7 Gründe, warum Berlin die geilste Studentenstadt ist

7 Gründe, warum Berlin die geilste Studentenstadt ist

Hamburg, Münster, Heidelberg und München. Deutschlands Studenten (und nicht nur die) lieben diese Städte. Dennoch kann die Bundeshauptstadt mit ein paar Dingen aufwarten, die es anderswo nicht gibt. Und die machen, hands down, Berlin tatsächlich zur geilsten Studentenstadt von allen. Das glaubst Du nicht? Dann lies dir mal die folgenden Punkte durch.

Studieren in Berlin


Zwischen Reichstag, Kiez und Berghain ist Berlin die beste Stadt, wenn ein rundum gelungenes Studium absolvieren will. fotolia.com © ilovemayorova


1. The Hauptstadt of German Studentism

Der erste Grund ist eine ganz nüchterne Zahl, sowas wie der Superstich beim Autoquartett: Denn in keiner anderen deutschen Stadt gibt es eine dermaßen große Zahl an Studierenden. Über 180.000 Studis waren zum Wintersemester 2016/17 an FU, HU, TU und den ganzen Fachhochschulen der Hauptstadt eingeschrieben – Tendenz steigend.

Schon Berlins Haupt-Sehenswürdigkeiten bieten Beschäftigung für Monate. Mit den Geheimtipps werden dadurch sogar Jahre des Neu-Entdeckens.

Schon Berlins Haupt-Sehenswürdigkeiten bieten Beschäftigung für Monate. Mit den Geheimtipps werden dadurch sogar Jahre des Neu-Entdeckens. fotolia.com © Marco2811

Und was haben viele Studenten mit dem Coolnes-Faktor Berlins zu tun? Ganz einfach: Je mehr Gleichgesinnte man um sich herum hat, desto besser. Mehr Studis gleich mehr Partys, mehr Angebote, mehr Studentenleben, mehr Praktika. Und wer schon während des Studiums sein eigenes Unternehmen gründen will, setzt diesen Samen in Berlin in einen deutlich fruchtbareren Boden als in anderen Städten, denn Berlins Jugendlichkeit macht die Stadt auch zum Gründer-Mekka.

2. Das ganze Studium über Neues

Nichts gegen Heidelberg, aber als Durchschnitts-Großstadt muss die Neckar-Metropole hier als Vergleich herhalten. Klar gibt es dort eine Menge Sehenswürdigkeiten, sowohl die der Touristenklasse als auch für Insider. Aber: Spätestens nach dem zweiten Semester hat man wegen der vergleichsweise geringen Größe der Stadt davon wirklich alle gesehen und keine Munition mehr für das „Was machen wir Sonntagnachmittag“-Spiel.

Auftritt Berlin. Denn schon die Standard-Must-Sees der Hauptstadt reichen locker für mehr als ein Semester voller Entdeckungstouren aus.

  • Brandenburger Tor
  • Fernsehturm
  • Reichstag
  • Checkpoint Charlie
  • Museumsinsel

um nur einige zu nennen, kann man zwar im Touri-Modus innerhalb einer Woche abfrühstücken. Man kann diese und die anderen Top-20-Sehenswürdigkeiten aber auch in der Intensiv-Variante behandeln und so richtig kennenlernen. Und selbst wenn man das getan hat, profitiert man als Student von Berlins riesiger Fläche (immerhin fast 900km²). Denn zwischen Spandau und Schmöckwitz gibt es unzählige weitere Dinge, die als Insider-Sehenswürdigkeiten gelten. Und die alle zu sehen, dazu reicht weder die Regelstudienzeit, noch der zusätzliche Master aus. Ein echter Berlin-Insider zu werden, ist tatsächlich eine Lebensaufgabe.

3. Eckig aber wenigstens ehrlich

Schon Sido wusste in Mein Block, dass es in manchen Ecken Berlins richtig dreckig sein kann. Aber Hand aufs Herz, was ist dir lieber: Eine Stadt, die vorne wie hinten so geleckt sauber ist, dass sie wie ein Freilichtmuseum wirkt, oder eine City mit Ecken und Kanten? In Berlin gibt letzteres in rauen Mengen zum Nulltarif. Da ist nicht alles auf Hochglanz poliert, dafür aber authentisch. Nicht nur pittoreske Schlösser und Gässchen (die gibt es zwar auch), sondern eine Patchwork-Großstadt, die nicht nur eine richtig imposante Geschichte hat, sondern während dieser Zeit auch mehrfach (nicht ganz freiwillig) komplett umgestaltet wurde. Heraus kommt eine Metropole, in der ultramoderne Neubauten ebenso dazugehören wie leicht schäbig wirkende Elemente aus der Gründerzeit. Und: (im Gegensatz zu anderen Orten) In Berlin fügt sich das alles wie ein perfektes Puzzle zusammen.

Jede Stadt hat  fiese Ecken. Doch nur Berlin schiebt diese nicht verschämt in den Hintergrund, sondern sagt „is eben so“.

Jede Stadt hat  fiese Ecken. Doch nur Berlin schiebt diese nicht verschämt in den Hintergrund, sondern sagt „is eben so“. fotolia.com © spuno

Außerdem ist Berlin auch dadurch ehrlich. Wenn hier die Bedienung in der Kneipe einen schlechten Tag hat, dann überschminkt sie den nicht mit einem Plastik-Lächeln, sondern zeigt es den Gästen – und die dürfen dann genau so zurückmotzen, denn Ehrlichkeit ist in Berlin für die meisten wichtiger als künstliche, aufgesetzte Fröhlichkeit.

