Stipendien für deine Aus- und Weiterbildung

Stipendien für deine Aus- und Weiterbildung

Warum ich mich nicht für Stipendien beworben habe

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich hab immer gedacht, Stipendien sind nur was für Streber mit 1,0 Abi.

Mein eigenes Abi war mega schlecht und Studium kam für mich erstmal nicht in Frage. Ich war froh aus der Schule raus zu sein und konnte mir nicht vorstellen jemals freiwillig die Schulbank zu drücken. Aber wie das so ist, man wird älter und verändert sich und irgendwann begann ich, das Lernen zu vermissen. Klingt gestört? Ist es auch! Vor allem, wenn man weiß, dass ich in meiner Schulzeit nie gelernt habe. Ich war total rebellisch und fand alles scheiße. Nicht umsonst hab ich diese grottige Abinote.

Wie dem auch sei, mein erwachsenes reifes Ich kam irgendwann zu dem Schluss, dass man nie auslernt und lernen eigentlich eine ganz großartige Sache ist.

Also kündigte ich meinen Job und fing an zu studieren. Das erste Semester war die Hölle! Die Angst, mit den 1er Abiturienten nicht mithalten zu können und sich gleichzeitig finanziell zu ruinieren verfolgten mich wie Chucky die Mörderpuppe bei jedem Schritt. Daraus folgte, dass ich nie länger als vier Stunden pro Nacht schlief. Die restliche Zeit verbrachte ich in Vorlesungen, Job oder daheim am Rechner zur Vor- und Nachbereitung des Stoffs. Ich war sowas von im Eimer und das trotz BAföG-Höchstsatz.

Sind Stipendien nicht nur was für Einserkandidaten?

Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich ein Stipendium bekommen könnte bis ich in meinem vierten Semester Stipendiaten kennenlernte. Sie erzählten mir von der Stiftung und den Voraussetzungen und ermutigten mich, eine Bewerbung abzuschicken. Doch bis ich das endlich umgesetzt hatte, war es mittlerweile schon zu spät. Da die großen Förderwerke daran interessiert sind, ihre Stipendiaten so lang wie möglich zu begleiten und das Bewerbungsverfahren ziemlich lange dauert, ist es bei mir bekannten Stipendien Voraussetzung, zum Zeitpunkt der Bewerbung das vierte Fachsemester nicht überschritten zu haben. Je nach Stipendiengeber, kann die Grenze natürlich variieren. Damit fiel ich also formal raus und das war’s dann. Das ist zwar kein Genickbruch, aber trotzdem irgendwie ärgerlich. Zumal diese Formalie nur dadurch entstand, dass ich nach der Geburt meines ersten Kindes kein Urlaubssemester beansprucht habe und die Semester bei mir deshalb formal weitergezählt wurden, auch wenn ich eigentlich in dieser Zeit kaum studiert habe.

Welche Vorteile hat haben Stipendien?

Der offensichtlichste Vorteil eines Stipendiums ist wohl, dass man im Gegensatz zu BAföG keine Schulden anhäuft. Dafür bekommt dann aber auch nicht jeder eins.
Abhängig von der Art des Stipendiums kann es höher oder niedriger als der BAföG-Höchstsatz sein und auch ob das Einkommen der Eltern eine Rolle spielt, ist von Stipendium zu Stipendium unterschiedlich, was für dich besonders interessant sein dürfte, falls du wegen deiner Eltern kein BAföG erhältst.

Zusätzlich zur finanziellen Förderung bekommst du häufig auch eine ideelle Förderung in Form von zusätzlichen Bildungsangeboten, Netzwerken und Fördermöglichkeiten für eigene Projekte.

Abseits von Hollywood musst du auch keine Angst haben, dein Stipendium wegen einer versemmelten Prüfung gleich zu verlieren. Die Regeln sind ähnlich wie beim BAföG. Halte dich an die Regelstudienzeit, außer du kannst einen wichtigen Grund nachweisen.

Welches Stipendium passt zu dir?

Es gibt ein breites Angebot diverser Stipendiengeber. Die bekanntesten sind wohl die 13 großen Begabtenförderungswerke. Daneben gibt es aber auch viele kleinere Stipendien. Jedes Stipendium hat seine eigenen Voraussetzungen

Do’s and Don’ts bei der Stipendienbewerbung

Do: Bewirb dich!

Don’t: Warte nicht zu lange damit!

Ja sorry, an dieser Stelle endet meine Weisheit zum Thema Stipendium. Tut mir leid. Aber du sollst wissen, dass mir wirklich daran gelegen ist, dir in dieser Angelegenheit so gut wie möglich zu helfen und wenn ich es nicht allein kann, dann hole ich mir Unterstützung. Deshalb habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, meinen Charme spielen lassen und aus den Tiefen meines Netzwerk die drei Stipendiaten von drei verschiedenen gezaubert, die ihre Erfahrungen und Tipps gern mit dir teilen wollen:

Erfahrungsberichte von Stipendiaten mit und ohne Abitur: 

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Wissen ist Macht!

Wissen ist Macht und es ist an dir, diese zu nutzen. Dieses Tool ermöglicht es mir, dir aktiv beim Ausfüllen deiner Anträge zu helfen und das Recht einzufordern, das dir zusteht. Hier kann ich all meine Erfahrung als Studentin mit Kind, Studibloggerin, Frauenbeauftragte und Gutachterin für Hochschulakkreditierung einfließen lassen und das Maximum für dich rausholen.

Luisa Todisco, M.A. Autorin und Gründerin von StudierenPlus
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