieses kleine Tool entwickelt, mit dem du in nur wenigen Klicks genau weißt, ob du überhaupt eine Chance auf Ausbildungsförderung hast. Solltest du ein negatives Ergebnis haben, empfiehlt dir das Tool automatisch eine auf deinen Fall passende Alternative. Probier's aus!

Aber es gibt auch Hintertüren, von denen du bisher vielleicht noch nichts wusstest oder die du bisher für ein Gerücht hieltest.

BAfög Tipps, die du unbedingt kennen solltest

bafög

BAföG Altersgrenze

Bei der BAföG Altersgrenze geht es einzig und allein um dein Alter an deinem ersten Unitag bzw. zum Zeitpunkt des Antrags. Wenn du also im Laufe deines Studiums deinen 30. feierst, keine Panik, es wird auch weiterhin Geld geben.

Wenn du erst mit 30 oder später dein Studium aufnimmst, will das Amt gute Gründe von dir hören, warum du "Greis" gefördert werden solltest. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Warum fängst du jetzt erst an? Selbstfindung gilt als weniger gute Ausrede. Was aber laut §10 BAföG funktioniert ist:

Anerkannte Gründe für die Erhöhung der Altersgrenze

  1. Abi auf dem zweiten Bildungsweg
  2. Studium ohne Abi
  3. Wehr- oder Zivildienst
  4. Erziehungszeiten, wenn das Kind vor deinem 30. geboren ist und du zwischen Geburt und Studienbeginn nicht Vollzeit gearbeitet hast.
  5. Behinderung und chronische Krankheit​

Elternunabhängiges BAföG

Viele scheitern beim BAföG Antrag am Einkommen ihrer Eltern. Je mehr deine Eltern verdienen, desto weniger BAföG erhältst du. Es gibt jedoch mehrere Fälle, bei denen das Einkommen deiner Eltern keine Rolle spielt und nein, eigene Kinder oder deine Ehe sind für das Amt kein Grund dich elternunabhängig zu fördern. Ganz im Gegenteil, nun wird auch noch das Einkommen deines Ehegatten zusätzlich relevant.

BAföG und dein Einkommen

Natürlich spielt nicht nur das Einkommen deiner Eltern bei der Ausbildungsförderung eine Rolle, sondern vor allem dein eigenes. Selbst wenn du den BAföG-Höchstsatz bekommst, wirst du vermutlich nicht drumrum kommen, neben dem Studium zu jobben und sei es nur ein Minijob oder Pflichtpraktikum. Sich hiermit auszukennen ist existenziell für jeden BAföG-Empfänger, um ein böses Erwachen zu vermeiden. Denn Einkommen ist nicht gleich Einkommen und kann dich schneller in finanzielle Schwierigkeiten bringen als dir lieb ist. Lies deshalb auch meinen Artikel zum Thema BAföG Freibeträge.

BAföG über die Regelstudienzeit hinaus

Die Förderungshöchstdauer für dein BAföG entspricht deiner Regelstudienzeit. Wenn du dein Studium in den ersten vier Semestern halbwegs vernünftig betreibst, sollte einer Förderung bis zum regulären Abschluss also nichts im Wege stehen. Was ist aber, wenn du dein Studium innerhalb der Regelstudienzeit nicht abschließen kannst oder willst? Auch dafür gibt es legale Lösungen und Wege. Im besten Fall erhöht sich dabei nichtmal deine Schuldenhöhe. Wie du BAföG über die Regelstudienzeit hinaus erhalten kannst und was beim BAföG Leistungsnachweis nach dem vierten Fachsemester zu beachten ist habe ich für dich zusammengefasst.

Darlehensbetrag senken durch Master

Bachelor und Master zählen im BAföG als eine Ausbildung in zwei Abschnitten. Solltest du sowohl im Bachelor als auch im Master BAföG erhalten, werden beide Studienabschnitte rechnerisch zusammengezogen und die 10.000 Euro Schuldengrenze gilt dann für das komplette Studium als Gesamtkunstwerk, egal wie viel Zeit zwischen den beiden Studienabschnitten vergeht.

Solltest du zwischen Bachelor und Master 3 Jahre arbeiten, bekommst du im Master sogar elternunabhängiges BaföG.

bafög online

Der Staat glaubt an dich

Wenn du jetzt meinst, ich würde dir nahelegen zu studieren, damit dir der Staat einen Haufen Geld schenkt und du schön auf Staatskosten leben kannst, dann empfehle ich dir dringend ein paar BWL und VWL Seminare zu besuchen. Auch wenn ich hier mehrfach das Wort "schenken" verwendet habe, kannst du sicher sein, dass nicht ein einziger Cent davon ein Geschenk ist. Für den Staat ist es vielmehr eine Investition. Eine Investition in dich und deine Bildung. Denn Studien legen nahe, dass Bildung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist.

Du würdest das Geld nicht bekommen, wenn Deutschland nicht der Auffassung wäre, dass du dein Studium erfolgreich abschließen und danach ordentlich Geld verdienen wirst. Denn Akademiker (und nichts anderes bist du mit einem Hochschulabschluss) sind so gut wie nie arbeitslos. Folglich zahlen sie auch mehr Steuern als die anderen. Ergo, du gibst dem Staat unterm Strich mehr zurück als er dir gegeben hat.

Als BAföG-Empfänger bist du also alles andere als ein Sozialschmarotzer, der anderen auf der Tasche liegt. BAföG gibt dir die Möglichkeit dein Studium schneller durchzuziehen, weil du nebenbei weniger (nicht gar nicht) arbeiten musst. Dammit senkst du die Kosten der Hochschulen und stehst dem Arbeitsmarkt schneller zur Verfügung. Einen Teil des BAföGs zahlst du direkt zurück. Den Rest holt sich der Staat später indirekt durch deine Steuer wieder.

BAföG ist wie eine Versicherung gegen Hartz IV

Und all das gilt nicht nur für dich, sondern auch für nachfolgende Generationen. Denn Akademiker produzieren Akademiker. Deine Kinder werden mit großer Wahrscheinlichkeit später auch studieren. Im Gegensatz zu dir, werden sie aber wahrscheinlich kein BAföG erhalten. Immerhin hast du ja jetzt ein ausreichend hohes Einkommen, um deine Familie selbstständig zu versorgen. Und so wird sich das von Generation zu Generation fortführen.

Aus Sicht des Staats ist dein BAföG also ein Tropfen auf dem heißen Stein, eine Anschubfinanzierung um aus dir und deiner Familie zuverlässige Steuerzahler zu machen. Das hat überhaupt nichts romantisch-soziales an sich, sondern ist ganz nüchtern kapitalistisch.

Trotzdem betrachte ich mein BAföG als eine Art Geschenk und verwende das Wort "schenken" daher gern. Denn ohne BAföG wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Dafür bin ich dankbar und deshalb teile ich mein Wissen mit dir.

Ich weiß, dass die Kommunikation mit Ämtern nicht immer einfach ist. Sicher kennst auch du Geschichten von ewigen Streitereien und schlechter Beratung durch Sachbearbeiter. Genau deshalb, habe ich  StudierenPlus zu einer Plattform für dich gemacht, wo du dich informieren und wenn nötig Hilfe beim Ausfüllen deines BAföG Antrags finden kannst.

Hast du noch Fragen zum BAföG?

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Bis bald,
Luisa

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Gründerin von StudierenPlus

Wissen ist Macht und es ist an dir, diese zu nutzen. Dieses Tool ermöglicht es mir, dir aktiv beim Ausfüllen deiner Anträge zu helfen und das Recht einzufordern, das dir zusteht. Hier kann ich all meine Erfahrung als Studentin mit Kind, Studibloggerin, Frauenbeauftragte und Gutachterin für Hochschulakkreditierung einfließen lassen und das Maximum für dich rausholen.

Luisa Todisco Wirtschaftskommunikation M.A.

BAföG-Hotline 0800-223 63 41


Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar
von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

  • Ani sagt:

    Hallo,
    ich studiere seit WiSe 2015 Sozialwissenschaften und habe nie Bafög beantragt. Nebenher studiere ich seit WiSe 2017 an einer anderen Uni noch Psychologie. Gibt es die Möglichkeit für den 2. Studiengang Bafög zu bekommen, solange ich meinen 1. Bachelor noch nicht habe?

    LG

  • Mimi sagt:

    Hallo,
    Ich studiere Jura, schreibe dieses Jahr meinen Schwerpunkt vom Staatsexamen und im Februar 2018 meinen staatlichen Teil vom Examen. Jetzt bekomme ich aber nur noch bis März 2018 meinen Studienkredit, da dann mein 12. Semester endet. Meine mündliche Prüfung vom Staatsexamen habe ich aber erst im Juli 2018, kann ich jetzt für diese Zeit ein Bafög Bankdarlehn beantragen ? Ich habe noch einen kleinen Sohn und schaffe es einfach nicht in der Prüfungszeit so viel arbeiten zu gehen das ich den fehlende Studienkredit alleine auffange.
    Wie verhält es sich mit dem Einkommen meiner Eltern bei einem Bafögbankdarlehn?
    Ich bin 28 Jahre alt und habe kein “normales” Bafög beantragt gehabt.
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Lg

    • Mimi sagt:

      Oh ich meine natürlich 2019. Also dieses Jahr den Schwerpunkt, und dann Feb. 2019 den staatlichen, mündliche im Juli 2019.
      Studienkredit läuft aber nur bis März 2019.

    • Luisa sagt:

      Wieso hast du kein reguläres BAföG beantragt? Das wäre sehr viel günstiger gewesen als ein Studienkredit, aber das weißt du bestimmt. Hier ein paar Tipps, die deine Fragen hoffentlich beantworten: https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/studienabschluss.php

  • Miriam sagt:

    Hallo,ich habe auch eine Frage. Ich bekomme derzeit nur 28€ weil meine Eltern zu viel verdienen auf dem Papier, da sie aber Kredite abzahlen müssen können Sie mich nicht finanziell unterstützen. Ich habe eine 3 jährige Ausbildung gemacht die ich leider selber zahlen musste und dann zwei Jahre Vollzeit gearbeitet. Gibt es eine Chance, irgendwie elternunabhängiges Bafög zu beantragen oder irgendwas anderes? Ich bin total verzweifelt.

