Studentensteuererklärung: So holst du dir deine Studienkosten zurück

Studentensteuererklärung: So holst du dir deine Studienkosten zurück

Studieren wird seit Jahren auch in Deutschland immer teurer. Doch hohe Studienkosten sollten nicht vor einer akademischen Ausbildung abschrecken. Denn an vielen Kosten im Rahmen eines Studiums beteiligt sich der Staat. Hier erfährst du, wie du dir mit einer Steuererklärung viele Studienausgaben zurückholen kannst.

Alle Ausgaben, die eindeutig im Zuge einer Ausbildung oder eines Studiums entstehen, zählen zu den sogenannten Werbungskosten, wenn du vor deinem Studium bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast. Vor dem Bundesverfassungsgericht wird seit 2014 darüber gestritten, ob auch Kosten für die Erstausbildung als Werbungskosten abgesetzt werden dürfen. Bisher sind diese Kosten als Sonderausgaben  anzusetzen und im Gegensatz zu Werbugskosten begrenzt. Werbungskosten können pauschal in Höhe von 1.000€ jährlich oder tatsächlicher Höhe in unbegrenzter Höhe steuerlich geltend gemacht werden und führen letztlich zu einer Steuererstattung. Natürlich zahlt der Fiskus nur dann Steuern zurück, wenn auch bereits Steuern abgeführt wurden. Wenn du allerdings für dein Studium mehr ausgibst, als du einnimmst, macht du während des Studiums Verluste, die du später, wenn du mehr verdienst, geltend machen kannst. Dieser Vorgang nennt sich Verlustvortrag.

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Verlustvortrag - dein Steuerbonus für den Berufseinstieg

Vereinfacht gesagt, funktioniert ein Verlustvortrag wie folgt: Du machst für jedes Jahr eine Steuererklärung, auch wenn du kein steuerpflichtiges Einkommen hattest und teilst damit dem Finanzamt mit, wie hoch deine Ausgaben fürs Studium waren (=Verluste). Ganz wichtig ist dabei, dass das Häkchen im Steuerformular ganz oben bei "Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages" gesetzt ist. Ich habe das lange Zeit nicht gewusst, das Kreuz nicht korrekt gesetzt und damit eine Menge Geld verschenkt. Hast du deine Steuererklärung korrekt ausgefüllt, merkt sich das Finanzamt deinen Verlust für später. Sobald du nach Berufseinstieg deine erste Steuererklärung machst, werden die über die Studienjahre angesammelten Verluste mit der von dir gezahlten Einkommensteuer verrechnet und du bekommst deine Studienkosten erstattet. Der Verlustvortrag kann damit auch als eine Art Steuerbonus für den Berufseinstieg bezeichnet werden.

Diese Studienkosten kannst du von der Steuer absetzen

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Die Liste an studienbedingten Ausgaben bzw. Werbungskosten ist umfangreich. Zu den typischen Werbungskosten für Studenten zählen zum Beispiel:

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    Semesterbeiträge und Studiengebühren
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    Fahrtkosten zwischen Wohnung, Uni, Bibliothek und Arbeit
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    Studienfahrten und Exkursionen sowie Auslandssemester oder Praktika 
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    Fachliteratur und Arbeitsmittel (Ordner, Schreibutensilien etc.)
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    Drucken und Binden deiner Abschluss- oder Hausarbeiten
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    Kosten für Drucker, Laptop, Smartphone & Co.

Wichtige Studienkosten-Pauschalen

Während bei den oben genannten Studienkosten das Finanzamt einen Nachweis in Form von Rechnungen oder anderen Belegen verlangen kann, gibt es auch viele Kosten, die nicht explizit nachgewiesen werden müssen. Folgende Pauschalbeträge kannst du ohne Vorlage von Nachweisen beanspruchen:

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    Fahrtkosten: Für Fahrten zur Uni, zur Bibliothek oder zum Nebenjob 30 Cent/km
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    Verpflegungsmehraufwand: 24 Euro/Tag Praktikum, Studienfahrt etc. Bei Auslandssemester oder -praktikum kann die Verpflegungspauschale um ein Vielfaches höher liegen.
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    Arbeitsmittel: Für Ordner, Kugelschreiber, Taschenrechner etc. gibt’s 110 Euro/Jahr
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    Telefon-/Internet: 20 Euro/Monat bzw. 240 Euro/Jahr
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    Bewerbung: 8,50 Euro/Bewerbungsmappe oder 2,50 Euro/Online-Bewerbung
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    Kontoführung: 16 Euro/Jahr
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    Umzug: 730 Euro für den Umzug in die Universitätsstadt

Daraus folgt, dass du z.B. auch dann Kontoführungsgebühren von der Steuer absetzen darfst, wenn du ein kostenloses Girokonto hast.

