Notfall – was tun, wenn plötzlich Waschmaschine oder Kühlschrank kaputt sind?

Notfall – was tun, wenn plötzlich Waschmaschine oder Kühlschrank kaputt sind?

Nach dem Abi endlich zum Studium einschreiben und zum ersten Mal auf eigenen Füßen stehen. Für viele junge Erwachsene ist die Einschreibung ein besonderer Moment, den in Deutschland – laut Statistischem Bundesamt – 2017 mehr als 511.724 Studienanfänger erlebt haben. Mit dem Beginn des Studiums genießen viele Studenten in der Regel das Leben an der Hochschule in vollen Zügen. Gerade in den ersten Wochen des Semesters ist der Alltag noch relativ unbeschwert. Schließlich besteht für Vorlesungen und Seminare an vielen Unis keine Anwesenheitspflicht. Spätestens wenn die erste Prüfungen näher rücken macht sich dann doch ein anderes Gefühl breit. Studenten im ersten Semester wird klar, was Studieren heißt: viele Freiheiten genießen zu können – aber auch gewisse Pflichten zu haben.

Hierzu gehört auch die Organisation des Alltags. Anders als in der elterlichen Wohnung füllt sich der Kühlschrank nicht „von allein“. Und gerade in Wohngemeinschaften ist es üblich, dass sich alle Bewohner ins Putzen und Saubermachen einteilen. Der Putzplan ist meist einer der ersten Punkte, welcher den neuen Mitbewohnern ans Herz gelegt wird. Aber auch wer sich als Student ein eigenes Appartement mit Küche und eigener Waschmaschine leisten kann, muss plötzlich mehr Verantwortung übernehmen. Wie herausfordernd das Ganze sein kann, wird spätestens bei defekten Haushaltsgeräten klar. Wie in diesem Fall verhalten?

Plötzlich Waschmaschine oder Kühlschrank kaputt – Sofortmaßnahmen

Wenn plötzlich der Kühlschrank streikt, ist guter Rat teuer - schließlich kommt man heute eher schwierig ohne aus.

Sobald die Waschmaschine streikt oder der Kühlschrank seinen Dienst versagt, ist guter Rat teuer. Und dies gilt im sprichwörtlichen Sinn. Wer sich als Student in diesem Moment nicht zu helfen weiß, bleibt am Ende auf hohen Kosten sitzen. In vielen Bereichen – zum Beispiel bei PC oder Laptop – gibt es einige Sofortmaßnahmen. Mit deren Hilfe kann das Gerät zum Beispiel wieder zurückgesetzt werden. Funktioniert eine Art Hardware-Reset auch beim Kühlschrank und der Waschmaschine?

Leider führt dieser Versuch – auch wenn im Zusammenhang mit Smart Home sich top-moderne Geräte miteinander vernetzen lassen – nicht zum Erfolg. Vielmehr sollte sich damit beeilt werden, auf Fehlersuche zu gehen.

Kaputter Kühlschrank: Erste Hilfe

Gerade beim Kühlschrank bzw. einer defekten Kühl-/Gefrierkombination ist Eile geboten. Hintergrund: Hier lagern Lebensmittel, die beim Auftauen sehr schnell verderben. Gerade Fleisch oder rohe Eier sind Beispiele hierfür. Wer eine Kühltasche zur Hand hat, sorgt zumindest temporär für Abhilfe.

Ein zweiter Aspekt betrifft das Eis im Kühlfach. Letzteres taut – wenn der Kompressor nicht mehr arbeitet – ab und kann für eine „Pfütze“ vorm Kühlschrank sorgen. Je nach Bodenbelag wird der Ärger am Ende (Stichwort Laminat oder Parkett) noch größer. Ein Wasserschaden - YAY! Genau das, was jetzt gerade noch gefehlt hat!

Achtung: Es ist in der Praxis bereits vorgekommen, dass spitze Gegenstände zum regulären Abtauen einer Kühl-/Gefrierkombination. Davon ist dringend abzuraten. Letzteres kann das Gerät bis zum Totalausfall beschädigen!

Bevor sich um fremde Hilfe gekümmert wird, sollte auf Fehlersuche gegangen werden. Selbst behoben werden kann:

  • eine defekte Glühlampe
  • beschädigtes Interieur
  • kaputte Griffe o. Ä.

Sofern das Kühlsystem oder der Kompressor beschädigt sind, geht im Regelfall nichts mehr ohne Profi. Allerdings sind die Kosten der Reparatur und eine Neuanschaffung abzuwägen. Letztere ist mitunter günstiger als eine Instandsetzung.