  • Yvonne sagt:

    Hallo liebe Luisa,

    leider konnte ich aus deinem Beitrag nicht genau entnehmen, ob es möglich ist Bafög zu bekommen auch wenn keine der Gründe auf Aufschub der Leistungsverschiebung vorliegt. Ich habe 95 Credits und bräuchte 110 Credits. Könnte ich trotzdem ein Antrag auf Aufschub d. L. machen, da ich in der Vergangenheit durch ein paar Prüfungen durchgefallen bin?
    Wie muss ich genau vorgehen ? Ich müsste trotzdem zum Bafög-Beauftragten meiner Hochschule und mir meine Leistungspunkte negativ bestätigen lassen?

    Vielen Dank im Voraus!
    Yvonne

    • Mathias sagt:

      Hallo Yvonne,
      generell gilt, wenn du die Punkte nicht erreicht hast, also eine Negativbescheinigung erhältst, bekommst du kein BAföG mehr.
      Ausnahmen sind, dass du den oben genannten Gründen unterliegst (Kindererziehung,…). Es gibt an Hochschulen auch Regelungen, nachdem du eine positiv-Bescheinigung bekommst, auch wenn dir 3 Kurse fehlen. Frag bei deinem Bafög-Beauftragten deiner Hochschule nach, ob es bei dir vielleicht zutrifft. Dann müsstest du dein Studium aber auch in der Regelstudienzeit beenden, da dies deine Hochschule bescheinigt, dass du es in den 6 (oder 7) Semestern schaffst.
      Wenn du trotzdem eine Negativbescheinigung erhalten hast, könntest du es mit dem Grund der nicht bestandenen Prüfungen versuchen. Das ist aber kein gesetzlich festgelegter Grund und daher eine Einzelfallentscheidung. Du müsstest nachweisen, dass du aufgrund der nicht bestandenen Prüfungen andere Kurse nicht belegen konntest (Voraussetzung für Kurs X ist der bestandene Kurs Y) oder es Überschneidungen in den Prüfungszeiten (2 Prüfungen zur gleichen Zeit) oder parallel laufende Veranstaltungen gab. Das wäre ein Versuch wert, aber der Erfolg ist nicht garantiert. Du bittest also schriftlich um eine Verschiebung des Leistungsnachweises aufs nächste Semester und führst den Grund auf. Beilegen musst du jetzt schon das FB5 oder einen Ausdruck der Notenübersicht, woraus auch deine aktuell erreichten Punkte hervorgehen.

      Schöne Grüße,

      Mathias

  • Dominik sagt:

    Sehr informativ, vielen Dank dafür!

    Ich habe ein Problem, auf das ich leider nirgends eine Antwort finde. Ich hoffe daher, dass meine Frage hier gelesen wird und jemand Rat weiß.
    Und zwar möchte ich den Master nächstes Jahr im Ausland machen. Allerdings steht noch nicht fest wo. Dies hängt ja letztendlich von der Zusage der Uni ab, denn es ist ja nicht gesagt, dass ich die Zulassung zu meinem gewünschten Studiengang bekomme.

    Ich möchte mich nun bei folgenden Unis bewerben:

    Lund University, Schweden (3 Studiengänge)
    Utrecht University, Niederlande (2 Studiengänge)

    Die Frage ist jetzt nur: Muss ich damit auch 2 komplette Bafög-Anträge stellen, jeweils an die Zuständigen Ämter? Oder kann ich auch nur einen stellen und falls ich das Bafög genehmigt bekomme, auch an einer anderen Uni in einem andern Land studieren und denen das dann mitteilen, dass die Daten an das andere Amt übermittelt werden?

    An und für sich wäre das ja alles kein Problem und weniger kompliziert zu lösen: Einfach für den Master bewerben, Zusagen/Absagen abwarten(spätestens im März ist alles da) und dann 1x Bafög beantragen für den gewünschten Studiengang im Zielland.
    Bei mir ist das jedoch nicht möglich, da ich ab Januar bis Juli nach Australien möchte um zu Reisen. Ich kann von dort ja kein Bafög beantragen, da ich nicht all meine Ordner mitschleppen kann mit allen Unterlagen usw. Und unterschreiben muss ich ja auch teilweise… das wäre wenn überhaupt nur mit einem erheblichen Aufwand verbunden.

    Ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand einen Ratschlag geben könnte 🙂

    Liebe Grüße
    Dominik

    • Luisa sagt:

      Dann musst du wie bereits vermutet 2 Anträge an das jeweils zuständige Amtschicken oder du wartest auf die Zusage. ohne Zusage der Uni, wird dein Antrag ohnehin nicht bewilligt.

  • Victoria sagt:

    Hallo,

    ich hätte mal eine Frage. Und zwar ziehe ich zu meiner Oma um mich um sie zu kümmern. Sie besitzt ein Haus, so dass kein Mietvertrag existiert den ich ans Amt weiterleiten könnte. Bekomme ich dennoch den Höchstsatz weiterhin gezahlt?

    LG

    • Mathias sagt:

      Hallo Victoria,

      das ist so eine Sache. Den Mietzuschuss erhältst du ja, da du Miete zahlst und nicht bei deinen Eltern wohnst. Einigen Ämtern reicht ja als Nachweis eine Meldebescheinigung auf der eine andere Adresse als die deiner Eltern steht. Und andere wollen direkt den Mietvertrag sehen. In diesem Fall ist ein Mietvertrag / Untermietvertrag nötig.

      Beste Grüße
      Mathias

  • doroteastriga sagt:

    hallo:)
    ich möchte einen Erstantrag stellen & jetzt sind 2 Fragen aufgetreten, zu denen ich keine Antworten finde..
    Zum einen wird bei den Formularen gefragt, wie es mit meinem Wohnort aussieht. Derzeit lebe ich noch bei meinen Eltern, möchte aber sobald ich studiere in diese Stadt auch umziehen. Wie gebe ich also an nicht daheim zu wohnen während der Studienzeit, ohne das ich derzeit einen neuen Wohnstandort abgeben kann?
    Als nächstes will man von mir wissen wie hoch mein Einkommen während der Studienzeit sein wird, doch wie mit der Wohnung kann ich das noch nicht genau sagen, da ich mir erst einen job suchen kann wenn ich auch dort lebe. (dazu muss man sagen das der derzeitige Wohnort etwas weiters entfernt ist von der neuen Uni)
    Gebe ich also bei diesen Punkten meinen jetzigen Stand ein & melde Änderungen dem Amt im nachhinein oder kann man das so irgendwie angeben, denn beim Wohnort wirkt sich das ja zb auf den bafög Betrag aus den ich erhalten würde?
    Liebe Grüße

    • Mathias sagt:

      Hallo Dorotea,
      in Formblatt 1 steht bezüglich der Wohnung, dass du das angeben sollst, was du schon angeben kannst. Solange du nicht weißt, wo du wohnen wirst, kannst du nicht angeben. Dein BAföG kann auch nicht auf Vermutungen bewilligt werden, sondern nur aufgrund von Tatsachen. Also beantrage es erst einmal noch so, wie der jetzige Stand ist. Solltest du dann umgezogen sein, kannst du es dem BAföG-Amt mitteilen und sie werden dir ab dem Monat, in dem du deinen Umzug mitgeteilt hast, auch den Wohnungszuschlag überweisen.
      So ist es dann auch mit dem Job, solange du nur vor hast zu arbeiten, aber noch nirgends einen Vertrag unterschrieben hast oder ähnliches, solange wirst du auch keine Einnahmen haben. Hast du schon einen Job in Aussicht und weißt auch ungefähr das Gehalt, dann wäre es sinnvoll das anzugeben. Du kannst jederzeit Änderungen mitteilen. Und wenn du einen Vertrag unterschrieben hast, kannst du diesen einfach zum Amt senden und sie werden es sich vermerken, bzw. dein BAföG anpassen, solltest du über die 5.400€ Einkommen im Bewilligungs-Jahr kommen.
      Schöne Grüße,
      Mathias

  • Anna sagt:

    Hallo,
    mein Erstantrag wurde damals mit Hilfe des Einkommensnachweises des gesamten Jahres berechnet, den meine Mutter von ihrem Arbeitgeber bekam. Einen Steuerbescheid hatten wir nicht. Im nachhinein bekomme ich aber recht wenig BAföG. Könnte es daran liegen? Immerhin sind die ganzen Freibeträge dann nicht mitgerechnet worden.
    Folgeantrag mit Steuerbescheid ist gestellt – muss ich jetzt auch Formblatt 7 nachreichen? Ich habe ein bisschen Angst, dass ich noch weniger bekomme als ohnehin schon – obwohl das rein logisch ja nicht möglich ist oder?
    Liebe Grüße

    • Mathias sagt:

      Hallo Anna,

      es soll ja immer das Einkommen von vor 2 Jahren nachgewiesen werden. Habt ihr das nachgewiesen oder war es das aktuelle Einkommen? An sich ist es immer sinnvoller den Steuerbescheid zu nehmen, da, wie du auch sagst, auch Freibeträge und Werbungskosten abgezogen werden. Also wird es nicht weniger werden als vorher.
      Formblatt 7 reichst du nur ein, wenn das Einkommen von vor 2 Jahren höher war als das aktuelle Einkommen, um dich und deine Eltern nicht zu benachteiligen. Sie könnten ja jetzt weniger leisten, als noch vor 2 Jahren und dieses Problem kann man mit diesem Formblatt umgehen.

      Schöne Grüße,
      Mathias

  • Nana sagt:

    Hallo,
    wenn ich jetzt am Anfang des Förderungszeitraums einen Job mit 20h/Woche habe, dann wird doch alles was darüber ist monatlich von meinem Bafög abegzogen. Wenn ich jetzt kündige bzw. gekündigt werde, kriege ich doch von da an wieder mein vorherigen Bafögsatz ohne Abzüge oder?

    Und was passiert wenn man plötzlich im neuen Zeitraum weniger Bafög bekommt als vorher ohne, dass sich irgendetwas an dem Einkommen der Eltern und einem selbst geändert hat? Kann man das dann nochmal überprüfen lassen?

