Was ist BAföG?

Was ist BAföG?

BAföG ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es regelt die finanzielle Unterstützung für Studenten und Schüler durch die Bundesrepublik Deutschland.

Doch nicht alle können diese Förderung bekommen. Und wer sie bekommen kann, steht plötzlich einem Wust an Anträgen und Paragraphen gegenüber. Was es zum BAföG zu wissen gibt, könnt Ihr hier erfahren.

Wer kann BAföG bantragen?

BAföG beantragen können  Studierende ebenso wie  solche Menschen, die das einmal werden wollen. Daneben können aber auch Leute, die einen Meisterlehrgang besuchen, von staatliche Förderleistungen nach dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung, kurz AFBG oder auch Meisterbafög bzw. Aufstiegsbafög genannt, erhalten. 

Das BAföG soll grundsätzlich dafür da sein, Menschen ein Studium oder eine schulische Ausbildung zu ermöglichen, die sich das von „Haus aus“ vielleicht nicht leisten können, weil man während dieser Ausbildung keine Ausbildungsvergütung wie in einer betrieblichen Ausbildung erhält oder vielleicht sogar selbst dafür zahlen muss – ein sehr sozialer Anspruch also. Allerdings wurden die BAföG-Sätze in den letzten sechs Jahren kaum erhöht, was nicht ganz so sozial ist. 

Da ist es natürlich schon blöd, wenn man zu seinem BAföG etwas dazuverdienen möchte, weil der Satz zu niedrig ist, man am Ende aber BAföG zurückzahlen muss, weil man zu viel nebenbei verdient hat. Daher solltet Ihr euch unbedingt vorab drüber informieren, bis zu welcher Höhe ein  Nebenverdienst trotz BAföG in Ordnung geht. Die Infos dazu findet ihr hier.

BAföG – die Voraussetzungen

Die Grundvoraussetzung für den Bezug von BAföG ist, dass du dich in einer schulischen oder akademischen Erstausbildung befindest. Solltest du dich in einer betrieblichen Ausbildung befinden oder eine Fortbildung anstreben, wirf mal einen Blick in  unseren Artikel zum Thema Ausbildungsförderung.  

Neben der Ausbildung gibt es aber auch noch weitere BAföG Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um den Kreis der BAföG-Bezieher aufzusteigen. Dazu gehört zum Beispiel auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Als Ausländer müssen zusätzliche Voraussetzungen gegeben sein, um BAföG beziehen zu dürfen.

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Wann ist es zu spät für BAföG?

Wer als Ü30 noch eine Ausbildung anfängt und die mit BAföG finanzieren will muss gute Gründe nachweisen können, warum diese Ausbildung zu keinem früheren Zeitpunkt aufgenommen werden konnte. Diese Altersgrenze bezieht sich ausschließlich aud dein Alter zu Beginn der Ausbildung. Wenn du mit 29 anfängst, ist noch alles gut und es wird dich auch niemand drängen besonders schnell deine Ausbildung abzuschließen. Du kannst also im Laufe des Studiums prolemlos 30 werden  und ganz entspannt bis zum Abschluss BAföG beziehen.

Es gibt aber auch eine Ausnahme von der 30-Plus Regelung: Master-Studiengänge. Da die Studenten erst einen Master-Studiengang belegen können, wenn Sie bereist einen Bachelor-Abschluss oder eine Ausbildung und Berufserfahrung vorweisen können, wird in diesem Fall die Altersgrenze nach hinten verschoben. Daher können Studierende in einem Master-Studiengang noch bis zu 35 Jahren die staatliche Förderung erhalten.

Der BAföG Höchstsatz

Die Frage nach der Höhe der BAföG-Förderung muss immer ganz individuell beantwortet werden, da hier ganz verschiedene Dinge eine Rolle spielen. So bekommt Ihr zum Beispiel weniger BAföG wenn du noch bei deinen Eltern wohnst oder über sie krankenversichert bist. Ist ja auch klar, wer noch ein Zimmer bei Mama und Papa hat, hat auch weniger Ausgaben.

Aber auch die Einkommensverhältnisse deiner Eltern und Geschwister werden in die Berechnung des BAföG-Satzes mit einbezogen. Aber auch ob Du als Antragsteller einen Nebenjob ausübst und wie viel Du dabei verdienst, oder ob Du sogar Vermögen hast, geht in die Berechnung mit ein.

 Daher ist das mit der Berechnung der BAföG-Höhe gar nicht so einfach. Im Netz gibt es zwar einige Rechner, die Dir einen groben Richtwert geben können. Du solltest Dich allerdings darauf nicht einschießen, denn die tatsächliche Höhe Deiner monatlichen Förderung wird am Ende einzig und allein vom BAföG-Amt festgelegt.

BAföG zurückzahlen: Das muss leider sein

Wenn der Antrag endlich gestellt, jedes Formular ausgefüllt ist und Du endlich den positiven Bescheid über Deinen BAföG-Antrag in den Händen hälst, wirst Du dich sicherlich mega freuen. Trotzdem solltest Du schon jetzt daran denken, dass Du die Hälfte des BAföGs auch wieder zurückzahlen musst. Tatsächlich sind nämlich nur 50 Prozent eine Förderung des Staates, der damit Deine Ausbildung unterstützt. Die andere Hälfte ist ein sogenanntes zinsloses Darlehen. Das ist ja schonmal gut, weil Du in diesem Fall auf das Geld wenigstens keine Zinsen zahlen musst. Zurückzahlen musst Du es aber trotzdem. Aber: Meist vergeht zwischen dem Ende des Studiums und der Aufforderung zur Rückzahlung ein gutes Stück Zeit. Und diese Zeit reicht meist aus, Praktika zu machen und eine Job zu finden, in dem Du langfristig arbeiten kannst. Bist Du dann soweit im Berufsleben etabliert, kannst Du meist auch ohne Probleme das BAföG zurückzahlen.

Klingt Dir alles zu riskant? Dann lege doch einfach schon während Deines Studiums einen Teil des BAföGs an – natürlich nur, soweit das geht. Aber auch hier musst Du darauf achten, dass Du die Grenze für eigenes Eigentum nicht überschreitest, sonst kann es nämlich vorkommen, dass Dir das angesparte Geld am Ende auf Dein monatliches BAföG angerechnet wird. Und das bringt Dich ja auch nicht weiter.

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BAföG-Hotline 0800-223 63 41


Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar
von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

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