4. High-Nightlife

Ganz egal, wie gestrafft ein Studium heute in der Post-Bologna-Ära auch ist, fürs Partymachen ist meist ja immer noch Zeit vorhanden. Und da schießt Berlin so krass den Vogel ab, dass andere Städte gar nicht erst antreten müssen. Nein, wir reden hier nicht über Klischee-Läden wie das Berghain, wo man eh nicht am Türsteher vorbeikommt, sondern einer ganz nüchtern überprüfbaren, offiziellen Zahl: Weit über tausend Kneipen, Bars, Clubs und Discos gibt es in der Hauptstadt – und knapp 5000 Restaurants noch dazu. Selbst wenn man jedes Wochenende zwei davon in Angriff nähme, bräuchte man Jahrzehnte, um alle anzutesten.

Und vor allem ist da absolut alles dabei: Von der leicht schmierigen Kiez-Kneipe mit zweifelhaftem Konzessions-Status über den beinharten Punk-Schuppen bis hin zur Edeldisco, in der nur feinster House läuft. Und auch das funktioniert nur, weil Berlin so groß ist und so viele Einwohner hat.

5. Es lebe der Individualismus

Es soll so manche Großstädte in Deutschland (auch solche von Weltrang) geben, die sind, was die Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen angeht, trotz mehrerer hunderttausend Einwohner trotzdem noch tiefstes Provinzkaff. Wer da aus der Reihe tanzt, wird schief angesehen.

Du willst nicht wie die anderen sein? Passt schon, in Berlin findet jeder seine Nische – ohne Stigmatisierung.

Du willst nicht wie die anderen sein? Passt schon, in Berlin findet jeder seine Nische – ohne Stigmatisierung. fotolia.com © Sinuswelle


Und jetzt stellt euch mal Berlin vor. Wenn man alternativ veranlagt ist, findet man in Kreuzberg seine neue Heimat. Wenn man eher so der „Frau, Kind, dicke Karriere“-Mensch ist, zieht es einen hingegen in Richtung Dahlem. Und dazwischen ist Platz für wirklich jeden nur denkbaren Lebensentwurf, solange man damit nicht anderen auf die Zehen trampelt. In Berlin gibt es kein „so musst Du jetzt leben“, sondern da kann wirklich jeder getreu dem alten Spruch „nach seiner Fasson selig werden“.

Hey, und selbst wenn man in Berlin tatsächlich wie im Dorf leben will, dann gibt es auch für diese Klientel ein passendes Gegenstück in Form von Lübars in der nordwestlichen Ecke von Reinickendorf. Da erinnert tatsächlich nichts an die Großstadt.

6. Auf Nimmerwiedersehen

Kleine Studentenstädte. Hach, wie gemütlich und kuschelig es da ist. Da kennt jeder jeden und man trifft immer Bekannte… ja, das ist genau so lange cool, bis einem die erste Studentenbeziehung so richtig unschön den Bach runtergeht. Dann nämlich läuft man dem oder der Verflossenen im Zweifelsfall noch das gesamte restliche Studium über den Weg. Und um mit einer Beziehung richtig abzuschließen, ist das das totale Gift.

Studium Berlin

Trennungen tun zwar in Berlin nicht weniger weh als anderswo, aber hier trifft man den Ex wenigstens nicht an jeder Ecke. fotolia.com © nd3000

Und dann schauen wir uns mal Berlin an. Schon wenn man da an der FU lernt, liegt die Chance, dem Ex über den Weg zu laufen, gerade mal bei 1:31500 – so viele Studis sind da nämlich eingeschrieben. Berlin macht es mit seinen dreieinhalb Millionen Einwohnen so einfach, jemanden nicht mehr zu treffen, dass Facebook randvoll mit Gruppen ist, die nach dem Prinzip „hab dich da und da gesehen, wer bist Du? Melde dich“ funktionieren.

In Berlin kann man zwar auch in seinem Kiez die enge Kumpeligkeit erleben, bei der man dauernd bekannte Gesichter trifft. Es funktioniert aber auch das krasse Gegenteil. Wer hier adios sagen möchte, muss sich nicht mal sonderlich anstrengen, um den oder diejenige tatsächlich nie wiederzusehen.

7. Los Monetos

Es gab eine Zeit, in der konnte Berlin auch in Sachen Lebenshaltungskosten auftrumpfen. Das ist zwar nicht mehr ganz so richtig, denn mittlerweile liegen beispielsweise die Kosten für ein WG-Zimmer mit rund 407 Euro auch nicht mehr wirklich niedrig. Im Gegensatz zu anderen, kleineren Städten ist Berlin jedoch, was die sonstigen Kosten anbelangt, vergleichsweise günstig geblieben.

Und, das darf man auch nicht vergessen: In Berlin gibt es genug Gastronomie und Co. dass selbst die hohen Studentenmassen mit Jobs versorgt werden können. Hier wirkt auch Berlins Status als Sartup-Hauptstadt kräftig nach, denn wer hier einen Minijob oder ein Praktikum braucht, muss selten wirklich lange suchen.

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Praktikantin bei StudierenPlus

Hallo, ich bin Deniz, habe Wirtschaftsinformatik an der HWR Berlin studiert und mein Pflichtpraktikum bei StudierenPlus absolviert. Neben dem Studium war ich studentische Hilfskraft im Bereich E-Learning.

Deniz Desti Wirtschaftsinformatik B.Sc.
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