    • Luisa sagt:

      Hey Nana,

      beim BAföG zählen immer Jahressummen, nie das tatsächliche monatliche Einkommen. Im Antrag gibst du an, dass du in den nächsten 12 Monaten insgesamt z.B. 5.000€ verdienen wirst. Ob du die an einem Tag, einem Monat oder einem Jahr verdienst, ist dem Amt egal. Wenn sich im Laufe des Bewilligungszeitraums etwas an deiner vorherigen Schätzung ändert, weil du z.B. den Job kündigst und nun insgesamt 3000€ statt 5.000 € verdient hast, musst du das dem Amt melden und dein BAföG wird neu berechnet und du bekommst entsprechend mehr oder weniger Geld. Bis zu 5.400€ im Jahr sind anrechnungsfrei. Es wäre also egal, ob du 3.000 oder 5.000€ verdienst, nicht aber wenn es 6.000€ statt 5.000€ sind. Es wird also nicht alles über 20 Stunden, sondern alles über 5.400€ vom BAföG abgezogen. Mehr dazu und wie andere Einkommensarten wie Praktika angerechnet werden habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

      Wenn du der Meinung bist, dass dein BAföG falsch berechnet wurde, kannst du innerhalb von 6 Wochen schriftlich Widerspruch gegen deinen Bescheid einlegen. Das Amt muss ihn dann nochmal überprüfen. Wenn sich am Einkommen nichts geändert hat: Bist du vielleicht umgezogen und wohnst jetzt in einer Wohnung, die deinen Eltern gehört? Oder warst du vorher selbst krankenversichert und bist jetzt wieder in der Familienversicherung? Oder hat sich die Einkommensart geändert? Einkommen aus selbstständiger Arbeit oder Praktika werden anderes angerechnet als Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis.

      LG Luisa

  • Timo R. sagt:

    Hallo,
    Ich bin 27-jähriger Zweitstudent und wollte wissen, ob es einen Weg gibt Bafög zu beziehen.
    Mein Erststudium (Bachelorabschluss) habe ich bei der Polizei gemacht, welche den theoretischen Teil an eine Hochschule ausgelagert hat. Während des Studiums habe ich Anwärterbezüge erhalten. Ich meine gelesen zu haben, dass Zweitstudierende, wenn sie im Erststudium nicht berechtigt waren Bafög zu erhalten, den Anspruch im Zweistudium geltend machen können. Keinen Baföganspruch hat jeder, der Anwärterbezüge erhält. Kannst du mir hierzu weiterhelfen?

    • Luisa sagt:

      Hallo Timo,

      dass man ein Zweitstudium mit BAföG finanzieren kann, wenn man im Erststudium keins hatte, ist mir neu. Wo hast du das denn her?

      Grundsätzlich kann ein Master nach einem Bachelor gefördert werden. Einen zweiten Bachelor halte ich für ausgeschlossen. Es spricht aber nichts dagegen trotzdem einen Antrag zu stellen. Vielleicht irre ich mich ja (mit Anwärterbezügen hatte ich bisher nichts zu tun). Und wenn nicht, kannst du mit dem Ablehnungsbescheid einen Antrag auf Wohngeld stellen.

      LG Luisa

  • Nana sagt:

    Hallo 🙂
    Ich studiere jetzt seit einem Semester und arbeite nebenbei nicht. Da man 5400€ im BZR erarbeiten darf, müsste es jetzt doch möglich sein, dass ich die nächsten Monate bis September mehr arbeite, solange es nicht über 20h/Woche sind oder?

    • Luisa sagt:

      Korrekt. Es ist egal, ob du die 5.400€ in 12 Monaten oder an einem einzigen Tag verdienst. 🙂

      LG Luisa

  • Iven sagt:

    Hallo 🙂

    Wie gehe ich mit Geldgeschenken, wie z. B. Weihnachts- und Geburtstagsgeld von den Eltern um, wenn ich das auf dem Konto einzahle? Wird das angerechnet oder gibt es sowas wie Freibeträge dafür?

    LG
    Iven

    • Luisa sagt:

      Hey Iven,

      du darfst 7.500€ anrechnungsfrei auf der hohen Kante haben. Mehr dazu erfährst du in meinem Artikel über BAföG Freibeträge.

      LG Luisa

      • Iven sagt:

        Hey Luisa,

        vielen lieben Dank 🙂

        LG
        Iven

      • Lisa sagt:

        Hello – gelten diese finanziellen Zuwendungen von der Familie (z.B. sogar monatlich) als “Einkommen”?

        • Luisa sagt:

          Hey Lisa,

          freiwillige Zahlungen nicht unterhaltspflichtiger Personen, werden beim BAföG nicht berücksichtigt. Auch, wenn sie regelmäßig erfolgen. Wenn du also regelmäßig Zuwendungen von deiner Oma bekommst, wird es nirgendwo angerechnet. Wie viel dir deine Eltern zahlen, ist im Grunde auch egal. Es zählt nur das, was sie dir laut BAföG Amt zahlen müssen. Ob sie das tatsächlich tun oder nicht, interessiert das Amt nicht. Wenn dir also jemand zum Geburtstag einfach so Geld schenkt, brauchst du das dem Amt nicht melden. Auch nicht, wenn es von deinen Eltern kommt.

          LG Luisa

  • Lisa sagt:

    Liebe Luisa,

    du scheinst dich wirklich sehr gut auzukennen, deshalb wende ich mich bezüglich einer sehr wichtigen Frage an dich:

    Im Jahr 2017 schließe ich mein Studium mit dem Bachelor ab und nachfolgend soll es dann sofort mit einem Masterstudium weitergehen. Seit Beginn des Studiums erhalte ich glücklicherweise Bafög, was mir das Studium überhaupt erst ermöglicht. Mein Freund und ich planen ein gemeinsames Kind zu bekommen. Wir sind weder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, noch verheiratet. Ich wohne lediglich als Mitbewohnerin mit/bei ihm. Nun stellt sich mir jedoch die Frage, ob mein Freund mit der Geburt eines gemeinsamen Kindes mit Einbußen zu rechnen hätte, da er bereits seit einigen Jahren arbeitstätig ist. Ich habe große Bedenken, dass das Bafögamt verlangen könnte, dass er finanziell für mich und das Kind aufkommt und ich dann kein Bafög mehr erhalte. Aber diese Finanzen könnte er trotz eines guten Gehaltes nicht allein tragen. Das möchte ich ihm auch gar nicht zumuten.

    Kannst du mir weiterhelfen? Müssen wir unseren Kinderwunsch vertagen? Liebe Grüße, Lisa

    • Luisa sagt:

      Hey Lisa,

      sein Einkommen ist für dein BAföG nicht relevant solange ihr nicht verheiratet seid. Daran kann auch ein gemeinsames Kind nichts ändern. Das Kind hätte wenn überhaupt auch nur positive Auswirkungen für ihn, da er dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig ist und sein anrechenbares Einkommen damit gesenkt wird. Nach aktuellem Stand müsste dein Ehemann mindestens 1665€ (sein Freibetrag mit einem Kind) netto monatlich zur Verfügung haben, ehe auch nur ein Cent von seinem Gehalt von deinem BAföG abgezogen wird. Jedes weitere Kind erhöht seinen Freibetrag um 520€.

      Wenn du in Elternzeit gehst, bleiben 300€ Elterngeld monatlich anrechnungsfrei und dein BAföG erhöht sich um 130€ Kinderbetreuungszuschlag. Hinzu kommt das normale Kindergeld von 192€ monatlich. Und als Mutter bekommst du BAföG über die Regelstudienzeit hinaus.

      Um das Finanzielle musst du dich also wahrscheinlich eher weniger sorgen 😉

      LG Luisa

      • Lisa sagt:

        Liebe Luisa,

        ich danke dir herzlichst für deine schnelle und ausführliche Antwort. Bin happy. Liebe Grüße!

  • Frank sagt:

    Hey,

    ich find eure Seite einfach super! Mein ersten Antrag konnte ich mit eurer Hilfe schon ganz gut meistern, aber eure Seite hat mich dieses Jahr ein weiteres mal gepackt. Mein Dad hat sich tierisch aufgeregt dass das Prozedere ein weiteres Jahr nochmal von vorne losgeht und sich geweigert mir zu Helfen. Dann hab ich erst einmal gegoogelt was ich machen kann und auf eurer Seite bin ich schließlich fündig geworden. Ihr habt mir gezeigt das ich vermutlich Anspruch auf Eltern-Unabhängiges-Bafög habe. Die wogen haben sich natürlich nach dem Streit schnell geglättet und in ich habe mich mit meinen Eltern Abgesprochen,… .

    Wie ich eben erwähn habe, habe ich nun Eltern-Unabhängiges-Bafög beantragt. Dazu habt ihr ja auch den Artikel geschrieben. Ich habe nun wie im Text geschrieben wurde (eurer Vorschlag), ein Antrag gestellt, der die Prüfung der Unterhaltspflicht meine Eltern für mich prüfen soll.

    Ich wurde bereits vor knapp 1ner Woche angerufen und dadrum gebeten das sich meine Eltern noch einmal schriftlich dazu äußern sollen. (Das haben sie bereits gemacht).

    Nach knapp 2 Tagen später haben meine Eltern nun Post erhalten:

    – Ihnen wurde mitgeteilt das Sie aufgrund meines Antrags (auf Vorauszahlung), evtl. die Kosten nachzahlen müssen. (Wie im Artikel erwähnt). Soweit erst einmal alles in Ordnung, wie man nach dem Text vermuten kann.

    – Des Weiteren sollen Sie das Formblatt 3 (bis zu 15.11.2016) ausfüllen und es wird hingewiesen das Sie dazu verpflichtet sind wenn sie Unterhauspflichtig sind.
    Vermerkt wurde auch, dass ich angegeben hab das Sie das nicht zu verfügung stellen wollen.

    Nun Stellt sich erst einmal für mich und meine Eltern generell die Frage:
    – Sollte der Antrag (Eltern-Unabhängiges Bafög) durchgehen und stellt sich heraus das meine Eltern nicht unterhaltspflichtig waren, kann sich das auf dass vorherige Jahr ausüben ? Sie mit ja bereits mit der Unterstützung des Bafögs ein Jahr Vorher schon Finanziert.

    Wenn ja, wie läuft das das Prozedere ab, müssen meine Eltern ein Antrag auf Nachzahlung zahlen?

    Und außerdem stellt sich die Frage, wie meine Eltern nun vorgehen:
    – können Sie warten bis die Unterhausfrage erst geklärt ist? Schließlich möchten Sie sich ungern umsonst “nackig” machen, wenn sie das evtl. garnicht müssen?

