BAföG Freibeträge ~ 9 Geldquellen, die dein BAföG mindern

BAföG Freibeträge: So viel Einkommen und Vermögen darfst du haben

BAföG Freibeträge~Welche Einnahmen bleiben Anrechnungsfrei?

BAföG allein reicht selten, um seinen gesamten Lebensunterhalt zu finanzieren. Selbst, wenn du den BAföG Höchstsatz bekommst, wirst du wohl neben dem Studium arbeiten müssen. Dabei gibt es einiges zu beachten, denn Einkommen ist nicht gleich Einkommen. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz rechnet verschiedenen unterschiedlich an deinen BAföG Anspruch an. Du solltest die BAföG Freibeträge deshalb genau kennen, bevor du dich Hals über Kopf in die Arbeit stürzt.

Berechne deinen BAföG Höchstsatz

Aller spätestens zum Praktikum hin solltest du dich fragen, welchen Einfluss das auf deine Finanzen haben wird. Nicht wenige machen sich vorher keine Gedanken über die BAföG Freibeträge und wachen böse auf, wenn das BAföG plötzlich gestrichen oder sogar zurückgefordert wird.

Die üblichsten Einnahmequellen und ihren Einfluss auf dein BAföG habe ich deshalb im folgenden zusammengetragen.

Welche BAföG Freibeträge gibt es?

BAföG Freibeträge

Hinweis: Folgende BAföG Freibeträge gelten seit Wintersemester 2016/17

Bevor wir die verschiedenen Einkommensarten sezieren, noch ein paar Worte zum Thema BAföG Freibeträge. Bei deiner Bedarfsberechnung berücksichtigt das BAföG Amt folgende Freibeträge für dein monatliches Einkommen (Quelle):

BaföG Freibeträge auf dein Einkommen und Vermögen

Folgende Beträge betreffen ausschließlich dein eigenes Einkommen. Das Einkommen deiner Eltern sowie Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner werden bei der Bedarfsberechnung berücksichtigt.

  • 290 € auf dein Gehalt (inkl. Werbekosten und Sozialversicherung = 450€ Job)
  • 130 € monatlich Waisenrent / Waisengeld
  • 2400 € Übungsleiterpauschale
  • 720 € Ehrenamtspauschale
  • 300 € BildungsStipendien wie z.B. Deutschlandstipendium
  • 300 € Elterngeld
  • 520 € je eigenem Kind abzüglich deren Einkommen
  • 570 € für Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner abzüglich deren Einkommen

BAföG Freibeträge für deine Eltern, Ehegatten und Kinder

BAföG Einkommen Eltern​

Das Einkommen deiner Eltern beeinflusst die Höhe deinesBAföG Anspruchs. Sind deine Eltern nicht (mehr) miteinander verheiratet oder leben in Trennung, müssen sowohl deine Mutter als auch dein Vater im vorletzten Kalenderjahr vor deinem BAföG Antrag jeweils mindestens 1.145€ netto monatlich verdient haben, um deinen BAföG Anspruch zu senken. Verdiente deine Mutter z.B. 1800 Euro und dein Vater z.B. nur 900 Euro monatlich. Müsste deine Mutter gemäß BaföG Unterhalt zahlen, dein Vater aber nicht, weil er zu wenig verdient. Sollten deine Eltern miteinander verheiratet sein und zusammen leben haben sie einen gemeinsamen Freibetrag von 1.715€ netto. Ihre beiden Einkommen würden also zusammengerechnet und davon der gemeinsame Freibetrag abgezogen. Ausgehend vom eben genannten Beispiel, würden deine Eltern gemeinsam den Freibetrag überschreiten und müssten  Unterhalt für dich leisten, der dir vom BaföG Höchstsatz in Höhe von 735 € für Studenten und bis zu 708 Euro für Schüler abgezogen werden würde.

zusätzliche Freibeträge für unterhaltspflichtige Kinder

Sollten sie außer dir weitere unterhaltspflichtige Kinder haben, erhöht sich ihr Freibetrag um weitere 520€ monatlich abzüglich deseigenen Einkommens des betreffenden Kindes (z.B. Ausbildungsgehalt). Je mehr Geschwister du hast, desto besser deine Chancen auf BAföG.

Für andere unterhaltspflichtige Personen wie z.B. Expartner können bis zu 570€ Freibetrag geltend gemacht werden. 

Welche Möglichkeiten es gibt, seine Eltern aus der Berechnung rauszuhalten, erfährst du in diesem separaten Artikel.

BAföG Einkommen Ehegatten

Wenn du verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft bist (und auch nur dann!) hat das Einkommen deines Partners bzw. deiner​ Partnerin ebenfalls Einfluss auf dein BAföG.

Dabei hat dein Gatte 1.145€ netto monatlich für sich selbst und 520€ für jedes seiner Kinder frei.

Die Unterhaltspflicht deiner Eltern erlischt übrigens nicht mit deiner Hochzeit.​ Ihr Einkommen wird also auch bei verheirateten Antragsstellern berücksichtigt.

BAföG Freibeträge für Vermögen

Das Vermögen deiner Eltern, Kinder und deines Ehegatten spielen beim BAföG keine Rolle.

Für dein eigenes Vermögen im Sinne von Sparguthaben, Bausparverträgen, Lebensversicherungen gibt es folgende BAföG Freibeträge:

  • 7.500 € für dich
  • 2.100 € für Ehe- oder eingetragene Lebenspartner
  • 2.100 € für jedes deiner Kinder

​Ich als verheiratete Studentin mit zwei Kindern kann im BAföG Antrag also bedenkenlos 11.700 € Geldanlagen angeben, ohne, dass das meine BAföG-Zahlungen beeinflusst.

Welchen Einfluss haben Jobs auf mein BAföG?

BAföG Freibetrag für nicht-selbstständige Arbeit

Wenn du neben dem Studium in irgendeiner Weise in einem Angestelltenverhältnis jobbst, darfst du 5.400€ ab WS 2016/17 innerhalb des Bewilligungszeitraums von 12 Monaten anrechnungsfrei verdienen. Es ist dabei unerheblich, ob du diesen Betrag an einem einzigen Tag oder über den gesamten Zeitraum verteilt erwirtschaftest. Das Amt interessiert nur die Gesamtsumme. Du kannst also entweder in einem Minijob monatlich 450 € verdienen oder aber auch in den Semesterferien das große Geld machen.

Solltest du im Laufe des Bewilligungszeitraums mehr verdienen als diese 5400 € ist es nicht so, dass du dann gar kein BAföG erhältst. Es wird nur die Differenz, also der Teil, der darüber hinausgeht, bei der Berechnung berücksichtigt.

Angenommen du hast einen Werkstudentenjob, bei dem du 800€ monatlich verdienst und den du über den gesamten Bewilligungszeitraum ausübst. Dein Gesamteinkommen liegt in der Summe bei 9600 €, also 4.200 € über dem Freibetrag. Damit senkt sich dein BAföG-Anspruch nach Abzug der Werbekostenpauschale, Sozialversicherung und sonstiger Freibeträge um 275 € monatlich. Statt dem Höchstbetrag von 735 € monatlich bekämst du nach aktueller Berechnung immernoch 460 € BAföG. Zusammen mit deinem 800 €, hättest du 1260 € monatlich zur Verfügung.

Davon kann man zumindest in Berlin schon ganz gut leben.

Ob sich der hohe Arbeitsaufwand jedoch lohnt, musst du selbst entscheiden. Bei einem 450 € Job kämst du auf ein monatliches Einkommen von 1185 € und hättest viel mehr Zeit, die du für dein Studium oder was auch immer aufwenden kannst.

Ja, deine BAföG-Schulden wären theoretisch etwas niedriger (bezogen auf des eben angeführte Rechenbeispiel senkt sich die Gesamtschuld bei 6 Semestern Regelstudienzeit und gleichbleibenden BAföG-Zahlungen um 1.720 € bzw. 573 € pro Studienjahr), dafür müsstest du aber vielleicht länger studieren, weil du einfach nicht so viel Zeit zum Lernen zur Verfügung hast.

bafög freibetrag

BAföG Freibeträge für Praktika

Auch Praktika sind in der Regel nicht-selbstständige Arbeit und unterliegen somit dem üblichen Einkommens-Freibetrag von 5.400 € jährlich. Dies gilt jedoch nicht, wenn es sich um ein Pflichtpraktikum handelt.

Pflichtpraktika gelten als Teil der Ausbildung und das daraus erzielte Einkommen ist somit eine Art Ausbildungsvergütung. Hierfür sieht das BAföG keinen Freibetrag vor. Deine Einnahmen werden in diesem Fall zu 100 %, abzüglich Werbungskosten und Sozialabzüge angerechnet.

