Wie wirken sich Studienabbruch und Fachwechsel auf BAföG aus?

Wie wirken sich Studienabbruch und Fachwechsel auf BAföG aus?

Es gibt einige Studenten, die während des Studiums einen Uni- oder Fachwechsel durchführen. Einige entscheiden sich sogar für einen Studienabbruch und beginnen später erneut bei Null. Genau zu diesen Themen und wie sich solche Aspekte auf das BAföG auswirken, bekomme ich als professionelle BAföG Beraterin fast täglich folgende Fragen:

Ich habe schonmal an einer anderen Uni studiert, das Studium aber nicht abgeschlossen. Während meines Erststudiums habe ich auch kein BAföG beantragt. Jetzt möchte ich nochmal einen Neustart wagen. Kann ich dafür BAföG beantragen?

Hier kommt es wie so oft drauf an. Drei Faktoren entscheiden darüber, ob du für dein neues Studium förderfähig ist:

  1. In welchem Fachsemester hast du abgebrochen?
  2. Warum hast du abgebrochen?
  3. Wechselst du das Fach oder nur die Hochschule?

Ob du vorher schonmal BAföG bezogen hast oder nicht, ist erstmal völlig irrelevant.

Was ist der Unterschied zwischen Studienabbruch und Fachwechsel?

Lässt du dich aus einem Studiengang ohne Abschluss exmatrikulieren, ist das erstmal ein Studienabbruch. Fängst du dann nochmal in einem anderen Studiengang von vorn an, wird aus dem Studienabbruch ein Fachwechsel. Dabei spielt keine Rolle, ob du direkt im Anschluss neu beginnst oder erst Jahre später.

Nimmst du aber irgendwann das bereits angefangene Studium an einer anderen Hochschule wieder auf, ist es nur noch ein Hochschulwechsel. Eventuell verknüpft mit einer Schwerpunktverlagerung, worauf ich weiter unten im Text noch genauer eingehen werde.

Auswirkung von Studienabbruch auf BAföG

Studienabbruch in den ersten drei Fachsemestern

Merkst du, dass das Studium bzw. das gewählte Fach nicht deinen Erwartungen entspricht, lass dich spätestens zum Ende des 3. Fachsemesters exmatrikulieren. Du kannst dann relativ einfach BAföG für einen anderen Studiengang beantragen. Du musst deinem BAföG Antrag nur zusätzlich die Exmatrikulationsbescheinigung und eine Begründung für den Abbruch beifügen. Lässt du dich schon im ersten Studienjahr exmatrikulieren, brauchst du nicht mal eine Begründung, um einen Fachwechsel bewilligt zu bekommen.

Studienabbruch ab dem 4. Fachsemester

Nach den ersten 3 Semestern wird ein Fachwechsel mit BAföG nur bewilligt, wenn unabweisbare Gründe von dir nachgewiesen werden können.  Unabweisbare Gründe sind sowas wie höhere Gewalt, also Gründe, auf die du selbst keinerlei Einfluss hast und die dir den Abschluss im begonnenen Studiengang unmöglich machen.

Ein krasses Beispiel wäre, wenn du Sport studierst und durch einen Unfall im Rollstuhl landest, würde das auch noch einen Studienabbruch im letzten Semester rechtfertigen. Auch eine frisch diagnostizierte Erkrankung, die eine anschließende Berufsunfähigkeit nach dem Abschluss oder eine Prüfungsunfähigkeit für das Fach mit sich ziehen, weil du z.B. nicht mehr ins Labor darfst, kann ein unabweisbarer Grund sein.

Du siehst, unabweisbare Gründe sind unvorhersehbar und liegen außerhalb deines Einflusses. Ein Interessenwechsel oder enttäuschte Erwartungen ans Studium reichen ab dem 4. Semester also nicht mehr aus, um weiterhin BAföG für ein neues Fach zu bekommen.

Tatsächlich kenne ich niemanden, der einen unabweisbaren Grund für einen so späten Studienabbruch hatte. Die meisten Studienabbrecher zögern nur den Wechsel aus verschiedenen Gründen ewig hinaus. Niemand merkt ganz plötzlich im 7. Semester, dass Elektrotechnik nichts für ihn oder sie ist und man doch viel lieber Buchhalter werden würde. Was durchaus vorkommt, ist das endgültige Nicht-Bestehen einer Prüfung und die daraus folgende Zwangsexmatrikulation. Was gemäß Verwaltungsvorschschrift zu § 7 BAföG ausdrücklich kein unabweisbarer Grund ist.

