Studieren mit Kind: Hier erhältst du finanzielle Unterstützung

Studieren mit Kind – Das Finanz 1×1

studieren mit kind

Studieren mit Kind ist immernoch eine Ausnahme an deutschen Hochschulen. Wenn du ein Kind hast, dann gelten für deine Studienfinanzierung einige Besonderheiten, die für deine Kommilitoninnen und Kommilitonen irrelevant sind. Und gerade weil wir Studis mit Kind so selten sind, sind für uns relevante Informationen oft nur schwer zu finden. Häufig wissen nicht mal die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in den Ämtern bescheid. Dies führt leider dazu, dass wir Gelder, die uns zustehen, entweder gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen bekommen.

Nach mittlerweile sechs Jahren Studium mit Kind und intensivem Austausch mit anderen studierenden Eltern habe ich nun hier die wichtigsten Infos zusammengetragen, wie du dir dein Studium mit Kind finanzieren kannst.

Studieren mit Kind: Das Finanz 1x1

1) Mehrbedarf für Schwangere  nach SGB II

Auch wenn Studierende generell keinen Anspruch auf ALG II haben (Ausnahme Härtefall s.u.), so können Studentinnen einen schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf von aktuell 62,56 € (69,53 € bei Alleinerziehenden) monatlich für Medikamente und Lebensmittel (§ 21 Abs. 2 SGB II) geltend machen.

Der Antrag auf Mehrbedarf ist ab der 13. Schwangerschaftswoche beim zuständigen Jobcenter zu stellen. Es ist notwendig, einen kompletten ALG II-Antrag auszufüllen. Falls du nicht gerade beurlaubt bist und regulär weiterstudierst, ist es ratsam ein gesondertes Schreiben hinzuzufügen, in dem ausdrücklich ausschließlich der Mehrbedarf beantragt wird.

Des Weiteren können einmalige Leistungen für Umstandskleidung (206 €), Babyerstausstattung (311 €), Kinderwagen (100 €), Kinderbett (100 €) und Hochstuhl (15 €) (§ 24 Abs. 3 SGB II) beantragt werden.

Der Antrag hierfür ist ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat beim zuständigen Jobcenter zu stellen.

2.)Alleinerziehendenmehrbedarf nach SGB II

Alleinerziehende mit einem Kind unter sieben oder zwei Kindern unter 16 Jahren können darüber hinaus zusätzlichen Mehrbedarf anmelden (§ 21 Abs. 3 SGB II). Der Regelsatz hierfür beträgt momentan 147,24 €.

2) Bundesstiftung Mutter und Kind

In besonderen Härtefällen ist es möglich finanzielle Unterstützung von der Bundesstiftung Mutter und Kind zu erhalten. Höhe und Dauer richten sich grundsätzlich nach der individuellen finanziellen Notlage der werdenden Mutter. Grundsätzlich gilt, dass die Stiftung Zuschüsse nachrangig gewährt. Du musst also auf jeden Fall zuerst einen Antrag beim Jobcenter stellen. Die Stiftung kann dann ggf. Die gewährten Leistungen ergänzen.

Andersherum dürfen die Leistungen der Stiftung nicht an Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angerechnet werden.

3) Mutterschutzlohn

Solltest du dich während der Schwangerschaft in einem Angestelltenverhältnis befinden, aber nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten dürfen (gesetzliches oder ärztlich verordnetes Beschäftigungsverbot), dann erhältst du bis zu Beginn der Mutterschutzfrist (sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin) Mutterschutzlohn. Dieser entspricht deinem durchschnittlichen Gehalt der letzten drei Monate (§ 11 Abs. 1 MuSchG).

Der Antrag ist formlos unter Vorlage eines Attests bei deinem Arbeitgeber zu stellen.

4) Mutterschaftsgeld für angestellte

Das Mutterschaftsgeld betrifft wie das Wort schon suggeriert ausschließlich Frauen und auch nur solche, die sich in einem Angestelltenverhältnis befinden und selbst sozialversichert sind. Dabei ist es erstmal unerheblich, was für ein Job es genau ist. Er muss nur nicht-selbstständig ausgeübt werden und der Arbeitsvertrag muss sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes bestehen. Das ist nämlich die Mutterschutzfrist, also die gesetzlich vorgeschriebene Frist, in der dein Arbeitgeber dich nicht beschäftigen darf. In dieser Zeit bekommst du dein volles Gehalt weitergezahlt. Dies teilen sich dein Arbeitgeber und deine Krankenversicherung untereinander. Alles was du tun musst, ist deinem Arbeitgeber und der Krankenversicherung rechtzeitig bescheid geben. Du bekommst dafür einen Nachweis von deinem Gynäkologen.

Mutterschaftsgeld für selbstständige und familienversicherte

Schwangere, die bei ihren Eltern oder Ehegatten familienversichert sind oder eine private Krankenversicherung haben, erhalten nur eine Einmalzahlung 210 €, werden aber natürlich genauso freigestellt, wie gesetzlich versicherte.

Solltest du selbstständig erwerbstätig sein, hast du nur Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn du freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld versichert bist.

Das Antragsformular und alle wichtigen Infos findest du hier.

5) Kindergeld für dein Kind

Kindergeld steht in Deutschland jedem zu, der das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in Ausbildung ist, keine Berufsausbildung abgeschlossen hat und keiner „anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit“ nachgeht .

Kindergeld für dich selbst

Anders ausgedrückt, du kannst Kindergeld nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich selbst erhalten, wenn du selbst noch keine 25 Jahre alt bist, im Studium steckst, nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitest und nicht mehr als ein Minijobber verdienst.

Beim Kindergeld zählen nur die eigenen Voraussetzungen. Das Einkommen und Vermögen der Eltern spielt für den Anspruch  auf Kindergeld keine Rolle. Du könntest also auch eine Million € irgendwo auf der Bank haben, deine Kinder hätten trotzdem Anspruch. Dasselbe gilt für das Einkommen deiner Eltern und deinen eigenen Kindergeldanspruch.

Erfüllst du die Kriterien selbst nicht, kannst du aber auf jeden Fall Kindergeld für dein Kind beantragen.

Wie viel Kindergeld bekomme ich?

Die Höhe des Kindergeldes hängt von der Anzahl der Kinder ab. Die ersten beiden erhalten aktuell je 194 Euro. Für das dritte 200 € und für jedes weitere 225 € monatlich gewährt (Stand Januar 2018).

Ein Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jeden Monat, in dem wenigstens an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben. Sprich, der Anspruch besteht für den vollen Monat, auch wenn das Kind am letzten Kalendertag des Monats geboren wurde. Er verjährt vier Jahre nach dem Jahr der Entstehung. Wenn dein Kind irgendwann 2010 geboren wurde und du aus welchen Gründen auch immer noch kein Kindergeld beantragt hast, solltest du das jetzt noch ganz schnell nachholen!

Den Antrag kannst du online ausfüllen und bei deiner zuständigen Familienkasse einreichen.

Studieren mit Kind

6) Kinderzuschlag

Für jedes Kind, für das man Kindergeld beantragt, kann man zusätzlich einen Kinderzuschlag beantragen, sofern sich das Einkommen der Eltern in bestimmten Grenzen bewegt.