Angenommen du machst ein sechsmonatiges Pflichtpraktikum, bei dem du monatlich 500 € erhälst. Dein Gesamteinkommen beträgt somit 3000 €. Dann bekommst du über den gesamten Bewilligungszeitraum von 12 Monaten 131 € monatlich weniger als wenn du dasselbe Geld in einem Minijob oder bei einem freiwilligen Praktikum verdienen würdest. 

Wie sich das berechnet?

Nimm die 3000 € geteilt durch 12 Monate. Ergibt 250 € monatlich. Wenn du davon die Werbungskosten und danach die Sozialabgaben (siehe oben) abziehst, bleiben gerundet 131 €, welche dir von deinem monatlichen Bedarf zwölf Monate lang abgezogen werden.

Die wohl wichtigste Information ist aber, dass du in den sechs Monaten, in denen du im Praktikum bist, du trotzdem BAföG erhälst. Das Amt interessiert sich immer nur für Jahressummen und rechnet diese auch immer auf den gesamten Bewilligungszeitraum an. Du bekommst also in dem Bewilligungsjahr, in dem dein Pflichtpratikum stattfindet, zwar insgesamt weniger BAföG, musst aber während der Praktikumszeit nicht am Hungertuch nagen. Und auch wenn es keinen Einkommensfreibetrag im eigentlichen Sinne gibt, hast du unterm Strich, dank Werbekosten und Sozialabgaben, trotzdem etwas mehr Geld unterm Strich raus.

An manchen Hochschulen / Studiengängen kannst du dieses Problem umgehen, indem du dir deinen Nebenjob als Praktikum anrechnen lässt. Ich weiß, das geht nicht immer und auch nicht überall. Einige erlauben jedoch die Anrechnung einer studentischen Nebentätigkeit, wenn sie inhaltlich und zeitlich den Anforderungen des Praktikums entspricht. Es lohnt sich also in jedem Fall bei der zuständigen Stelle deiner Hochschule nachzufragen. So kannst du nicht nur die Abzüge bei der BAföG-Berechnung vermeiden, sondern auch deine Studienzeit verkürzen, indem du das eine mit dem anderen verbindest.

BAföG Freibetrag für selbstständige Arbeit

Eine weitere mögliche Einnahmequelle ist Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Gerade als Studi hat solch eine Tätigkeit vielfältige Vorteile. Auch was die BAföG-Berechnung angeht, kann es sinnvoll sein, darüber nachzudenken, seine Tätigkeit als Freelancer statt in Anstellung auszuüben.

So gibt es als Freelancer zwar keine Werbekostenpauschale, jedoch können Betriebskosten geltend gemacht werden. Alles in allem kann dadurch bei gleichen Bruttoeinnahmen ein niedrigeres Nettoeinkommen als in einem Angestelltenverhältnis zustande kommen. Ein ausführliches Rechenbeispiel findest du bei Studis Online.

Zu bedenken gilt jedoch, dass man bei einer selbstständigen Beschäftigung keinen Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat. Dafür sind die Unternehmen, die deine Dienste in Anspruch nehmen, oft gewillt einen etwas höheren Stundenlohn als ihren Angestellten zu zahlen.

BAföG Freibeträge für ehrenamtliche Arbeit

Ja auch mit Ehrenämtern lässt sich Geld verdienen. Natürlich sind das keine Reichtümer, aber wenn du dich engagieren möchtest und Aufwandsentschädigungen dafür vorgesehen sind, solltest du natürlich wissen wie damit umzugehen ist.

In meinem Fall sind meine beiden Ehrenämter meine Jobs und meine einzigen beiden Einnahmequellen neben BAföG. Was ich genau tue, erfährst du hier.

Für Einkommen aus ehrenamtlicher Tätigkeit gibt es eigene Freibeträge beim Finanzamt, die auch bei der BAföG-Berechnung berücksichtigt werden. Wie hoch diese genau sind, hängt ein wenig von der Art deiner Tätigkeit ab.

Für Einkünfte als Übungsleiter, Erzieher, Betreuer oder Ausbilder sowie aus künstlerischen Tätigkeiten oder der Pflege behinderter, kranker oder alter Menschen gilt die sogenannte Übungsleiterpauschale von 2.400 € jährlich.

Für Menschen, die sich in irgendeiner Form in gemeinnützigen Vereinen, kirchlichen oder öffentlichen Einrichtungen engagieren, gibt es die Ehrenamtspauschale in Höhe von 720 € im Jahr.

Alles, was über diese Freibeträge hinaus geht, wird in der Steuererklärung übrigens als Einkommen aus selbstständiger Arbeit angegeben.

Beim BAföG-Amt werden der allgemeine Einkommensfreibetrag von 5.400 € und die Ehrenamtspauschale bzw. Übungsleiterpauschale zusammengezogen. Wie gesagt, steuerrechtlich sind Aufwandsentschädigungen ganz normales Einkommen, das auch (bis auf den Freibetrag) entsprechend versteuert wird. Es macht also nicht nur moralisch Sinn sich gemeinnützig zu engagieren, sondern auch finanziell.

Häufig höre ich von Kommilitonen, sie könnten sich ein Ehrenamt nicht leisten. In den meisten Fällen haben sie sicher recht damit, aber eben nicht in allen. Wenn ich es mir aussuchen kann meine Arbeitszeit in den Dienst eines gewinnorientierten Unternehmens oder gemeinnützig einzusetzen, ist mir persönlich letzteres lieber.

bafög einkommen

BAföG Freibetrag für dein Stipendium

Solltest du ein sogenanntes Vollstipendium von einem der dreizehn großen Begabtenförderungswerke erhalten, ist BAföG für dich grundsätzlich ausgeschlossen.

Solltest du jedoch ein Teilstipendium wie z.B. das Deutschlandstipendium bekommen, dann kann es unter Umständen durch BAföG ergänzt werden. Dabei sind in der Regel 300 € anrechnungsfrei. Erhälst du einen höheren Betrag wird dieser wie reguläres Einkommen behandelt. Leistungen, die einem bestimmten Zweck dienen wie z.B. Büchergeld sind davon ausgenommen. Die üblichen Einkommensfreibeträge gibt es nicht.

Du hälst diesen Punkt für irrelevant, weil du eh nicht gut genug für ein Stipendium bist? Bist du sicher? Ich kenne da zwei Stipendiaten, die das früher auch von sich behauptet haben. Schau mal hier und hier.

Anrechnung von Unterhaltsleistungen beim BAföG

Unterhalt, den du von deinen Eltern oder geschiedenen bzw. dauerhaft getrennt lebenden Ehepartner erhälst, wird voll angerechnet.

Was passiert, wenn sich dein Einkommen im Laufe des Bewilligungszeitraums ändert?

Nun ist es ja so, dass du in der Regel schon im Antrag angibst, wie viel Einkommen du voraussichtlich im Laufe des Bewilligungszeitraums haben wirst. Nur wissen wir ja alle, dass das maximal eine Schätzung sein kann, von der niemand mit Sicherheit weiß, ob sie genau so eintreffen wird.

Vielleicht weißt du, dass du in dem Jahr noch ein Praktikum machen wirst, wahrscheinlich weißt du aber noch nicht genau wo und erst recht nicht, wie viel du dort verdienst. Vielleicht hast du dich auch für ein Stipendium beworben und wartest noch auf Antwort. Es kann aber auch sein, dass du einen neuen Job beginnst, mehr Stunden als geplant arbeitest oder ein Ehrenamt übernimmst für das du Aufwandsentschädigungen erhälst.

Was auch immer passiert, sobald absehbar ist, dass sich dein Einkommen mit Sicherheit verändert (egal ob nah oben oder unten) musst du es dem Amt melden, damit der Bedarf neu berechnet werden kann.

Du erhälst dann einen neuen Bescheid beginnend von dem Zeitpunkt deiner Einkommensänderung bis zum regulären Ende des Bewilligungszeitraums.

Beispiel:

Du bekommst BAföG von 10/2016 bis 09/2017 bewilligt. Du hast einen Minijob und wirst voraussichtlich unter dem Freibetrag von 5.400 € bleiben. Soweit so gut. Nun ist aber für das Sommersemester 2017 ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Du bewirbst dich und bekommst im Februar 2017 die Zusage.

Von 03/2017 bis 08/2017 wirst du also ein Pflichtpraktikum mit einer monatlichen Vergütung von 500 € machen. Du kündigst deinen Minijob und meldest beides dem BAföG Amt.

