BAföG Beratung ~ Wo kriege ich zuverlässige Antworten auf meine Fragen?

BAföG Beratung ~ Wo kriege ich zuverlässige Antworten auf meine Fragen?

Derzeit gibt es schätzungsweise 4 Millionen BAföG berechtigte Schüler und Studierende in Deutschland. Nur die wenigsten kennen sich jedoch mit Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) jedoch wirklich aus. In der Not wenden sie und ihre Eltern sich an viele verschiedene Stellen, wie z.B. Hochschulen, Ämter, Kommilitonen, Google, Foren und Facebook-Gruppen. Eine profunde BAföG Beratung kann das nicht ersetzen. Irgendwann raucht der Kopf und man ist einfach nur noch frustriert von der ganzen Bürokratie. Niemand scheint sie so ganz recht durchzublicken. Aber es muss doch irgendwen geben, der eine kompetente und zuverlässige BAföG Beratung anbieten kann. Nur, wie findet man die?

Unsere Top 3 für kompetente BAföG Beratung

1. Die offizielle BAföG-Hotline 

Wenn dein zuständiges BAföG Amt zu weit entfernt oder schlecht erreichbar für dich ist, können wir dir die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks empfehlen. Unter 0800 223 63 41 erreichst du dort montags bis freitags 8 – 20 Uhr jemanden. Allgemeine Fragen zum BAföG können hier schnell und zuverlässig beantwortet werden. Jedoch wirst du hier wenig bis keine Hilfe beim Ausfüllen deines Antrags erhalten. Außerdem kommt es extrem selten vor, dass einem Mitarbeiter vom Amt Schlupflöcher und Sonderfälle verraten. Bei individuellen Fragen z.B. zu Briefen, die du vom Amt erhalten hast, solltest du dich unbedingt an deinen zuständigen Sachbearbeiter wenden.

2. Anwälte

Die einzige Person, die dich wirklich rechtssicher beraten kann und darf ist ein Anwalt. Diesen kannst du für falsche Aussagen auch haftbar machen und er oder sie kann dich notfalls juristisch vertreten. Das heißt, er kann an deiner Stelle mit dem Amt streiten.

BAfoeG Beratung durch Anwalt


Im Gegensatz zum Amt oder der kostenlosen Hotline sind Rechtsdienstleistungen nicht kostenlos, aber dafür entsprechend sicher. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem das Amt eine Falschberatung eingestanden und seinen Bescheid daraufhin geändert hat. Anwälte sind parteiisch zu deinem Vorteil. Sie sind, im Gegensatz zum Amt, dir als Klienten verpflichtet. Sie unterliegen der Schweigepflicht und dürfen dir keinen Strick draus drehen, wenn du nach Schlupflöchern fragst.

3. Unabhängige BAföG Experten

Unabhängige BAföG Beratung bekommst du z.B. beim AStA deiner Hochschule oder bei uns. Diese Beratungen auf eigenen und gesammelten Erfahrungen tausender anderer Fälle sind jedoch ohne juristische Ausbildung und Gewähr. Besonders empfehlenswert sind diese Stellen, wenn es um das Ausfüllen  der BAföG-Anträge geht.

Dafür haben die Ämter selbst meist keine Zeit und ein Anwalt ist zu teuer. In Foren und Gruppen findet man dazu auch kaum Hilfe. Außerdem können dabei auch noch andere allgemeine Fragen zum BAföG geklärt und Hinweise zu Sonderfällen gegeben werden. Eine unabhängige BAföG-Beratungsstelle wie wir oder deine Hochschule ist günstig und diskret. Du bekommst vielleicht nicht auf JEDE Frage die absolut ideale Antwort. Dafür aber Tipps, von denen du vielleicht noch nichts ahntest und nach denen du eventuell auch gar nicht gefragt hättest. Davon abgesehen, können dir deine Fragen im Nachhinein nicht zum Verhängnis werden. Wir sind schließlich nicht beim Amt 😉

bafög beratung

Disclaimer BAföG Beratung

Gemäß Rechtsberatungsgesetz dürfen Einzelfallberatungen nur von den zuständigen Ämtern und Anwälten angeboten werden. Erstere können deine Aussagen gegen dich verwenden. Letztere sind vergleichsweise kostspielig. Deshalb werden anwaltliche Dienstleistungen für gewöhnlich erst dann in Anspruch genommen, wenn's wirklich brennt z.B. beim Thema BAföG Rückzahlung. Sollte bei dir dieser Fall eintreten und du dir keinen Anwalt leisten können, gibt es die Möglichkeit  Beratungskostenhilfe zu beantragen. Somit haben alle drei Beratungsstellen ihre Vor- und Nachteile.