    Mit freundlichen Gruß Frank

    • Luisa sagt:

      Hey Frank,

      ich bin keine Juristin, sicherheitshalber solltest du deine Fragen also nochmal einem Anwalt und oder dem BAföG Amt stellen. Meine Vermutung ist: BAföG kann grundsätzlich nicht rückwirkend beantragt werden. Also angenommen, du hättest letztes Jahr kein BAföG bekommen, weil du keinen Antrag gestellt hattest. Du stellst jetzt fest, dass du aber entgegen deiner Annahme Anspruch gehabt hättest, dann ist das einfach Pech. BAföG kann frühestens ab dem Zeitpunkt der Antragsstellung gewährt werden. Ich nehme jetzt an, dass dasselbe beim Antrag auf elternunabhängiges BAföG gilt. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

      Was die Unterlagen angeht: Wahrscheinlich will das Amt die Unterlagen jetzt, damit sie im Falle einer Unterhaltspflicht direkt feststellen können, wie viel deine Eltern zurückzahlen müssen. Eine Nachreichung der Unterlagen könnte den ganzen Prozess in die Länge ziehen. Wenn es nicht zu viel Aufwand bedeutet, würde ich sie also einfach einreichen. Ansonsten würde ich den bzw. die zuständige Sachbearbeiter/in kontaktieren und fragen, ob die Prüfung auch erstmal ohne die Unterlagen der Eltern möglich ist.

      LG Luisa

      • Frank sagt:

        Hey, danke für deine schnelle und ausführliche Antwort.

        Wir werden noch einmal Kontakt mit der Sachbearbeiterin aufnehmen und fragen ob sie die Frist verschieben kann, denn es ist schon ziemlich Aufwändig.

        Gruß Frank

  • Dorrie Krämer sagt:

    Hey, ihr gebt Supertipps. Ich hätte auch mal eine Frage: Meine Schwester macht jetzt einen Demipairaufenthalt. Meine Eltern zahlen die Krankenversicherung und die Sprachschule. Jetzt wird meine Schwester nicht mehr bei meinen Eltern berücksichtigt, weil sie voll versorgt ist. Aber meine Eltern müssen trotzdem die KV und die Sprachschule zahlen. Wird dies nicht berücksichtigt?
    Danke schon mal für die Antwort.
    Liebe Grüße
    Dorrie

    • Luisa sagt:

      Hey Dorrie,

      ist deine Schwester Studentin? Wo wird sie nicht mehr berücksichtigt? Geht es hier um dein BAföG? Im Zweifelsfall bringt ein Anruf beim Amt auch Klarheit.

      LG Luisa

  • Rocky sagt:

    ernsthaft? du beschwerst dich über ein 1er abi? ich hab gerade mein abi mit 2,1 auf dem 2. bildungsweg gemacht und bin ganz und gar nicht auf dem kopf gefallen und bin 29 jahre alt und fange jetzt erst an zu studieren und bin mir nicht mal sicher ob es das richtige ist. ich verstehe, dass du spät dran bist/warst… aber im gegensatz zu dir komm ich mir vor wie ein alter sack

  • Hanna sagt:

    Liebe Luisa,

    ich bin Hanna, 24, fange im kommenden Semester mit meinem Erststudium an und danke dir für dieses Video!!
    Ich stimme dir in allen Punkten zu 100% zu und bin so erleichtert, jemanden über dieses Thema sprechen zu hören, der sehr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat und dabei so motivierend und positiv ist.
    Nach dem Abi habe ich eine 3-jährige Aus- und Fortbildung gemacht und bin danach für ein Jahr als Au Pair in die USA, um meine Englischkenntnisse fürs Studium aufzufrischen. Aus dem einen Jahr sind dann zwei Jahre geworden, weil es mir so gut gefallen hat und das Studium musste somit noch ein Jahr warten.
    Natürlich habe ich jetzt super Angst, mit einem Studium zu beginnen! Ich bin schon so lange aus der Schule raus, werde nicht jünger, meine Kommilitonen sind sind deutlich jünger als ich und haben viele bessere Abi-Schnitte (meiner liegt bei 3,4).
    Du hast mir nun allerdings unglaublich viel Angst genommen und aus Nervosität ist nun Freude auf meinen neuen Lebensabschnitt geworden.
    Vielen Dank 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Hanna,

      das freut mich sehr! Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Unistart und eine wunderbare Studienzeit.

      LG Luisa

  • Belja sagt:

    Hi Luisa,
    Hab eine wichtige Frage bzgl. Hochschulwechsel während des BA mit laufendem BAföG: Unter welchen Bedingungen ist es erlaubt, die Hochschule zu wechseln – (ohne Fachrichtungswechsel !) ? Wenn es möglich ist, wann muss ein Wechsel spätestens erfolgen ohne große Einbüßungen des BAföGs zu haben, und wie würden die Einbüßungen beim BAföG-Höchstsatz-Anspruch aussehen? Und wie könnte man sie evtl. umgehen?
    Vielen Dank für deine super Hilfe!
    Viele Grüße!

    • Luisa sagt:

      Hey Belja,

      ein Hochschulwechsel (ohne Fachrichtungswechsel) hat erstmal keinen Einfluss auf Höhe und Dauer der Förderung. Du kannst jederzeit wechseln. Du musst nur darauf achten, dass bei einem Ortswechsel auch ein anderes Amt für dich zuständig ist und du einen neuen Antrag stellen musst. Außerdem verlängert dich die Förderungshöchstdauer nicht. Sollten dir nicht alle bisherigen Module an der neuen Hochschule angerechnet werden und es somit zu einer Studienzeitverlängerung kommen, könnte es sein, dass du die letzten Semester ohne BAföG auskommen musst.

      LG Luisa

  • Ulrike sagt:

    Hallo.
    Ich bin 26, habe eine 3 jährige Ausbildung gemacht und war dann 9 Monate arbeiten, dann ein Jahr in Elternzeit und jetzt noch ein halbes Jahr arbeiten. Insgesamt fehlt mir also ein jahr zum elternunabhängigen Bafög.
    Ich habe eine Schwester die von meinen Eltern Unterhalt bekommt. Meine Eltern leben getrennt. Ich bin nicht verheiratet und habe im Studium keinerlei Einkommen, bis auf das Kindergeld für meine Tochter.
    Habe ich durch Formblatt 8 und entsprechende Schreiben meiner Eltern, weshalb sie es nicht einsehen mir Unterhalt zu zahlen, eine Chance auf Bafög?
    Die Ausbildung steht in keinerlei Zusammenhang zu meinem Studium. Vielen dank im voraus 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Ulrike,

      versuch es einfach. Eine Chance ist ja keine Garantie, aber du erfüllst zumindest schonmal die Grundvoraussetzungen.

      LG Luisa

  • Anna sagt:

    Halli Hallo!
    Ich stehe nun Kurz vor meinem Studium an der Hochschule und beantrage auch Bafög. In dem Antrag selbst, muss man auch Angaben zu seinen eigenen Finanzen machen. In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob ich, wenn ich mein Sparbuch auf dem nicht wenig ist, sowie andere Rücklagen angebe, weniger Bafög erhalte, eben weil ich schon etwas Geld zurückgelegt habe.

    LG Anna 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Anna,

      Glückwunsch zum Studienplatz 🙂 Und ja dein Vermögen wird angerechnet. Ab kommenden Semester sind 7.200 Euro Ersparnisse jeglicher Form für dich frei. Hinzu kämen weitere Freibeträge, wenn du Kinder hast oder verheiratet bist. Alles, was darüber hinaus geht, wird dir vom BAföG abgezogen. Je nachdem, wie viel es ist, kannst du auch gar kein BAföG bekommen. Kann also sein, dass du erstmal einen Teil deiner Ersparnisse aufbrauchen musst, bevor dir BAföG gewährt wird.

      LG Luisa

  • Elja Cashew sagt:

    Hallo,
    Der Artikel oben hat schon einige meiner Fragen über BAföG geklärt, die sonst keiner beantworten konnte – Dankeschön.
    ich habe allerdings noch die folgende Frage: Ich bin BAföG-Höchstbetrag berechtigt und bekomme evtl ein Stipendium. Wenn ich deshalb weniger BAföG brauche als der Höchstbetrag, kann ich dann auch nur einen kleineren Betrag BAföG beantragen, als mir zusteht? Dann müsste ich auch weniger zurückbezahlen nach dem Studium, oder?
    Vielen Dank für die Antwort!

    • Luisa sagt:

      Hey Elija,

      wie viel BAföG du bekommst, bestimmst nicht du, sondern das Amt. Wenn sie zu dem Schluss kommen, dass du weniger benötigst, bekommst du automatisch weniger. Beim BAföG sind 300€ Stipendium anrechnungsfrei. Jeder Cent mehr wird vom BAföG abgezogen. Vollstipendien von den großen Förderungswerken und BAföG schließen sich aus.

      Statt von dir aus auf einen Teil des BAföGs zu verzichten, ist es ökonomisch gesehen sinnvoller, den Überschuss zu sparen und zu verzinsen. Damit machst du rein rechnerisch insgesamt weniger Schulden als mit deiner Strategie. Am besten ist aber sowieso ein Stipendium. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, solltest du das also auf jeden Fall weiter verfolgen.

      LG Luisa

  • Sanny sagt:

    Hi Luisa,
    Ich hab in meinem ersten Studium Bafög bekommen, den Höchstsatz, und es im 4.semester abgebrochen.
    Nun habe ich wieder begonnen zu studieren und hab gehört dass ich keinen Anspruch mehr habe, ich aber denn je darauf angewiesen bin. Gibt es da Wege und Möglichkeiten dochnoch zu Anspruch auf Bafög zu gelangen? Würde ungern wegen mangelnden Geld das Studium abbrechen müssen (ich lebe alleine in einer Wohnung für 400€ warm, günstiger geht nicht, habe auch sonst meine Ausgaben auf Minimum reduziert).

    • Luisa sagt:

      Hey Sanny,

      ich denke, der BAföG Zug ist abgefahren. Da sind die recht streng. Ein Studiengangswechsel ist nur bis spätestens Anfang 4. Semester möglich. Ich vermute, du hast das 4. Semester zumindest auf dem Papier gemacht und damit bist du raus. Du kannst aber Wohngeld beantragen.. Das ist zwar nicht ganz so hoch, aber besser als nichts und muss auch nicht zurückgezahlt werden. Außerdem kannst du es noch mit Stipendien versuchen. Vielleicht gibt es an deiner Hochschule das Deutschlandstipendium. Das beträgt 300€ pro Monat und wird direkt von der Hochschule vergeben. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit einen Studienkredit aufzunehmen. Hier findest du einen Erfahrungsbericht.

      Liebe Grüße,
      Luisa

  • Thomas sagt:

    Weiß jem., wie es ist, wenn ich in einem Förderungszeitraum bsw. 3000 EUR zuviel verdient habe und dann keinen weiteren Antrag stelle, weil ich kein Bafög mehr erhalten möchte, werden die überschüssigen Bezüge dann sofort zurückgefordert oder mit dem Endbetrag verrechnet und demnach erst nach 5 Jahren zurückgefordert?