Defekte Waschmaschine – wie geht’s weiter?

Neben dem Kühlschrank ist eine Waschmaschine, die ihren Dienst versagt, ein Schock. Hier kommt als Herausforderung hinzu, dass bei voller Waschtrommel (wenn Wasser in der Maschine steht) die Tür sich nicht öffnen lässt.

Generell sollte auch hier umgehend auf Fehlersuche gegangen werden. Bei der Waschmaschine kann beispielsweise eine Verstopfung Ursache für den Fehler sein. Oder versehentlich wurde die Wasserzufuhr unterbrochen. Dies kann zum Beispiel bei einem gemeinsam mit anderen Hausbewohnern genutzten Waschkeller der Fall sein.

Verstopfungen in der Maschine sind mitunter schwierig zu beheben. Im Regelfall lässt sich durch die Abpumpfunktion bereits der eine oder andere Hinweis sammeln, was genau schief läuft. Funktioniert dies nicht, sollte der Verdacht Richtung Laugenpumpe gehen. Tipp: Wird der Ablaufschlauch an den Wasserhahn angeschlossen, kann die Pumpe entgegengesetzt arbeiten, was eine Verstopfung vielleicht schon behebt.

Sofern alles nicht weiterhilft, bleibt am Ende nur die Notentleerung, um wenigstens die Wäsche entnehmen zu können. Wie dabei vorzugehen ist, findet sich in der Regel in der Bedienungsanleitung.

Was in jedem Fall durchzuführen ist, sind Kontrollen aller Zu- und Ablaufschläuche sowie des Flusensiebs. Ist dahinter das Flügelrad der Pumpe erreichbar, lässt sich am Widerstand bereits einschätzen, ob eine Verstopfung am Ausfall der Waschmaschine schuld sein kann.

Wenn ein neues Gerät her muss und kein Geld dafür da ist?

Haben Kühlschrank und Waschmaschine ihren Dienst komplett versagt, ist eine Reparatur teuer. Oft ist es zu empfehlen, sich auch nach einem neuen Haushaltsgerät umzuschauen. Wie das Ganze finanzieren? In einer WG lässt sich der Kauf oft leichter stemmen, da die Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden.

Wer allein für die Kosten geradestehen muss, kann – sofern BAföG und Studentenkredite nicht genug Spielraum hergeben – eventuell auf ein Privatdarlehen (etwa durch die Eltern oder Großeltern) zurückgreifen. Eine weitere Option sind Konsumfinanzierungen, welche von Technikeinzelhändler auch als 0 Prozent Variante angeboten werden.

Achtung: In diesem Fall auf jeden Fall die SCHUFA im Hinterkopf behalten, da Banken die Kreditwürdigkeit des Antragstellers prüfen. Ein Kredit trotz schlechter Schufa ist für Studenten nämlich eher schwierig zu bekommen. Dafür benötigen Interessenten nämlich ein ausreichend hohes Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenzen. Dieses ist zwar bei Studenten nicht ausgeschlossen, aber auch heute noch eher selten.

Wenn das Geld knapp wird - als Student leider keine Seltenheit.

Fazit: Auch Studenten geht der Kühlschrank mal kaputt

Sich für ein Studium einzuschreiben heißt auch, Verantwortung zu übernehmen. Erstsemester müssen nicht nur lernen, den Alltag an der Hochschule zu organisieren, sondern die gesamte tägliche Lebenshaltung stemmen. Dazu gehört auch, mit defekten Haushaltsgeräten umgehen zu können. Kühlschrank und Waschmaschine braucht am Ende jeder. Zu wissen, wie sich bei einem Defekt richtig verhalten wird, ist das A und O. Andernfalls kann es passieren, dass aus einer kleinen Verstopfung schnell ein Totalausfall wird. Und eine komplette Neuanschaffung von Kühlschrank oder Waschmaschine kann sich letztlich nicht jede Haushaltskasse in einer Studenten-WG leisten.

Sharing is caring

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden.

profile-pic

Praktikantin bei StudierenPlus

Hallo, ich bin Deniz, studiere Wirtschaftsinformatik an der HWR und bin jetzt in meinem 9. Hochschulsemester. In dieser Zeit konnte ich einiges an Erfahrung sammeln, die ich unter anderem im Blog der HWR und nun auch als Praktikantin bei StudierenPlus mit euch teilen darf.

Deniz Desti
>
Jetzt Fan werden!schliessen
oeffnen