Da das Amt zu Beginn des Bewilligungszeitraums (BWZ) nichts von dem Praktikum wusste, wird dieses neue Einkommen von insgesamt 3.000 € nicht auf die gesamten 12 Monate, sondern nur noch auf den restlichen BWZ umgerechnet. Während ich dir also vorhin vorgerechnet habe, dass du im schlimmsten Fall 12x 131€ weniger bekommst, sind es von 03/2017 bis 08/2017 (also insgesamt 7x) 225€ weniger in der Haushaltskasse, weil es bei Pflichtpraktika nunmal keinen Freibetrag gibt. Unterm Strich kürzt dir das Amt in diesem Beispiel dein BAföG um insgesamt 1572 €. Je später es von deiner Einkommenänderung erfährt, desto höher sind die Abschläge, die du zahlst. Im schlimmsten Fall, kann es also sein, dass der Betrag auf einen Schlag zurückgezahlt werden muss. In der Regel kann es aber auf die kommenden BAföG-Zahlungen umgelegt werden, sodass eben sowas wie in diesem Beispiel zustande kommt.

In diesem Fall hättest du fünf Monate den vollen Betrag bekommen + sagen wir 450 € aus deinem Minijob. Im Idealfall sind das 1185 € monatlich. Während des Praktikums kämst du auf 604 € BAföG + 500 € Praktikumsvergütung = 1104 € monatlich. Und im September 2017, dem letzten Monat des BWZ müsstest du allein von 604 € BAföG leben sofern du nicht wieder einen Job hast. Wenn du einen hättest, dürftest du aber allein im September die Differenz aus dem bisher im Minijob verdienten Geld und den 5.400 € Freibetrag verdienen. In diesem Beispiel wären es 2.700 €.

Fazit

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten Geld neben dem Studium zu verdienen. Egal wie viel du womit verdienst, in jedem Fall bist du verpflichtet, es deinem zuständigen BAföG-Amt anzuzeigen.

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Bis bald,
Luisa

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Luisa Todisco Wirtschaftskommunikation M.A.

BAföG-Hotline 0800-223 63 41


Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar
von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

  • Knut sagt:

    Guten Tag,

    ich heiße Knut & habe einen Minijob in der Gastronomie. Bisher erhielt ich dafür mtl. nicht mehr als 450,00 EUR, welches keine Probleme in Zusammenhang mit Bafög brachte.
    Mein AG zahlt seit letztem Monat steuerfreie Zuschläge für Nacht-, Sonntags- & Feiertagsarbeit. Mein Steuer-/ RV-Brutto lag letzten Monat bei 449,37 EUR, doch mit den steuerfreien Zuschlägen kam ich auf 586,39 EUR gesamt. Das ist natürlich eine enorme Lohnerhöhung, über die ich mich sehr freute.
    Auf dem Amt bekam ich aber die Auskunft, dass damit mein Bafög gekürzt wird, weil ich über 450,00 EUR verdient habe.
    Mein AG versicherte mir aber, dass diese Zuschläge nicht zur Summe der positiven Einnahmen gehören & somit nicht beim Bafög angerechnet werden dürfen.
    Jetzt bin ich völlig verunsichert… Wem kann ich glauben? Meine Recherchen dazu im Netz geben mir auch keine Sicherheit.
    Über eine zeitnahe Antwort freue ich mich sehr.

    Beste Grüße
    Knut

    • Luisa sagt:

      Hallo Knut,

      dein Freibetrag liegt bei 5.400€ brutto für den kompletten Bewilligungszeitraum. An sich ist es also kein Problem, wenn du in einzelnen Monaten mehr als 450€ verdienst sofern du die 5400€ insgesamt nicht überschreitest. Ich bin da jetzt auch keine Juristin, würde in dem Fall allerdings eher dem Amt als dem Arbeitgeber vertrauen. Wie viel Erfahrung hat der denn mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz? Zumal BAföG und Steuer zwei verschiedene paar Schuhe sind. Auch steuerfreie Einnahmen werden beim BAföG als Einkommen angerechnet angerechnet. In den Anmerkungen zum BAföG Antrag steht :”Als Einkünfte sind stets die Bruttoeinkünfte anzugeben”.

  • Tim sagt:

    Guten Abend Luisa,

    ich habe eine Frage bezüglich der Webungskosten, die eigentlich immer über die Werbungskostenpauschale abgedeckt sind.

    In meinem Fall war ich im BWZ sehr viel mit dem Auto für die Arbeit unterwegs und überschreite die 1.000€ mit der Entfernungskostenpauschale.
    – Gibt es hier die Mögichkeit, die angefallenen Kosten gegen zu rechnen?
    – Außerdem wäre interessant, ob hier auch sämtliche Aufwendungen für mein Studium angerechnet werden können?

    Vielen Dank, dir! 🙂

    Grüße, Tim

    • Luisa sagt:

      Hey Tim, du kannst beim BAföG auch erhöhte Werbungskosten geltend machen, sofern nachweisbar. Habe ich auch schonmal gemacht als ich meinen Freibetrag durch meine Werkstudententätigkeit überschritten habe. Das ist bei mir jetzt aber auch schon ein paar Jahre her. Ob ich studienspezifische Kosten absetzen dürfte, weiß ich nicht mehr. Ich nehme an, das läuft wie bei der Steuererklärung und es können alle Kosten geltend gemacht werden. Sicherheitshalber solltest du aber bei deinem BAföG Amt oder der BAföG Hotline anrufen.

  • David sagt:

    Hallo Luisa,
    eine kurze Beschreibung meiner Situation:
    Ich werde in den nächsten 6 Monaten neben Bafög auch noch auf ein leistungsabhängiges Stipendium in Höhe von 500€ /Monat zurückgreifen können. Außerdem werde ich zusätzlich noch 450€ durch einen Minijob verdienen.
    Da der Bafög-Antrag schon vor längerem genehmigt wurde (Höchstsatz 768€), und ich zu der Zeit noch nichts vom Stipendium wusste, muss ich den Stipendienzuschuss nun nachträglich beim Bafög-Amt melden und befürchte jetzt dass das meinen Bafög-Monatssatz erheblich mildert.
    Habe ich aber richtig verstanden, dass von den 500€ aus dem Stipendium aufgrund des Stipendienfreibetrags von 300€, nur 200€ als Einkommen angerechnet werden und ich somit nur auf eine Kürzung des Bafögs um diesen Betrag rechnen muss ?
    Klappt die Rechnung auch unter Berücksichtigung des 450€-Job?

    Lieben Dank für diese hilfreiche Seite und deine Antwort !

    David

    • Luisa sagt:

      Ja das hast du richtig verstanden. Handelt es sich um ein (Voll)Stipendium eines der großen Bildungswerke, musst du dich zwischen Stipendium und BAföG entscheiden. Bei Teil-Stipendien wie z.B. dem Deutschlandstipendium bleiben 300€ beim BaföG anrechnungsfrei. Dein Minijob hat damit nichts zu tun. Die Anrechnung dieser beiden Einkommensarten ist unabhängig voneinader.

  • Besa sagt:

    Hallo Luisa,
    Mein Bewilligungszeitraum für das Bafög geht von April 2017 bis März 2018.
    Nun ist es so, dass ich schon die ganze Zeit einen Minijob habe, bei dem ich im Schnitt etwas unter 450€ bekomme. Alles gut soweit.
    Da meine Geschwister jedoch seit Oktober nicht mehr in die Freibeträge zählen bekomme ich leider kaum noch Bafög und das Geld reicht nun nicht mehr.
    Habe auf der Arbeit mit meinen Vorgesetzten geredet und sie haben mir einen Werkstudentenvertrag ab Dezember 2017 mit etwas über 1000€ brutto angeboten.

    Ist es nun möglich ab Dezember die Bafög-Zahlung komplett abzuschalten und den Bewilligungszeitraum somit zu verändern oder könnte es sein, dass ich Geld zurückzahlen müsste?

    Vielen Dank im Voraus.

    Viele Grüße

    Besa

    • Luisa sagt:

      Hey Besa,

      ich hatte mal wegen eines ähnlichen Falls (Bewilligung eines Stipendiums) beim BAföG Amt nachgefragt. Laut deren Aussage, kann eine vorzeitige Beendigung des Bewilligungszeitraums nicht ohne weiteres erfolgen. Ruf diesbezüglich am besten mal direkt deinen zuständigen Sachbearbeiter an.

  • Melanie sagt:

    Liebe Luisa,

    vielen Dank zunächst für deine Zusammenstellung, die vieles klarer macht!

    Ich habe eine Frage, und zwar befinde ich mich im Endstadium meines Studiums und werde Mitte November 2017 das Studium abgeschlossen haben. März bis September 2017 habe ich für 450 Euro gejobbt. Ab 1. Oktober habe ich bereits eine Promotionsstelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin angetreten, die mit ca. 2000 Euro brutto vergütet wird. Nun bin ich über den 3600 Euro, die ich in 8 Monaten höchstens verdienen dürfte. Gibt es hier eine Möglichkeit, aus dem Bafög-System herauszufallen, sodass ich nicht das komplette Bafög der letzten Monate zurückzahlen muss?
    Bis September war ich absolut auf den Minijob angewiesen, und da ich sogar ein halbes Jahr vor dem Ende der BWZ fertig bin, erscheint mir eine Rückzahlung als ungerecht…

    Liebe Grüße

    • Luisa sagt:

      du darfst 5400€ im 12 Monaten verdienen, gal, ob auf 12 Monate verteilt oder an einem einzigen Tag. 79% von dem Teil, der den Freibetrag pbersteigt, muss zurückgezahlt werden, also nicht das gesamte BAföG.