Elternpaare müssen mindestens 900 € monatlich einnehmen. Für Alleinerziehende sind 600 € das Mindestmaß. Dazu gehört jegliches Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit, BAföG, Stipendien, Unterhaltszahlungen, Wohngeld etc. Ausgeschlossen ist dabei der gleichzeitige Bezug von  Hartz IV.

Die Höchstgrenzen ist dort, wo dein komplettes Einkommen + Wohngeld und Kinderzuschlag den Hartz IV - Betrag übersteigen.

Wie hoch ist der Kinderzuschlag?

Dabei beträgt der Kinderzuschlag höchstens 160 €/Monat je Kind und wird zusammen mit dem Kindergeld monatlich gezahlt.

Klingt kompliziert? Ist es auch!

Vielleicht hilft dir aber der Kinderzuschlagrechner ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Sollte das mit dem Kinderzuschlag bei dir klappen, hat dein Kind auch noch Anspruch auf folgende zusätzliche Leistungen 

Leistungen für Bildung und Teilhabe

  • eintägige Ausflüge von Schule oder Kindertagesstätte,
  • mehrtägige Klassenfahrten von Schule oder Kindertagesstätte,
  • Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf
  • Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule,
  • angemessene Lernförderung,
  • gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der Schule, Kindertagesstätte oder Hort sowie
  • Leistungen für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft

Der Kinderzuschlag ist genau wie Kindergeld bei der Familienkasse zu beantragen.

7) Elterngeld

Wie eben schon erwähnt, haben auch Studierende nach der Geburt eines Kindes Anspruch auf Elterngeld. Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung ähnlich dem Arbeitslosengeld I und soll den Verdienstausfall während des ersten Jahres nach der Geburt des Kindes auffangen. Es entspricht 65 bis 100 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt, jedoch mindestens 300 € und maximal 1800 €.

Daraus folgt, dass du auch einen Anspruch auf Elterngeld hast, wenn du vor der Geburt deines Kinder gar keinen oder nur einen geringfügigen Job hattest.

Gewährt wird das Elterngeld bis zu 14 Monate nach der Geburt des Kindes. Alleinerziehende können die 14 Monate komplett allein in Anspruch nehmen. Bei Elternpaaren muss die Zeit geteilt werden. Dabei muss jeder Elternteil mindestens zwei Monate beanspruchen und mindestens einer von beiden muss tatsächliche Einkommenseinbußen nachweisen, um die 14 Monate voll geltend machen zu können.

Das bedeutet, wenn beide studieren und nur einer von beiden einen Job (Minijob reicht) während der Elternzeit hat, können beide Elterngeld beantragen. Wenn beide studieren und keiner von beiden einen Arbeitsvertrag hat, kann nur einer von beiden Elterngeld bekommen und das auch nur für zwölf Monate. Dabei sind alle denkbaren Konstellationen möglich. In den meisten Fällen beansprucht die Mutter aber 12 Monate, während der Vater zwei Monate in Anspruch nimmt. Möglich ist aber auch, dass sich die Betreuungszeiten beider Elternteile überschneiden. Du musst also nicht warten bis deine bessere Hälfte die Elternzeit beendet. Ihr könnt auch beide gleichzeitig sieben Monate Elterngeld beziehen.

Falls dir jetzt ein wenig der Kopf bezüglich einiger Begrifflichkeit schwirrt, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ElternZEIT und ElternGELD nicht dasselbe ist.

Nicht jeder in Elternzeit bezieht Elterngeld

Die ElternZEIT ist eine Freistellung vom Job, auf die du gesetzlichen Anspruch von drei Jahren hast. Sie beginnt frühestens mit der Geburt des Kindes und endet spätestens am achten Geburtstag des Kindes. Die ElternZEIT ist also nach Absprache mit deinem Arbeitgeber frei einteil- und stückelbar, während es die Mutterschutzfrist nicht ist. Anspruch auf ElternZeit haben sowohl Mütter als auch Väter, was sie ebenfalls von der Mutterschutzfrist unterscheidet. Seit dem 1. Januar 2018 gilt das Mutterschutzgesetz auch fürs Studium, wobei du selbst entscheiden darfst, ob du von der Mutterschutzfrist im Studium Gebrauch machen willst oder nicht.

Das ElternGELD ist eine Lohnersatzleistung, die dir in den ersten 14 Monaten nach der Geburt deines Kindes vom Staat gewährt wird.

Du kannst also in ElternZEIT sein ohne Anspruch auf ElternGELD zu haben, wenn du länger als 14 Monate deine Arbeitszeit zu Gunsten der Kindererziehung und -pflege reduzierst.

Auch solltest du wissen, dass du während der ElternZeit bis zu 30 Stunden wöchentlich arbeiten darfst und in dieser Zeit unkündbar bist. Ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung bei Ablauf von zeitlich begrenzten Arbeitsverträgen besteht allerdings nicht.

Falls du wissen willst, wie viel Elterngeld dir mit deinem Verdienst zusteht, dann empfehle ich dir, den Elterngeldrechner des BMFSFJ.

Der Antrag ist bei der Elterngeldstelle des zuständigen Jugendamts zu stellen.

8) Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeldgesetz ist am 21. Juli 2015 vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt worden. Alle, die vor diesem Datum einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, können bis zum Ende des Bewilligungszeitraums weiterhin Betreuungsgeld erhalten und müssen dieses nicht zurückzahlen. Es sind jedoch keine neuen Anträge mehr möglich.

Das Betreuungsgeld war zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat deines Kindes  relevant, wenn  keine Betreuung durch eine Kita oder Tagesmutter in Anspruch genommen wurde und dein Kind nach dem 1. August 2012 geboren wurde. Das Betreuungsgeld betrug  150 € monatlich und war einkommensunabhängig.

9) Kinderbetreuungskosten

Je nach Bundesland werden die Betreuungskosten für dein Kind unterschiedlich subventioniert. In der Regel wird das Einkommen der Eltern dafür zugrunde gelegt. In Berlin sind die letzten drei Jahre vor der Einschulung sogar kostenlos (bis auf 23 € Verpflegungspauschale monatlich) für alle. Im Grunde zahlt man hier also nur Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Der Mindestbetrag beläuft sich in Berlin auf 48 € (inkl. Verpflegung) monatlich. In Berlin wird auch nicht zwischen Tagesmutter und Betreuung in einer Kindertagesstätte unterschieden.

Ich weiß, dass das in anderen Bundesländern ganz anders sein kann. Leider mag Tante Google mir aber nicht verraten, wie das in genau geregelt ist. Ich freue mich daher über Hinweise deinerseits, die ich hier gern ergänzen werde.

Kinderbetreuung in Randzeiten

  • 1. Kind: neun Monate je 150 Euro
  • 2. Kind: neun Monate je 200 Euro
  • ab 3. Kind: zwölf Monate je 300 Euro.
    Voraussetzung für diesen Leistungsumfang ist, dass für dieses Kind seit dem vollendeten 14. Lebensmonat kein Platz in einer staatlich geförderten Kindertagesstätte in Anspruch genommen wurde.
BAföG beantragen

BAföG Freibeträge mit Kind

Wenn du dein Studium mit BAföG finanzierst, solltest du wissen, dass du als Elternteil 520 € pro Kind zusätzlich zu den üblichen 450 € Einkommen monatlich anrechnungsfrei dazuverdienen darfst. Wahrscheinlich wirst du neben Studium und Kind kaum Zeit haben so viel nebenher zu arbeiten, aber es ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass du als Mutter oder Vater mehr als 5400 € im Jahr erwirtschaften darfst, ohne dass dir das BAföG-Amt was abzieht. Außerdem darfst du als Mutter oder Vater ein höheres anrechnungsfreies Vermögen besitzen als kinderlose Studierende.

