Alles, was du als Student im Praktikum beachten musst

Alles, was du als Student im Praktikum beachten musst

Es ist unbestritten, dass Praxiserfahrung bei der Jobbewerbung von Vorteil ist. Besonders Studenten, die direkt vom Abi an die Uni gegangen sind, sollten sich um einen Nebenjob bemühen, denn rein theoretisches Wissen beeindruckt heute niemanden mehr, selbst nicht mit Einser-Abschluss. Soll heißen, arbeite neben dem Studium, auch, wenn du nicht auf das Geld angewiesen bist und dich eigentlich nur auf deine Prüfungen konzentrieren willst. Egal, ob du als studentische Hilfskraft, ehrenamtlich, selbstsständig, Werkstudent oder Praktikant arbeitest, als Student gilt es einige Regeln zu beachten, um ein tiefes Loch in dein Portemonnaie reißen können. In diesem Artikel widmen wir uns den Besonderheiten von Praktika während des Studiums.

Das Praktikumsgehalt

Als Praktikant befindest du dich in einem sozialversicherungspflichtigen nicht selbstständigen Arbeitsverhältnis. Je nachdem, ob das Praktikum fester Bestandteil deines Studiums ist oder freiwillig von dir absolviert wird gelten unterschiedliche Regeln bezüglich des Gehalts:

Der gesetzliche Mindestlohn

Machst du ein freiwilliges Praktikum zur Berufsorientierung, das von deiner Uni nicht vorgeschrieben ist, hat dein Praktikumsbetrieb den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen, wenn das Praktikum mindestens drei Monate dauert. Schnupperst du aber nur für zwei Monate während der Semesterferien rein, darfst du deine Arbeitskraft auch unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Findet das Praktikum im Rahmen deines Studiums als verpflichtender Bestandteil deiner Ausbildung statt, gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht, egal, wie lange das Praktikum dauert.

Die Sozialversicherung

Während eines Pflichtpraktikums im Studium bleibst du wie bisher kranken- und pflegeversichert, unabhängig von der Dauer des Praktikums und der Höhe des Gehalts. Warst du bis dahin beitragsfrei familienversichert, bist du es also auch weiterhin. Dasselbe gilt, wenn du selbst studentisch oder privat versichert bist. Von deinem Praktikumsgehalt wird keine Sozialversicherung abgezogen.

Ist dein Praktikum nicht von deiner Uni vorgeschrieben, musst du dir diesbezüglich nur Gedanken machen, wenn dein Praktikumsbetrieb dich tatsächlich bezahlt.Bei unbezahlten freiwilligen Praktika während des Studiums bleibst du wie bisher versichert und musst dich um nichts weiter kümmern.

Bei bezahlten freiwilligen Praktika während des Studiums gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen studentischen Jobs. Bei einem Gehalt von bis zu 450€ monatlich kannst du dich von der Rentenversicherung befreien lassen und in der Familienversicherung bleiben. Verdienst du mehr, musst du dich selbst studentisch oder privat kranken- und pflegeversichern und von deinem Gehalt wird der Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Pflegeversicherung abgezogen solange du weniger als 20 Stunden pro Woche arbeitest (Werkstudentenprivileg). Beim freiwilligen Vollzeitpraktikum (mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche)  wirst du voll versicherungspflichtig und verlierst deinen Anspruch auf BAföG.

Praktikum während des BAföG-Bezugs

Als BAföG Empfänger solltest du wissen, dass das Gehalt für dein Pflichtpraktikum im BAföG als Ausbildungsgehalt voll angerechnet wird. Je mehr du also im Pflichtpraktikum verdienst, desto weniger BAföG bekommst du. Um das zu umgehen, kann es Sinn ergeben, ein unbezahltes Pflichtpraktikum zu machen oder erst nach dem bezahlten Pflichtpraktikum wieder BAföG zu beantragen.

Freiwillige Praktika werden im BAföG genauso wie jeder andere Nebenjob behandelt. Man erhält also einen Freibetrag von 5400€ pro 12 Monate (entspricht 450€/ Monat)Erst, wenn man darüber liegt, beeinflusst das freiwillige Praktikum bzw. der Nebenjob die BAföG Höhe.

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Luisa Todisco, M.A.Autorin und Gründerin von StudierenPlus

BAföG-Hotline 0800-223 63 41


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