    • Luisa sagt:

      Hey Thomas,

      zu viel gezahltes BAföG wird in der Regel sofort zurückgefordert. Auf weiteres BAföG deswegen zu verzichten macht damit keinen Sinn.

      LG Luisa

  • Katha sagt:

    Hallo zusammen,

    das BaföG-Amt will mir meine Vergütung als Masterandin (bekomme über 5 Monate jeweils 400 Euro im Monat) auf mein BaföG anrechnen. Als angehende Juristin sehe ich aber keine gesetzliche Verankerung, dass Mastervergütung der Ausbildungsvergütung entspricht. Deswegen habe ich vor, Widerspruch einzulegen. Was meint ihr? Habt ihr Erfahrung damit? Würde mich über Antworten sehr freuen!

    LG 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Katha,

      hier greift wohl §23 Abs. 3: “Die Vergütung aus einem Ausbildungsverhältnis wird abweichend von den Absätzen 1 und 2 voll angerechnet.”

      Das gilt z.B. für Pflichtpraktika und vermutlich auch, wenn du für die Anfertigung deiner Abschlussarbeit Geld bekommen hast, da die Vergütung in engem Zusammenhang mit dem Studium steht.

      LG Luisa

  • Tabea sagt:

    Hallo, ich habe eine Frage zur GEZ Befreiung. Theoretisch habe ich BAföG Anspruch (der Bescheid sollte auch demnächst bei mir ankommen – weiß nur noch nicht was drin steht). Ich vermute, dass ich zwar BAföG Anspruch habe, aber meine Eltern dieses Betrag übernehmen müssten. Kann ich dann trotzdem diese GEZ-Gebühren umgehen? (Ja ich weiß, es heißt jetzt anders)… Also bin ich BAfög-Empfänger auch wenn meine Eltern das theoretisch leisten müssten?! Vielleicht wisst ihr da ja was 🙂

  • Stefan sagt:

    Hallo Luisa – ähnlich wie stephanlindauer – frage ich mich auch, wie lange die Pause zwischen Bachelor und Master sein darf, damit beide Studienabschnitte rechnerisch noch zusammengezogen werden. Hattest du beim Schreiben des Artikels hierfür eine Quelle gefunden oder weißt du vielleicht, wo man das nachschlagen kann? Ich habe auf die Schnelle im Bundesausbildungsförderungsgesetz nichts genaues gefunden. Danke.

    • Luisa sagt:

      Hey Stefan,

      hab dazu aktuell auch nichts mehr konkretes gefunden, weshalb ich vermute, dass der zeitliche Abstand keine Rolle (mehr) spielt. Am besten direkt nochmal beim Amt nachfragen.

      LG Luisa

    • Jonas sagt:

      Hallo Lousia,
      eine Frage bleibt mir offen.
      Ich möchte mich nach meinem Bachelor (Kunsttherapie) in meinem Fach in einem Schwerpunkt (Bildende Kunst) vertiefen. Da dieses Studium ein grundständiges ist wird es also nicht so einfach mit der Förderung. Laut § 7 Abs. 2 BAföG kann eine “zweite Ausbildung” gefördert werden.
      Hast du einen Tipp wie ich vielleicht die zuständigen Sachbearbeiter überzeugen kann, dass es sinnvoll ist, dass ich dieses Studium gefördert bekomme?

      liebe Grüße und Danke

      Jonas

      • Luisa sagt:

        Hey Jonas,

        ein zweiter Bachelor wird definitiv nicht gefördert. Mit zweiter Ausbildung ist ein Bachelorstudium nach einer Berufsausbildung gemeint, welche auch schulisch und unter Leistung von Schüler-BAföG erfolgen kann. Das einzige, was du jetzt tun kannst ist, dir einen ensprechenden Master statt einen zweiten Bachelor zu suchen. Der sollte problemlos gefördert werden.

        Ansonsten kann dich auch niemand daran hindern, in zwei verschiedenen Studiengängen an zwei Hochschulen zu studieren. Das ist nicht illegal. Ich kenne mehrere Masterstudenten, die nebenbei noch einen zweiten Bachelor woanders machen. Auf den Webseiten der Hochschulen findest du auch Infos dazu.

        LG Luisa

  • Kat sagt:

    Hey Luisa,
    Danke für deinen Beitrag.
    Wie sieht das “elternunabhängige Bafög” aus, wenn man selbst Vermögen hat (also zB. durch Bausparverträge, Erbe,.._? Kann ich in diesem Fall auch Bafög beantragen? Gibt es hier ggf. auch “Hintertüren”?
    Danke für deine/ eure Hilfe!
    Kat

    • Luisa sagt:

      Hey Kat,

      dein eigenes Vermögen wird immer angerechnet. Unabhängig von deinen Eltern. Du darfst 5000 € besitzen, alles darüber wird an dein BAföG angerechnet. Die einzige “Hintertür”, die ich kenne, ist weniger als 5000 € Vermögen zu besitzen. Wie du das machst, ist deiner Fantasie überlassen.

      LG Luisa

  • JohFö sagt:

    Weiß jemand sicher, bzw. mit Quelle wieviel Geld zurückgezahlt werden müsste, wenn man das Geld auf einen Schlag zurückzahlen kann? Es war vor einigen Jahren mal die Rede davon, dass man so 25 % sparen könnte. Also so höchstens 7.500 Euro zurückzahlen müsse.
    Stimmt das?

    • Luisa sagt:

      Das kommt auf die Höhe der tatsächlichen Gesamtschuld an. Der Rabatt wird nicht auf den Schuldenschnitt von 10.000€ angerechnet, sondern auf die tatsächliche Höhe. Du kannst dir das hier ausrechnen https://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/rueckzahlung.php

      Ich habe meinen Rückzahlungsbescheid schon bekommen. Da wird dir auch nochmal alles vorgerechnet. Eine vorzeitige Rückzahlung würde in meinem Fall immernoch die 10.000€ überschreiten und macht in meinem Fall z. B. keinen Sinn.

      LG Luisa

  • Luisa sagt:

    Hallo Luisa 🙂

    Was ist denn eine längere Pause zwischen Bachelor und Master? Währe 1 Jahr zB schon zu lange, damit für beides zusammen nur 10.000€ zurück gezahlt werden müssen?

    Vielen Dank

    Liebe Grüße
    Luisa

    • Luisa sagt:

      Hey,

      das kann ich dir so genau und vor allem nicht verbindlich beantworten. Habe dazu nichts konkretes gefunden. Kann auch sein, dass der zeitliche Abstand zwischen den beiden Studienabschnitten keine Rolle (mehr) spielt. Dieses Jahr treten ja wieder einige Aktualisierungen in Kraft. Am besten, du fragst mal direkt beim Amt. Ansonsten halte ich http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/master.php für eine zuverlässige Quelle.

      LG Luisa

  • Paco sagt:

    Hallo, ich wollte nochmal zum Bafög für einen 2. Bachelor nachhaken.
    Mal naiv gefragt, weiß denn das Bafög-Amt vom 1. Uni Abschluss, wenn man für diesen kein Bafög beantragt und erhalten hat? Muss ich den bereits erworbenen Bachelor melden?

    • Luisa sagt:

      Hey Paco,

      es zu verschweigen ist rechtlich gesehen arglistige Täuschung und wird sicher geahndet, wenn es rauskommt. Was das Amt weiß und was nicht, musst du das Amt fragen. Ich bin nur eine Studentin, die Gesetzestexte liest und über ihre Erfahrungen damit schreibt.

      LG Luisa

  • Gabriel sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade im 2. Semester (habe vor 1 Jahr mein Fachabitur erlangt), habe eine Freundin und einen Sohn, und bin leider nicht BAföG berechtigt, da mein Vater ein zu hohes Einkommen hat.

    Da ich allerdings noch 2 studierende Brüder habe, ist das, was mein Vater monatlich zahlen muss, schon ein ziemlich hoher Betrag… (So knapp 2000,- im Monat, also knapp 24.000,- im Jahr)

    Meine Frage daher (genauer gesagt die Frage meines Vaters):

    Kann er bei seiner Einkommenssteuererklärung irgendwo angeben, dass er mehr oder weniger das “BAföG für uns zahlt”, sodass er diesen Betrag nicht versteuern muss/Steuern zurück bekommt?

    Vielen Dank schon mal!

  • Sarah sagt:

    Ich habe folgende Frage. Meine Tochter macht im Sommer ihren bachelor finance and banking. Sie möchte nun auf Lehramt umschwenken und müsste nunmehr einen zweiten Bachelor machen. Wir wissen, dass nur ein Bachelor förderfähig ist. Es gibt aber in unserem Fall die Besonderheit, dass sie für den ersten Bachelor kein Bafög erhalten hat, da es ein duales Studium an einer Berufsakademie war und im Bundesland Niedersachsen dafür gesetzlich ausgeschlossen ist. Gibt es eine Möglichkeit, dass sie für den zweiten Bachelor doch Bafög erhalten kann?

  • Kay sagt:

    Danke für diesen informativen Artikel!
    Eine Frage habe ich aber noch:
    Wenn ich aus dem Ausland zurück bin, werde ich meinen BA in Journalismus machen und würde gerne einen BA in Politikwissenschaft dranhängen. Dann kann ich Bafög aber komplett vergessen, oder? Für einen MA in Politik bin ich mit BA Journalismus leider nicht qualifiziert. Die Kombination wäre als Berufsausbildung sinnvoll, doch ich nehme mal stark an, dass das im Bafög-Amt keinen interessiert. Oder gibt es da einen Trick?

    • Luisa sagt:

      Hey Kay,
      das Amt fördert nur einen Bachelor und einen Master. DU hast also recht, einen zweiten Bachelor kannst du im Normalfall vergessen. Aber wie wäre es mit einem Master in Politikjournalismus? Die Freie Universität Berlin bietet sowas zum Beispiel an. Schau mal hier: MA Medien und politische Kommunikation

      Was auch durchaus möglich und legitim ist, ist zwei verschiedene Studiengänge an zwei verschiedenen Hochschulen parallel zu studieren. Du könntest also einen Master in Politikwissenschaften an deiner Uni machen und gleichzeitig einen Bachelor in Journalismus an einer anderen Uni. Natürlich kannst du den Abschluss in Regelstudienzeit vergessen und bei der Förderungshöchstdauer wird auch nur der Master berücksichtigt, aber vielleicht bringt dich das inhaltlich sogar noch näher an dein Ziel als nur zwei Bachelorabschlüsse. Ein Kommilitone von mir hat neben seinem Master in Wirtschaftskommunikation den Bachelor in Kunstgeschichte gemacht und seine Masterarbeit über Markenbildung in der Kunst geschrieben. Eine andere Kommilitonin von mir studiert neben ihrem Vollzeit-Master im Bachleor Portugiesisch um die Sprache zu erlernen. Beide machen den zweiten Bachelor einzig und allein aus Interesse am Fach und natürlich nicht in Vollzeit.