Wenn der Familienzuwachs noch in der „Auslieferung“ ist oder du dich in Elternzeit befindest, wird es dich vielleicht freuen, dass 300 € Elterngeld monatlich beim BAföG unberücksichtigt bleiben.

Sonderregelungen Beim BAföG mit Kind

Darüber hinaus erhältst du für jedes deiner leiblichen oder adoptierten Kinder unter 10 Jahren, das in deinem Haushalt lebt, 130€ Kinderbetreuungszuschlag zusätzlich zum normalen BAföG.

Das gilt im übrigen auch, wenn du wie wir ein Auslandssemester mit Kind planst und Auslandsbafög beziehst.

Das wichtigste für die meisten Studierenden mit Kind ist jedoch, dass sie BAföG über die Regelstudienzeit hinaus beziehen können ohne ihre BAföG Schulden damit zu erhöhen. Dies gilt sowohl für Mütter als auch für Väter!

12) Stipendien

Grundsätzlich steht es dir frei, dich wie jeder andere auch für ein Stipendium zu bewerben. Der Vorteil: im Gegensatz zu BAföG machst du keine Schulden und erhälst neben der finanziellen auch noch eine ideelle Förderung.

Auf StudierenPlus.de findest du zwei Erfahrungsberichte von Stipendiaten, wie sie unwahrscheinlicher nicht sein könnten. Beide sind Eltern und haben ihr Studium mit Bravour gemeistert, auch wenn das nicht immer so klar war und beide kommen zu dem Schluss, dass du nicht elitär sein musst, um eines Stipendiums würdig zu sein. Was zählt ist, wer du bist und was dich antreibt.

Auf MyStipendium oder Stipendienlotse kannst du nach geeigneten Stipendien für dich suchen.

Es lohnt sich auch ein Blick direkt auf deine Hochschule zu werfen. Manche vergeben tatsächlich Stipendien an studierende Eltern oder bieten andere materielle Unterstützung für diese Zielgruppe.

Das Deutschlandstipendium beträgt zwar nur 300 € monatlich, wird aber nicht ans BAföG angerechnet. Eine Übersicht der beteiligten Hochschulen findest du hier.

Wenn du gerade erst mit deinem Studium angefangen hast und Berufserfahrung nachweisen kannst, wäre vielleicht auch das Aufstiegsstipendium was für dich.

Auch wenn diese Stipendien nicht explizit für Studierende mit Kind ausgeschrieben sind, so werden soziale Belange wie Familie bei der Bewerbung und vor allem auch bei der Höhe des Stipendiums berücksichtigt. So gibt es bei den dreizehn Begabtenförderungswerken Familienzuschläge und auch eine Förderung über die Regelstudienzeit hinaus ist wie beim BAföG möglich.

Solltest du mit dem Gedanken spielen, wie wir ein Auslandssemester mit Kind zu machen, dann solltest du dir auf jeden Fall das Mawista Stipendium für studierene Eltern im Ausland anschauen.

13) Wohngeld

Studierende Eltern dürfen sowohl BAföG als auch Wohngeld beziehen! Lass dir da nichts anderes einreden.

Ja stimmt, normalerweise haben Studenten grundsätzlichen keinen Wohngeldanspruch, aber Studieren mit Kind ist eben auch nicht „normal“.

Falls du aber mit jemandem zusammenlebst, der selbst kein BAföG bekommt, weil er bzw. sie eben nicht studiert oder die BAföG Voraussetzungen nicht (mehr) erfüllt, dann kann Wohngeld für den gesamten Haushalt gewährt werden. 

Studentische Eltern können also Wohngeld beziehen, weil sie ihren Haushalt mit einem Familienangehörigen teilen, der selbst kein BAföG beziehen kann.

Wie viel Wohngeld man bekommt ist dann wieder eine recht komplexe Rechnung, die die Anzahl der Haushaltsangehörigen, das Haushaltseinkommen, die tatsächliche Miete und eine festgelegte Miethöchstgrenze abhängig vom Bundesland vorsieht.

Für uns als vierköpfige Berliner Familie ergibt sich daraus eine anrechenbare Höchstmiete von ca. 600 € brutto kalt und ein bereinigtes Netto-Haushaltseinkommen von 1810 € monatlich.

Auch wenn diese Zahlen super gering aussehen und du meinst keine Chance auf Wohngeld zu haben, möchte ich dich ermutigen, es trotzdem zu versuchen. Ausgehen von diesen Zahlen, hätte ich nämlich auch keine Chance. Unsere Kaltmiete ist zwar geringer, aber was das Einkommen angeht, wird da dann aber wohl doch einiges abgezogen. Der Wohngeldrechner kann hier einen ersten Anhaltspunkt geben.

Aus Erfahrung sei gesagt, dass es der Wohngeldantrag echt in sich hat. Vor Allem, wenn man sein Einkommen aus so vielen verschiedenen Einnahmequellen zusammenwürfelt wie wir. Der Aufwand lohnt sich aber, auch wenn man wie wir alle halbe Jahre einen neuen Antrag aufgrund von Einkommensänderungen (Praktikum, Stipendium, neuer Job, neuer BAföG-Bescheid, etc.) stellen muss.

Wohngeld Antrag

14) Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt

Generell hat jedes Kind Anrecht auf Unterhaltszahlungen seiner leiblichen Eltern. Solltest du allein mit deinem Kind leben und der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommen, so kannst du Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen.

Der Regelsatz in der Unterhaltstabelle für Kinder im Alter bis 6 Jahren beträgt monatlich 150 € und für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren 201 Euro (Stand Januar 2017.

15) Hartz IV

Wie beim Wohngeld gilt: wer dem Grunde nach durch BAföG gefördert werden kann, hat keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Wenn du BAföG kriegst oder theoretisch kriegen könntest, dann brauchst du an sich nicht über Hartz IV nachdenken.

Wenn du aber z.B. offiziell in Teilzeit studierst oder vom Studium beurlaubt bist, hast du dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG und kannst ALG II für dich beantragen, vorausgesetzt, du legst während der Beurlaubung keine Prüfungen ab (was an einigen Unis tatsächlich möglich ist).

Und genau wie beim Wohngeld gilt: dein BAföG-Anspruch hat nichts mit dem Anspruch auf Sozialleistungen für deine Kinder zu tun. Auch wenn du also selbst kein Hartz IV für dich beantragen kannst, so ist es durchaus möglich, dass deine Kinder trotzdem einen Anspruch darauf haben.

Voraussetzung ist, dass euer Haushaltseinkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes des Kindes reicht. Dieser errechnet sich wie folgt: Altersabhängiger Regelsatz (siehe unten) + anteilige Miete (Gesamtmiete durch Anzahl der Haushaltsmitglieder) - Kindergeld - ggf. Unterhaltszahlungen - Einnahmen anderer Haushaltsmitglieder, die deren eigenen Mindestbedarf übersteigen. Etwas genauer erkläre ich das in meinem Artikel Hartz 4 für Studenten.