7.3.16 a Unabweisbar ist ein Grund, der eine Wahl zwischen der Fortsetzung der bisherigen Ausbildung und ihrem Abbruch oder dem Wechsel aus der bisherigen Fachrichtung nicht zulässt. Ein unabweisbarer Grund ist z.B. eine unerwartete – etwa als Unfallfolge eingetretene – Behinderung oder Allergie gegen bestimmte Stoffe, die die Ausbildung oder die Ausübung des bisher angestrebten Berufs unmöglich macht.
Das endgültige Nichtbestehen der Zwischen- oder Abschlussprüfung ist kein unabweisbarer Grund.
studienabbruch bafög

Wann muss bezogenes BAföG beim Studienabbruch zurückgezahlt werden?

Der Zeitpunkt der BAföG Rückzahlung ist unabhängig vom Abschluss. Die Rückzahlung beginnt mit dem Ende der theoretischen Regelstudienzeit des ersten Studiengangs. Dies betrifft auch die Höhe des Darlehens. Du zahlst nicht mehr oder weniger zurück als jeder andere BAföG Empfänger auch.

Wie lange bekomme ich BAföG nach einem Fachwechsel?

Das kommt drauf an, wie oft du schon gewechselt hast. Handelt es sich um eine einmalige Sache, gilt das Motto: „Ein Mal ist kein Mal“. Somit kannst du BAföG wieder für die komplette  Regelstudienzeit des neuen Studiengangs beziehen. Bei Wiederholungstätern werden aber ab dem 2. Wechsel bereits studierte Semester mit angerechnet, sodass beim 3. Anlauf das BAföG wohl nicht mehr bis zum Abschluss reichen wird. Rechne also damit, dass du in der Abschlussphase einen Studienkredit benötigen wirst.

Was ist der Unterschied zwischen Fachwechsel und Schwerpunktverlagerung?

studienabbruch bafoeg

Ein Fachwechsel führt immer zu einer Verlängerung der Studiendauer, da kaum bis nichts aus dem alten Studiengang an den neuen angerechnet werden kann. Bei einer Schwerpunktverlagerung kommt es dagegen zu keiner Studienzeitverlängerung, da die bisher erbrachten Leistungen im Wesentlichen von dir mitgenommen werden. Dieser kleine, aber feine Unterschied ist besonders für all diejenigen wichtig, die die Hochschule, aber nicht das Fachgebiet wechseln,  und solche, die Kombi-Studiengänge mit zwei Haupt- oder einem Haupt- und einem Nebenfach  studieren.

7.3.5 Bei Studiengängen mit mehreren Fächern gilt Folgendes:
  1. Der Wechsel, die Hinzunahme oder die Aufgabe von einzelnen Fächern ist ein Fachrichtungswechsel. Bei Lehramtsstudiengängen gilt dies nicht für den Wechsel, die Hinzunahme oder die Aufgabe eines für den Erwerb der Lehrbefähigung nicht erforderlichen Faches.
  1. Ein Fächerkombinationswechsel im Rahmen der Nebenfächer ist als Schwerpunktverlagerung anzusehen, wenn er nicht zu Verzögerungen führt.

Mein Rat an alle, die nach wie vor unsicher sind, ob sie sich einen Fachwechsel leisten können, ist es, schon vor der Immatrikulation in den neuen Studiengang einen Antrag auf Vorabentscheid zu stellen. Damit entscheidet das BAföG Amt verbindlich. Mit dem Vorabentscheid hast du ein Jahr Zeit, dich ins neue Studium einzuschreiben und dafür BAföG zu beantragen. Wenn du dabei Hilfe brauchst, sind wir natürlich gern für dich da.

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BAföG-Hotline 0800-223 63 41

Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar

von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

44 Kommentare

  • Hallo Luisa,
    Ich studiere seit dem Wintersemester 2020/21 im 2. Fach Bachelor und möchte jetzt zum Sommersemester ein Fach wechseln. Ich dachte eigentlich das sollte kein Problem sein, da es sich ja um einen einfachen Fachwechsel nach dem 1. Semester handelt. Jetzt habe ich allerdings gelesen, dass der Bafög Anspruch verfällt, wenn man bid zum Zeitpunkt des Wechsels die Klausuren nicht geschrieben hat. Da ich relativ schnell gemerkt habe, dass das Studienfach nichts für mich ist, habe ich seit 3 Wochen nicht mehr an den Vorlesungen teilgenommen und werde auch die Klausuren nicht mitschreiben können. Verliere ich dadurch jetzt meinen Anspruch auf Bafög und wenn ja, lässt sich das noch irgendwie abwenden indem ich die Klausuren unvorbereitet mitschreibe? In meinem anderen Fach habe ich ganz normal an allem teilgenommen.
  • Hey Feline,