Bewährt hat sich deshalb eine Mischung aus allen drei BAföG Beratungen. Man sollte nie einfach alles ungeprüft glauben, was einem gesagt wird. Auch nicht, wenn es vom Amt kommt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bei der BAföG-Beratung geht es um deine Ausbildung und damit deine Zukunft. Berater sind auch nur Menschen und Menschen machen leider Fehler. Nicht aus böser Absicht oder Gleichgültigkeit. Aber du bist es, der den falschen Rat schlussendlich ausbaden muss.

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BAföG-Hotline 0800-223 63 41

Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar

von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

49 Kommentare

  • Liebe Luisa,

    ich bin jetzt im zweiten Semester Psychologie und habe einen Antrag auf Vorauszahlung eingereicht, da ich bereits eine Ausbildung abgeschlossen habe und somit laut BGB nicht mehr unterhaltspflichtig bin. Allerdings habe ich nach der Ausbildung nicht lange genug gearbeitet, sodass ich nicht automatisch ins elternunabhängige Bafög falle. Daher habe ich deinen Rat beherzigt und direkt das Antragsformular 08 eingereicht. Meine Mutter soll jetzt eine schriftliche Anhörung verfassen, warum sie nicht mehr unterhaltspflichtig sei. Hast du für dieses Schriftstück Tipps oder eine Vorlage? Irgendwas was man unbedingt beachten sollte?

    Ich freue mich von dir zu hören. Vielen Dank für deine Arbeit!

  • Hi Luisa,

    vorab vielen Dank für die kontinuierliche und schnelle Beratung, die du hier in den Kommentaren leistest.

    Ich befinde mich zur Zeit auch in dem Prozess Bafög zu beantragen. Alle notwendigen Formulare liegen dem zuständigen Amt vor. Mein/e Problem/Frage bezieht sich auf die Begründung eines Ausbildungswechsels.

    Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung (Bürojob) und danach zwei Semester studiert um mich in dieser Branche weiter zu bilden. Während der zwei Semester bezog ich auch schon Bafög. Früh in der Ausbildung habe ich gemerkt, dass es nicht ganz das richtige für mich ist und habe eine Weiterbildung angestrebt, die aber nicht die erhoffte Besserung brachte. Somit habe ich mich entschlossen einen Neuanfang in einer komplett anderen Branche zu wagen. Im Büro war es häufig so, dass ich mich sehr gefreut habe anderen Kollegen*innen bei einem bestimmten Zeichenprogramm zu helfen. Einerseits um selbst von meinen eher langweiligen Projekten los zu kommen, andererseits des helfen willen. Da ich aus diesen seltenen Gelegenheiten jemanden zu Helfen eine gewisse Befriedigung erlangt habe, kam mir der Wechsel zur Medizin- und Pflegebranche als der richtige Schritt vor. Genauer ich begann eine Ausbildung zum Radiologieassistent. Da hab ich mich auch richtig gut aufgehoben gefühlt, obwohl die Ausbildung zunächst nur aus theoretischem Unterricht bestand. Im ersten Praktikum kam dann die nächste Ernüchterung, denn der Arbeitsalltag glich eher einer Fließbandtätigkeit. Das Ausmaß der pflegerischen Tätigkeiten und die Zeit mit den Patienten waren eher gering. Hinzu kam die finanzielle Belastung und eine Knieverletzung, die mich relativ lange ausfallen ließ. Das alles hat mich dazu bewogen in die Heimat zurück zu kehren und eine Ausbildung zum Physiotherapeuten anzufangen.

    Die finanzielle Situation und die Knieverletzung habe ich in einer ersten Begründung erwähnt, diese haben jedoch nicht ausgereicht um bewilligt zu werden. Meine Frage ist nun habe ich mit dem oben geschilderten Neigungswechsel, als Begründung eine Chance die Bewilligung zu erhalten?