      • Melanie sagt:

        Vielen Dank für deine Antwort! Ist es denn legal, dass ich mich das Promotions-Gehalt zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen lasse?

        • Luisa sagt:

          Mir ist noch eingefallen, du könntest den Bewilligungszeitraum vorzeitig beenden, indem du die Voraussetzungen für BAföG grundsätzlich nicht mehr erfüllst. Das ist der Fall sobald du keine Vollzeitstudentin mehr bist, also ins Teilzeitstudium wechselst, beurlaubt wirst oder der Studium abschließt. Ich glaube, beim BAföG zählt nicht das Zuflussprinzip. Also das Datum des tatsächlichen Zahlungseingangs, sondern wann das Geld verdient wurde. Besser wäre, die Prootionsstelle später anzutreten oder die Verteidigung deiner Abschlussarbeit vorzuziehen, wenn möglich. Oder eben damit zu leben, dass du im schlimmsten Fall einen Großteil dieses Einkommens dem BAföG Amt schuldest, ansonsten fallen mir keine legalen Lösungen mehr ein.

  • Bahman sagt:

    Hallo Luisa,
    In unserem Pruefungsordnung ist ein Wahlpflichtpraktikum von 8/16 Wochen fest gelegt. Ich hatte mich erst fuer kein Praktikum im Studium entschieden und nur ein freiwilliges Praktikum in den Vorlesungsfreie Zeit absolviert. Doch im nach hinein habe ich mich umentschieden und moechte dieses Praktikum fuer 16 Wochen anerkennen lassen. Das Praktikum wurde vergütet. Ist es möglich den Betrag auf 12 Monate anrechnen zu lassen? Wie kann das Amt wissen ob ich ein Pflicht oder freiwilliges Praktikum geleistet habe?
    VG

    • Luisa sagt:

      Hey,

      da deine Kommilitonen alle beim selben BAföG Amt ihre Anträge stellen, kennen einige Sachgbearbeiter die Curricula der einzelnen Studiengänge recht gut und wissen einfach, dass ein Pflichtpraktikum vorgesehen ist. An FHs sind Pflichtpraktika in allen Bachelorstudiengängen Standard.

  • Laura sagt:

    Hi,

    mich beschäftigt zur Zeit auch eine Frage Und zwar: ich bekomme Elternunabhängiges Bafög und ab 1.10. ein Deutschlandstipendium. Dieses wird ja nicht auf das Bafög abgerechnet aber wie ist es wenn ich meiner ehrenamtlichen Beschädigung weiter nach gehe? Ich bin Betreuer in einer Schule und habe daher den steuerfreibetrag von 2400 im Jahr. Muss ich einen Teil versteuern? Wird etwas abgerechnet? Was muss ich brachten? Oder bleibt alles wie es ist?

    Vielen Dank im Voraus.
    Grüße Laura

    • Luisa sagt:

      Das Deutschlandstipendium ändert für dich nichts außer, dass du ab Oktober 300€ mehr zur Verfügung hast. Es wird weder versteuert noch vom Bafög abgezogen. Du kannst ganz nrmal weitermachen wie bisher.

  • Jaqueline sagt:

    Hallo Luisa,

    vorab die Beiträge auf dieser Seite sind echt sehr informativ, wirklich umfangreich und vor allem leicht verständlich erläutert. Daumen hoch 😉
    Jetzt zu meiner Frage: Ich beziehe elternunabhängiges BaföG mit dem monatlichen Satz von 730€. Der aktuelle Bewilligungszeitraum läuft seit dem 02/2017 und geht nun noch bis einschließlich 02/2018. Ab September diesen Jahres beginne ich mein Pflichtpraktikum für 3 Monate, welches unentgeltlich ist. Somit besteht hier kein Problem bzgl. anschließender Rückzahlung etc. Im Anschluss würde ich bei dem gleichen Unternehmen ab Dezember eine Werkstudententätigkeit für weitere 3 Monate antreten um parallel meine Bachelorarbeit mit dem Unternehmen zu schreiben und somit mein Studium beenden. Diese Tätigkeit wird mit monatlich 1.100€ vergütet. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob diese Vergütung (3 x 1.100€ = 3.300€) ebenfalls als Ausbildungsvergütung gehandelt wird (da ich indirekt auch für die Bachelorarbeit bezahlt werde) und somit mit den anfallenden Werbungskosten zzgl. Sozialabgaben und den BaföG-Leistungen verrechnet wird?! Die Werkstudententätigkeit als solche könnte ja auch wie ein Nebenjob behandelt werden, da es kein (Pflicht-)Praktikum darstellt und somit der Freibetrag von 5.400€ greift. Oder ist die Tatsache, dass die Bachelorarbeit quasi ein Teil der Ausbildung darstellt mit einem Pflichtpraktika gleichzusetzen? Könnte man dem entgehen, wenn im Werkstudentenvertrag nicht erwähnt wird, dass die Anstellung der Erstellung einer Bacherlorarbeit dient?

    Zusätzlich frage ich mich, ob ich nun vorläufig einen Änderungsantrag stellen sollte oder das BaföG-Amt später einfach einen Abgleich meiner Steuererklärung vornehmen wird. Wie bekommt das BaföG-Amt sonst von der Vergütung der 3-monatigen Werkstudententätigkeit mit?

    Ich bin über eine baldige Antwort wirklich sehr dankbar.
    Vielen Dank im Voraus.
    LG Jaqueline

    • Luisa sagt:

      Eine Werkstudententätigkeit fällt unter den Einkommensfreibetrag von 5.400€ im BWZ.Du hast aber recht, dass es in deinem Fall problematisch werden könnte. Wirst du für die Anfertigung der Abschluusarbeit im Unternehmen bezahlt wird deine Arbeit dort zum Teil deiner Ausbildung und dein Gehalt somit Ausbildungsvergütung. Wichtig ist in dem Fall, was im Arbeitsvertrag steht. Den wird das Amt sehen wollen.Rechtlich bist du dazu verpflichtet, ihnen mitzuteilen, dass du Einkommen beziehst. Sie können das im nachhinein übers Finanzamt rauskriegen, sofern du irgendwelche Zinsen auf irgendein Konto bekommst, wird das dem Finanzamt gemeldet. und diese Konten können von anderen Ämtern dort abgefragt werden. Sollte das Bafög Amt rausfinden, dass du Zinsen auf ein ihnen unbekanntes Konto bekommen hast, wirst du das erklären müssen.Es könnte aber auch sein, dass die Zinsen durch dein zusätzliches Einkommen höher ausfallen als es den Angaben nach möglich wäre.So könntest du auch noch Jahre nach deinem Abschluss in Schwierigkeiten geraten.

  • Mark sagt:

    Hallo,
    ich hätte mal eine Frage: Ich habe Bafög wie immer beantragt und der Freibetrag liegt ja bei 5400€. Ich hätte allerdings noch einen Ratenkredit für einen iMac ab zu bezahlen, dieser geht noch 13 Monate a ~52 Euro. Hinzu kommt noch, dass ich ein negatives Saldo auf meiner Kreditkarte angehäuft habe von ca. 1100€, welches durch mein Auslandspraktikum entstanden ist. Kann ich diese beiden “Schulden” irgendwie geltend machen und somit meinen Freibetrag erhöhen? Der Ratenkredit wird ja wohl sicherlich anerkannt oder ?
    Danke im Vorraus. Gruß.

    • Luisa sagt:

      Schulden werden mit Vermögen verrechnet nicht mit einkommen

  • Martin sagt:

    Hallo Luisa,
    ich habe folgenden Fall: Meine Tochter hat von 7/2010 bis 7/2015 Bafög bekommen, dieser Betrag wurde uns Eltern aufs Konto überwiesen.
    Sie hat für die 2er WG ein Konto auf Ihren Namen eröffnet, auf dieses Konto haben beide Väter mtl. ca. 250€ überwiesen. Dadurch dass wir immer rechtzeitig überwiesen haben und die Abbuchungen wie Miete, Strom etc. im Laufe des Monats stattfanden, war immer Geld drauf.
    Dieses Konto habe ich bei der Erklärung des Einkommens nie angeben.
    Jetzt kam Post von der Bafögstelle, das Bundesamt für Finanzen hat Zinseinkünfte der Kreissparkasse von 12€ in 2012 und 1€ in 2015festgestellt.
    Jetzt soll ich erklären wie es zu diesen Einkünften gekommen ist, und zusätzlich alle Einkommensaufstellungen zu den jeweiligen Antragsstellungen neu machen. Durch die Kontostände des Verwaltungskonto der gemeinsamen Wohnungen kommen hier ca.1800€ an diesen Terminen zusammen.
    Kann mir Bafög jetzt diese Kontostände zu den anrechnen? ImGrunde genommen ja nur zur Hälfte weil der Rest ja von der Mitbewohnerin kam.
    Oder kann man diese monatlichen Überweisungen alles sogenannte Elterngeld laufen lassen.
    Somit würde ja das erhaltene Bafög gleich wieder als Guthaben angerechnet werden. Ist das der Sinn von Bafög.