Regelsätze Hartz 4:
  • 0-5 Jahre: 237 €
  • 6 bis 13 Jahre: 291 €
  • 14 bis 17 Jahre: 311 €
  • 18 bis 25 Jahre im Haushalt der Eltern: 327 €
  • Volljährige Partner in gemeinsamer Bedarfsgemeinschaft: 368€
  • Alleinstehende Volljährige in eigener Bedarfsgemeinschaft: 409€
Wichtiges Urteil:
"Ein Jobcenter darf der alleinerziehenden Mutter eines Kindes bis drei Jahren keine Leistungen verweigern mit der Begründung, die Studentin könne während der Beurlaubung vom Studium arbeiten gehen und das Kind in eine Kita schicken" (Sozialgericht Dresden, Az. S 20 AS 1118/13 ER vom 04.04.2013).

16) Darlehen

Sollte das Geld trotz aller Bemühungen nicht reichen, hast du noch die Möglichkeit ein Darlehen / Kredit aufzunehmen. Da du damit Schulden machst, ist das sicherlich nicht deine erste Wahl. Meine wäre es auch nicht. Trotzdem ist es eine Möglichkeit der Studienfinanzierung, die nicht ungenannt bleiben soll und durchaus Sinn macht. Ich kenne mehr als eine Person, die sich ihr Studium auf diese Weise ermöglicht hat, ohne es zu bereuen. Einen Erfahrungsbericht mit Anleitung zum KfW Studienkredit findest du hier.

Dabei ist natürlich entscheidend, dass man nicht in die erstbeste Bank latscht und sich irgendwas aufschwatzen lässt, zumal es genug Alternativen zu guten Konditionen gibt. Eine gute Übersicht mit wertvollen Tipps zur Wahl eines geeigneten Studiendarlehens findet man beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Verglichen werden hier 29 Studienkredite und Bildungsfonds.

17) Erwerbstätigkeit

Dass ich die Erwerbstätigkeit als Einnahmequelle als letztes nenne, liegt nicht daran, dass es das letzte ist, worüber du nachdenken solltest. Im Gegenteil. Vermutlich war es das erste, das dir in den Sinn kam und so ist es auch richtig. Aber in diesem Artikel geht es ja darum, wie du Studium und Familie am besten unter einen Hut bekommst und das schaffst du nicht, indem du so viel wie möglich, sondern so wenig wie möglich arbeitest. Dein Tag hat nur 24 Stunden. Nicht mehr und nicht weniger. Du musst dich entscheiden, was du in dieser Zeit machst. Für Klausuren lernen, mit dem Kind spielen und in einem Büro arbeiten gleichzeitig ist wohl eher unrealistisch.

Checke also erstmal, welche finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für dich in Frage kommen und fülle dann die finanzielle Lücke mit Einkommen durch Erwerbstätigkeit auf. Nicht andersrum. Das hält dich zwar beschäftigt, macht dich aber nicht erfolgreich. Mehr dazu findest du in meinen 7 Tipps, wie du Studium, Familie und Job unter einen Hut bekommst.

Je besser du dich mit den finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten auskennst, desto mehr Zeit bleibt dir für's Wesentliche.

Und wenn du dir dann einen Job suchst, dann am besten einen, bei dem du auch noch etwas lernen und netzwerken kannst. Möglichkeiten gibt es viele wie zum Beispiel eine Stelle als studentische Hilfskraft an deiner Uni oder Freelancer. Du kannst sogar mit ehrenamtlicher Arbeit dein Studium finanzieren oder dich für's Lernen bezahlen lassen.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sei kreativ!

Studieren mit Kind: Ohne Hilfe geht es nicht

Wie bereits zu Beginn dieses Artikels gesagt, Studieren mit Kind ist eher die Ausnahme als die Regel an deutschen Hochschulen. Dennoch bist du nicht allein damit. Statistisch ist jede/r 20. von uns bereits Mutter oder Vater. In einem Seminar mit 40 Leuten gibt es außer dir wahrscheinlich noch jemanden mit ähnlichen Herausforderungen. Im großen Hörsaal mit 600 Leuten seid ihr sogar schon 30 Eltern. Tut euch zusammen und helft euch gegenseitig und sei es nur durch teilen dieses Artikels, um auch sie an diesen wichtigen Informationen teilhaben zu lassen. ​

Hast du noch Fragen zur Studienfinanzierung mit Kind?

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Bis bald,
Luisa

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Gründerin von StudierenPlus

Wissen ist Macht und es ist an dir, diese zu nutzen. Dieses Tool ermöglicht es mir, dir aktiv beim Ausfüllen deiner Anträge zu helfen und das Recht einzufordern, das dir zusteht. Hier kann ich all meine Erfahrung als Studentin mit Kind, Studibloggerin, Frauenbeauftragte und Gutachterin für Hochschulakkreditierung einfließen lassen und das Maximum für dich rausholen.

Luisa Todisco Wirtschaftskommunikation M.A.
  • Xenia sagt:

    Hi, ich bin 21 und studiere im 2. Semster. Mein Freund und ich planen während meines Studiums Kinder zu bekommen. Ich blicke aber durch den ganzen finanzierungsdschungel nicht durch. Ich selber bekomme kein Bafög, da meine Eltern zu viel verdienen und mein Freund ist ausgebildeter Polizist. Steht uns dann überhaupt eine Unterstützung für mich und das Kind zur Verfügung? Er verdient zwar schon gut 2300€ netto aber für uns drei reicht das trotzdem nicht allein. Vielleicht kannst du uns da weiter helfen.
    Lg Xenia

    • Luisa sagt:

      Hey Xenia,

      so genau kann ich das auf die Entfernung nicht sagen. Was du auf jeden Fall bekommst ist 300€ Elterngeld für ein Jahr nach der Geburt und Kindergeld 194 € pro Kind bis zum Abschluss ihrer Ausbildung. Diese beiden Sachen sind bundeseinheitlich und unabhängig von eurem Einkommen. Außerdem bekommen Polizisten soweit ich weiß eine Gehaltserhöhung, wenn sie Eltern werden. und er bekommt dann auch einen Steuerfreibetrag für die Kinder. Wenn ihr heiratet und du weiterhin kein eigenes Einkommen hast, sinken seine Steuern nochmal, sodass deutlich mehr Geld in der Haushaltsksse sein dürfte.

  • Jenny sagt:

    Hallo Luisa,

    ich bin alleinerziehende Mutter einer 8 jährigen Tochter. Ich bin bereits 36. Musste aus gesundheitlichen Gründen meine Selbständigkeit aufgeben und mein Leben neu planen. Habe mich dazu entschlossen ein Studium zu machen und bin derzeit im 3. Semester. Meine Ersparnisse sind nun alle aufgebraucht. Ich arbeite Teilzeit und habe netto ca. 515 €. Unterhalt für meine Tochter bekomme ich. Ohne Studium hätte ich in jedem Fall Anspruch auf Aufstockung. An der Uni, an der ich studiere herrscht keine Anwesenheitspflicht, so dass grundsätzlich auch im Selbststudium mir alles aneignen kann. Habe ich in irgendeiner Weise Anspruch auf Förderung? Ich bin normal immatrikuliert. Eine Teilzeitimmatrikulation ist mir an der Uni nicht bekannt.
    Kannst Du mir ein paar Tipps geben?