      Für Azubis gibt es BAB (Ausbildungsbeihilfe). Das ist sowas wie BAföG. Ich hab das während meiner Berufsausbildung vor dem Studium auch bekommen. Ich weiß allerdings nicht, ob man nach einem Studium noch Anspruch darauf hat. Für BAB ist das Jobcenter zuständig.

      Du siehst, es gibt Mittel und Wege. Du musst nur noch rausfinden, welcher der beste für dich ist.

      Liebe Grüße und viel Erfolg,
      Luisa

  • Nazli sagt:

    Hallo,

    ich mache gerade meinen Master, bin mit allen Prüfungen durch und schreibe gerade an meiner Masterarbeit. Um ein wenig Geld sparen zu können (keine Miete zahlen 345 Euro/Monat), möchte ich wieder zu meinen Eltern ziehen und meine Masterarbeit dort zu Ende schreiben. Momentan bekomme ich 623 Euro Bafög. Wie viel würde ich dann bekommen, wenn ich bei meinen Eltern wohne? Muss ich dann einen neuen Antrag stellen und beim Bafög Amt angeben, dass ich zu meinen Eltern ziehe? Würde sich das vom Geld her lohnen zu meinen Eltern zu ziehen?

    Lg

    • Luisa sagt:

      Hey Nazli,

      wenn du zu deinen Eltern ziehst, bekommst du 175€ weniger BAföG. Du hättest also 170€ mehr im Monat zur Verfügung. Ob sich das für dich rechnet, musst du selbst entscheiden. Wenn du offiziell umziehst, musst du das Amt darüber informieren.

      LG Luisa

  • Vivi sagt:

    Hallo. Wie sieht es denn aus mit BAföG, wenn ich bereits 3 Semester an einer anderen Universität studiert und im 3. Semester aufgrund eines Neigungswechsels das vorhergehende Studium abgebrochen habe?
    Lg

    • Luisa sagt:

      Hey Vivi,

      dann bekommst du dein neues Studium bis zum Ende neuen Regelstudienzeit gefördert, sofern du alle normalen Voraussetzungen erfüllst. Dies gilt jedoch nur bei einem einmaligen Wechsel und nur, wenn dieser bis einschließlich dem 3. Semester erfolgte. Dürfte in deinem Fall also kein Problem sein.

      LG Luisa

  • Dante sagt:

    Hallöchen!

    Ich habe eine Frage! Seit 2 Jahre wohne ich in Deutschland, komme aus Peru und habe schon seit ein paar Monate mein Studium angefangen. Wäre es möglich dass ich auch eine BAföG kriege, wenn ich nicht ein Deutsche oder EU-Bürger bin? Mein Visum steht als Studentvisum.

    Vielen Dank im Voraus!! 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Dante,

      die beste Quelle, die ich zu deiner Frage finden konnte ist diese: http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-fuer-auslaenderinnen.php

      Dazu wird empfohlen §8 BAföG zu lesen. Dort sind nämlich die genauen Aufenthaltstitel mit Paragrafen genannt, die BAföG-berechtigt sind. Welchem Aufenthaltstitel ein Studentenvisum entspricht, weißt du vermutlich besser als ich. Es scheint aber so zu sein, dass man ab August 2016 schon ab 15 Monaten Daueraufenthalt in Deutschland BAföG beziehen kann, auch wenn man keinen passenden Aufenthaltstitel nachweisen kann. Sollte das mit dem BAföG also nicht sofort bei dir klappen, stehen die Chancen nächstes Jahr ziemlich gut 🙂

      LG Luisa

  • Emely sagt:

    Leider trifft nichts davon zu.
    Anscheinend ist es wirklich ein reines Privatvergnügen.

  • Emely sagt:

    Habt ihr auch einen Tipp für Alleinerziehende mit ü3 Kind (7-12 Uhr im KiGa) die das Abensgymnasium am Vormittag besuchen, schon eine Ausbildung absolviert haben und somit vom JobCenter nicht unterstütz werden?

  • Sarah sagt:

    Hallo Luisa,
    ich habe noch eine Frage zu dem Artikel. Ist es tatsächlich so, dass sich die Rückzahlungsschulden nur auf 10000 Euro belaufen, wenn Bachelor und Master hintereinander absolviert werden. Meine Bearbeiterin auf dem Bafögamt meinte zu mir, dass das auf jeden Fall getrennt gerechnet wird (2 mal 10000 Euro). Ich habe 11 Semester im Bachelor studiert und werd jetzt im Anschluss die ersten 3 Mastersemester. Lg Sarah

    • Mathias sagt:

      Hallo Sarah,

      also es ist so, dass die Förderungssumme vom Bachelor früher fällig wird als die vom Master, aber es trotzdem eine Deckelung von insgesamt 10.000€ gibt (nicht einzeln). Zum Nachlesen kannst du hier http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/master.php schauen und hier http://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/bachelor-und-master.html unter “Besonderheiten bei der Darlehensrückzahlung” wird es noch mal genauer erklärt und auch wurde dein Problem hier auch http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?1,916955 noch mal diskutiert.

      Da würde ich an deiner Stelle noch mal nachfragen in Bezug auf diese Artikel im Internet und dir den Paragraphen geben lassen nachdem es 2x 10.000 € sein sollen. Und ansonsten bieten viele Hochschulen Bafög-Beratungen an oder direkt zum Bafög-Amt zur generellen Beratung und nicht zu deinem Berater gehen und dort nachfragen.

      Gruß, Mathias

    • Luisa sagt:

      Besser als Mathias hätte ich es auch nicht sagen können 🙂

      LG aus Bali

      • Markus sagt:

        Hallo Luisa

        ich bin bei diesem Punkt auch noch etwas verunsichert.
        Wenn man maximal 10.000 Euro zurückzahlen muss, auch wenn man später noch einen Master macht, dann müsste doch der Satz

        “Machst du zwischen beiden Abschnitten eine längere Pause, zählen sie rechnerisch als eigenständige Studienabschnitte und die Gesamtschuld auf maximal 20.000€.”

        oben im Text falsch sein, oder?

        Ich habe ungern 20.000 Euro Schulden statt 10.000 Euro.
        Bei mir liegen drei Jahre zwischen Bachelor- und Masterstudium.
        Ist das jetzt korrekt, mit den MAXIMAL 10.000 Euro?

        Viele Grüße
        Markus

        • Luisa sagt:

          Hey Markus,

          du hast recht. 10.000 Euro sind absolute Obergrenze, daran ändert auch ein späterer Master nichts. Ich werde das sofort ändern.

          LG Luisa

          • Markus sagt:

            Hallo Luisa,

            hab vielen Dank!
            Da bin ich ja beruhigt.

            Viele Grüße
            Markus

  • iGracias! sagt:

    Hey, habe auch mal eine Frage:) Gilt das elternunabhängige Bafög jetzt ab 25 & älter oder erst ab 30? Im Text steht 30 aber viele sagen auch, dass man ab 25 wenn man zB. den Wiederholungsantrag stellt, keine Einkommensnachweise mehr von den Eltern bräuchte..

    Ich bin gerade bei meinem Wiederholungsantrag und unter der Checkliste steht, falls Geschwister vorhanden und diese Einkommen beziehen, solle man es auch beim Antrag dazu legen. Aber wozu das Einkommen der Geschwister? Eltern ja verständlich..aber Geschwister ist mir neu. Erinnere mich auch nicht es bei meinem ersten Antrag zum Studiumanfang gebraucht zu haben. Wird das Einkommen der Geschwister mit dem Bafög verrechnet?? Meine Schwester, die jetzt nach ihrer Banklehre eine Vollzeitstelle hat, hat doch nichts mit meinem Bafög zu tun! Sie finanziert mich ja doch nicht

    • Luisa sagt:

      Hey,

      es gibt zwei Möglichkeiten elternunabhängig gefördert zu werden. 1. du bist bei Beginn des Studiums schon Ü30, was nur aber nur Förderungsfähig ist, wenn du den Master anfängst und noch nicht 35 bist oder die Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg erlangt hast. 2. du hast vor deinem Studium eine Ausbildung gemacht und DANACH mindestens drei Jahre mindestens 800€ im Monat verdient. In diesem Fall kannst du auch jünger als 30 sein.

      In allen anderen Fällen ist die Förderung abhängig vom Einkommen deiner Eltern und das ist wiederum abhängig davon wie viele Kinder sie unterhalten müssen. Das Einkommen deiner Schwester ist also nicht für dich, sondern für den Freibetrag deiner Eltern relevant. Wenn deine Schwester zum Beispiel selbst noch in einer Ausbildung/Studium/Schule stecken würden, müsste das Amt berücksichtigen, dass deine Eltern auch ihr gegenüber unterhaltspflichtig sind und das würde ihr Einkommen, das bei deiner Berechnung berücksichtigt wird, senken. Deine Schwester finanziert zwar nicht dich, aber deine Eltern finanzieren ggf. sie und darauf nimmt das Amt Rücksicht.

      Diesen Nachweis müsstest du auch beim Erstantrag erbracht haben. Das Feld dafür ist im Formblatt, das deine Eltern ausfüllen müssen.

      LG aus Bali,
      Luisa

  • Mathias sagt:

    Hallo Amanda,
    leider ist es fürs Bafög nicht wichtig, ob man verheiratet ist oder nicht. Sie wollen dann eher noch eine Auskunft über die Einkünfte des Ehepartner haben, als dass man daraus Vorteile ziehen könnte. Es gibt aber die Regelung, dass wenn die Eltern die erste berufsbefähigende Ausbildung bezahlt haben, dass dann die nächste Elternunabhängig gefördert wird. Leider muss man das noch gesondert mitteilen, bzw. mit dem Sachbearbeiter besprechen, damit sie es auch anerkennen (sein Recht durchsetzen). Die Zusammenfassung findest du hier http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/elternunabhaengig.php?seite=2 unter Punkt 7 und bzgl. der zweiten Ausbildung, das steht ganz unten. Viel Erfolg!