    Viele Grüße
    Martin (Vater)

  • Nick sagt:

    Hallo Luisa,

    ich arbeite zur Zeit an meinem Bafög Antrag für den Master SoSe1617. Ich war letztes und dieses Jahr überschneidend in einem freiwilligen Auslandspraktikum und habe dort auch ein Gehalt bekommen. Allerdings ist alles Geld für die teuren Lebenshaltungskosten vor Ort aufgewendet worden. Wirkt sich dieser Auslandsverdienst in irgendeiner Weise auf meinen Bafög-Antrag aus, 5400€ Freibetrag etc.? Und weisst Du, ob sich dieser Auslandsverdienst auch bei der studentischen Steuererklärung auswirkt?
    Vielen Dank im Voraus!
    Freundliche Grüße, Nick

    • Luisa sagt:

      Hey Nick,

      BAföG kann nicht rückwirkend bewilligt werden. Wenn du dich nicht vertippt hast und tatsächlich das SS 2016 + WS 2016/17 meinst, kannst du dir den Antrag sparen. Der Zug ist abgefahren. BAföG kann frühestens ab dem Kalendermonat gewährt werden, in dem der Antrag beim Amt eingeht.

      Einkommen das vor der Antragstellung bezogen wurde, beeinflusst dein BAföG nicht. Wenn du letztes Jahr im Ausland Geld verdient hast, in dieser Zeit kein BAföG bekamst und ab morgen BAföG beanspruchen möchtest, interessiert nur dein Einkommen ab morgen.

      Solltest du aber in der Vergangenheit zu viel BAföG bekommen haben, weil du parallel zum (Auslands-)BAföG den Freibetrag überschritten hast, kann das aufgrund der Rückzahlungsforderungen künftiges BAfÖg beeinflussen.

      Mir sind im Falle eines Auslandsaufenthalts keine weiteren BAföG Freibeträge bekannt. “Zur Vermeidung unbilliger Härten kann auf besonderen Antrag über die üblichen Freibeträge hinaus ein weiterer Teil des Einkommens anrechnungsfrei bleiben, soweit er zur Deckung besonderer Kosten der Ausbildung (z. B. Schulgeld) erforderlich ist. Dieser Antrag muss schriftlich spätestens bis zum Ende des Bewilligungszeitraums gestellt werden. Ein Formblatt ist hierfür nicht erforderlich.” (Vgl. Formblatt 1 BAföG)

      Deine Auslandseinkünfte sind in Deutschland steuerpflichtig. Eine “studentische Steuererklärung” im rechtlichen Sinne gibt es nicht. Für Studenten gelten dieselben Regeln wie für jeden anderen auch. Falls du dein Einkommen bereits im Ausland versteuert hast, solltest du folgendermaßen vorgehen und eine Doppelbesteuerung vermeiden.

      LG Luisa

  • Fabian sagt:

    Hallo Luisa,

    mein Bewilligungszeitraum wurde nur auf 6 Monate festgelegt.
    Nun bin ich in dem Zeitraum, arbeiten gegangen und habe insgesamt 4500 Euro Brutto verdient.
    Von dem Gehalt wurden ausschließlich Schulden abgezahlt.
    Die Bewilligung wird bei erzielten Leistungscredits um 1 weiteres Semester verlängert.
    Da ich nur 2700 Euro maximal verdienen darf wäre meine Frage, ob es möglich wäre, bei Verlängerung des Bewilligungszeitraumes den Zeitraum auf 12 Monate zu betrachten und somit einen möglichen Jahresverdienst von 5400 erreichen zu dürfen?
    Hinzu kommt das ich ja Schulden zu tilgen hatte.

    Liebe Grüße

    I

    • Luisa sagt:

      Hey Fabian,

      das solltest du am besten direkt deinen zuständigen Sachbearbeiter fragen. An sich wird der Bewilligungszeitraum nicht verlängert, sondern erneuert. Jeder Bescheid steht also erstmal so für sich und damit theoretisch auch die Berechnung.

      “Zur Vermeidung unbilliger Härten kann auf besonderen Antrag über die üblichen Freibeträge hinaus ein weiterer Teil des Einkommens anrechnungsfrei bleiben, soweit er zur Deckung besonderer Kosten der Ausbildung (z. B. Schulgeld) erforderlich ist. Dieser Antrag muss schriftlich spätestens bis zum Ende des Bewilligungszeitraums gestellt werden. Ein Formblatt ist hierfür nicht erforderlich.” (Vgl. Formblatt 1 BAföG)

      LG Luisa

  • Kathy sagt:

    Hallo Luisa, ein kurzes Szenario: Mein Bewilligungszeitaum geht von 09/16-09/17 und habe ein Pflichtpraktikum von 6 Monaten gemacht mit jeweils 700€/ Monat.

    D.h. 4200€ habe ich verdient, mir ist nicht ganz klar, wie das alles verrechnet wird.. mir wäre wichtig zu wissen, wie viel kann ich noch als Nebenjob verdienen, ohne dass es Kürzungen gibt?

    Wäre dankbar für deine Antwort 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Kathy,

      du kannst nach wie vor 5.400€ nebenbei verdienen. Das hat nichts mit deinem Pflichtpraktikum zu tun. Dein Pflichtpraktikum wird abzüglich Versicherungspauschale von knapp 21% vollständig an dein BAföG angerechnet. Sprich (4.200€ brutto – 21%)/12 Monate Bewilligungszeitraum = 276,50€ BAföG weniger pro Monat über den gesamten Bewilligungszeitraum oder entsprechend mehr, wenn das Pflichtpraktikum erst später gemeldet wurde.

      Einkommen aus deinem Nebenjob bleibt davon aber gänzlich unbeeinflusst.

      LG Luisa

  • Yannick sagt:

    Ich habe folgende Frage:
    Bewilligungszeitraum 09/16 – 08/17
    Einkommen als Werksstudent in 09-11/16 1700 € gesamt
    Pflichtpraktikum 06-09/17 4x 1550 €
    mtl. BAföG 500 € seit 09/16
    -wie wird das BAföG ab 06/17 gekürzt bzw. welcher Betrag muss zurückgezahlt werden. Für 09-11/16 musste nichts zurückgezahlt werden
    -geht man von Brutto aus, obwohl das Netto geringer ist (Lohnsteuer)?

    • Luisa sagt:

      Hey Yannick,

      da du als Werkstudent weniger als 5.400 Euro während des gesamten Bewilligungszeitraums verdienst, wird dir davon nichts abgezogen werden. Das Pflichtpraktikum fällt jedoch nicht darunter, da es rechtlich gesehen kein Nebenjob, sondern Teil der Ausbildung und dein daraus entstehendes Einkommen somit als Ausbildungsvergütung zählt. Die Ausbildungsvergütung wird bis auf den Abzug der Sozialversicherungspauschale von ca. 21% komplett vom BAföG abgezogen. Wie das gerechnet wird, hab ich eigentlich schon im Artikel erklärt.

      Hast du das Pflichtpraktikum und das daraus entstehende Einkommen direkt mit deinem BAföG Antrag mitgeteilt, lautet die Rechnung (1550€-21%):12 Monate. Hast du das nicht gemacht und stellst jetzt einen Aktualisierungsantrag verteilt sich die Gesamtsumme auf einen kürzeren Zeitraum bis zum Ende des eigentlichen BWZ. Also zum Beispiel (1550€-21%):5. Erfährt das Amt erst nach dem Praktikum davon musst du den Betrag (1550-21% = ca. 1224€) wahrscheinlich auf einen Schlag zurückzahlen. Unterm Strich bleibt die Summe also immer gleich.

      Deine Einnahmen aus dem Werkstudentenvertrag bleiben davon unberührt.

      LG Luisa

  • Jana sagt:

    Hallo.

    Ich hätte auch mal eine Frage.
    Ich werde ab April elternunabhängiges Bafög bekommen. Zusätzlich bin ich dabei, mir einen Studentenjob zu suchen. Da meine Hochschule aber in einer Stadt mit teuren Mieten liegt, wird es auch damit sehr schwer werden. (Aus hier nicht genannten Gründen muss ich eine eigene Wohnung haben, eine WG ist nicht möglich.)