    • Luisa sagt:

      Wenn du als Teilzeitstudentin immatrikuliert bist, hast du auch als Studentin Anspruch auf Aufstockung. Unabhängig davon kannst du Hartz 4 für dein Kind und Alleinerziehendenmehrbedarf sowie Wohngeld für dich selbst beantragen. Bist du in Vollzeit eingeschrieben, ist NAföG für dich zuständig. Da dein Kind vor deinem 30. Geburtsat geboren wurde, kannst du Erziehungszeiten als Grund für den späten Studienbeginn geltend machen.

  • Saliha sagt:

    Hallo Luisa!

    Bin 30 Jahre alt und habe ein Studium aufgenommen. Meine Kinder sind 3 1/2 und 11 Monate alt und werden von meiner Mutter betreut, während ich an der Uni bin. Habe kein Kiga Platz für meine Tochter bekommen.
    Habe 2012 meine Ausbildung abgeschlossen und danach 1 Jahr gearbeitet. Dann wollten wir Kinder. Nun jetzt habe ich mich entschieden zu studieren und mein Mann verdient ung. 2300€. Hätte ich überhaupt eine Chance auf Bafög? LG

    • Luisa sagt:

      Wie viel BAfög du bekommst, hängt auch vom Einkommen deiner Eltern und dir ab. Vom Einkommen deines Freibetrag vom nettoeinkommen für sich selbst und sein Kind. Ich habe bei einem Nettoeinkommen von ca. 1600€ netto meines Mannes mit einem Kind noch den BAföG Höchstsatz bekommen. Deine Ehe begründet keine elternunabhängige Förderung per se. Da du aber eine Berufsausbildung abgeschlossen hast, kannstdu aber einen Antrag auf Vorausleistung stellen.

  • SaaraL sagt:

    Hallo Luisa,
    danke für den informativen Artikel! Er hat mir sehr geholfen! =)

  • Luisa sagt:

    Hallo liebe Luisa,
    vielen Dank für deine Erklärungen!
    Bei mir ist die Situation folgende: ich befinde mich im Studium, bin 26 Jahre alt und schwanger und mein Vater ist für mich unterhaltspflichtig. Da sein Einkommen zu hoch ist, bekomme ich kein Bafög. Nun ist meine Frage, ob ich trotzdem unabhängig vom Einkommen meiner Eltern einen Anspruch auf den Schwangerschaftsmehrbedarf und die einmaligen Leistungen vom Amt habe? Vielen Dank schonmal für deine Antwort!
    Liebe Grüße, Luisa

  • Melanie sagt:

    Hallo Luisa,

    toller Artikel! Vielen Dank dafür!
    Eine Frage hätte ich allerdings noch 🙂 Muss mir mein Studium leider über einen Studienkredit finanzieren, 650€ im Monat. Weißt du vielleicht ob man in dem Fall trotzdem Elterngeld bekommen kann und wenn ja muß man in dem Antrag auf Elterngeld den Studienkredit als Einkommen angeben?
    Danke dir und liebe Grüße aus Hessen
    Melanie

  • Danijela sagt:

    Hallo, ich wollte mir das Musterschreiben für den Antrag auf Mehrbedarf ansehen, aber der Link dazu funktioniert leider nicht.
    Hast du vllt einen Alternativen?
    Lg

    • Luisa sagt:

      Hey Danijela,

      danke für den Hinweis. Habe den Link nun erstmal entfernt. Das Musterschreiben war leider nicht von mir und eine Alternative habe ich auch noch nicht gefunden. Sorry.

      LG Luisa

  • Mia sagt:

    Hallo Luisa,

    danke für den übersichtlichen Infoblog!

    Ich habe eine Frage zum Kinderzuschlag. Wir haben eine Ablehnung erhalten, da ich als Studentin vom SGB II ausgeschlossen bin und somit auch nicht in die Berechnung der Bedarfsgemeinschaft reinzähle. D.h. die tuen so als würde mein Partner (selbständig) allein mit unserem Sohn leben. Damit deckt das Einkommen meines Partners seinen eigenen Bedarf und dem von unserem Sohn. Dass ich nichts verdiene und er für mich aufkommt wird nicht berücksichtigt (bekomme im Zweitstudium kein BAFöG).

    Meine Frage an dich: Schließen sich Kinderzuschlag und Studium (als Eltern) generell aus?

    Es ist sehr schwer Infos dazu zu bekommen, aber vielleicht hast du mal etwas gehört

    Liebe Grüße

    Mia

    • Luisa sagt:

      Hey Mia,

      um Kinderzuschlag zu erhalten ist ein gewisses Mindesteinkommen nötig. Bei Alleinerziehenden liegt das bei 600€, Paare müssen zusammen mindestens 900€ monatlich verdienen. Als Studierende bist du nicht generell ausgeschlossen. Auch nicht, wenn du BAföG bekommen würdest. Kinderzuschlag wird allerdings abgelehnt, wenn man trotz Bewilligung immernoch unterm Hartz 4 Regelsatz liegen würde. Sprich, du bist nicht der Grund für die Ablehnung, sondern euer Einkommen ist insgesamt zu gering. Damit müsste dein Partner ALG2 für sich und das Kind beantragen. Hartz 4 und Kinderzuschlag zusammen gehen nicht.

      Hast du schonmal versucht Wohngeld zu beantragen? Das steht dir auch als Studentin zu, wenn du selbst kein BAföG bekommst ODER mit jemandem zusammenwohnst (Kind/Partner), der keins bekommst. Solltest du Wohngeld bekommen, steigert das auch deine Chancen auf Kinderzuschlag.

      LG Luisa

      • Mia sagt:

        Liebe Luisa,
        danke für die schnelle Antwort.

        Da ich nicht eingerechnet werde, weil ich Studentin bin, liegen wir über dem Höchsteinkommen. Den Grund uns nicht einzubeziehen, habe ich so verstanden, dass bei mir kein ALG II vermieden wird, da ich darauf ja eh keinen Anspruch habe und man.

        Hast du schon von Studierenden mit Kind gehört, die den Kinderzuschlag bekommen, auch wenn sie nicht im Urlaubssemester sind?

        Wohngeld bekommen wir.

        Liebe Grüße,

        Mia

        • Luisa sagt:

          Ja z.B. ich selbst. Aber ich bekam währenddessen auch BAföG genauso wie mein Mann. Haushalt = 2 Erwachsene, beide studieren und bekommen BAföG, + 2 Kinder. Wohngeld für alle 4 + obendrauf Kinderzuschlag von der Familienkasse.

          Aktuelle Situation: 1 Erwachsener + 2 Kinder erhalten Hartz 4. 1 Erwachsener bekommt BAföG + Wohngeld. Kein Kinderzuschlag, da Hartz4 nicht vermieden werden kann.

          Ist also ein wenig anders als bei dir. Das Studium an sich ist aber kein Ausschlusskriterium. Du zählst im übrigen immer in die Bedarfsgemeinschaft rein, auch wenn du selbst nicht ALG2 berechtigt bist. Hättest du nämlich eigenes Einkommen, das den ALG2 Regelsatz übersteigt, würde es bei den leistungsberechtigten Haushaltsangehörigen als Einkommen angerechnet werden. Es können also auch nicht-leistungsberechtigte in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Das ändert nicht, dass sie eine Bedarfsgemeinschaft bilden. Würdet ihr ALG2 beantragen, würde dein Name im Bescheid mit auftauchen, nur wäre dein Bedarf auf 0€ gesetzt.