  • Amanda sagt:

    Hallo liebe Autoren!
    Super Artikel! Klärt mich sehr gut auf!
    Eine Frage habe ich aber noch:
    zählt es für das Bafög Amt nicht dass man verheiratet ist?
    (Wegen Elternunabhängigem Bafög)
    Meine Situation: bin 27, verheiratet und Erstausbildung haben meine Eltern finanziert, Ausbildung habe ich 2013 im Sommer beendet.
    Danke für eure Tipps! 🙂

  • Luisa sagt:

    Hey Elif,

    vielleicht hilft dir dieser Artikel weiter? https://www.studierenplus.de/freibetrag-bafoeg/

    LG Luisa

  • Elif Konya sagt:

    Hallo
    Voll cool dass ihr so viel geld bekommt 🙂
    İch habe letztes jahr angefangen zu studieren und habe damit gerechnet dasa ich um die 500 € bafög da ja meine eltern finanziell nicht so gut sind aber leider nur weil meine zwei brüder Ausbildung machen kried ich daher nur 108 € und das natürlich nicht mal für die miete
    Und wohngeld hatte ich auch beantragt hat auch nicht funktioniert
    Wissen sie vielleicht wie bisschen mehr bafög kriegen könnte?
    Wenn sie mir da helfen könnten wäre es echt sehr lieb von ihnen
    Danke schon i n voraus 🙂

    • Phinphin sagt:

      Das wird dir dir wohl keiner sagen können, ohne dass du den Bescheid vorzeigst ^^

  • Thomas sagt:

    Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Tipps. Über die Finanzierung sollte man sich frühzeitig Gedanken machen, damit es hinterher nicht zu Problemen beim Studium kommt und die Beantragung von Bafög ist und bleibt eine gute Möglichkeit.

  • Myriam sagt:

    Super Beitrag! Ich sollte mal für eine Studentenzeitschrift einen Artikel schreiben, warum so viele Studenten kein Geld haben und pleite sind. Ich war bei einem Schuldnerberater und hatte ein sehr interessantes Interview mit ihm. Fazit: Die Studenten können nicht mit Geld umgehen und leben über ihre Verhältnisse. Die Redakteurin hat es nicht drucken lassen, sie wollte gern lesen, dass das Bachelor/Master System daran Schuld sei. Ist es aber nicht. Ich wollte nach meiner Ausbildung (davor abgebrochenes BWL Studium) nicht schon wieder Vollzeit studieren und bin an eine Privat Uni gegangen (FOM). Hier studiere ich freitags und samstags, mache einen ganz normalen Bachelor und gehe fast Vollzeit arbeiten. Am Ende bleibt mehr übrig, als wenn ich “nur” studieren würde. Auch Teilzeitstudenten können Förderung bekommen. In Sachsen gibt es die SAB, die Menschen fördert, die sich neben dem Beruf mit einem Studium fortbilden wollen. Gibt es bestimmt auch noch in anderen “Ost-Bundesländern”. Es muss nicht zurückgezahlt werden.
    Achso noch einen Tipp für Bafög- Beantrager: Es ist ja ganz schön viel Papierkram, den man da anschleppen muss, um aber ab 1. Unitag Förderung zu bekommen, solltet ihr einfach ein formloses Schreiben aufsetzen: “Ich beantrage Bafög ab 1.10.2014” bspw. Die Unterlagen könnt ihr dann auch erst im November vollständig einreichen, Geld wird rückwirkend gezahlt.

    LG Myri

  • stephanlindauer sagt:

    habe zwischen bachelor und master ein semester pause gemacht und vollzeit gearbeitet. ist das dann immer noch ein “gesamtkunstwerk”?

    • Mathias sagt:

      Das ist leider nicht so leicht zu sagen. Ein Semester würde ich noch als “Gesamtkunstwerk” sehen, da ja nicht immer ein Master im Sommer und Winter angeboten wird. Frage doch dazu einfach mal ein Bafög-Amt. Sie können es dir bestimmt in deinem speziellen Fall genau erklären.

  • Verena sagt:

    Ich hole mein Abitur nach und bekomme elternunabhängiges Bafög, was ich nicht zurück zahlen muss. “Elternunabhängig” stimmt eigentlich nicht ganz, denn wenn man bei den Eltern wohnt (oder in einer Wohnung, die denen gehört), bekommt man weniger.

    Ich komme mit dem Geld gut hin, da ich kein Auto habe, nicht in Urlaub fahre und nur ab und zu mal abends weggehe. Nebenbei arbeiten ist zeitlich eh nicht drin, da das Abitur für mich höhere Priorität hat.

    Nach dem Abi (2016) möchte ich studieren. Allerdings muss ich mich mal schlau machen, wie das dann mit dem Bafög aussieht, weil ich nächstes Jahr 30 werde.

    Ich bin froh, dass es das Bafög gibt, denn ohne könnte ich mir den Träum vom Abi sicher nicht verwirklichen oder müsste nebenbei arbeiten (soll nicht heißen, dass ich nicht arbeiten will!). So kann ich mich aber auf die Schule konzentrieren.

    • Luisa sagt:

      Wie man mir beim Amt sagte, müsste die Altersgrenze in so einem Fall wie deinem nicht gelten, da du deine Hochschuzugangsberechtigung erst viel später als üblich erworben hast. Ansonsten könnte auch noch ein Stipendium interessant für dich sein, aber dazu schreibe ich ein andermal mehr.
      Ich wünsche dir viel Erfolg und drück die Daumen fürs Abi.

      • Verena sagt:

        Danke! 🙂
        An ein Stipendium ranzukommen, wird bestimmt schwierig werden. Aber ich kenne mich damit auch nicht aus

  • Phinphin sagt:

    Es ist ein Irrglaube, dass man elternunabhängig gefördert wird, nur weil man keinen Kontakt zu den Eltern hat. Das BAföG-Amt macht binnen Wochen die Eltern ausfindig und zwingt sie Einkommensangaben zu machen. Da muss man dann schon das “Glück” haben, dass die Eltern im Ausland leben.

    • Luisa sagt:

      Da hab ich mich wahrscheinlich wirklich blöd ausgedrückt. Natürlich kann man nicht eben mal so behaupten, keinen Kontakt zu den Eltern zu haben und das war’s dann. Das Geld holt sich das Amt natürlich bei den Eltern zurück. Ist wahrscheinlich ähnlich wie mit Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt. Viel Stress, aber ich kenne Fälle, bei denen es geklappt hat.

  • Marina sagt:

    Ich finde es immer total schwer von sich selber auf andere zu schließen. Ich zum Beispiel finde nicht, dass es sich auf jeden Fall lohnt Bafög zu beantragen. Für Eure kleine Familie mag dieses Konzept ja super sein. Aber ich möchte ohne Schulden aus meinem Studium gehen und es versuchen so zu stemmen, solange es möglich ist. Gerade für Studenten die noch zuhause Leben ist es oftmals günstiger nebenbei arbeiten zu gehen und so den Bafög zu umgehen. Aber ich denke das sollte jeder für sich selbst entscheiden, mir wären es die Schulden nicht wert, auch wenn die hälfte erlassen wird.

  • Maria sagt:

    Ich bekomme kein Bafög und kein Kindergeld mehr. Muss aber Krankenversicherung zahlen und natürlich alles andere (Miete, Essen, Fixkosten…). Ich bekomme von meinen Eltern Geld, doch wenn ich trotzdem alle Fixkosten (da ist nicht mal “was trinken gehen”, shoppen, Kino, den Freund besuchen enthalten) abziehe, komme ich auf -50 Euro im Monat. Glücklicherweise hatte ich einen Nebenjob, von dessen Geld ich noch etwas übrig habe. Trotzdem kann ich nachvollziehen, dass es viele Studenten gibt, die chronisch pleite sind. Nicht jeder bekommt ein Stipendium, Bafög, Kinder (!), usw…. gerade dann ist man auf die Eltern angewiesen! (oder einen Nebenjob 😉 Aber bei 6 Euro Stundenlohn…nun ja.

  • Kleine Ergänzung. Man kann auch Elternunabhängiges Bafög beantragen, wenn man nur eine Ausbildung vorher gemacht hat. Man muss dann halt angeben, dass die Eltern einen nicht unterstützen können und die Zeugnisse einreichen. Hat bei mir geklappt. Ist aber von Studentenwerk zu Studentenwerk sehr unterschiedlich …

    • Phinphin sagt:

      Nur eine Ausbildung und noch nicht gearbeitet? Dafür dann elternunabhängig? Das ist rechtswidrig. Und sorgt dafür, dass immer mehr Studentenwerken die BAföG Aufgaben entzogen werden.

    • Jenass sagt:

      Ich habe dazu diesen Text gefunden auf:
      http://www.bafög.de/de/elternunabhaengige-foerderung-196.php
      “Einkommen der Eltern bleibt außer Betracht, wenn Auszubildende

      a) ein Abendgymnasium oder Kolleg besuchen,
      b) bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet haben,
      c) bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig waren ODER
      d) bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Abschluss einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre oder im Fall einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig waren.

      Nummer 3 und 4 gelten nur, wenn die Auszubildenden in den Jahren ihrer Erwerbstätigkeit in der Lage gewesen sind, sich aus deren Ertrag selbst zu unterhalten.

      So wie ich das verstehe, entweder 5 Jahre gearbeitet ODER 3 Jahre Berufsausbildung.

      • Mathias sagt:

        Nein, leider stimmt es nicht so ganz. Entweder muss man 5 Jahre gearbeitet haben und mindestens 716,40 Euro Brutto Einkommen gehabt haben. Oder es liegt eine 3 jährige Ausbildung und darauffolgende 3 jährige Erwerbstätigkeit vor (bzw. länger, wenn die Ausbildung kürzer war). Und in den drei Jahren Erwerbstätigkeit muss man auch wieder mindestens 716,40 Euro Brutto pro Monat verdient haben.