    Nun hat mir meine Mutter angeboten, mich monatlich etwas zu unterstützen. Meine Frage ist deshalb, ob das Geld, das meine Mutter mir überweisen würde, dann als Einkommen für mich gerechnet werden würde und ich dann weniger Bafög erhalte oder ähnliche Konsequenzen entstehen könnten.

    Vielen Dank im Voraus.

    • Luisa sagt:

      Hey Jana,

      beim BAföG geht es nicht darum, wie viel dir deine Eltern tatsächlich zahlen, sondern nur darum die Höhe ihrer Unterhaltspflicht festzustellen. Wer Glück hat, bekommt beides. Wer Pech hat, kriegt keins von beidem. Es gibt im BAföG Antrag keine Möglichkeit Zahlungen dieser Art anzugeben. Daraus schließe ich, dass sie keine Rolle spielen.

      LG Luisa

      • Jana sagt:

        Hallo Luisa.

        Danke soweit.
        Aber da ich ja elternunabhängiges Bafög bekomme, haben meine Eltern mir gegenüber also keine Unterhaltspflicht.
        Und meine Frage bezieht sich darauf, ob Konsequenzen entstehen, wenn sie mir trotzdem etwas zahlen.

        Da es sich vermutlich um regelmäßige Zahlungen durch meine Eltern handeln wird, weiß ich nicht, ob ich das dem Bafög-Amt mitteilen muss und ob sich deshalb etwas an meinem Bafög-Anspruch ändert. Zählen die Zahlungen meiner Eltern dann als Einkommen oder Vermögen oder ist das dem Bafög-Amt tatsächlich egal?

        Es wäre super, wenn du mir speziell dazu nochmal etwas sagen könntest.

        Vielen Dank im Voraus.

        • Luisa sagt:

          Hey Jana,

          ich habe jetzt sicherheitshalber für dich bei der BAföG Hotline angerufen. Wie vermutet spielen freiwillige Zahlungen nicht unterhaltspflichtiger Personen (in diesem Fall deiner Eltern) keine Rolle. Es gibt im Antrag keine Möglichkeit solche Zahlungen anzugeben und du bist auch nicht verpflichtet, dies auf irgendeine andere Weise zu tun.

          LG Luisa

          • Jana sagt:

            Hallo Luisa.

            Vielen lieben Dank! 😀

  • Lisa sagt:

    Hi Luisa,

    für den Fall, dass man elternunabhängiges Bafög erhält (6 Jahre gearbeitet + Ausbildung):
    wird Geld angerechnet, dass ich trotz allem von meinen Eltern bekomme? Sozusagen als fürsorgliche Zuwendung ohne Unterhaltspflicht?

    Danke! 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Lisa,

      es wird grundsätzlich nicht das Geld angerechnet, das man von den Eltern tatsächlich bekommt, sondern nur die Höhe dessen, was die Eltern aufgrund ihres monatlichen Einkommens theoretisch zahlen müssten. Wie viel sie tatsächlich zahlen, kann man im Antrag nirgendwo angegeben. Im schlimmsten Fall bedeutet das, man bekommt weder Geld vom Amt noch von den Eltern. Im besten Fall bekommt man beides. Das gilt im übrigen für alle dir gegenüber NICHT unterhaltspflichtigen Personen. Folglich spielt auch die finanzielle Unterstützung durch den Partner keine Rolle sofern man nicht verheiratet ist.

      LG Luisa

  • N. sagt:

    Hallo Luisa,
    mein Freund unterstützt mich monatlich mit 370€ und bei meinem Nebenjob verdiene ich 270€ im Monat. Muss ich beim BAföG angeben, dass mein Freund mich unterstützt, oder gelten die 370€ sowieso als Freibetrag?

    • Luisa sagt:

      Hey,

      dein Freund ist dir gegenüber nicht zum Unterhalt verpflichtet, somit spielt sein Einkommen oder seine Unterstützung keine Rolle beim BAföG. Ich habe gerade extra nochmal im Antragsformular nachgeschaut. Es gibt keine Zeile, in die du eine solche Einnahme eintragen könntest.

      LG Luisa

  • Tim sagt:

    Hallo Luisa,

    ich bin ein wenig am Verzweifeln. Ich bin nebenberuflich schon seit mehreren Jahren als Online-Redakteur tätig und habe zwischen 100 und 310 € dort monatlich verdient und immer brutto erhalten (es gab nie Abzüge). Laut meinem Arbeitgeber laufen seine Abgaben über die Künstlersozialversicherung. Was bin ich also demnach? Künstler? Selbstständiger/Freier Mitarbeiter? Minijobber? Muss ich noch Steuern entrichten? Wie ist das insgesamt steuerrechtlich zu bewerten und vor allem wie viel darf ich verdienen, um keine Kürzungen beim Bafög befürchten zu müssen?
    5.400 € gelten ja nur als Grenze bei abhängig Beschäftigten, richtig? Das bin ich aber nicht, da ich keinen Vertrag habe, sondern alles mehr oder weniger formlos geregelt wurde.
    Ich bin gerade stark am Zweifeln, ob es sich dann bei gewissen Grenzen überhaupt noch lohnt, so viel arbeiten zu gehen.
    Vielleicht kannst du was Licht ins Dunkle bringen?

    • Luisa sagt:

      Hey Tim,

      diese Fragen solltest du deinem Arbeitgeber stellen, der kann sie sicher besser beantworten als ich. Ich vermute, er sieht dich als Freiberufler. Wenn du das googelst, wirst du unter diesem Begriff klar definierte Berufe finden, zu denen auch Autoren gehören. Du kannst damit selbstständig tätig sein, ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Vielleicht bist du aus Sicht deines Arbeitgebers aber auch Minijobber und damit abhängig beschäftigt. Das kann nur er dir sagen.

      Steuern musst du sicherlich nicht zahlen. Dafür ist dein Einkommen viel zu gering. Mit dem von dir genannten Einkommen bist du auch noch im Rahmen der BAföG Freibeträge für selbstständige Arbeit (3480€ pro Jahr).

      LG Luisa

  • Louisa sagt:

    Hallo Luisa,
    danke für diesen Beitrag. Mich interessiert besonders der Praktikum Part. Ich werde voraussichtlich ab Februar 2017 ein 6-monatiges Praktikum machen. Die Vergütung ist monatlich 1.500 Euro. Bisher bekomme ich BaföG-Höchstsatz. Wie verrechnet sich das? bekomme ich einfach für das zweite Semester gar kein Bafög oder muss ich damit rechnen, etwas zurückzuzahlen? Im erstem Semester des aktuellen Bewilligungszeitraum habe ich ein Erasmus Jahr absolviert, also kein Geld verdient.
    Ich danke dir im Voraus für deine Antwort, Louisa

    • Luisa sagt:

      Hey Louisa,

      beim Praktikum kommt es darauf an, ob du es freiwillig machst oder ob es in deinem Studienplan fest vorgeschrieben ist. Machst du es freiwillig, stehen dir 5.400 Euro Freibetrag zu. Von der Differenz (in deinem Fall 9.000 – 5.400 = 3.600) wird eine Sozialversicherungspauschale von ca. 20% abgezogen und der Rest in zwölften von deinem monatlichen BAföG abgezogen (ca. 240€). Du bekommst also über das ganze Jahr weniger, nicht gar nichts. Ist es ein Pflichtpraktikum fällt der Freibetrag weg.

      Wie jetzt genau verfahren wird, hängt davon ab, wann du das Praktikum meldest und wie viel in deinem Fall abgezogen werden muss. Machst du es vor dem Bewilligungszeitraum dann wird wie eben erläutert verfahren. Meldest du es mittendrin, kann es sein, dass du ab da nichts mehr bekommst, weil nur noch mit den verbleibenden Monaten bis zum Ende des Bewilligungszeitraums gerechnet werden kann. Meldest du es im Nachhinein, musst du den Überschuss es (mehr oder weniger) sofort zurückzahlen.

      LG Luisa

  • Anna sagt:

    Hi Louisa,
    Ich bin jetzt im siebten Semester (Regelstudienzeit) und bekomme auch schon durchgehend Bafög. Jetzt läuft das siebte Semester im März aus und ab da gibt’s natürlich auch kein Geld mehr 😛 ich habe ab so ca Ende Dezember einen Job in Aussicht (Verdienst ca. 700-800€/monatlich). Muss ich das dem Amt melden? Weil von Januar bis März verdiene ich ja dann max. 2400€ und liege somit unter 5400€ für den BWZ.. Oder muss ich es trotzdem melden?
    Lg 🙂

    • Luisa sagt:

      Hey Anna,

      theoretisch musst du es melden, es hat aber praktisch keine Auswirkungen auf dein BAföG, da du unterm Freibetrag bleibst.