          LG Luisa

  • Nina sagt:

    Hallo Luisa,
    ich bin unter 30 und habe 2 Kinder unter 10. (Das älteste wird zum geplanten Studienbeginn im Oktober 7,5 Jahre alt sein.)

    Ich habe seit der Geburt meines ersten Kindes ab und zu auf 450€ Basis gearbeitet und ansonsten per Fernstudium mein Abitur nachgeholt.
    (Im letzten Abiturjahr habe ich Schülerbafög bekommen.)

    Die Kinder waren auch seitdem sie 2 und 1 1/2 Jahre alt waren im Kindergarten, damit ich Zeit hatte zum lernen, bzw. für meinen Mini-Job.

    Kann ich trotzdem elternunabhängiges Bafög beantragen wegen 5 Jahren Kindererziehungszeiten?
    Oder zählt das wegen Mini-Job/Fernabitur und Kindergarten evtl. nicht als Erziehungszeit?

    Ich hoffe du kannst mir helfen.

    Liebe Grüße,
    Nina

    • Luisa sagt:

      Hey Nina,

      hast du diesen Artikel von mir schon gesehen? Ich muss aber zugeben, dass ich mir in deinem Fall auch nicht sicher bin. An deiner Stelle würde ich es einfach versuchen. Was hast du schon zu verlieren?

      LG Luisa

      • Nina sagt:

        Hallo Luisa,
        vielen Dank für die schnelle Antwort!
        Probieren werde ich es auf jeden Fall! 🙂

        LG Nina

  • Julia sagt:

    Hallo Luisa,
    ich habe mein Bachelorstudium in der Regelstudienzeit absolviert und bin nun im 2. Semester des Masters. Ich habe zwei Kinder, und das jüngste Kind wird Ende des 3. Semesters 10 Jahre alt. Ich werde den Master jedoch vorraussichtlich nicht in der Regelstudienzeit schaffen, ich denke, ich brauche 2-3 Monate mehr. Wann müsste ich einen Antrag auf Bafög-Verlängerung stellen? Und kann ich das noch mit Bezugnahme auf meine Kinder machen, oder geht das nicht, weil dann ja beide schon 10 Jahre und älter sind? Vielen Dank für deine Hilfe,
    herzliche Grüße,
    Julia

    • Luisa sagt:

      Hey Julia,

      du beantragst die Verlängerung mit Ablauf der Regelstudienzeit. Dafür stellst du einen ganz normalen BAföG Antrag wie immer und legst das Anschreiben dazu, das du dir hier runterladen kannst. Dort findest du auch einen Test, der dir hilft zu ermitteln, wie lange du ungefähr verlängern darfst. In deinem Fall dürften 3 Monate realistisch sein.

      LG Luisa

  • Kantha sagt:

    Hallo Luisa,

    ich bin 30 Jahr. Ich wohne mit meinem Mann. Wir haben 3 Jr. alt Kind. Ich studiere jetzt vollzeit Mastersstudium in Hochschule Stuttgart. Darf ich für Bavög antragen ,obwohl mein Mann verdient mehr als 1500€ pro Monat.

    Danke & Gruß
    Cikai

    • Luisa sagt:

      Hey,

      1.500€ ist unter dem Freibetrag für eine Dreiköpfige Familie. Das Einkommen deines Mannes wird also keinen Einfluss auf dein BAföG haben. Ob du ansonsten die Voraussetzungen erfüllst, erfährst du mit diesem kleinen Test, den ich extra dafür entwickelt habe: BAföG Test

      LG Luisa

  • Nadine sagt:

    Hallo Luisa,

    ich habe mein Studium im SS 2012 begonnnen. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt 1 Jahr und 7 Monate. Meine Regelstudienzeit beträgt 8 Semester. Im 7. Semester ist meine Tochter 5 Jahren geworden, 3 Wochen bevor das Semester offiziell zu Ende ging. ( Semester ging bis 30.8.2015 und meine Tochter wurde am 8. September 5 Jahre alt). Wird das 7. Semester dann noch zu den Semestern, in denen das Kind im 5. Lebensjahr war, dazu gezählt? Und wie sieht es mit dem 8. Semester aus, da befand sich meine Tochter im 6. Lebensjahr. Zudem weiß ich nicht wie das erste Semester gezählt wird, da meine Tochter noch im 2. Lebensjahr war. Laut Bafögamt bekomme ich nur 2 zusätzliche Semester und 5 Monate gewehrt. Kannst du mir helfen bei der Berechnung meiner Semester, die ich zusätzlich geförderte werden kann?

    Liebe Grüße
    Nadine

    • Luisa sagt:

      Hey Nadine,

      ich habe einen kleinen Test entwickelt, der dir bei der Berechnung hilft. Schau mal hier: BAföG über Regelstudienzeit

      Ausgehend von deinen Angaben, würde ich von mindestens 3 zusätzlichen Semestern ausgehen, vorausgesetzt, du warst zwischendurch nicht vom Studium beurlaubt. Ich weiß nicht, warum ein Monat abgezogen wurde. Für das 8. bis 11. Semester würdest insgesamt ein weiteres Semester bekommen. So kämst du auf ingesamt 12 Semester BAföG, da auch deine Erziehungspflichten während der Verlängerung berücksichtigt werden müssen. Dies geht aus der Verwaltungsvorschrift zum BAföG hervor. Du findest die entsprechenden Passagen, wenn du dem Link zum Test folgst.

      LG Luisa

      • Nadine sagt:

        Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort 🙂 ! Finde deine Seite spitze!
        Nadine

  • Ian sagt:

    Hey Luisa, schöne Übersicht über die Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung. Ich würde mir auf dieser Seite Heinweise darauf wünschen, wann die Infos das letztes mal aktualisiert wurden. Das gilt für Kommentare, als auch den Hauptartikel. Dadurch könnte man besser einschätzen ob die Infos noch Up-to-Date sind.

    Ich habe zum Beispiel herausgefunden, dass das Land Bayern wohl das Betreuungsgeld wiederbelebt:
    http://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/zbfs_intranet/produktgruppe_i/formulare/betreuungsgeld_flyer.pdf

    • Luisa sagt:

      Danke für den Hinweis! Die Artikel werden regelmäßig überarbeitet. Ich werde künftig einen Hinweis einbauen 🙂

      LG Luisa

  • Jördis sagt:

    Weißt du zufällig, wie es Stipendientechnisch für Zweitstudenten aussieht? Bafög bekomme ich aus verschiedenen Gründen ( verdienst Ehemann, keine Förderung im Zweitstudium auch wenn vorher nie Bafög bezogen wurde ) leider nicht.

    • Luisa sagt:

      Hey Jördis,

      mit Stipendien verhält es sich ähnlich wie beim BAföG. Das Erststudium hat Vorrang. Ein Zweitstudium mit Stipendium zu finanzieren ist fast genauso wahrscheinlich wie BAföG für’s Zweitstudium. Mir fällt jetzt kein Stipendium, dass ausdrücklich für das Zweitstudium gedacht ist, aber angeblich drücken einige Förderer ein Auge zu, wenn eine hohe wissenschaftliche Begabung und eine sinnvolle Ergänzung des Zweitstudiums zum Erststudium erkennbar ist. Hinzu kommen natürlich alle Voraussetzung, die Stipendiaten auch schon beim Erststudium erfüllen müssen wie sehr gute Leistungen und soziales Engagement.