    ehrlich gesagt, habe ich davon noch nichts gehört, was nicht bedeutet, dass es falsch ist. Ergibt durchaus Sinn, den abspruch zu verlieren, wenn man nicht studiert hat. Wenn aber an Lehrveranstaltungen teilgenommen wurde, glaub ich nicht, dass der Anspruch dadurch verfällt. Der verfällt rückwirkend, wenn man 3 Monate nichts mehr fürs Studium macht. hättest . Eine Teilnahme am Studium ist natürlich mit der Teilnahme an Prüfungen einfacher nachzuweisen. Also ja, lieber durchfallen als gar nicht erst teilnehmen.
  • Das Problem ist, dass eigentlich alle Veranstaltungen keine Anwesenheitspflicht hatten bzw. sogar asynchron waren. Es lässt sich also nur sehr schwierig nachweisen, dass ich anfangs teilgenommen habe. Wenn ich an den Prüfungen teilnehme, aber durchfalle, reicht das dann als Leistungsnachweis?
  • Hallo,
    Ich bin jetzt im 3.Semester und habe beschlossen das Studium abzubrechen, weil die Fachrichtung einfach zu schwer ist und ich nicht mitkomme. Ich habe die Möglichkeit zum Ende des Semesters abzubrechen oder sofort. Hat die Exmatrikulation zum Ende des Semsters irgendwelche Folgen für mich? Sprich dass ich dann alles sofort zurückzahlen muss? Und benötigt das Amt einen leistungsnachweis bei Exmatrikulation?
  • Hey Lara,

    Wenn du BAföG beziehst, musst du sofort abbrechen, um nicht unberechtigt weiter BAföG zu beziehen. Eine Exmatrikulationsbescheinigung ist immer gut. Auch wenn du abbrichst, musst du nicht sofort zurückzahlen, nur wenn du unberechtigt BAföG beziehst.
  • Hallo,
    zurzeit bin ich in 2. Semester Studiengang: Informatik.
    Ich möchte in Richtung Pädagogik der Kindheit studieren.
    Da ich von BAföG finanziell abhängig bin und die Studium Bewerbungsphase für das Wintersemester 2021/22, erst am 03.2021 - 06.2021 stattfindet, möchte ich Sie fragen, wie ich am besten diesen Fachrichtungswechsel Ihres Erachtens nachvollziehen kann.
    Ich habe versuch, die Semester mitzumachen, leider ohne Erfolg.
    Davor hatte ich schon mal Informatik studiert, leider musste ich abbrechen wegen finanzieller Probleme (kein BAföG und es war 5 Jahre her).
    Ich mache mir Sorgen wie ich danach meine WG und Essen Finanziellen soll.
  • Hey Kham,
    stell einen antrag auf Vorabentscheid, damit das Amt schon vor dem Wechsel mitteilt, ob der Wechsel förderfähig ist. Danach hast kannst du immernoch überlegen, ob du wechselst oder nicht. Bedenke aber, dass der Vorabentscheid keine Berechnung enthält, e geht nur um die grundsätzliche Förderfähigkeit. Wenn du eine Voraussichtliche Höhe ermitteln möchtest, kannst du unsere Antragssoftare kostenlos und unverbindlich nutzen. Der Live-Rechner, verrät dir, was du wissen musst und wenn du möchtest kannst du daraus direkt den Antrag auf Vorabentscheid machen. https://www.studierenplus.de/
  • Hallo, ich habe im nach dem Nichtbestehen im Nebenfach nach dem 3. Semester mein Nebenfach abgebrochen, denn nach einem Semester nochmal gewechselt Nach dem 5. Semester hab ich mein Hauptfach gewechselt und nach noch 2 die Universität und das Studienfach.
    Dann habe ich 2 Semester an der neuen Universität studiert und aufgehört. Habe also 10 Semester hinter mir und nie Bafög beantragt.
    Wenn ich jetzt ein Teilzeitstudium anfangen möchte ( aufgrund der finanziellen Lage) kann ich das machen oder hab ich keine Chance mehr auf irgendeine Finanzierung ? bzw könnte ich noch Bafög beantragen wenn ich ein Vollzeitstudium in betracht ziehen würde in einem anderen Fach?
  • Hey!
    Ich habe eine Frage - ich habe zum WiSe 2020/21 angefangen in Augsburg zu studieren und beziehe seit Oktober Bafög, habe aber realisiert, dass die Fachrichtung nichts für mich ist. Nun würde ich gern meinen Studiengang wechseln, allerdings gibt es diesen nur in Hildesheim, d.h. ich würde Studiengang und Universität wechseln. Ich bin jetzt am überlegen, das SoSe 2021 auf der momentanen Universität den Studiengang zu wechseln, um überhaupt etwas zu tun während dieses halben Semesters - wie sieht es da mit Bafög aus? Kann ich beide Wechsel einfach durchführen oder könnte es zu Problemen kommen? Ich habe da leider nicht ganz durchgeblickt.
    Liebe Grüße und danke im Voraus
  • Hey Annika,