    Mfg Amigo
  • Hey Amigo,

    ich sehe da keinen Neigungswechsel. Du bleibst ja im Fach. Du änderst nur die Art der Ausbildung. Es könnte aber durchaus klappen. Die Finanzen spielen keine Rolle. Ich persönlich würde die Betonung auf das Berufsbild legen. Der Beruf des Radiologieassistenten entspricht in der Praxis nicht deinen Vorstellungen. Ich habe keine Ahnung inwiefern dein Knie dich am Beruf des Radiologieassistenten hindert, aber für Physiotherapeuten klar geht. Vor allem letzteres ist ja ein sehr körperlicher Job. Also ergibt die Begründung mit dem Knie für mivch keinen Sinn. Ich gebe den theorielastigen Job auf und mache lieber etwas körperliches, weil mein Knie kaputt ist? andersrum klingt logischer.
  • Hey Luisa,
    Ich bin Student an der oth Amberg-Weiden und machte Corona bedingt auf eine fern Uni wechsle (iubh). Ich habe mich Schon exmatrikuliert an meiner Oth und studiere dort seit 3. Semestern. Seit dem 2. Semester beziehe ich Bafög (die 2 Corona Semester). Nun möchte ich auch weiter Bafög beziehen da ich in eine Wohnung ziehe und aus diesem Grund extrem auf das Bafög angewiesen bin. Da ich zum 3. Semester wechsle benötige ich ja eine Begründung warum ich diesen Fachrichtungswechsel vollziehe. Eine Begründung habe ich schon geschrieben und auch der Antrag ist schon so gut wie fertig. Nun bin ich mir aber leider nicht sicher ob das zuständige Bafög Amt mir mit dieser Begründung meinen Antrag genehmigt. Als Gründe habe ich die Corona Lage, die mangelnde Interlektuelle Eignung und meine erblich bedingte Krankheit Schuppenflächte eingebracht. Nun ist meine Frage ob es denn eine Beratungsstelle gibt bei der man die Begründung unabhängig vom Amt zuverlässig prüfen lassen kann? Oder sonst es sonst irgendeine Hilfe gibt.
  • Hey Timo,

    Bei der Begründung nach dem 3. Semester ist das Amt nicht besonders streng. Richtig kritisch wird es erst nach dem 4. Semester. Wenn du eine Krankheit als Grund mit angibst, ist die Frage, inwiefern diese spezielle Krankheit dem Fach entgegenstand und warum sie mit dem neuen Fach kein Problem ist. Fehlende Eignung reicht als Begründung. Bist du durch Prüfungen gefallen? Dann ist das ein super Nachweis. Aber wie gesagt, ist die Begründung bei einem Fachwechsel vor dem 4. Semester kein Hexenwerk. Ich kenne niemanden, der bei einem ersten Fachwechsel vor dem 4. Semester abgelehnt wurde.
  • Hallo Luisa,

    Evtl. kannst du mir mit einer kurzen Antwort weiter helfen.

    Folgender Fall:
    Ich habe jetzt während der Masterarbeit mehrmals Verlängerung der Förderungshöchstdauer bekommen. Mehr als als mir und eigentlich jedem lieb ist, aber es waren eben gute Gründe, warum ich sie bekommen habe, bzw. warum ich die letzten Male der Verlängerung langsamer vorankam als üblich. Mir graut es schon davor wieder einen Folgeantrag zu stellen, weil ich immernoch nicht fertig werde. Aus folgendem Grund: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Antrag diesmal abgelehnt wird - das lese ich aus Kommentaren/Schreibweisen der Sachbearbeiter raus - evtl. bilde ich mir das auch ein, aber es wurde nun aus gleichen Gründen schon öfter Folgeantrag gestellt und es sind eigentlich keine neuen Gründe hinzu gekommen. Nun zu der Kernfrage:
    Wenn der Folgeantrag nicht durch geht, gibt es dann für das Studentenwerk die Möglichkeit Rückforderungen auf Grund von nicht erbrachten Leistungen (in dem Fall Masterarbeit) zu stellen? Weil natürlich habe ich bei jedem Antrag immer wieder beteuert, dass ich entweder nicht einschätzen kann, ob ich fertig werde oder sogar, dass es realistisch ist, dass ich fertig werde und dann hat es doch noch nicht geklappt. Evtl. zu leistende vollständige Rückzahlungen (nicht das sowieso übliche Darlehen) wären für mich extrem und ich will eigentlich nur wissen, was im schlimmsten Fall - absage des Antrags - auf mich zukommen könnte. Ich habe so viel Respekt davor, dass ich sogar schon überlegt habe direkt doch einen Job zu suchen und somit jedoch die MA noch weiter zu verzögern/langsamer voran zu kommen, falls ich das dann überhaupt noch auf die Reihe bekomme.