      Wahrscheinlicher ist also ein halbwegs gut bezahlter Job, der sich zeitlich und räumlich mit Studium und Kind vereinbaren lässt wie z.B. diese hier.

      LG Luisa

  • Brit sagt:

    Hallo,
    Eine Frage zum Mehrbedarf habe ich noch und kann es im Gesetz nicht finden. H4 ist ja nicht rückwirkend auszahlbar. Aber wie ist es mit dem Schwangerenmehrbedarf. Habe ihn leider erst im 5. Monat beantragt und im Bescheid steht jetzt ich bekäme nur noch 4 Monate das Geld. Eine Freundin hat die Förderung allerdingd rückwirkend bekommen 🙁 verstehe ich leider nicht…

    • Luisa sagt:

      Hey Brit,

      der Anspruch besteht ab der 13. SSW. Was im Falle einer späteren Beantragung passiert, weiß ich aber auch nicht. Beim SGB II gilt für gewöhnlich der Kalendermonat, in dem man die Leistungen erstmalig beantrag als ausschlaggebend. Also auch wenn man am letzten Tag des Monats den Antrag stellt, bekommt man Leistungen für den ganzen Monat sofern Leistungsanspruch bestand. War das vielleicht bei deiner Freundin so? Ansonsten musst du wohl direkt beim Amt nachfragen müssen.

      LG Luisa

  • Steffi sagt:

    Liebe Luisa,

    das ist ein toller Beitrag und hat mir sehr geholfen, danke!
    Ich habe eine kleine Frage:
    Ich bin Studentin, mein Freund aber nicht. Unser Sohn ist jetzt 1 Jahr geworden und hat gerade seine Eingewöhnung in der Kita, damit ich in Vollzeit studieren kann. Ich habe das Elterngeld bezogen, was jetzt natürlich wegfällt und hinzu kommt aber noch das Kitageld. Gibt es eine finanzielle Förderung auf die wir beziehen können, obwohl mein Freund arbeitet? Vielen Dank für deine Hilfe!
    VG Steffi

    • Luisa sagt:

      Hey Steffi,

      ihr könnt auf alle der genannten auf Förderquellen zurückgreifen. Man muss dafür weder alleinerziehend noch arbeitslos sein. Außer beim BAföG wird sein Einkommen zwar mit eingerechnet, aber das ist kein automatische K.O. Kriterium. Mein Mann hat zu Beginn meines Studium auch Vollzeit gearbeitet. Ich habe trotzdem den BAföG-Höchstsatz bekommen + Wohngeld für uns alle.

      LG Luisa

  • Sarah sagt:

    Hey. Hätte da noch eine Ergänzung, in meinem Fall ist es so dass ich nicht wohngeld berechtigt bin, da meine tochter sozialleistungen erhält. Jedoch konnte ich mietkostenzuschuss beim Jobcenter beantragen! Du brauchst in jedem Fall ein Bafögbescheid egal ob bewilligt oder abgelehnt. Es wird wohl auch weniger sein als man beim wohngeld bekommt. Im internet findet man leider nichts dazu ich habe den Antrag nur vorort bekommen. Wie es berechnet wird kann ich leider nicht sagen da ich den bescheid noch nicht habe. Hoffe das war so verständlich 🙂

  • July sagt:

    Ich (Master, Vollzeit) habs versucht mit dem Mehrbedarf nach SGB II. Wurde leider abgelehnt, mit der Begründung, dass ich von meinem Vater rund 450€ Unterhalt und 190€ Kindergeld bekomme, zudem mit dem Kindesvater in einer Bedarfsgemeinschaft lebe, der ein Bruttoeinkommen von knapp über 2000€ hat. Lt. Antragsstelle ist das zur Deckung des Mehrbedarfs ausreichend. 🙁

    • Luisa sagt:

      Hey July,

      ja das Amt zählt alles als Einkommen und es macht keinen Unterschied, ob du verheiratet bist oder mit deinem Freund in wilder ehe lebst. Nach dieser Rechnung habt ihr einfach mehr Geld zur Verfügung als H4 Empfänger. Genauso ging es mir damals auch, deswegen habe ich es nicht beantragt. Wäre dein Freund ebenfalls Student oder arbeitslos oder würde nicht mit euch zusammenleben, wäre es was anderes gewesen. Hast du auch Erstausstattung beantragt? Falls das ebenfalls abgelehnt wird, kannst du es noch bei der Stiftung Mutter und Kind oder der Caritas versuchen. Dafür brauchst du aber einen Ablehnungsbescheid vom Jobcenter.

      LG Luisa

  • Luisa sagt:

    Hey Garany,

    das stimmt zwar, dass du keinen Anspruch auf Leistungen vom Jobcenter hast, deine Kinder allerdings schon. Die Aussage vom Amt ist also nur halb richtig. Keinesfalls abschütteln lassen!
    Dasselbe gilt für’s BAföG-Amt. Du beantragst die Verlängerung nicht aufgrund des Hochschulwechsels, sondern aufgrund von Schwangerschaft und Kindererziehung. Wie man da genau vorgeht, habe ich in diesem Artikel beschrieben https://www.studierenplus.de/studienfinanzierung-bafoeg-verlaengerung/

    Ansonsten kann ich noch die Sozialberatung vom Studentenwerk empfehlen. Die sind auf solche Fälle spezialisiert und wissen daher oft mehr als der Durchschnittssachbearbeiter.

    LG Luisa

  • Garany sagt:

    Hallo,
    Ich habe 3 Kinder hab von rwth aachen ( wirting fr bau) nach dem vierten Semester gewechselt auf th köln( wirting fr produktion und logistik). Auf grund meiner risikoschwangerschaft und weil ich so gut wie gar nicht vorran kam in aachen. Hier auf th köln haben ich in einem semester 9 Prüfungen geschaft mit besten noten. Aber mein bafög stelle hat mein antrag abgelenht weil ich nach dem vierten Semester gewechselt hab “grundlos” und jobcenter hat mich ebenfalls abgelehnt weil laut ihnen hab ich kein Anspruch auf Leistung von jobcenter als Studentin. Lebe seit 6 Monaten nur von schulden! An wem kann ich mich anwenden ? Wo kann mir weitergeholfen werden ?

  • Yvonne Stuerzenhofecker sagt:

    Zu dem Punkt Hartz IV gibt es seit Oktober eine Neuerung. Diese Lücke wurde geschlossen, d.h. wer beurlaubt ist wegen Kindererziehung hat nun keinen Anspruch mehr auf Hartz IV.

    • Luisa sagt:

      Danke für den Hinweis Yvonne. Hast du dafür eine Quelle? Ich konnte dazu keine anderen Aussagen als die hier gemachten finden.

      LG Luisa

  • axle sagt:

    Frage zum Wohngeld – wir sind beide Studenten, unser kind aber logischer weise nicht, reicht das um Wohngeld zu beantragen oder nicht ?

    • Luisa sagt:

      Ja das reicht 🙂 Wir studieren auch beide und bekommen (nicht wenig) Wohngeld aufgrund unserer Kinder.

