5 Dinge, die du noch nicht über Ghostwriting wusstest

5 Dinge, die du noch nicht über Ghostwriting wusstest

Idealismus, Notwendigkeit und Karriere – diese sind die drei Gründe, warum ein Autor wissenschaftliche Texte veröffentlicht. Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten gehören hierbei meist der Gattung der Notwendigkeit an. Du musst sie schreiben, um eine Note oder einen Abschluss zu bekommen. Ghostwriter dienen dir in dieser Zeit als kleine Geister der Unterstützung. Sie liefern dir Arbeiten nach deinen Vorstellungen und sind dabei zu höchster Verschwiegenheit verpflichtet. Während akademisches Ghostwriting bis zum 18. Jahrhundert noch höchst anerkannt war, gilt es spätestens seit dem Guttenberg-Skandal in Deutschland als verpönt. Dennoch können Ghostwriter dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen.

Ghostwriting früher

1. Für die Beauftragung eines Ghostwriters gehst du nicht ins Gefängnis

In Verbindung mit akademischem Ghostwriting stellt sich auch immer wieder die Frage nach der Legalität der Beauftragung eines Ghostwriters. Viele Studenten, die im Rahmen des Bologna-Prozesses zu wenig Hilfestellung durch Dozenten und Studienpläne bekommen, brauchen Unterstützung beim Verfassen einer Bachelor- oder Masterarbeit, wollen sich dabei aber natürlich nicht strafbar machen. 

Die Frage lautet also: Ist Ghostwriting strafbar? Das Oberlandesgericht Frankfurt hat dazu am 1. September 2009 entschieden (AZ U 51/08): Strafrechtlich kann Ghostwriting nicht geahndet werden, egal in welchem Kontext das Ghostwriting steht. Die Beauftragung eines akademischen Ghostwriters gilt nach deutschem Recht als Beauftragung einer legalen Dienstleistung. Gleichzeitig erwirbst du mit dieser meist sämtliche Rechte am Text, sodass akademisches Ghostwriting auch urheberrechtlich kein Problem darstellt. Anders sieht es alledings mit dem Hochschulgesetz bzw. dem Prüfungsrecht aus, wenn es sich bei der Auftragsarbeit, um eine Prüfungsleistung wie z.B. einer Bachelorarbeit handelt. Im  Rahmen deiner Abschlussarbeit musst du für gewöhnlich eine eidesstattliche Erklärung abgeben, in der du bestätigst, die Arbeit selbstständig erstellt zu haben. Sollte je herauskommen, dass du einen Ghostwriter beauftragt hast, könntest du dich der Täuschung und ggf. auch der Urkundenfälschung ausgesetzt sehen.  Das ist also in etwa so, als ob sich jemand anders unter deinem Namen in eine Klausur für dich einschleicht und diese für dich schreibt. Das ist zwar streng genommen keine Straftat, aber ein Täuschungsversuch, der mit nicht bestehen der Prüfung geahndet wird. Bestes Beispiel dafür ist Karl-Theodor zu Guttenberg. Unser ehemalige Bundesverteidigungsminister stand unter Verdacht, seine Doktorarbeit nicht selbst verfasst zu haben. Außerdem wurden diverse Textpassagen nicht korrekt zitiert, womit gegen das Urheberrecht verstoßen wurde. Dafür wurde Guttenberg sein Doktortitel entzogen und seine Karriere in der Politik hatte sich auch erstmal erledigt. Anders wäre es gewesen, wenn Guttenberg die wissenschaftliche Arbeit seiner Ghostwriter als Vorlage und Inspiration für seine eigenen Promotionsarbeit genutzt hätte, statt sie als eigene Prüfungsleistung einzureichen und diese einer Plagiatsprüfung zu unterziehen. Als Alternative zum Ghostwriting ist ein professionelles Lektorat empfehlenswert. Dabei verfasst du deine Arbeit komplett selbst und lässt dir nur beim Schreibstil, Rechtschreibung und ggf. Gliederung helfen.