    Beste Grüße,
    Ben
  • Hey Ben,

    du brauchst da nichts zu befürchten. Du zahlst das Darlehen 5 Jahre nach Wende der Regelstudienzeit zurück unabhängig davon wie lange du studiert hast. Eine vollständige wird für Zeiträume gefordert, in denen gar nicht studiert wurde. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn du beurlaubt oder mindestestens 3 Monte krank geschrieben warst. Du verwirkst deinen BAföG Anspruch auch, wenn du während der Vorlesungszeit regelmäßig mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet hast. Solange nichts davon zutrifft, bist du sicher, auch wenn du immernoch nicht fertig bist. Ich habe dafür auch ewig und 3 Tage gebraucht und deshalb verlängert. Man kann übrigens auch Verlängerung für die Verlängerung bekommen, wenn weiterhin der Hinderungsgrund besteht. Also stell einfach deinen Antrag.
  • Hallo^^,
    Ich hab als Student Bafög beantrag aber es werden noch Formblatt 3 und Einkommensnachweis von meinem leiblichen Vater benötigt, das Problem ist das meine Mutter und ich seit fast 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm haben und er in Thailand lebt, es besteht auch keine möglich Kontakt mit ihm aufnehmen zu können und falls überhaupt würde er denke ich nicht in meinem Sinne Handeln. Es sind also Unterlagen an die ich unmöglich rankommen kann und ich hab schon den zweiten Brief erhalten wo sie diese Unterlagen verlangen, falls ich diese nicht bis zum 26.02 nachweise wird der Antrag auf Bafög abgelehnt und ich hab schon angerufen aber man hat mir nur gesagt das ich es "versuchen soll" und "es ist ja nicht viel"... Ich weiß nicht was ich tun kann und ich warte schon so lange und ich kann mich nicht ganz auf das Studium konzentrieren (Bin Ersti ),das ist doch ungerecht...
    ich bedanke mich für jegliche Hilfe! :(
  • Hey Pakapol,

    du bist rechtlich dazu verpflichtet ihn zu kontaktieren. Du musst es wenigstens nachweislich versuchen. Wie er darauf reagiert, ist nicht dein Problem. Versuch es einfach ist die einzig richtige Antwort. Aber du kanst vorerst Vorausleistung beantrgen, damit das Amt schonmal deinen Antrag bearbeitet und du schonmal Geld beziehen kannst. Hier sind die Details dazu https://www.studierenplus.de/bafoeg/bafoeg-vorausleistung/
  • Ich habe im Heimat 3 Semester jura studiert bevor ich nach Deutschland kam ( wurde hier nur ein Semester als Wechsel gezählt) und studiere seit ein Semester Politik und soziologie mit dem Nebenfach öffentliches Recht und bekomme seitdem Bafög. Ich bin gerade sehr enttäuscht. Das Studium gefällt mir gar nicht und der Inhalt ist sehr trocken und unverständlich und will jetzt mein Fachrichtung zur Sozialen arbeit wechseln ( wofür ich letzte Semester eine Zulassung bekommen habe aber leider habe ich der falsche ausgewählt) ich habe jetzt eine Zulassung für soziale arbeit von eine andere Bundesland bekommen und habe ein Antrag auf Immatrikulation gestellt.
    Habe ich jetzt noch Anspruch auf weitere Förderung von bafög und wie groß ist die Chance ? Ich
  • Hey abdulmonem,

    Wenn ich dich richtig verstehe, wechselst du jetzt nur die Uni, nicht das Fach. Ein Hochschulwechsel ist kein Problem. Einfach BAföG beim dem für die neue Uni zuständigen Amt beantragen und deine bisherige Förderungsnummer im Antrag mit angeben.
  • Hallo Luisa,
    ich habe bereits im September 2020 elternunabhängiges Bafög beantragt. Dadurch, dass meine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig sind und ich nach einer 2-jährigen Berufsausbildung über 5 Jahre gearbeitet habe, sind die Vorraussetzungen eigentlich m.E. gegeben. Monatlich erhalte ich im Moment vom Studierendenwerk Karlsruhe Schreiben mit der Bitte um Zusendung diverser Unterlagen. Zuletzt wurde eine Begründung zum Abbruch meines ersten Studiums verlangt. Nun habe ich erneut ein Schreiben erhalten mit der Bitte um die Zusendung des Formblatt 3 und der Einkommensteuerbescheide meiner Eltern. Ist dies üblich? Mein Berater hatte das in unseren Telefonaten nie zuvor erwähnt und es sind inzwischen 5 Monate seit der Antragstellung vergangen.
  • Hey Laura,

    die Arbeitsweise der Sachbearbeiter ist nicht immer logisch und manchmal unnötig aufwendig. Wenn stimmt, was du sagst, müssten Formblatt 3 unnötig sein. Ein Studienabbruch nach dem 2. Semester muss immer begründet werden.
  • Hi, was passiert, wenn ich mehr bzw. deutlich mehr verdiene, als es mir mein Freibetrag (5400) erlaubt?
  • Hey Kristian,

    dann bekommst du weniger BAföG. Freibetrag bedeutet nur, dass dieser Betrag nicht angerechnet wird. Alles darüber aber schon.
  • Hallo, ich habe eine Frage zu meinem folge Bafög Antrag.
    Ich war offiziell für 4 Semester Architektur immatrikuliert, habe jedoch nur für das 1. Semester Bafög beantragt und auch nur im ersten Semester Prüfungen belegt.
    Dummerweise blieb ich nach dem ersten Semester für drei weitere Semester immatrikuliert ohne Prüfungen oder Vorlesungen zu besuchen.
    Nun studiere ich erneut, dieses Mal Sportmanagement und habe große Probleme beim Bafög Antrag, da ich offiziell nach dem 4. Semester gewechselt habe. Obwohl ich eigentlich gar keine vier Semester studiert habe sondern nur fälschlicher Weise immatrikuliert war.
    Gibt es da Tipp oder Tricks wie ich trotz meines Fehlers noch eine Chance auf Bafög habe?
    Vielen Dank für die Hilfe