    Das sollte kein Problem sein. Ist ja nur ein Fachwechsel. Ein Hochschulwechsel ist es dann, wenn die Leistungen einer Hochschule an der neuen nahezu vollständig übernommen und man nicht von vorn anfangen muss. Der Name des Studiengangs ist also zweitrangig. Die Inhalte müssen stimmen. Ein reiner Hochschulwechsel hat grundsätzlich keinen negativen Einfluss aufs BaföG.
  • Ja ich würde dann jetzt abbrechen und will auch kein Bafög mehr haben. Aber wieso brauche denn einen Anwalt, denn ich werde ja das gesamte Geld zurückzahlen. Könnte ich den wirklich rechtliche Konsequenzen kriegen, wenn ich jetzt abbreche?
  • Hey Leon,

    ich meinte, du solltest dich an einen Anwalt wenden, wenn das Amt dir mit anderen Konsequenzen als nur der Rückzahlung droht. Ich weiß nicht, ab wann es sich um Betrug handelt. Das wolltest du doch wissen.
  • Ergänzung: die Klausuren zu denen ich mich angemeldet hatte und nicht hingegangen bin, waren alle im ersten Semester. Die nicht bestandene Klausur war auch im ersten Semester. Im zweiten Semester habe ich gar keine Klausuren geschrieben. Zudem möchte ich nach dem Abbruch auch kein Bafög mehr erhalten.
  • Hallo Luisa,

    ich habe zur Zeit ein für mich sehr Stress bereitendes Problem. Ich bin im dritten Semester und habe bis jetzt Bafög erhalten (ca.750€ im Monat 11.250€). Nun möchte ich das Studium abbrechen. Jedoch habe ich habe ich in den 3 Semestern nur eine Klausur geschrieben und diese nicht bestanden. Zu drei anderen Klausuren hatte ich mich angemeldet, jedoch bin ich nicht hingegangen. Ich habe jetzt Angst, dass ich wegen Betrug oder der Gleichen ein Gerichtsverfahren durchlaufen muss und eventuell sehr hohe Strafen/ Kosten bezahlen muss und eventuell sogar ins Gefängnis komme.
    Kannst du mir da bitte einen Rat geben. Ich bin sehr verzweifelt deswegen.

    Mit freundlichen Grüßen
  • Hey Leon,

    wenn du in den drei Semestern regelmäßig an Lehrveranstaltungen teilgenommen hast, steht dir BAföG zu, auch wenn du dich vor den Prüfungen gedrückt hast. Hast du 3 Monate lang gar nichts gemacht, hast du dem dem Semester keinen Anspruch gehabt und musst das Geld für besagtes Semster zurückzahlen. Heikel wird's wenn du 3 Semester auf Staatskosten gelebt hast ohne die Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Wenn das dem Amt auffällt, würde ich mich an einen Anwalt wenden. Auch wenn du nicht abbrichst, wird dir das Ding im nächsten Semester um die Ohren fliegen. Dann ist nämlich der Leistungsnachweis fällig. Da sieht das Amt definitiv, dass du nur eine Prüfung gemacht hast. Vorher vielleicht nicht, wenn du jetzt engültig abbrichst ohne weiter BAföG zu beantragen.
  • Hallo Luisa!
    Ich bin gerade im 1. Semester, und möchte jetzt abbrechen, da ein Elternteil verstorben ist und mich das ziemlich aus der Bahn wirft... Der Plan ist dann im nächsten WS wieder anzufangen.
    Wie schaut das aus mit der Bafög Förderung die ich für Oktober-Dezember erhalten habe aus, muss ich diese zurückzahlen? Und ich kann doch dann trotzdem im nächsten WS bei Neu-Immatrikulation wieder Bafög beziehen, richtig?
    Vielen Dank!
    LG
    Dora
  • Hey Dora,