      LG

  • Julie sagt:

    Die Aussage zum Mehrbedarf in der Schwangerschaft ist nicht ganz korrekt: eventuelle Zuverdienste (z.B. aus einem Minijob) werden als Einkommen angerechnet. Beträgt das durchschnittliche Gehalt der letzten sechs Monate mehr als 150 € wird der Antrag abgelehnt und “nur” Erstausstattung gewährt, dort aber auch eine Pauschale für das selbstverdiente Geld abgezogen. Da das eigene Kindergeld auch angerechnet wird, hat man somit kaum eine Chance, Mehrbedarf zu erhalten, da die Eltern laut Amt verpflichtet sind, das Kindergeld an die studierenden Kinder zusätzlich zum BaföG auszuzahlen.

  • Luisa sagt:

    Liebe Grüße nach BaWü 😉

  • Susu sagt:

    Ja ok, du hast es geschrieben: Kind muss vor dem 01.10.12 geboren sein.
    Sorry 🙂

  • Susu sagt:

    Hallo, das Landeserziehungsgeld in Baden-Württemberg wurde leider kurz danach schon wieder abgeschafft. Bzw gilt es nur für Geburten/ Adoptionen vom 01.01.2007 bis 30.09.2012.
    https://www.l-bank.de/lbank/inhalt/nav/foerderungen-und-finanzierungen/alle-foerderangebote/fa-familienfoerderung/landeserziehungsgeld.xml?ceid=100385

  • Simon sagt:

    Bei mehrbedarf für Schwangere gibt es aber was wichtiges zu beachten, falls man Geld verdient und Elterngeld beantragen möchte. Meine Freundin war in einer Berufsausbildung und hat diese damals ganz normal unterbrochen, sprich Elternzeit. Das Elterngeld wäre nach der Ausbildungsvergütung berechnet worden. Da wir auch mehrbedarf für Schwangere beantragt haben (Vlt warens unterm Strich 100€) galt sie als Hartz 4 Empfänger. Somit gab’s 300€ Elterngeld (bzw. 150 auf 2 Jahre) und der Rest wurde mit Hartz 4 aufgestockt, mein Einkommen (damals Azubi 1. Lehrjahr) wurde teils angerechnet (Urlaubs- Weihnachtsgeld war quasi weg) und wir hatten weniger als wenn wir auf die paar Kröten Mehrbedarf verzichtet hätten und Elterngeld nach Ihren vorherigen Gehalt berechnet bekommen hätten.
    Leider hab ich mich damals so wegbuttern lassen. Würd mir Heute auch nicht mehr passieren, nach der Kindergeldstelle steh ich momentan mit dem Bafög Amt im Streit. Als würde es Spaß machen. …

    • Christin sagt:

      Hey Luisa,

      toller Artikel! 🙂
      Ich habe eine Anmerkungen zu Nr. 4 Mutterschaftsgeld. Du schreibst, die Voraussetzung für Mutterschaftsgeld ist ein Arbeitsvertrag 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt, das war bei mir anders. Mein Mutterschutz begann am 20.02. und mein Arbeitsvertrag endete am 28.02. Ich habe von der Krankenkasse trotzdem Mutterschaftsgeld für den kompletten Zeitraum, also 6 Wochen vor der Geburt, 8 Wochen nach der Geburt und in meinem Fall 14 Tage für die Differenz zwischen errechnetem und tatsächlichem Geburtstermin bekommen, jeweils 13 € pro Tag. Ich meine auch mich entsinnen zu können, dass es so im Mutterschutzgesetz steht, nämlich dass die Voraussetzung für Mutterschaftsgeld ein bestehender Arbeitsvertrag zum Beginn des Mutterschutzes ist. Oder zumindest war es damals so (2013) 😉

      Liebe Grüße
      Christin

      • Luisa sagt:

        Interessant. Das müsste ich nochmal nachrecherchieren. Wenn dem so ist, werde ich es natürlich im Artikel korrigieren.

        DANKE für den Hinweis 🙂

    • Luisa sagt:

      Ja stimmt. H4 ist definitiv das letzte Mittel der Wahl. Die rechnen einfach ALLES an. In den meisten Fällen steht man mit anderen Einnahmequellen besser dar.

    • Lara sagt:

      interessant… Kann jemand diese Erfahrung bestätigen oder ist den Ämtern bei Simon ein Fehler unterlaufen.
      Ich verdiene aktuell neben dem Studium auch noch 800€ im Monat und möchte nicht am Ende mit weniger Geld als mir zusteht dahstehen, weil ich den selben Fehler mache wie Simon.

      • Lara sagt:

        Ist vielleicht bei Simon auch eine besondere Situation weil seine Freundin in der Ausbildung war und nicht Studentin. Ich selbst bin Studentin und habe vor nach der Geburt auch Teilzeit weiter zu studieren. Daher kann es mich ja gar nicht treffen dass das Elterngeld wie bei Hartz-IV empfängern berechnet wird, oder?

        • Luisa sagt:

          Wenn du H4 und Elterngeld gleichzeitig beziehst, wird dein Elterngeld sowie Kindergeld mit einkalkuliert. Das war der Grund, warum ich mich nie habe offiziell Beurlauben lassen und weiter BAföG bezogen habe. H4 hätte ich mir schlichtweg nicht leisten können. Simons Geschichte klingt für mich korrekt unabhängig von Studium oder Lehre.

          • Valerie Kolbusch sagt:

            Hallo liebe Luisa,
            Vielen Dank für die tollen und ausführlichen Informationen rund ums Bafög!
            gibt es bereits einen “Vordruck” zum Beantragen der Förderungshöchstdauer für das Bafög? ich habe zwar gesucht aber nix gefunden und bin mir total unsicher, wie viel ich begründen muss, wie und warum sich meine Regelstudienzeit Aufgrund Kindererziehung verzögert hat.
            Mein Bafög läuft zum 31.12.2016 aus.
            Ich studiere in Berlin an der Charité Humanmedizin. Insgesamt wird sich mein Studium um 2 Semester verlängern. Hauptgrund Kindererziehung (jetzt 7 und 15 Jahre) nebst Vollzeitstudium mit hoher Präsenzpflicht. Der Antrag auf Verschiebung der Leistungsnachweise vom 4. ins 5. Semester war damals bewilligt worden. Nun brauchte ich ein weiters Semester Zeit, um eine Prüfung und eine Famulatur nachzuholen und um mich überhaupt auf das STEX mit dem 100 Tage Lernplan vorbereiten zu können ohne nebenher die Anwesenheitspflicht absolvieren zu müssen. Das ist mit 2 Kindern eigentlich nicht zu schaffen und ich wollte nicht riskieren durch das schriftliche STEX zu fallen. Über einen Tip zur Ausformulierung das Antrages wäre ich sehr dankbar! Mit lieben Grüßen, Valerie

          • Luisa sagt:

            Hey Valerie,

            es gibt dafür kein offizielles Formular. Weil ich so oft danach gefragt werde, habe ich aber gerade ein paar Musterschreiben zum Download bereitgestellt. Du findest sie hier. Ich habe damit selbst meine Förderungsdauer erfolgreich verlängert. Im Normalfall braucht man nicht mehr erklären oder begründen als dort drin steht.

            LG Luisa

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