    Freundliche Grüße
    Thomas
  • Hey Thomas,

    tut mir leid, da hast du einfach Pech. Du hättest dich vor dem 4. Semester exmatrikulieren oder wenigstens beurlauben müssen, wenn du nicht nachweislich berufsunfähig bist. Papier-Studenten werden nicht weiter gefördert. Völlig egal, ob sie schonmal BAföG beantragt haben oder nicht.
  • Hallo Luisa, danke für deine ausführlichen Informationen.
    Ich hätte aber eine Frage zu einem Fall.. das BAföG Amt möchte nach fast 3 Jahren wissen wann mein letzter Vorlesetag oder letzte Prüfung gewesen ist, weil ich zum Ende des 3. Semesters im Master Soziale Arbeit exmatrikuliert wurde (habe mich an der HS nicht mehr fürs WS zurückgemeldet).
    Ehrlich gesagt habe ich im letzten Semester nicht mehr richtig studiert und war nur gelegentlich da.. habe dann zum Ende hin beschlossen das Studium nicht mehr weiterzumachen.
    Kann ich in dem Fall das Datum des letzten Tages der Einschreibung in der HS mitteilen? Immerhin ist das Jahre her und ich kann mich nicht mehr daran erinnern wann der letzte Vorlesetag gewesen wäre. Und es zählt doch wann ich mich dazu entschieden habe, nicht mehr weiter zu studieren, wenn ich sage es war zum Semesterende hin der letzte Tag meines Einschreibens?

    Liebe Grüße Kenny
  • Hey Kenny,

    es geht darum, dass dir kein BAföG zusteht, wenn du nicht mindesten 3. Monaten im Semester studiert hast. Deswegen wollen sie wissen, seit wann du nicht mehr zur Uni gegangen bist. Ich glaube nicht, dass du den exakten Tag wissen musst. Ungefähr sollte reichen. Ob du nun 5 Tage früher oder später deine letzte Vorlesung hattest macht in der Regel keinen Unterschied.
  • Hey Luisa,

    Danke für deine Hilfe und die Website hier!
    Weißt du wie es sich mit BAföG verhält, wenn man ins Ausland zieht, aber weiterhin an einer deutschen Uni (online, wegen Corona) studiert? Ist es denn vorgeschrieben seinen Wohnsitz in Deutschland zu haben? Ich würde auch im (EU-)Ausland maximal 450 nebenher verdienen und das Studium nicht für ein Auslandspraktikum unterbrechen. Leider finde ich nirgendwo passende Antworten dazu.

    Danke und LG
    Lukas
  • Hey Lukas,

    ja, man muss seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. bleib in Deutschland gemeldet, dann gibt es kein Problem. Egal, wo du dich tatsächlich aufhältst.
  • Hey Luisa,
    Ich studiere seit paar Monaten in den niederlanden, ist also mein erstes Semester. Ich möchte mein Studium jedoch abbrechen und in Deutschland neu anfangen. Ich habe vor mich für einen Sommersemester anzumelden. Ich weiß allerdings nicht wie das mit dem Bafög dann funktionieren soll. Derzeit kriege ich nämlich Bafög, muss ich dann erneut einen Antrag stellen oder wie genau läuft das ab? Und welche Bescheinigungen brauche ich?
  • Hey Meryem,

    Ja, wenn du schon BAföG für die Niederlande bekommst, must du dem Amt mitteilen, dass du das Studium dort abbrichst, damit sie die Zahlung einstellen. Dann beantragst du ganz normales BAföG bei dem Amt, das für die neue Hochschule zuständig ist. Das einzige, was anders ist, ist dass du zusätzlich zu den üblichen Unterlagen eine Exmatrikulationsbescheinigung beifügen musst.
  • Hallo Luisa,
    die Regelstudienzeit meines Bachelors betrug 8 Semester und nun habe ich in meinem 9. Fachsemester - WS20/21 coronabedingt noch eine weitere Förderung bekommen. Ich werde das Studium Ende des 10. Semester abschließen und wollte mich nun erkundigen, ob es dafür auch noch Förderungsmöglichkeiten gibt!? Zum Beispiel war ich im 3. Semester während der ganzen Prüfungsphase krank und habe dadurch damals keine CP in besagtem Semester machen können.