    Solange du ordnungsgemäß immatrikuliert und nicht beurlaubt bist, steht dir BaföG zu. Es sei denn, du bist länger als 3 Monate am Stück dem Studium fern geblieben. Dann verlierst du rückwirkend den anspruch für das gesamte Semester. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie das ist, wenn man mittendrin abbricht. Eine Alternative zur Exmatrikulation wäre eine Beurlaubung sofern das an deiner Uni noch rückwirkend für dieses Semester möglich ist. In dem Fall müsstest du Oktober bis Dezember zwar zurückzahlen, hättest aber auch keinen Nachteil bzw. weniger Stress mit Ex- und Immatrikulation. Dein Studium verschiebt sich aus sicht des BaföGs nur nach hinten, so als ob du erst im ws 21/22 erstmalig mit dem Studium begonnen hast.
  • Hallo Luisa,
    vielen Dank für deien schnelle Antwort. Ups, ich wollte eigentllich nur wissen, wie ich diese beiden Fragen am besten beantworten sollte.
  • Hallo,

    ich habe Lehramt studiert und mich gleichzeitig für Medizin beworben. Ich habe jetzt nach dem 4.Semester einen Zahnmedizinplatz bekommen, da man sich dieses Jahr zum ersten Mal sowohl für Humanmedizin, als auch für Zahmedizin bewerben konnte. Jetzt will das BAFÖG Amt von mir wissen:
    1. Ob ich Lehramt weiterstudiert hätte, wenn ich kein Zahnmedizinplatz bekommen hätte?
    2. Wann genau ich mich zum Abbruch des Studiums entschieden habe.
  • Hey Gentner,

    und wo ist die Frage? Bei einem wechsel nach dem 4. Semester muss berufsunfähigkeit nachgewiesen werden. Kannst du Lehrer werden? Oder willst du einfach nur lieber Arzt sein? Wärst du Lehrer geworden, wenn du keinen Studienplatz in Medizin bekommen hättest? Wenn ja, gibt's kein BAföG. Warst du nur noch im Lehramt eingeschrieben, um die Wartezeit zu Medizin zu überbrücken und Lehramt warmzuhalten, gibt's kein BaföG. Insgesamt, ist es nach dem 4. Semester extrem schwer einen Wechsel bewilligt zu bekommen. Ich kenne nur einen bei dem es geklappt hat. Da wurden aber alle 4 Semester im neuen Studiengang von der Uni angerechnet und damit war es kein richtiger Wechsel.
  • Hallo Luisa,
    Erstmals vielen Dank, dass du so bei so vielen Angelegenheiten mögliche Lösungen findest. Ich studiere gerade Jura in Halle und befinde mich im 3. Semester, aber leider habe ich heute erfahren, dass ich aufgrund der Fehlversuche in der Prüfung im 2. Semester, automatisch exmatrikuliert werde, weil ich die Prüfungen nicht bestanden habe. Ich bekomme zusätzlich Bafög und weiss jetzt nicht wirklich, was ich machen soll, zumal ich eigentlich in Berlin lebe und ein neuen Studiengang in Berlin versuchen möchte. Könnte ich dann trotzdem Bafög bekommen, auch wenn es eine andere Stadt ist, solange es noch im 3. Semester geschieht?und muss ich das Bescheid geben beim Amt, oder erfahren die das auch so? Kann ich dann direkt diesen Sommer mich für ein Studiengang bewerben? Vielen Dank schonmal im Voraus!
    Beste Grüße
  • Hey Alara,