      LG Luisa

  • Pajtim sagt:

    Hallo Luisa,

    Ich habe Bafög und Unterhalt beantragt, bekomme auch beides. Während meiner Ausbildungszeit bekomme ich 12000 € Abfindung, muss ich jetzt damit rechnen das ich nichts mehr bekomme?

    Mfg Pajtim

    • Luisa sagt:

      Hey Pajtim,

      die Abfindung wird wahrscheinlich erstmal als Einkommen angerechnet. Davon bleiben 5.400€ frei. Die restlichen 6.600€ werden durch 12 geteilt und abzüglich Sozialversicherung von deinem BAföG abgezogen. Das mindert auf jeden Fall dein BAföG. Je nachdem wie viel du bekommen hast, kann es sein, dass du dann für diesen und/oder nächsten Bewilligungszeitraum kein BAföG mehr bekommst. Du kannst es dann danach aber wieder beantragen.

      LG Luisa

  • Marco Freitag sagt:

    Hall Luisa,
    meine Frau bekommt elternunabhängiges Bafäg, gemindert durch mein Einkommen.
    Meine Frage, wenn meine Eltern/ Geschwister mir jetzt einen größeren Betrag schenken (durch Auszahlung des Erbes), wird das bei mir dann als Einkommen angerechnet (was zur weiteren Minderung des Bafögs meiner Frau führen würde) oder zählt das dann als mein Vermögen ( was dann für ihr Bafög irrelevant sein dürfte) ?

    Viele Grüße
    Marco

    • Luisa sagt:

      Hey Marco,

      diese Frage kann ich dir nicht mit absoluter Sicherheit beantworten. Schlussendlich wird bei deiner Frau immer dein Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr als Grundlage genommen. Dein Einkommen aus 2016 interessiert das BAföG Amt also erst 2018. Den Nachweis erbringst du mit deinem Einkommenssteuerbescheid. Sind diese Einnahmen steuerrechtlich relevant? Gelten sie in der Steuererklärung als Einkommen? Dann tun sie das vermutlich beim BAföG.

      Im Zweifelsfall gibt ein Anruf beim BAföG Amt Klärung.

      LG Luisa

  • Mark sagt:

    Ich habe geheiratet. Hat das Vermögen meines Ehepartners Einfluss auf mein Bafög?

    Danke

    • Luisa sagt:

      Hey Mark,

      herzlichen Glückwunsch 🙂

      Ja das Einkommen der Ehepartner/in wird an dein BAföG angerechnet, sofern es den Freibetrag von 1.145 Euro netto übersteigt. Der Freibetrag erhöht sich um 520 Euro für jedes unterhaltspflichtige Kind. Deine Eltern bleiben trotz deiner Ehe dir gegenüber unterhaltspflichtig bis du deine Ausbildung abgeschlossen hast. Wenn ihr Einkommen bisher beim BAföG angerechnet wurde, wird es das auch weiterhin.

      LG Luisa

  • Hoang Anh sagt:

    Hey Luisa,
    vielen Dank für deinen tollen Blog.
    Ich habe letztes Jahr den Höchstsatz noch bekommen an Bafög und vermutlich werde ich ihn auch im kommende Semester bekommen.

    Ich bin gerade dabei meinen Bafög Antrag zu stellen, leider ist die Immatrikulation für das neue Studium noch nicht da.
    Nun zur meiner Frage:
    wenn ich max 2160€(knapp 180€ im Monat) durch meinen Minijob (arbeite bei nem Herrenausstatter) bekommen sollte und max 3240 € (270/monatlich) durch Promotionjobs (selbständige Arbeit) = Gesamt 5400€ besteht die Möglichkeit dass ich noch den Höchstsatz bekomme oder werde ich am Ende des Jahres was zurückzahlen, beziehungsweise werde ich von vornherein schon weniger bekommen?
    Liebe Grüße Hoang Anh

    • Luisa sagt:

      Hey Hoang Anh,

      was deinen Job beim Herrenausstatter angeht, bist du save. Einkommen aus selbstständiger Arbeit wird ein bisschen anders berechnet, weil es dafür keine Werbekostenpauschale gibt, sondern tatsächliche Kosten veranschlagt werden. Grundsätzlich gilt ein Einkommensfreibetrag von 290 Euro monatlich egal, auf welche Art das Geld verdient wird + Kosten (Werbekostenpauschale für Angestellte oder tatsächliche Kosten für Selbstständige sowie Sozialabgaben). Daraus ergibt sich für Angestellte ein 450 Euro Job. Bei Selbstständigen kann es mehr oder weniger sein. Da du beide Einkommensarten mischst und ich deine Aufwendungen für die selbstständige Arbeit nicht kenne, lässt sich die Frage nicht eindeutig beantworten. Aber vielleicht kannst du es dir ja jetzt selbst ausrechnen, ob das hinkommt.

      LG Luisa

      • Hoang Anh sagt:

        Vielen Dank für deine schnelle Antwort Luise

        soweit ich es richtig verstanden habe, betreffen die 290€/monatlich (Freibetrag: 3480€ im Jahr) nur die selbständige Arbeit…?

        Falls ist nun keine weiteren Aufwendungen habe, kann ich dann davon ausgehen noch den Höchstsatz zu bekommen, bzw. wenn ich weniger nach meinem Angaben bekomme und tatsächlich weniger Geld verdiene, wird mein Bafög noch angepasst, erhöht oder als einmal Zahlung am Ende mir gutgeschrieben?

        Gruss Hoang Anh

        • Luisa sagt:

          Hey,

          nein, die 290 Euro monatlich betreffen jegliches Einkommen deinerseits. Unabhängig davon, ob angestellt oder selbstständig. Als Angestellter kommt man durch die Werbekostenpauschale und die Sozialversicherung auf 450 Euro. Weil das einfacher zu merken ist und die genaue Berechnung für die meisten keine Rolle spielt, wird meist das als Freibetrag kommuniziert. Streng genommen sind es aber 290 Euro Einkommen + Kosten für jeden, egal ob angestellt oder nicht. Der Unterschied ist nur, dass man beim Angestellten pauschal sagen kann, was das brutto ausmacht. Bei selbstständigen nicht. Im übrigen dürfen auch Angestellte mehr verdienen, wenn ihre tatsächlichen Werbekosten die Pauschale übersteigen.

          Solltest du am Ende mehr verdient haben als du vorher geschätzt hast, wird dir die Differenz im folgenden Bewilligungszeitraum gekürzt. Wie es sich verhält, wenn man weniger als vermutet verdient hat, weiß ich nicht. Das kann dir das Amt sicher am besten selbst beantworten.

          LG Luisa

  • Niki sagt:

    Hey Luisa;
    Hab deinen Blog ein bisschen durchforstet und bin mega froh über die vielen Infos 🙂

    meine Frage:
    Bekomme ich noch den Bafög-Höchstsatz, wenn ich;
    – 24oo € durch Ehrenamtliche arbeit verdiene (jährlich)
    – ein 3oo€ monatliches Stipendium bekomme
    und noch aus selbstständiger Arbeit 4oo€ monatlich verdiene?

    vergangene Woche habe ich das Bafög-Amt angerufen und die meinten, dass der Freibetrag aus selbstständiger Arbeit geringer ist wie aus nichtselbstständiger, da es eben noch keine Werbekosten pauschale abgezogen wurde –

    Viele Grüße, Niklas

    • Luisa sagt:

      Hey Niklas,

      der eigentlich Freibetrag liegt für alle bei 255 € (ab Okt. 2016 290 €) brutto im Monat. Durch die Werbungskostenpauschale von 1.000 € bei abhängig Beschäftigten und die Sozialversicherungspauschale von 21,3% erhöht sich der Gesamtfreibetrag für diese Einkommensart auf 400 € monatlich / 4.800 € jährlich.
      Bei Selbstständigen wird die Werbungskostenpauschale durch tatsächlich angefallene Kosten ersetzt. Diese können durchaus genauso hoch, niedriger oder aber auch höher als bei Angestellten sein. Deswegen lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel Selbstständige einnehmen können ohne Abzüge beim BAföG zu haben. Dein jährlicher Gewinn (!) sollte im Moment 3890 € bzw. ab WS 2016/17 4400 € nicht überschreiten. Freibeträge für deine ehrenamtliche Tätigkeit und 300€ Stipendium kommen oben drauf.