    Vielen Dank für die Hilfe!
    Sophia
  • Hey,
    ich plane auch evtl. zum Sommersemester einen Fachrichtungswechsel zu machen, bin im ersten Semester. Welche Unterlagen muss ich dem Amt weiter geben damit BAföG weiterhin ohne Unterbrechung gewährleistet wird bzw. was muss ich alles machen?

    Die Frist zum Einschreiben des neuen Faches ist bis zum 28. Februar. Wie sollte ich am besten Vorgehen?

    Vielen Dank für deine Hilfe

    Viele Grüße
    John
  • Hey John,

    du musst einen ganz normalen Erstantrag stellen wie für den letzten Studiengang auch. Wenn du an derselben Uni und somit beim selben BAföG Amt bleibst, kannst du dir alle Belege sparen, die dem Amt bereits vorliegen. Du brauchst also wahrscheinlich nur die Formulare, eine Ex- und die neue Immatrikulationsbescheinigung. Das sollte reichen.
  • Hallo, ich habe eine Frage. Ich bin im 1 Semester und habe gemerkt das das Studium nichts für mich ist und möchte daher zum Sommersemester wechseln. Bis dahin sind es ja noch 4 Monate und ich möchte abbrechen, da ich auch keine Lust mehr habe an den Veranstaltungen teilzunehmen und ich gehört habe das Bafög Amt schaut nach ob noch Leistungen erfüllt worden sind. Das Problem ist das mein Job davon abhängig ist das ich Studentin bin und wenn ich mein Bafög abmelde brauche ich eine Exmatrikulationsbescheinigung oder? Ist es möglich kein Bafög mehr zu erhalten und trotzdem immatrikuliert zu bleiben damit ich meinen Job behalten kann? Ich würde dann gerne im Sommer wieder Bafög beantragen, aber bei einem anderen Bafög Amt. Liebe Grüße :)
  • Hey Jana,

    ich persönlich denke, dass es kein Problem ist, wenn du dem Amt mitteilst, dass du beabsichtigst, dich zu exmatrikulieren und deshalb kein BaföG mehr brauchst. Und ich wüsste nicht, warum du nicht immatrikuliert bleiben könntest. Ein einmaliger Fachwechsel in den ersten 12 Monaten ist völlig legitim und beeinflsst deinen Anspruch nicht. Du musst den Wechsel nichtmal begründen.
  • Hallo!
    Ich habe vor Kurzem einen Brief vom Bafög-Amt erhalten, das ich einen erneuten Fachrichtungswechsel gemacht habe und ich diesen schriftlich begründen solle.
    Ich habe an der Uni Duisburg Wirtschaftsingenieur studiert und bin dann zum Corona Semester an die Uni Wuppertal für Elektrotechnik gewechselt an der ich nur 1 Semester war.
    Da ich in Dortmund wohne bin ich dann an die TU Dortmund gewechselt aber in das Fach Elektro-und Informationstechnik, welches sich trotz des Namens Unterschiedes nicht wirklich vom Fach Elektrotechnik in Wuppertal unterscheidet.
    Da das Semester in Wuppertal so chaotisch war konnte ich auch keine Leistungen erbringen.
    Mir wurde gesagt da ich ins erste Fachsemester eingestuft wurde in Dortmund wird dies als Fachrichtungswechsel gesehen, aber ein wirklicher Fachrichtungswechsel kann es doch nicht sein?
    Maximal eine Schwerpunktsverlagerung?
    Ich habe nur Sorge Bafög aufgrund eines sinnlosen Fehlers zu verspielen.
    Mit freundlichen Grüßen!
  • Hey Dilbirin,

    entscheidend dürfte sein, inwiefern Leistungen anerkannt wurden. Wenn du bei 0 startest und erneut im 1. FS bist, klingt das tatsächlich nach Fachwechsel und muss begründet werden, was nicht bedeutet, dass man kein BAföG bekomt. Es reicht nur nicht bis zum abschluss. Die Semester aus dem vorigen Studiengang werden vom neuen abgezogen.
  • Hallo Luisa,

    Ich bin im 1.Semester meines Studiums und möchte den Studiengang wechseln, da mein jetztiger Studiengang nicht meinen Vorstellungen entspricht und ich in dieser Corona-Zeit eine Leidenschaft für IT entdeckt habe und deshalb überlege Informatik zu studieren.
    Meine Frage wäre, ob ich noch weiter meinen Studiengang besuchen, oder sogar Prüfungen schreiben muss, um weiterhin ein Recht auf BAföG zu haben(quasi als eine Art Leistungsnachweis).
  • Hey Sam,

