Bessere Berufschancen nach dem Studium durch gute Planung

Bessere Berufschancen nach dem Studium durch gute Planung

In erster Linie solltest du deinen Studiengang nach den persönlichen Vorlieben wählen, und erst in zweiter Linie nach den möglichen Verdienstchancen. Denn was man mit Leidenschaft tut, darin kann man überzeugen. Dennoch schützt dich eine kluge Planung schon im Studium vor späterer Arbeitslosigkeit.

Das Studium gilt vielen noch als Garant für einen gut bezahlten Job, und dennoch gibt es einige Absolventen, die lange nach der geeigneten Stelle suchen müssen und dabei schier verzweifeln können. Damit die höhere Bildung auch tatsächlich für bessere Berufschancen sorgt, solltest du einige Punkte beachten.

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Welche Studienfächer bergen gute Jobchancen?

Natürlich haben nicht alle Akademiker die gleichen Jobchancen – ob sie später gebraucht werden, hängt eng mit dem gewählten Studienfach zusammen. Ärzte, Ingenieure und IT-Absolventen werden immer gebraucht. Wer eines der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) studiert, hat die besten Chancen. Wenn du allerdings ein berufener Kultur-, Geistes- oder Gesellschaftswissenschaftler bist und dein Herz an der Paläontologie oder der Soziologie hängt, dann studiere eines dieser Fächer. Denn wenn du Mathe studierst, obwohl du es hasst, wirst du nicht nur während deines Studiums unglücklich sein – du wirst auch später nicht deinen idealen Job finden. Wie kann etwas ideal sein, das man nicht mag?

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Schon während des Studiums einen Plan machen

Was auch immer du studierst, du solltest auf jeden Fall schon währenddessen einen Plan machen, wie du deine Fähigkeiten später in der Arbeitswelt einsetzen willst. Bei der Studienberatung und deinen Professoren  und Dozenten bekommst du sicherlich Anregungen. Grob vereinfacht lässt sich unterscheiden, dass du als Akademiker entweder an der Uni, in der freien Wirtschaft, bei staatlichen Institutionen oder selbstständig arbeiten kannst. Je genauer du weißt, wohin die Reise gehen soll, umso sicherer kommst du an. Wichtig ist zudem, sich eine gewisse Flexibilität zu bewahren und schon während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln.

Dadurch, dass die Ausbildung an Hochschulen extrem theoretisch konzipiert ist, kann sich ein Nachteil ergeben. So finden Absolventen von Fachhochschulen deutlich schneller einen Job, der häufig auch unbefristet ist.

Auch wenn die Zahl der arbeitslosen Akademiker durch die steigende Absolventenzahl ebenfalls gestiegen ist, rein anhand der Zahlen spricht man bei dieser Bevölkerungsgruppe von Vollbeschäftigung. Es gibt also auch für dich sehr gute Chancen, nach dem Studium einen guten Job zu bekommen. Eventuell wirst du etwas warten und dich intensiv bewerben müssen – vielleicht hast du aber dein Traumunternehmen schon im Auge und hast während eines Praktikums auf dich aufmerksam gemacht?

Praktika während der Studienzeit – oft eine organisatorische Herausforderung

Seit der Bologna-Reform ist das Studium stark verschult und straff organisiert. So kann es zu einer kleinen Herausforderung werden, Praktika zeitlich unterzubringen. In vielen Studiengängen sind praktische Erfahrungen ohnehin vorgesehen, wobei die entsprechende Zeit freigehalten wird. Andere Studenten müssen unter Umständen ein Urlaubssemester opfern, einige Prüfungen verschieben oder ihre Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreiben. Das gilt vor allem, wenn es sich um ein freiwilliges Praktikum handelt. Wer das Gespräch mit seinen Dozenten sucht, wird immer eine Lösung finden.

Ein kleines Problem kann sich daraus ergeben, dass während eines Urlaubssemesters kein Anspruch auf Leistungen des BAFÖG besteht. Auch ALGII kommt für diese Zeit nicht infrage, da jemand im Praktikum dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht. Eventuell wird das Praktikum vergütet, oder du stellst einen Antrag auf einen Bildungskredit. Die Mühe lohnt sich, denn praktische Erfahrungen, am besten in dem Bereich, in dem du später einmal arbeiten willst, öffnen dir die Türen auf dem Arbeitsmarkt.

Berufschancen in verschiedenen Studienbereichen

Nicht jeder Absolvent arbeitet in dem Bereich, in dem er auch studiert hat. Wir haben einige Beispiele für Karrierechancen gefunden:

Wie stehen die Berufschancen nach dem Studium als Wirtschaftswissenschaftler?

WiWis haben es heute etwas schwerer als noch vor einigen Jahren, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, haben jedoch immer noch großartige Chancen und werden sogar insgesamt eher gesucht als Informatiker und reine BWLer. Die techniklastigen Stellen werden jedoch immer mehr von Ingenieuren besetzt, während Wirtschaftspsychologen in die Bereiche Personal und Marketing drängen. Im Rechnungswesen und im Controlling sowie als Consultants haben Absolventen der Wirtschaftswissenschaften jedoch weiterhin sehr gute Chancen. Wichtig ist auch hier, dass schon während des Studiums eine bestimmte Richtung eingeschlagen wird.

Was tun als Germanist?

Die Germanistik hat eines der am wenigsten klar umrissenen Tätigkeitsfelder und zählt vielleicht gerade deshalb zu den beliebtesten Studiengängen. Außer Lehrer, Lektor, Übersetzer, Medienexperte oder Autor kann man als Germanist zum Beispiel Verleger werden, und sich ganz seiner Leidenschaft für die Sprache hingeben.

Wie sind die Berufschancen als Absolvent der Soziologie?

Soziologen sind besonders darauf angewiesen, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln, können dann aber in verschiedenen Bereichen an der Hochschule und in der freien Wirtschaft eingesetzt werden. Sie arbeiten zum Beispiel als Personalreferenten, als Markt- und Meinungsforscher, als Marketing-Experten oder in der Unternehmenskommunikation.

Das soll nur einen kleinen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten geben, die Absolventen auch abseits der bekannten Fächer wie Medizin, Jura oder Psychologie haben.

Ob jemand studiert, hängt immer noch stark von der Herkunft und natürlich der Bildung ab. Kinder von Akademikern sind wesentlich häufiger an der Uni zu finden, als der Nachwuchs von Arbeitern oder Ungelernten. Und nach wie vor gilt: Wer studiert hat, verdient mit hoher Wahrscheinlichkeit später deutlich mehr Geld. Die Mühe lohnt sich also, erst recht, wenn man von vornherein ein festes Ziel vor Augen hat.

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