Erfolgreich Studieren mit Behinderung

Erfolgreich Studieren mit Behinderung

​Ein Studium mit Behinderung ist nicht einfach, aber möglich. In diesem Beitrag findest du Tipps dazu, wie ein Studium trotz Behinderung gelingen kann.

​Lerne deine Hochschule noch vor Beginn des Studiums kennen

Noch wichtiger als bei Studenten ohne Behinderung ist es, deine Hochschule im Vorfeld kennenzulernen. Falls eine Mobilitäts-Behinderung vorliegt, kann es z. B. sein, dass es Räumlichkeiten an deiner Hochschule gibt, die du nicht aufsuchen kannst, weil kein Fahrstuhl dorthin führt. Oder es gibt unüberwindbare Treppen… Wenn du rechtzeitig über solche Informationen verfügst, hast du eventuell Ausweichmöglichkeiten. Eventuell kannst sogar eine Verlegung von Veranstaltungen erreichen. Dabei unterstützen können dich der oder die Behindertenbeauftragte deiner Hochschule. Diese Menschen sind wirklich wichtig für dich. Denn es kann zu unvorhergesehenen Situationen kommen, die den Studienalltag mit Behinderung erschweren. Wenn du im Vorfeld das persönliche Gespräch suchst, kennt man dich. Dadurch kann es leichter sein, auch spontane Unterstützung anzufragen.

​Beratungsangebote und mehr

Darüber hinaus solltest du auch andere Beratungsangebote wahrnehmen, wie z. B. die fachspezifische Studienberatung. Auch über weitere Beratungsangebote deiner Hochschule solltest du dich informieren. Dadurch findest du konkrete Ansprechpartner für Fragen zur Studien- und Prüfungsorganisation.

Eventuell gibt es an deiner Hochschule auch weitere Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung, z. B. Personal, das behinderte Studierende bei der Literaturrecherche in der Bibliothek unterstützen kann.

Nachteilsausgleich

Sehr wichtig für Studenten mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen kann die Beantragung von Nachteilsausgleichen sein. Diese dienen dazu, individuelle Nachteile, die durch die Krankheit oder Behinderung bestehen, auszugleichen. Nachteilsausgleiche sind sowohl bei der Studienorganisation, als auch bei Studien- und Prüfungsleistungen möglich. Bei Nachteilsausgleichen geht es immer darum, individuelle Nachteile auszugleichen. Beispiele für mögliche Nachteilsausgleiche können daher nur eine Orientierung bieten. Es ist z. B. möglich, eine andere Prüfungsform zu beantragen, d. h. z. B. die Umwandlung einer schriftlichen Prüfung in eine mündliche oder umgekehrt. Achte insbesondere bei Nachteilsausgleichen für Prüfungen darauf, diese auf jeden Fall rechtzeitig vor Prüfungen zu beantragen. Dabei unterstützen kann dich z. B. der oder die Behindertenbeauftragte deiner Hochschule.

Hilfebedarf bei Behinderung

Bevor du ein Studium beginnst, solltest du genau überlegen, welchen Hilfebedarf du benötigst. Auch wenn dies schwierig sein kann, hilft hier nur eine realistische Einschätzung der eigenen Situation.

Wohnen mit ​Behinderung

Es gibt in Studentenwohnheimen in der Regel ein gewisses Kontingent für behinderte Studierende. Generell sind die Plätze in Studentenwohnheimen allerdings sehr begehrt. Deshalb solltest du dich so früh wie möglich darum bemühen, einen Platz im Studentenwohnheim zu beantragen. Welche Unterlagen du dafür benötigst, erfährst du oft leicht auf den Internetseiten der Studentenwohnheime.

​Softwareempfehlungen für sehbehinderte Studierende

Text hier eingeben… Für sehbehinderte und blinde Studenten empfiehlt es sich, eine Text-To-Speech-Software einzusetzen. In Frage kommt z. B. das Gratisprogramm Balabolka. Damit kannst du dir Texte vorlesen lassen und diese z. B. als MP3-Dateien zum erneuten Anhören speichern. Falls du einen Screenreader benötigst, kannst du z. B. NVDA verwenden. Dieses Programm ist kostenlos.

Elektronische Quellen als Arbeitserleichterung ​

Für alle Studenten empfiehlt sich die Verwendung elektronischer Quellen. Aber gerade bei Behinderungen können diese eine enorme Erleichterung gegenüber gedruckten Quellen sein, weil die Handhabung dir eventuell leichter fällt. Empfehlenswert sind z.B. die Dienste Google Scholar und SpringerLink. Falls ein Buch einmal nicht in elektronischer Form vorliegt, du es aber in dieser Form benötigst, kannst du es dir auch in maschinell verarbeitbaren Text umwandeln. Beachte aber, dass es dabei zu Fehlern kommen kann. Für diese Umwandlung gibt es sowohl kostenlose, als auch kommerzielle Programme. Eine Übersicht zu solchen Programmen findest du hier.

Fazit

​Ein Studium mit Behinderung ist nicht einfach, aber möglich. Weitere Informationen zum Thema Studium mit Behinderung findest du hier.

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