    Prüfungen musst du keine schreiben oder bestehen, aber du darfst auch nicht länger als 3 Monate gar nichts machen solange du an (virtuellen) vorlesungen teilnimmst, passiert nichts. einen Wechsel nach dem 1. semester muss man nichtmal begründen.
  • Hallo, ich hätte die folgende beispiellose Frage: Ich bin momentan im 1. Semester Master und kriege BaföG. Ich will mich noch dieses Semester exmatrikulieren, da ich ein Praktikum mache und mich darauf konzentrieren möchte. (Das Praktikum ist freiwllig und ich darf mich nicht beurlaben lassen) Ich habe aber vor, und werde es auch sicher tun, mich für das darauffolgende Semester, also SoSe 21, wieder an der gleichen Fakultät und dementsprechend an der gleichen Universität zu bewerben. Der Studiengang wird also der selbe sein, alles bleibt unverändert nur mit dem Unterschied dass es sich alles um 1 Semester verschiebt. Ist das BafÖg - schädlich, kriege ich BaföG überhaupt nicht mehr oder das laufende WiSe 20 wird einfach angerechnet und statt 4 Semetser kriege nur 3 Semester Bafög (Regeldstudienzeit 4 Semester) ?. In den Regelungen steht es, dass es kein Fachrichtungswechsel vorliegt, sofern der "alte" Studiengang mit dem "neuen" in den ersten Semestern identisch ist. Was ich mich frage, ist jedoch, ob es ein wichtiger bzw. unabweisbarer Grund vorliegen muss? Ich habe alles in den Foren durchgelesen, und dieses Thema wurde nirgendswo angerissen. Ich freue mich auf eine baldige Rückmeldung, da ich diese Woche die Entscheidung treffen muss wegen Fristen etc.
  • Hey Christian,

    wenn du im 2. Fachsemester wieder einsteigst, sollte das kein Problem sein. Was sollte sich denn verschieben? Du studiest das 1. Fachsemester, machst eine Pause, wirst ins 2. Semester wieder immatrikuliert. Du wist doch inicht wieder ins 1. Semester eingestuft, oder? Du studierst nach wie vor 3 Semester und bekommst auch 3 Semester BAföG. Du findest darauf keine Frage, weil es nicht wirklich der Rede wert ist und natürlich, weil du eine große Ausnahme mit der Exmatrikulation bist, aber das ist kein eigener Fall als solches. Eine Beurlaubung ist relevanter, weil man ja immatrikuliert bleibt und die Semester weiter zählen, außerdem können Studierende an vielen Unis weiter Prüfungen ablegen während sie beurlaubt sind. All dise Probleme hast du nicht. Wer kein student ist, kriegt kein BAföG. Wer nicht das Fach wechselt und mehr Semester studiert als die Regelstudienzeit vorsieht muss nichts begründen.
  • Hey Christian,

    wenn du im 2. Fachsemester wieder einsteigst, sollte das kein Problem sein. Was sollte sich denn verschieben? Du studiest das 1. Fachsemester, machst eine Pause, wirst ins 2. Semester wieder immatrikuliert. Du wist doch inicht wieder ins 1. Semester eingestuft, oder? Du studierst nach wie vor 3 Semester und bekommst auch 3 Semester BAföG. Du findest darauf keine Frage, weil es nicht wirklich der Rede wert ist und natürlich, weil du eine große Ausnahme mit der Exmatrikulation bist, aber das ist kein eigener Fall als solches. Eine Beurlaubung ist relevanter, weil man ja immatrikuliert bleibt und die Semester weiter zählen, außerdem können Studierende an vielen Unis weiter Prüfungen ablegen während sie beurlaubt sind. All dise Probleme hast du nicht. Wer kein student ist, kriegt kein BAföG. Wer nicht das Fach wechselt und mehr Semester studiert als die Regelstudienzeit vorsieht muss nichts begründen.
  • Hey Luisa, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

    Zu deiner Frage, bis zum 04.01.2021 kann ich mich exmatrikulieren, ohne das dieses Semester gezählt wird. Das heißt, wenn ich im SoSe 2021 mein Master wieder anfange, steige ich in das 1. Fachsemester ein(gleicher Studiengang). Deshalb sage ich ja dass sich alles um ein Semester verschiebt. Das heißt meine Regelstudienzeit würde von der Universitätsseite bei 4 Semestern neu starten. Bei BafÖg wird aber mein laufendes WiSe 2020 wahrscheinlich angerechnet und ich werde Anspruch nur für 3 Semestern haben, soweit ich dem Gelesenen entnommen habe. So habe ich es verstanden, bitte korigiere mich wenn ich falsch liege. Mir ist aber wichtig zu wissen, ob ein wichtiger Grund bzw. eine nachweisbare Begründung für meine Exmatrikulation vorliegen müsste. Und soll ich zum Beginn des SoSe2021 einfach einen Folgeantrag stellen ?