    Du musst deine Exmatrikulation unverzüglich mitteilen. Sofern du vor dem 4. Semester exmatrikuliert wirst, ist ein Neustart kein Problem. Egal, wo du dein neues Studium beginnst, steht dir genauso BAföG wie beim ersten Mal zu.
  • Hallo :)
    Ich habe nach dem Abi ein FSJ, eine 3 jährige Ausbildung gemacht, dann 2 Jahre gearbeitet, ein Studium aufgenommen und dieses schnell wieder abgebrochen (nach 1 Monaten). Dann habe ich wieder ein Jahr gearbeitet. Komme insgesamt dann ja auf die elternunabhängige Zeit. Die Krankenversicherung muss ich auch selbst zahlen, da ich über 25 bin. Habe mich dieses Jahr für Lehramt eingeschrieben, mein favorisiertes Fach nicht bekommen und musste mich für ein zulassungsfreies einschreiben.
    Ich bekomme kein elternunabhängiges Bafög. Ist das richtig so?
    Zudem werden mir ab August 570€ abgezogen, weil meine Schwester in der 9. Klasse ist und die Schulbescheinigung besagt, sie seie voraussichtlich bis dort in der Schule. Sie ist aber weder 18. noch hat sie sonst eine Ausbildung. Aber für mich sollen meine Eltern unterhaltspflichtig sein?

    Außerdem würde ich gerne bei nächster Gelegenheit nochmal versuchen mein Zweitfach - welches ich zuvor nicht bekommen habe - zu wechseln. Damit wäre ich ja trotzdem noch in der Regelstudienzeit. Oder macht das Probleme bei der Förderung?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe :)
  • Hey KaH,

    ja das mit dem elternunabhängigem ist richtig so. du hättest 3 jahre zwischen ausbildung und erstem studium haben müssen. die zeit zwischen den beiden studiengängen zählt nicht.
    Eine Schulbescheinigung braucht man eigentlich erst ab der 10 Klasse oder 15 Jahren. Hat sie vielleicht irgendeine Art von Einkommen? Vielleicht Unterhalt oder Minijob oder so? Dann würde es den Freibetrag deiner Eltern mindern. Ich weiß nicht, warum du weniger BAföG bekommst, von hier aus kann ich nur raten. Eine richtige Beratung ist kostenpflichtig und findet unter vier Augen statt, nicht hier in der Kommentarspalte.
  • Hallo,
    ich habe insgesamt vier Semester Germanistik studiert. In den ersten beiden Semestern hatte ich noch Spanisch dazu studiert und mich dann entschieden ein Fächerwechsel zu machen und hab dann zu Englisch gewechselt. Es war ein Kombi- Bachelor auf Lehramt. Dieses Jahr habe ich mich entschieden noch mal bei null anzufangen und bin im 1. Fachsemester für Grundschullehramt eingeschrieben. Heißt das ich hab gar kein Anspruch mehr auf Bafög? Falls doch, wie schicke ich die Begründung mit?
  • Hey M.,

    du brauchst jetzt einen unabweisbaren Grund. Du musst nachweisen, dass es unter gar keinen Umständen für dich oder eine andere Person in diser Situation möglich gewesen wäre, den angefangenen Studiengang abzuschließen oder den damit verbundenen Beruf auszuüben. Ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der ein solchen Grund nachweisen konnte. Für gewöhnlich wäre so ein Grund ein schwere Erkrankung, die vorhernicht bekannt war und zur Berufsunfähigkeit führt.
  • Hallo!
    Ich habe 2012/2013 2 Semester Germanistik und Biologie studiert. Dies habe ich abgebrochen und eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gemacht und danach 3,5jahre gearbeitet. Jetzt studiere ich seit dem 1.10.20 Psychologie. Somit hätte ich doch Anspruch auf Elternunabhängiges Bafög? Der Mann beim Amt sagte mir, dass das nicht so ist. Jedoch hat eine Freundin von mir genau das gleiche Procedere durch und erhält den höchstsatz elternunabhängigen bafögs. Können Sie mir da eine Antwort drauf geben Leider ist online vieles dazu verwirrend.

    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Yasmine
  • Hey Yasmine,

    wenn du mit Ausbildung und anschließender Erwerbstätigkeit auf mindestens 60 Monate bis einschließlich September 2020 kommst, steht dir definitiv elternunabhängiges BAföG zu. Das nennt sich doppelter Perspektivwechsel. Der Mensch beim Amt hat sich geirrt. Mensch halt ;)
  • Hallo Luisa,

    ich habe zwei Semester lang mein Studium A studiert, dann abgebrochen und zwei Semester lang Studium B studiert. Jetzt habe ich schlussendlich festgestellt, dass ich wieder in meinen alten Studiengang wechseln will, da dieser absolut der richtige ist. Meine Frage ist nun, ob ich, da ich ja nur noch 4 Semester lang studiern muss für die Zeit einen Förderungsanspruch habe und wie ich quasi eine Wiedereinschreibung begründen kann. Ich kann mir den Wchsel sonst nciht leisten und müsstee durch mein jetziges Studium quälen um überhaupt einen Abschluss zu haben. Liebe Grüße und danke für deine Hilfe!
  • Hey Jana,