  • Tanja sagt:

    Ich habe nach 3-jähriger Ausbildung 1 Jahr gearbeitet und war 1 Jahr arbeitslos. Also auch nicht die Zeiten erfüllt. Meine Eltern haben einen Brief aufgesetzt, dass sie mir bereits eine Ausbildung finanziert haben und sich weigern mir Unterhalt zu zahlen.
    Ich kann aber nicht sagen, wie kulant das vom Bafögamt war, weil es nur 64€ Differenz zum Höchstsatz waren

  • Nina sagt:

    Hallo,

    Ich hab meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, “leider” habe ich wegen guter Leistung verkürzt auf 2.5 Jahre. Danach habe ich gearbeitet, insgesamt 5.5 Jahre (mir fehlt also ein halbes Jahr Einstellung um meine 6 Jahre voll zuhaben. Zwischen durch hatte ich noch in 1 Jahr mein Fachabitur erworben.Ich bin 25 und wohn nicht mehr zuhause.Laut Bafög Liste verdienen meine Eltern zuviel (wir wissen alle die Liste ist ein Witz) und da es meine erst Fördernde Ausbildung ist, müssen meine Eltern mir Geld geben. Zur meiner Frage, wie kann es sein dass ich trotz dieser Fakten, meine Eltern für mich zahlen sollen??? Das Bafög-Amt sagt ich soll meine Eltern anklagen, um das Geld zu erhalten, was absurd ist…Da muss es doch eine Gesetzes Lücke geben oder?

    • Phinphin sagt:

      In der Regel müssen die deine Eltern laut BGB nur eine Ausbildung zahlen. Ob sie dir das darauffolgende Studium finanzieren müssen, ist strittig.
      Du könntest jetzt auch noch ein halbes Jahr arbeiten gehen und über 800 Euro verdienen. Dann hättest du die 6 Jahre voll.

  • Leon sagt:

    Ich hab rein rechnerisch keinen Anspruch auf bafög, da mein Vater zu viel verdient. Habe es dementsprechend nie beantragt. Im prinzip müssten meine eltern nun ja Unterhalt in ähnlicher Höhe zahlen, wenn ich mich nicht irre.
    Gibt es Tips, die helfen, wenn sich da jemand querstellt, und sagt: “Du bekommst 300€, dein Kindergeld und sonst nix von mir.”? Lohnt es sich überhaupt trotzdem Bafög zu beantragen?
    Lg Leon

    • Reb Ecca sagt:

      Der Tip wäre verklagen auf Unterhalt. Hab ich aber natürlich auch nicht gemacht. Bleibt nur Nebenjob (evt. + Kinderzuschlag oder/und Wohngeld ). Ich kenne sonst nur die Variante vom Studium befreit (zB wegen Kindererziehung) und ALG2 oder Wohngeld weil man von Bafög per se ausgeschlossen ist (zB Fachwechsel nach Orientierngsphase)

    • JuliAnna sagt:

      Geht mir genau so, mein Vater verdient zu viel, hat aber nie mehr als 250€ gezahlt, und nun will er nicht mehr zahlen, obwohl mein Studium noch nicht fertig ist.
      Bei mir haben sich die Umstände allerdings im Vergleich zu den ersten Semestern dramatisch geändert.
      Ich habe nun auch noch ein Kind, bin aber getrennt vom Kindsvater. Bekomme nach wie vor kein Bafög, es lohnt sich für 5 Monate auch kein Eiertanz, habe durch Umzug, Unterhaltsstreit etc eh genug um die Ohren, dennoch ist das Geld immer mehr als knapp, und mit einem unter 1 jährigen Kind kann man auch nicht mal eben einen Nebenjob annehmen, so als alleinerziehende Studentin.
      Und wer klagt schon gegen seine Eltern und riskiert das gute Verhältnis….

      Ich habe keinen Tipp 🙂 aber du stehst nicht alleine da.

      Lg, Anna

  • Fairy sagt:

    Okay, ich habe nur eine Frage, wie kannst du Bafög + Wohngeld bekommen? Denn eigentlich schließt sich das gegenseitig aus, wenn man Bafög bekommt bekommt man kein Wohngeld, weil im Bafög schon geld für die Wohnung reingerechnet ist.
    Von daher, wie habt ihr das gemacht?
    Kommt das durch die Kinder? Nicht jeder der studiert möchte sofort, oder überhaupt Kinder haben…
    Und auch nicht jeder Student kann nebenbei noch arbeiten, selbst ne Hiwi-Stelle kann sich nicht jeder Student zeitlich leisten. Und nicht jeder bekommt ein Stipendium.
    Also von euch auf alle anderen zu schließen ist glaube ich etwas schwer.

    Dem Grundsatz, das jeder versuchen sollte Bafög zu beantragen, finde ich sehr richtig, obwohl dort auch eine Menge Leute kein oder wenig nur bekommen, obwohl die Eltern sie nicht unterstützen können. Das ist leider nicht immer ganz fair.

    • Mathias sagt:

      Hallo Fairy,
      ja wir bekommen Wohngeld wegen der Kinder. Wir selbst haben keinen Anspruch drauf, aber die Kinder schon. Darauf gehen wir in unserem nächsten Beitrag näher ein.
      Bei diesem Beitrag wollen wir erst einmal nur die Vorzüge vom BAföG beleuchten und auch den Menschen Mut machen es zu versuchen, die vielleicht nicht der Meinung sind, dass es klappen könnte.

    • Luisa sagt:

      Du hast natürlich vollkommen recht. Es wird kaum jemanden geben, der sein Studium mit genau dieser Kombination finanzieren kann. Wir sind da schon echt ein absoluter Sonderfall. Aber genau darum geht es in dieser Serie. Sonderfälle aufzuzeigen, die noch nicht jeder kennt und vielleicht stellt der eine oder andere fest, dass zumindest ein Teil davon auf sie oder ihn zutrifft.

      Klar will nicht jeder während des Studiums Kinder kriegen. Wozu auch? Vor allem sollte man das nicht machen um Wohngeld beantragen zu können. Das macht gar keinen Sinn. Wenn du aber von jemandem ausgehst, der schon Kinder hat und gern studieren würde oder schon studiert und gern bald Kinder hätte, dann macht der Beitrag extrem viel Sinn, weil wir aufzeigen, dass ein Studium mit Kind durchaus möglich ist und nicht zwangsweise in den finanziellen Ruin führen muss.
      Und wer kein Kind hat und auch sobald keins will, kann ja trotzdem sinnvolle Informationen für sich aus dem Beitrag ziehen. Ich hatte in meinem ersten Semester auch noch kein Kind und hatte Angst mich mit BAföG zu überschulden. Ich hab deswegen gearbeitet wie ne Irre und kaum geschlafen. Diesen Studierenden möchte ich Mut machen. BAföG ist nichts böses und Schulden aus kaufmännischer Sicht (Stichwort Fremdkapital) erstmal auch nichts.

      Danke auf jeden Fall für dein Kommentar! 🙂

      Was das Thema Stipendium angeht: Oh ja nicht jeder bekommt eins. Ich kann ein Lied davon singen. Mir bleibt es auch verwehrt, egal wie sehr ich mich anstrenge. Und ja, ich find’s scheiß unfair. Aber darum geht’s ausführlicher in einem anderen Post.

      LG Luisa

    • Laura sagt:

      Ich muss mich Fairy da anschließen, die wenigsten bekommen noch Wohngeld, arbeiten nebenbei, haben Kindergeld von sich und den Kindern und ein Stipendium.
      Viele bekommen NUR Bafög und Kindergeld, das sind dann gerade mal 800€ im Monat, wer arbeitet bekommt das ab einem bestimmten Betrag noch angerechnet, sofern er die Zeit dazu hat,
      Ich bekomme weder Bafög, noch UNterhalt, noch ein Stipendium. Außer Kindergeld verdiene ich mir alles durch Arbeit dazu und komme auch nie auf mehr als 1000€. Dass man von Bafög und Co. zwar kein Hunger leiden muss stimmt, aber auf ein durchschn. Nettogehalt kommen leider nur solche Sonderfälle wie ihr oder Menschen, die sehr viel nebenbei Arbeiten oder eben ein Stipendium bekommen können und das sind die wenigsten.

      • Luisa sagt:

        Da stimme ich dir absolut zu! Ein deutsches Durchschnittsgehalt ist die absolute Ausnahme, sogar für Menschen, die einem ganz normalen Beruf nachgehen. Ich weiß das, denn ich gehörte selbst lange Zeit dazu.

        Ich bekomme auch kein Stipendium und das Kindergeld ist für unsere Kinder, nicht für uns. Die Aufzählung am Anfang kann durchaus irritieren, da sie das Einkommen von insgesamt vier und nicht zwei Personen widerspiegelt.

        Du sagst, dass solch ein Einkommen nur Sonderfälle wie wir ODER Menschen, die sehr viel nebenbei arbeiten ODER eben ein Stipendium bekommen erreichen können.

        An dieser Stelle muss ich dir leider widersprechen.

        Wir haben dieses Einkommen, WEIL wir Sonderfälle sind UND verdammt viel arbeiten (2 Jobs pro Kopf) UND ein Stipendium (zumindest einer von uns) bekommen.

        Du sagst in deinem Beispiel: “Viele bekommen NUR Bafög und Kindergeld, das sind dann gerade mal 800€ im Monat, wer arbeitet bekommt das ab einem bestimmten Betrag noch angerechnet”

        Ja genau. 400€ monatlich sind anrechnungsfrei. Ohne Kinder, Stipendium und Wohngeld sind mit einem Minijob und BAföG bis zu 1070 € monatlich drin. Falls man unter 25 ist, kommen noch 184€ Kindergeld dazu. Find ich jetzt nicht gerade wenig. Genau genommen ist das deutlich mehr als unser Einkommen, wenn man es hochrechnet.

        Und genau darum geht es. Ja Studis leben nicht im Reichtum, aber es sind auch nicht ALLE CHRONISCH PLEITE. Wir alle müssen zusehen, dass wir irgendwie finanziell zu Rande kommen. Dieser und die folgenden Artikel sollen die exotischen Wege aufzeigen, die vielleicht nicht auf jeden zutreffen, aber sicher auf mehr Menschen zutreffen als davon wissen.

        Am kommenden Freitag gibt es übrigens einen Artikel zum Thema “BAföG und dein Einkommen – Was wird wie angerechnet?”

        Wenn dieser Artikel nicht hilfreich für dich war, hoffe ich also, dass es einer der anderen ist. Schau mal hier: https://www.studierenplus.de/blog/studienfinanzierung/

        Und wenn das auch nichts bringt, dann freue ich mich in den Kommentaren über weitere Anregungen und Themenvorschlägen. Vielleicht hast du ja auch noch ein paar Tipps für uns und die Leserinnen dieses Blogs?

        Ich finde es toll, wenn wir uns hier gegenseitig unterstützen können.

        Von daher danke für deinen Kommentar 🙂

        Liebe Grüße,
        Luisa 😉

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