2. Wer beauftragt einen akademischen Ghostwriter?

Akademisches Ghostwriting ist ein Konzept, das in Deutschland weitverbreitet ist. Viele tun es, kaum jemand redet darüber. Die Motivation hinter der Beauftragung eines Ghostwriters kann ganz verschieden sein. Manche Studenten befinden sich in einer emotionalen Notsituation – haben gerade einen geliebten Menschen verloren, kämpfen mit Stress- und Leistungsdruck des Studentendaseins und sind einfach überfordert. Andere wiederum verstehen das vorgegebene Thema einfach nicht und wollen nur den Schein bekommen. Es gibt auch Auftraggeber, die bereits den Traumjob haben, ihre Abschlussarbeit nur pro forma abgeben müssen und für das akademische Schreiben einfach keine Zeit haben, weshalb ein Lektorat für sie auch nicht in Frage kommt.

3. Wer wird eigentlich akademischer Ghostwriter? 

Ghostwriter sind professionelle Autoren, die selber über einen akademischen Background verfügen, häufig promoviert haben und auf Eigeninitiative immer auf dem neuesten Stand ihres Fachgebietes sind. Seriöse Ghostwriting-Agenturen beschäftigen ausschließlich solche Mitarbeiter und sichern dir gleichzeitig einen hohen Grad an Anonymität zu. Außerdem lernen akademische Ghostwriter viele verschiedene Menschen kennen, woraus du als Student unheimlich profitierst. Durch ihre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Studenten erkennen sie schnell, wo deine Schwachstellen liegen und welche Art von Hilfe du bei der beauftragten Arbeit brauchst. Ghostwriter sind somit nicht nur Autoren, sondern können auch schnell in die Funktion eines Mentors und Coaches rutschen. Wenn du es möchtest, werden sie so zu einem starken Partner an deiner Seite. Ein guter Ghostwriter ist dabei stets darauf bedacht, deine Anforderungen umzusetzen.

4. Ghostwriting gibt es nicht erst seit dem Guttenberg-Skandal

Ghostwriting gab es bereits in der Antike. Schon damals wurden Reden von Politikern und Justiziaren von Autoren verfasst, die sprachlich versierter waren. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert gab es an vielen Universitäten ein anerkanntes Ghostwritertum. Was viele heute nicht mehr wissen: Professoren besserten zu dieser Zeit ihr Einkommen damit auf, Arbeiten für ihre Studenten zu schreiben und zahlreiche Promotionen wurden „in absentia“, in Abwesenheit, durchlaufen. In Zeiten der Digitalisierung ist akademisches Ghostwriting eine verbreitete Dienstleistung geworden, die sich immer einfacher anonym handhaben lässt.

Verzweiflung, Ghostwriting hilft

5. Professionelle Ghostwriter werden ebenfalls geprüft

Auch akademische Ghostwriter unterliegen gewissen Prüfkriterien, ebenso wie Studenten in ihrem Prüfungsalltag. Seriöse Ghostwriting-Agenturen lassen ihre Arbeiten nach dem 4-Augen-Prinzip immer von einem zweiten Autor mit wissenschaftlichem Background auf Plausibilität, Aktualität sowie Rechtschreibung, Zeichensetzung und Formatierung prüfen. Zusätzlich durchlaufen die Texte eine Plagiatsprüfung. Hierbei wird mit denselben Programmen gearbeitet, die auch Hochschulen und Universitäten verwenden. Somit ist ein qualitativ hochwertiges Ergebnis gesichert und Plagiate werden ausgeschlossen. Vertrauenswürdige Agenturen bieten ihren Kunden außerdem die Möglichkeit, Autoren zu bewerten und sichern somit die Qualität ihres Autorenpools. 

6. Fazit

Solltest du Hilfe bei deinen wissenschaftlichen Arbeiten benötigen, können dir Ghostwriter gegen Bezahlung helfen, nur darfst du diese Texte nicht 1zu1 übernehmen, da es dich sonst dein Studium kosten kann.

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Praktikantin bei StudierenPlus

Hallo, ich bin Deniz, studiere Wirtschaftsinformatik an der HWR und bin jetzt in meinem 9. Hochschulsemester. In dieser Zeit konnte ich einiges an Erfahrung sammeln, die ich unter anderem im Blog der HWR und nun auch als Praktikantin bei StudierenPlus mit euch teilen darf.

Deniz Desti
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