Tipps zum BAföG Formblatt 1: Fallstricke und Nachweise

Tipps zum BAföG Formblatt 1: Fallstricke und Nachweise

Wer braucht das BAföG Formblatt 1?

Das BAföG Formblatt 1 ist das Herzstück deines Antrags auf Ausbildungsförderung. Es muss von jedem Schüler oder Studenten ausgefüllt und eingereicht werden, der seine Ausbildung mit BAföG finanzieren will. Und das nicht nur beim Erstantrag, sondern auch bei jedem Weiterförderungsantrag (in der Regel alle 12 Monate).

BAföG Formblatt 1

Ist deine Ausbildung förderfähig?

Das BAföG Formblatt 1 vollständig und korrekt auszufüllen ist super wichtig! Es entscheidet darüber, ob dein Studium oder die schulische Ausbildung überhaupt die BAföG-Voraussetzungen erfüllt oder nicht. Mithilfe des Formulars wird bestimmt, wie viel BAföG dir im besten Fall überhaupt zusteht. Hier gibst du deine Einnahmen und dein Vermögen, aber auch Schulden an. Außerdem enthält das Formular alle deine Stammdaten wie:

  • Name
  • Alter
  • Adresse
  • Art und Ort deiner Ausbildung
  • Steueridentifikationsnummer
  • Familienstand
  • deine Staatsbürgerschaft
  • Status deiner Krankenversicherung
  • Kinder
  • dir gegenüber unterhaltspflichtige Personen
  • Personen, denen du Unterhalt zahlen musst
  • Bankverbindung
  • dein Einkommen, Vermögen und Schulden

BAföG Formblatt 1 Seite 3

Ohne das Formblatt 1 kann dein BAföG Antrag nicht bearbeitet werden. Denn ohne diese Angaben kann niemand sagen, ob dir überhaupt BAföG zusteht und welches Amt für deinen BAföG-Antrag zuständig ist. 

Ein falsch ausgefülltes BAföG Formblatt 1 kann dazu führen, dass dein BAföG Anspruch zu hoch oder zu gering berechnet wird. Bei ersterem bekämst du weniger als dir eigentlich zusteht. Und bei letzterem bekommst du zu viel und im schlimmsten Fall könnte man dir BAföG Betrug unterstellen. Denn durch falsche Angaben zum Einkommen oder Vermögen hast du Leistungen erhalten, die dir gar nicht zustehen. Das BAföG Amt darf deine Daten mit dem Finanzamt abgleichen. Wenn es dabei zu Unstimmigkeiten kommt, die du nicht plausibel erklären kannst, wirst du den überzahlten Betrag vorzeitig zurückzahlen müssen. Es kann sogar sein, dass die Angelegenheit vor Gericht endet. Das Mindeste, was bei einem unvollständigem oder unlogisch ausgefüllten BAföG Formblatt 1 passiert, sind Nachfragen vom Amt. Und das führt zu unnötig langen Bearbeitungszeiten.

Zu den 4 Antragsseiten des Formblatts 1 kommen 4 Seiten Erläuterungen in winziger Schrift.

FB1 Seite 7

Welche Nachweise sind dem BAföG Formblatt 1 beizufügen?

Alle nachzuweisenden Angaben sind mit einem B im Formular gekennzeichnet. Dies sind mindestens:

  • Personalausweis (nur beim Erstantrag)
  • Bescheinigung deiner Krankenversicherung (nur Erstantrag oder wenn sich etwas ändert)
  • Kontostand vom Tag der Antragstellung z.B. durch Kontoauszug (Umsätze dürfen geschwärzt werden)
  • Immatrikulationsbescheinigung oder BAföG Formblatt 2 für Schüler

Solltest du Einkommen, Vermögen oder Schulden haben, musst du natürlich auch das nachweisen. Das Ganze machst du z.B. durch Verträge, Gehaltszettel, Kontoauszüge, Kfz-Schein oder Bescheinigungen. Dabei zählt alles, was offiziell auf deinen Namen läuft. Also auch Konten, die deine Eltern oder Großeltern auf deinen Namen angelegt haben.

Andersrum bedeutet das, dass dein Auto kein anzugebendes Vermögen ist, wenn du nicht selbst der Halter des Wagens bist. Das ist z.B. bei Leasing Fahrzeugen der Fall oder auch, wenn im KFZ Schein deine Eltern stehen. Auch, dass du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, musst du nachweisen. Die Höhe der Miete ist dabei egal, deshalb reicht auch eine aktuelle Meldebescheinigung. Manche Ämter fordern auch eine Bescheinigung vom Vermieter, die sie dir, wenn nötig, zuschicken.

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BAföG-Hotline 0800-223 63 41

Die offizielle Hotline des Deutschen Studentenwerks ist erreichbar

von montags bis freitags 8 - 20 Uhr (kostenfrei).

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