Freelancer - Jobben neben dem Studium

Jobben neben dem Studium – Wie du als Freelancer einen Job findest

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​Inzwischen haben wir dir ja schon einige tolle Alternativen zum (für manchen Studenten) nervigen Kellnerjob aufzeigen können. ​Zum Beispiel hat Björn in seinem letzten Beitrag super erklärt, wie man einen praktischen und gut bezahlten Arbeitsplatz an der eigenen Uni findet. Obendrein wusste ich manches davon selbst noch gar nicht! Dafür kann ich aber zu anderen Möglichkeiten, seinen Geldbeutel aufzuwerten, etwas sagen​. Deswegen bin ich heute mit meinem "Expertenthema" dran. Nämlich dem Freelancen oder auch einfach selbstständiger Arbeit genannt.

Was ist das also, ein Freelancer?

Kurzum Freelancer sind eigentlich nichts anderes als  freier Mitarbeiter, die einen Arbeitsvertrag bzw. Dienstvertrag bzw. Werkvertrag mit einem Unternehmen für ein oder mehrere Projekte abschließen. Freelancer sind als selbstständige Gewerbetreibende oder Freiberufler (steuerrechtlich nicht dasselbe!) selbst sowas wie Unternehmen und stellen für ihre Arbeit Rechnungen. Freelancer müssen sich selbst um ihre Sozialversicherung und Steuern kümmern. Für sie gelten weder Tarifverträge noch sonstige Arbeitnehmerrechte. Dafür können sie für gewöhnlich selbst bestimmen wann, wie und wo sie arbeiten und das ist der große Vorteil im Studium.

Warum sollte ich im Studium selbstständig arbeiten?

Als Freelancer kannst du im Home Office für einen oder mehrere unterschiedliche Auftraggeber an mehreren Projekten parallel arbeiten. Wohl sind die Themen- bzw. Aufgabengebiet hierbei relativ groß und hängen von den eigenen Fähigkeiten ab. Übrigens gibt es so gesehen fast nichts, was es nicht gibt. Da wirst du erstaunt sein! Somit als Schriftsteller, Journalist, Fotograf, Web-Developer, Designer, Musikproduzent oder virtueller Assistent ist alles dabei. Somit nur abhängig von deinen Skills.

Jetzt denkst du dir wahrscheinlich erstmal: „Mhm, ich habe keine speziellen Fähigkeiten, das wird nix!“, aber keine Sorge: es hört sich alles schwieriger an als es in Wirklichkeit ist.

Wie wird man freier Mitarbeiter?

​Im Folgenden erzähle dir kurz, wie ich zum Freelancer wurde:

Nachdem ich viele Jahre als Kellnerin meine Brötchen verdient hatte, war mir mein Job fad geworden. Ich wühlte mich durch verschiedene Jobbörsen, fand aber immer nur Jobs wie: an der Kasse zu arbeiten, Regale auffüllen, Promotion oder Jobs im Callcenter. Da war einfach nichts dabei, das mich geistig forderte. Unterm Strich suchte ich einen zeitlich flexiblen Job, bei dem ich Verantwortung übernehmen und etwas lernen konnte. Also hieß es: Raus aus der Komfortzone. Indessen über den Tellerrand blicken.

Trau dich aus deiner Komfortzone und blick über den Tellerrand

​Während weiterem Durchforsten des WorldWideWebs, stieß ich dann auf einen Artikel über „Home-Office“​. Dort bemerkte ich schnell, dass es abseits von Jobbörsen, wie die der Arbeitsagentur, oder der lokalen Zeitung noch viele, viele weitere, sehr interessante und außergewöhnliche Portale gab.

Deswegen entschied ich mich dazu, bei den drei größten Plattformen zu registrieren und stand dann vor der Frage: „Was kannst du?“

zu dem Zeitpunkt hatte ich noch überhaupt keine Qualifikationen wie Ausbildungsabschlüsse vorzuweisen, was ja nicht bedeutet, dass ich gar nichts kann. Ich schaute mir die Auswahlmöglichkeiten der Skillbeschreibungen an und überlegte mir, was davon am ehesten meinem Können und meinen Interessen entsprach. Anschließend klickte ich die entsprechenden Felder an und drückte auf „speichern“ und schon konnte ich der ganzen Welt meine Arbeitskraft als freie Mitarbeiterin anbieten.