    grundsätzlich darfst du so oft wechseln wie du willst. Der zweite Wechsel muss nur begründet werden und bereits studierte Semester aus dem letzten Studiengang werden angerechnet. Im Prinzip dürfte es bei dir also keinen Unterschied machen, ob du im ersten Studiengang geblieben wärst oder eben diesen Ausflug in den anderen gemacht hast. Die Regelstudienzeit des ersten Studiengangs dürfte sicher sein.
  • Hallo,
    ich habe 3 Semester an der Uni studiert.
    Ende 3. Semester habe ich grundlagen und orientierungsprüfung entgültig nicht bestanden und konnte somit nicht weiterstudieren. Allerdings dauerte die Korrektur alle Klausuren lange (bis ende April also ein Monat nach Anfang 4 Semester) und die entgültige Klarheit darüber, dass ich auch keinen weiteren Prüfungsversuch (aus z. B. Härtegründen) bekomme, hat sich zum zwei Monaten nach Anfang des 4. Semesters hingezogen. seitens der Uni habe ich drei Monate nach Anfang des 4Semesters am 03.06.2020 Eexmatrikulation bekommen.

    Auf der Exmatrikulation steht ich bleibe bis Ende der vierten Semester 30.09.2020  noch eingeschrieben.

    Nun studiere ich an der Hochschule, habe Bafög beantragt und Ablehnung Bescheid bekommen mit der Begründung ( Sie haben 4 Semester studiert ,haben keinen unabwendbaren Gründ für den Wechsel....)
    Was halten Sie davon?
    Danke und viele Grüße
    Hussein
  • Hey Hussein,

    ehrlich gesagt, keine Ahnung. Zwangsexmatrikulation wegen endgültig nicht bestandener Prüfungen ist tatsächlich kein ausreichender Grund. Hast du dem amt den hier beschriebenen Fall auch genau so erklärt und entsprechend nachgewiesen? Wenn nicht, würde ich es zumindest nochmal versuchen. Vielleicht klappt es ja.
  • Hey Luisa,
    ich habe 3 Semester Theologie studiert ohne Bafög zubeziehen und abgebrochen. Aus privaten Gründen konnte ich in der zeit keine Prüfungsleistungen erbringen und habe mich letzendlich im 3. Semester entschieden den Plan aufzugeben.
    Nun bin ich an einer Musikhochschule angenommen worden, auf deren Aufnahmeprüfung ich mich lange vorbereiten musste.
    Für die bewilligung meines Bafögs muss ich verständlicher weise eine Begründung für den Fachrichtungswechsel einreichen zusammen mit den Prüfungsleistungen des Vorstudiums. Diese habe ich allerdings nicht aus oben genannten Gründen und meine Angst ist nun, dass eine Begründung abgelehnt wird. Da meine Eltern teilweise einen Behindertenstatus bzw. befrührentet sind, können Sie mich finanziel nicht unterstützen.
    Wie schätzen Sie die Situation ein. Gibt es möglichkeiten ohne Prüfungsnachweise, nach einem Abbruch im 3. Semester eine Begründung auf Baföganspruch zu finden?
    Liebe Grüße!
  • Hey johann,

    ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass beim Fachwechsel nach dem 3. Semester ein Leistungsnachweis nötig ist, aber vielleicht handelt es sich auch nur um ein Missverständnis. Das Amt prüft generell immer, ob es sich um einen Fach- oder Hochschulwechsel handelt. Letzteres ist der Fall, wenn Leistungen aus dem alten Studiengang im neuen angerechnet werden. Könnte also sein, dass sie eigentlich keinen Nachweis über alle je bestandenden Prüfungen, sondern nur einen die über Anrechnung von bisherigen Prüfungsleistungen wollen. Lies nochmal genau die Formulierung im Schreiben des Amts genau durch. In den ersten drei Semestern ist die Feststellung, dass einem das Fach nicht liegt. völlig ausreichend. Man muss es nur schreiben. Ganz unspektakulär.
  • Hallo Luisa, eine etwas späte Reaktion auf deine Antwort, sry. Danke dafür!
    Nun ist der Fall eingetreten und ich muss nach dem Wechsel im 3. Semester komplette Belege dem Bafögamt zukommen lassen, entgegen jeglicher Informationen aus dem Internet.
  • Hallo,