      LG Luisa

  • Tanja sagt:

    Hallo Luisa,
    danke für den super Artikel. Weißt du vielleicht ob der Freibetrag von 485 € für das Kind, werden die nur von einem Lohn (meinem ODER meines Mannes) oder von jedem Lohn (sowohl meinem als auch dem meines Mannes) abgezogen?? Bin da total durcheinander und werde hieraus auch nicht schlau http://www.bafög.de/de/einkommen-der-auszubildenden-198.php
    Ich, als Studierende mit Kind, dürfte doch eigentlich etwas mehr als die 450€/Monat anrechnungsfrei verdienen, oder? Du hast doch zwei Racker, dann orientierst du dich bestimmt besser als ich 😉
    Liebe Grüße!
    Tanja

    • Luisa sagt:

      Hey Tanja,

      die 485€ kannst du auf dein eigenes Einkommen aufrechnen sofern dein Kind nix selbst verdient.

      LG Luisa

  • Sara sagt:

    Hallo Luisa,

    ich mache momentan ein Praktikum im 4. Semester und bekomme dafür monatlich 320,- Euro. Das Bafög-Amt hat mir über den gesamten BWZ das Geld angerechnet, obwohl ich es laut Praktikumsvertrag als Aufwandsentschädigung erhalte.

    Wie kann das sein? 🙁

    LG,
    Sara

    • Luisa sagt:

      Hey Sara,

      die Vergütung von Pflichtpraktika gilt als Ausbildungsvergütung und wird daher vom BAföG abgezogen. Dabei wird der Gesamtbetrag, den du dort verdienst genommen und auf den gesamten Bewilligungszeitraum verteilt. Wenn du also 6 Monate a 320€ bekommst, werden dir 12 Monate je 160€ abzüglich Sozialversicherung vom BAföG gestrichen. Das ganze Aufwandsentschädigung statt Gehalt oder Lohn zu nennen, reicht nicht, um die Anrechnung zu umgehen.

      LG Luisa

  • Lisa sagt:

    Was genau meint ihr mir “Beim BAföG-Amt werden der allgemeine Einkommensfreibetrag von 4800 € und die Ehrenamtspauschale bzw. Übungsleiterpauschale zusammengezogen.”?
    Versteh ich es richtig, dass ich einen Minijob (400 Euro/Monat) haben darf und im Jahr 2400 Euro als Übungsleiter verdienen darf ohne Abzüge beim Bafög zu haben?

  • Ein kleiner Fehler findet sich im Artikel: Als Student bekommt man grundsätzlich 21,5% Sozialpauschale – selbst wenn man selbständig tätig ist. Denn der Status als Auszubildender geht vor und aus dem ergibt sich die Sozialpauschale.

  • Sebastian sagt:

    Hallo,
    ich beziehe seit dem WS 2014/15 Elternunabhängiges BAföG und habe daneben noch einen 400 Euro Job.
    Da ich auch mit diesem Einkommen recht schwierig auskomme, unterstützen mich meine Eltern mit einem monatlichen Zuschuss. Muss ich das melden bzw. gibt es hier auch Grenzen wieviel ich monatlich von meinen Eltern oder Großeltern bekommen darf?

  • Steve sagt:

    Hallo Luisa,
    gute Zusammenstellung.

    Allerdings bin ich der Meinung, dass du den Aspekt mit der Anrechnung der Praktikumsvergütung (bei einem Pflichtpraktikum) insofern mehr hättest herausstellen sollen, als das sich daraus nämlich eine ziemlich hohe Rückforderung seitens des BAföG-Amtes ergeben kann. Dieser Aspekt führt meiner Erfahrung nach bei Studenten zu schockähnlichen Zuständen.

    Wenn bspw. der BWZ von 10/12 – 09/13 läuft und das Praktikum in 03/13 beginnt, wurde man für die Monate Oktober bis Februar überzahlt und dieses Geld will das Amt zurück haben. Je nach Höhe des monatlich anzurechnenden Betrages können sich daraus Beträge im 4-stelligen Bereich ergeben.

    Man kann jedoch einen Stundungsantrag stellen. Das Amt rechnet dann aber nochmal irgendwie 20 % im Wege der Aufrechnung monatlich an.

    • Luisa sagt:

      Hallo Steve,

      danke für den Hinweis. Da hast du natürlich recht. Ich werde das im Artikel ergänzen.

      Allerdings ist zu beachten, dass jegliche Änderung des Einkommens unverzüglich dem Amt mitzuteilen ist. In der Regel weißt du ja vor dem Praktikum (wenn auch evtl. nur sehr kurzfristig) wann es beginnt und kann es dem Amt vor Beginn anzeigen.
      Ausgehend von deinem Beispiel, müsste man also in 02/13 einen Änderungsantrag stellen. Das Amt berechnet die Höhe deines Beitrags neu und du bekommst dann von 03/13 bis zum Ende des regulären Bewilligungszeitraums in 09/13 entsprechend weniger BAföG. Bezogen auf mein Beispiel im Artikel wären das dann 6x 262€ monatlich weniger statt 12x 131€. Das tut in dem Moment natürlich deutlich mehr weh.

      Genau so ging es meinem Mann und mir bei unseren Praktika auch. Jedoch mussten weder er noch ich die Differenz aus den Vormonaten auf einen Schlag zurückzahlen, noch irgendetwas beantragen. War das bei dir so?

      Im übrigen hatte ich auch mal in einem Jahr ein höheres Einkommen als erwartet. Der Teil, der über den Freibetrag hinausging, wurde im folgenden Bewilligungszeitraum einfach anteilig abgezogen. Ebenfalls ohne irgendetwas beantragen zu müssen.

      Ob das im Ermessen der Sachbearbeiter liegt?

      • Steve sagt:

        Hi,

        also bei mir und einigen Bekannten war es so, dass das BafögAmt das Einkommen auf der BWZ runtergebrochen hat und der läuft zumeist 12 und nicht 6 Monate.

        Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass man verpflichtet ist, unverzüglich anzuzeigen, dass ändert aber das ändert meiner Meinung nach nix, eben weiles auf den BWZ runtergebrochen wird.

        Dein Bsp., dass es dann auf 6 Monate runtergebrochen wird, greift ja dann schon nicht, wenn die Überzahlung so hoch ist, dass du bei Dopplung einen negativen Auszahlungsbetrag hättest.
        Ich hatte ne Überzahlung von 327€ bei Dopplung (also 6 Monate) wären es 654 gewesen, aber ich hatte gerade mal 600 € Anspruch.

        Ich habe es auch schon erlebt, dass Studenten, die in den ersten Monaten des BWZ ihr Pflichtpraktikum machten und ne Anrechnung hatten, dann im kompletten weiteren BWZ diese Anrechnung hatten, auch wenn kein Praktikum mehr war. Begründung: man hätte ja ansparen können.

        Ich glaube, dass da auch kein wirklicher Ermessensspielraum beim SB ist, das entsprechende Gesetz ist ja an sich eindeutig.

        Naja die Wirren des Bafögs 😀

        • Luisa sagt:

          Danke für dein Beispiel.

          Ja die Anrechnung erfolgt immer über den kompletten BWZ. Egal wie lang dein Praktikum geht, dein BAföG wird für die kompletten 12 Monate gekürzt. Nur wenn du es eben erst im Laufe des BWZ anmeldest, geht das so in der Form an sich nicht. Da sind wir uns einig und da gibt es auch keinen Ermessensspielraum.

          Meine Erfahrung ist da eben, dass die Kürzung bzw. die Rückzahlung der bisher zu viel geleisteten Förderungsbeiträge auf den restlichen BWZ umgelegt wird.

          Daran, dass die Überzahlung wie bei dir höher sein könnte als der eigentliche Anspruch hatte ich nicht bedacht. Allerdings musst du wohl auch eine ziemlich hohe Praktikumsvergütung gehabt haben oder? Ich ging von dem mir bekannten Durchschnitt als Beispiel aus, aber klar gibt es auch mal den ein oder anderen, der über 1000 € monatlich bekommt. Da kann das durchaus sein, dass das mit der Dopplung nicht aufgeht oder auch, wenn man grundsätzlich ehr wenig BAföG bekommt, wäre so ein Fall denkbar. Dann müssen natürlich andere Rückzahlungsmodalitäten befinden werden als in meinem Beispiel.

          Schlussendlich sind wir uns auch einig, dass das Amt ausschließlich in Summen denkt. Es ist vollkommen irrelevant, wann das Praktikum stattfindet und wie lange es dauert. Das Amt will nur wissen, wie viel du insgesamt dort verdienst und zieht dir das von der Förderungssumme des BWZ ab. Das heißt im Umkehrschluss es ist egal, ob das Praktikum am Anfang, Ende oder Mitte des BWZ stattfindet, das Geld wird auch davor und danach weniger. Damit muss man auf jeden Fall rechnen.

          Von daher gut, dass du nochmal darauf hinweist. 🙂

  • Gut sagt:

    Wichtig zu erwähnen wäre noch die elternunabhängige Förderung. Wer 5 Jahre Berufstätigkeit nachweisen kann, der hat einen immensen Vorteil. Denn wessen Eltern nicht gerade schlecht verdienen, der schaut meist in die Röhre.

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