    MfG
    Christian
  • Hey Luisa, vielleciht an der Stelle kurz noch eine Frage.

    Was soll ich dem BafÖG Amt jetzt geben? Reicht die Exmatrikulationsbescheinigung, erfolgt eine Abrechnung, soll ich Gehaltsabrechnungen einreichen für beide Monate October und November und werden die Leistungen für October und November zurückgefordert? Für die Bemessung der Leistungen ist es wichtig wie viel man in dem BWZ kriegt und nicht davor richtig, weil ich im Januar, Februar, März z.B deutlich mehr verdienen werde als ab April.
  • Hey Christian,

    was du in der Zwischenzeit gemacht hast ist egal, sofern du nicht anderweitig immatrikuliert warst oder irgendeine andere Ausbildung gemacht hast. Und ja , nur Einkommen WÄHREND des BWZ beeinflussen die Höhe deines Anspruchs. Du musst erstmal die vorraussichtliche Summe deiner innahmen angeben und später die tatsächliche Höhe nachweisen. So 100% genau, weiß man das ja vorher nicht.
  • Hey Christian,

    nein, du brauchst keinen Grund für die Exmatrikulation. Nur Fachwechsel müssen begründet werden und das ist ja keiner. Du hast sowas wie ein Urlaubssemester gemacht.
  • Hallo,
    Ich hätte eine Frage zum Thema Schüler Bafög.
    Ich habe vor ab Januar mein Abitur nachzuholen.
    Ich wohne im Haus meiner Eltern bei Miete und eigener Verpflegung.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass die Eltern unabhängig berücksichtigt werden, wenn man sein Abitur auf zweitem Bildungsweg nachholt.
    Das Abitur wird von mir per Fernschule nachgeholt und das in Vollzeit.
    Welche Voraussetzung muss ich hier also erfüllen, dass mein Bafög Antrag Elternunabhängig berechnet wird ?

    Lieben Gruß
  • Hallo, ich habe eine Frage, die mir bisher kein Amt beantworten konnte oder wollte. Und zwar warte ich seit 2,5 Monaten auf den Bafög-Bescheid bzw. Leistungen. Der Anruf beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung ergab, dass mein Antrag voraussichtlich bis Ende Februar nicht bearbeitet wird. Anfang Januar werde ich überhaupt kein Geld mehr haben, weder Erspartes noch kann mir jemand etwas leihen. Der Antrag auf Vorschussleistungen würde ja dann auch nicht bearbeitet und die Vorschussleistungen würden nicht ausreichen um meine Fixkosten abzudecken. Lt. Jobcenter bin ich nicht für ein Darlehen berechtigt, da ich alleine lebe. Lt. Sozialamt bin ich nicht für Sozialhilfe berechtigt, da ich ja dem Grunde nach Bafög- berechtigt bin. An wen kann ich mich noch wenden oder muss ich meinen finanziellen Ruin in Kauf nehmen?

    Vielen Dank und beste Grüße
    Anna
  • Hey Anna,

    Wenn du grundsätzlich förderfähig bist, müsstest du auf Antrag einen Vorschuss bekommen. Insgesamt darf das Amt bis zu 6 Monate für die Bearbeitung deines BAföG antrags brauchen nachdem du alle Unterlagen eigereicht hast. Dauert es länger bist du klageberechtigt. Ich bin mir auch relativ sicher, dass das Jobcenter dir ein Darlehen geben müsste bis dein BaföG Antrag abgeschlossen ist. Ich bin aber auch kein Vollprofi im SGBII und III. Beantrage Vorauszahlung (nicht Vorausleistung) beim BAföG Amt. Geh nicht einfach davon aus, dass es eh zu lange dauert. Ansonsten fallen mir nur noch die Corona Überbrückungshilfe vom Bund und Kredite ein. https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/corona-studenten-uebersbrueckungshilfe/ und https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/studienkredit/
  • Muss BAföG über 10.000€ (BAföG für Bachelor + vorgezogenes BAföG für angestrebten Master) zurück gezahlt werden?
  • Es ist keiner zu erreichen. Eine Wartefunktion haben sie auch nicht.
    Schade
  • Hey Fathima,

    wen meinst du? Die BAföG Hotline? Damit haben wir nichts zu tun. Das ist ein Angebot der Studierendenwerke.

Was denkst du?