Hartnäckigkeit und ein Hang zur Autodidaktik

Naja, so einfach ist das mit dem Freelancen dann doch wieder nicht. 😉 Allerdings musste ich die zunächst unwahren Aussagen wahr machen. Damit ich auch einen Erfolg verbuchen konnte. In meinem Fall war das: Design & Web-Development. Zuerst besorgte ich mir also die nötige Software (Design). Danach zog ich mir ein Tutorial nach dem anderen rein (Web-Devolpment). Sodass ich nach kurzer Zeit, erste Aufträge an Land ziehen konnte. Anfangs zwar noch recht mager bezahlt. Jedoch kam es mit steigendem Wissen auch schnell zu einem festen Kundenstamm und entsprechend bezahlten Folgeaufträgen. Immer häufiger übersteigt mein Stundenlohn als Freelancer, den Tageslohn als Kellnerin samt Trinkgeld. Und nicht nur das! Mein Wunsch selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu arbeiten ist erfüllt. Und ganz nebenbei kann ich Inhalte aus meinem Studium als Medieninformatikerin direkt in die Praxis umsetzen. Also jeder Auftrag ist unterschiedlich und neu herausfordernd, wobei man immer viel dazu lernt und viel, viel Spaß hat.

Was sind denn nun die besagten Portale?

​Damit ich dich nicht länger aufhalte mit meiner Geschichte und dir endlich verraten, wo und wie du anfangen kannst, dein - sozusagen- eigener Boss zu sein!

Schließlich habe ich mir damals bei Freelancer, Elance und Upwork ein Profil angelegt und bin immernoch sehr zufrieden mit den dreien. Während Elance und oDesk englischsprachig sind, bietet Freelancer schon seit längerem auch eine deutsche Seite an. Denn bei manchen Verhandlungen und Auftragsbeschreibungen, kann dies sehr praktisch sein. Obgleich alle drei Plattformen kostenlos sind, bieten sie aber ein Upgrade der Mitgliedschaft mit relativ verlockenden Angeboten. Zum Beispiel höheres Ranking, größere Fähigkeitsfelder und mehr Jobangeboten an. Allerdings hängt es vom eigenen Vorhaben ab, ob man nun dieses Upgrade braucht. Anfangs hat es für mich als Mini-Freelancer auch super ohne Mitgliedschaft funktioniert. Nebenher baut man sich nach und nach seinen Kundenstamm auf und gelangt dann irgendwann meist nur noch über Empfehlungen an Aufträge. Immerhin mit der Premiummitgliedschaft verschnellert sich dieser Vorgang.

Nun sollte dir so langsam auffallen, dass sich Elance und oDesk nicht besonders viel unterscheiden. Jedoch günstiger scheinen als Freelancer. Denn Elance und oDesk sind seit letztem Jahr Kooperationspartner. Mithin liegt der einzige Unterschied eigentlich nur bei den Branchenbereichen, die am meisten angeboten, bzw. gesucht werden. Nämlich geht es bei Elance ​mehr um IT und Design, während sich bei oDesk und Freelancer vermehrt Schriftsteller und Übersetzer tummeln. ​Zuletzt kommt meine liebste Besonderheit der drei Portale: Sie bieten Skill-Tests an, um seine Fähigkeiten verbessern und belegen zu können! Aufgrund dessen Klasse, oder?​ ​Ich persönlich favorisiere hierbei die Tests von Freelancer, weil sie zwar eine Kleinigkeit kosten. Jedoch aber genau und fair sind und nach Schwierigkeit der Aufgabe beurteilen.

Übersicht Tabelle inkl. Vorzüge der drei Börsen

Plattform

Freelancer

Elance

Sprache

Deutsch & Englisch

Englisch

Englisch

Anmeldegebühren

ja

ja

ja

Vermittlungsprovision

10% vom Auftragswert

muss vom Auftraggeber gezahlt werden

muss vom Auftraggeber gezahlt werden

Bezahlung

pro Auftrag oder Stunde

pro Auftrag oder Stunde

pro Auftrag oder Stunde

Branchen

meist texten, übersetzen oder Assistenz

meist IT, Design oder Marketing

Webdevelopment, Marketing, Design, Texten oder Assistenz

Besonderheiten

kostenpflichtige Skill Tests zur Einschätzung deiner Fähigkeiten

4 kostenlose Tests zur Einschätzung deiner Fähigkeiten

4 kostenlose Tests zur Einschätzung deiner Fähigkeiten

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26 Jahre jung, Katzenbesitzerin, Medieninformatikstudentin und Blogger-Azubi

Francesca 
Studiert Medieninformatik in Berlin                 
  • Mathias sagt:

    Hallo Daria,

    du solltest dafür einen Gewerbeschein haben, den du auch z.B. in Berlin online beantragen kannst. Zu Berücksichtigen ist dabei dann aber, dass man seine Steuererklärung bis zum 31.05. einreichen muss.

    Gruß, Mathias

  • Daria sagt:

    Hi Luisa,

    Wie sieht das ganze (lohn)steuerrechtlich aus und braucht man dafür irgendeine Genehmigung? Wie Gewerbeschein?

    Lg

  • >
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