    Ich habe folgendes Problem: Ich habe bis jetzt 2 Jahre studiert und nur im letzten Jahr Bafög erhalten und nach dem ersten Jahr den Studiengang gewechselt jetzt habe ich eine Zulassung zu meinem Wunsch Studiengang und würde gerne endgültig das letzte Mal wechseln welche Auswirkungen hat das auf mein Bafög ?
  • Hey Maxine,

    es macht 0 Unterschied, ob und wann man BAföG bekommen hat. Dein zweiter Wechsel, ist also denselben Bedingungen unterworfen wie bei jedem anderen auch. Ein zweiter Wechsel muss begründet werden und bereits studierte Semester werden vom neuen Studiengang abgezogen. Es gibt also kein BAföG bis zum Abschluss. Denn wirst du anders finanzieren müssen.
  • Hallo,
    Ich hab ein Problem: Ich habe ein Semester lang Medienwissenschaften an einer Uni studiert und dann zu Kommunikationsdesign (FH) gewechselt (Medienwissenschaften war nur mein Plan B, aber da ich Eignungsprüfungen schon häufig nicht bestanden hab, war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt jemals rein kommen würde). Nun aber stellt sich das fest, wovor ich Angst hatte: Ich bin tatsächlich künstlerisch und kreativ nicht genügend geeignet und komme nicht klar mit dem Studium, auch wenn meine Noten nicht zu schlecht sind.
    Ich habe mich mit dem ersten Studiengang wohler gefühlt und würde gerne in einen ähnlich zurück wechseln, wobei ich einen gefunden hab (FH), der zumindest einen kleinen Teil Praxis beinhaltet, sonst aber eher den Schwerpunkt BWL Medien hat, weshalb ich nicht den ersten Studiengang nicht komplett anrechnen lassen könnte.
    Ich hab bei beiden Bafög gehabt und bräuchte dieses auch weiterhin. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich das auch bekommen werde .. .
  • Hey Alena,

    ob du schon mal BAföG bekommen hast oder nicht, spielt keine Rolle, wichtig ist nur, wie lange du schon im 2. Studiengang immatrikuliert bist. Generell ist ein zweiter Wechsel nämlich kein Problem, wenn man damit leben kann, dass die man nicht ganz bis zum Abschluss gefördert wird. Das Amt zählt die Semester des alten Studiengangs einfach mit. Ein Wechsel ist aber auch nur in den ersten 3 Semestern problemlos möglich,danach braucht man extrem gute Gründe und deiner reicht dafür nicht.
  • Hallo, danke für die Antwort! Ich habe beide Studiengänge jeweils ein Semester lang gehabt, d.h. Also, an sich würde es funktionieren (natürlich von den Leuten vor Ort abhängig und kann nicht allgemein gültig gesagt werden)?
    Viele Grüße
  • Hey Alena,

    doch, das ist allgemeingültiges Gesetz und hat nichts mit Kulanz zu tun. siehe §7 BAföG
  • Hallo Luisa,
    ich habe zum 01.09.2020 eine schulische Ausbildung zum Physiotherapeut begonnen. Beim BAföG-Antrag gibt es nun folgendes Problem.
    Am 01.09.2018 habe ich ein Duales Studium begonnen und am 31.01.2020 beendet. Lt. Schule habe ich im 4. Semester abgebrochen!?!
    Am Telefon wurde mir dies so begründet, das die ein Semester von 01.01.-30.06. und 01.07.-31.12. rechnen. Auch habe ich das 2. Fachsemester wiederholt.
    Was kann ich der Bearbeiterin des SchulBafög an die Hand geben, damit sie uns Bafög bewilligt.
    Habe mal was von Hochschulsemester und Fachsemester gehört.
  • Hey Thomas,

    für mich klingt das eher nach einem Abbruch im 3. Semester. Also Beginn WS 2018/19, dann SS2019 und Abbruch zum Ende des WS2019/20. Du sagst doch, dass das Semester bei euch im September beginnt. Ein Semester entspricht genau 6 Monaten, Also September bis Februar, März bis August. Enscheidend ist das Datum der Exmatrikulation. Eine telefonische aussage ist genauso unwichtig wie meine Antwort auf dein Kommentar. Du brauchst einen rechtsgültigen Bescheid, dem du schriftlich widersprechen kannst. Dann prüft nochmal die Rechtsabteilung im amt, ob dein antrag korrekt bearbeitet wurde. https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/widerspruch-einlegen/

Was denkst du?