Steuersoftware speziell für Studenten & Absolventen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Steuererklärungen für die Studienjahre zu erstellen. Ganz klassisch mit den Steuerformularen der Finanzämter, mit Unterstützung von Steuer-CD-ROMs oder über einen Online-Anbieter. Ich selbst nutze seit etwa zehn Jahren ELSTER, die offizielle Steuersoftware der deutschen Finanzämter, da mir kostenpflichtige Steuerprogramme nicht unbedingt besser erschienen. Allerdings schrieben mich in den letzten zwei Jahren gehäuft StudierenPlus-Fans an und fragten mich nach meiner Meinung zu spezifischer Studenten-Steuersoftware. Wie immer ist mir euer Wunsch Befehl. Also testete ich die wahrscheinlich bekannteste Steuersoftware für Studenten, um mir ein Bild davon zu machen und sie mit den mir vertrauten ELSTER und WISO Steuer zu vergleichen.

Ein Was soll ich sagen? studentensteuererklärung.de hat mich positiv überrascht, wenn auch nicht so geflasht, als dass ich jetzt jedem Studenten ausnahmslos raten würde, sofort sein ganzes Geld für Steuersoftware auszugeben. Ich bin keine idealtypische Studentin. Ich habe vor dem Studium sieben Jahre in Vollzeit gearbeitet und mache nun schon zum 16. Mal meine Steuererklärung. Ich musste früh lernen meine Steuererklärung irgendwie selbst in den Griff zu bekommen. Solch hilfreiche Software wie Studentensteuererklärung gibt es erst seit kurzem und mittlerweile bin ich so gut darin, dass ich es auch ohne kann, aber ich musste es halt auf die harte Tour lernen. Du kannst es dir aber leichter machen als ich. Wenn du wenig bis keine Erfahrung mit Steuererklärungen hast, steigert eine Software wie Studentensteuererklärung deine Chancen auf eine Steuerrückzahlung wahrscheinlich ungemein. Mal abgesehen, von der vielen Zeit und den Nerven, die du bei der Erstellung deiner Steuererklärung sparst.

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Studentensteuererklärung übersetzt umständliches Amtsdeutsch und komplizierte Formulare in einfach verständliche Fragen. Die du einfach beantworten kannst, ohne ewig googeln zu müssen, was die nun überhaupt von dir wollen. Außerdem werden absetzbare Pauschalen automatisch eingefügt. Auch dafür musst du dich hier nicht lange recherchieren. Ein einfach zu bedienendes Steuer-Tool wie dieses leitet dich in Interviewform in wenigen Schritten durch deine Steuererklärung. Außerdem rechnet dir das Tool in Echtzeit vor, wie hoch deine voraussichtliche Steuererstattung sein wird. Du kannst die Studentensteuererklärung jederzeit selbst kostenlos testen. Du zahlst erst, wenn dich die Software überzeugt hat und als treuer Leser von StudierenPlus erhältst du ganz automatisch 25% (9€) Rabatt auf Studentensteuerklärung, egal für wie viele Steuererklärungen du diese Software nutzt. Aber Vorsicht: Das letzte Wort hat immer noch dein Finanzamt. Der Einkommenssteuerbescheid deines Finanzamtes kann hiervon durchaus abweichen.

Übrigens: Momentan können Steuererklärungen für die Studienzeit noch bis zu sieben Jahre rückwirkend beim Finanzamt eingereicht werden. Solltest du also bisher noch nie daran gedacht haben, eine Steuererklärung zu machen, oder schon mitten im Berufsleben stehen, kannst du dir immer noch deine Studienkosten zurückholen.

Studentensteuererklärung vs. Elster

Vielleicht fragst du dich, warum du eine kostenpflichtige Steuersoftware nutzen solltest, wenn du deine Steuererklärung auch kostenlos machen kannst. Das habe ich mich genau gefragt. Deswegen hier eine Übersicht

Vergleich

ELSTER.de

Studentensteuererklärung.de

Betreiber

Bayerisches Landesamt für Steuern

wundertax GmbH

Verfügbar

online

online

Schnittstelle zum Finanzamt vorhanden

Steuerrechner

Tipps für die Abrechnung von Studienkosten

Zeitaufwand pro Steuererklärung

6 Stunden

30 Minuten

Normalpreis

kostenlos

34,90€ 25,90€ pro Steuererklärung für StudierenPlus Leser

84,90€ 65,90€ pro 3er Paket für StudierenPlus Leser

Rabatt

billiger geht's nicht

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Weitere nützliche Tipps

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Gründerin von StudierenPlus

Wissen ist Macht und es ist an dir, diese zu nutzen. Dieses Tool ermöglicht es mir, dir aktiv beim Ausfüllen deiner Anträge zu helfen und das Recht einzufordern, das dir zusteht. Hier kann ich all meine Erfahrung als Studentin mit Kind, Studibloggerin, Frauenbeauftragte und Gutachterin für Hochschulakkreditierung einfließen lassen und das Maximum für dich rausholen.

Luisa Todisco Wirtschaftskommunikation M.A.
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