Effektiv lernen – mehr als nur eine Frage der Konzentration

Effektiv lernen – mehr als nur eine Frage der Konzentration

Jede Prüfung wird zum Graus, die Balance zwischen Studium und Nebenjob fehlt und schon beim kleinsten Blick ins Literaturverzeichnis geht der Geist auf Wanderschaft - ganz davon abgesehen, dass du eigentlich alle drei Minuten auf dein Smartphone schauen möchtest...

effektiv lernen

Konzentrationsschwächen sind auch bei Studenten ganz normal, vor allem in Phasen des Prüfungs- und Hausarbeitenstresses. Was du dagegen tun kannst, wie du dein Lernumfeld optimierst und welche Naturheilmittel deinem Gehirn den richtigen Boost geben, erfährst du hier.

Effektiv Lernen nach Plan - Effektiver Lernen mit einem besseren Plan

Das Durchlesen von Literatur, das Wiederholen von Folien oder das Durchforsten der Bibliothek, all dies profitiert von festen Zeiten. So wie auch die Kurse einem Plan folgen, hilft es dir, dir selbst einen Lernplan zu erstellen. Wenn du in kleinen Etappen planst, musst du nicht kurz vor der Prüfung überhastete Marathon-Sessions einlegen.

Wichtig ist jedoch, dass du nicht nur die Lernzeit einplanst, sondern auch deine Downtime. Acht Stunden am Stück konzentriert zu lernen ist unrealistisch und kontraproduktiv. Du kennst dein eigenes Pensum und die Pausen die du brauchst. Zum effektiven Lernen gehört auch  seinem Hirn die Zeitzu geben, all die neuen Informationen zu archivieren, damit du das Wissen im entscheidenden Moment auch wieder abrufen kannst. Stell dir das einfach wie einen Schrank vor, in den du wahllos alles reinstopfst, damit es in der Wohnung aufgeräumt aussieht und man dich für eine ordentliche Person hält. Aber sobald du den Schrank öffnest, fällt dir der ganze Kram entgegen und du musst jedes Mal den kompletten Schrank  durchsuchen, wenn du irgendetwas bestimmtes brauchst. Echte Ordnung ist etwas anderes und genauso unterscheidet sich sich uneffektives lernen von effektivem Lernen.

Gleichzeitig solltest du aber in der fürs Lernen bestimmten Zeit auch wirklich lernen. Schalte dein Smartphone in den Flugmodus und schließe alle Browsertabs, die zu Facebook und Co. führen. Die beständige Ablenkung nagt an deiner Konzentration und sorgt für eine besonders kurze Aufmerksamkeitsspanne. Apps sind darauf ausgelegt, einen Suchtmechanismus im Gehirn zu triggern und gegen den musst du erst einmal ankämpfen.

Eine besonders spannende Taktik findet sich übrigens im verteilten Lernen. Hierbei lernst du nicht stur den Stoff eines Seminars, sondern variierst die Fachgebiete in kleinen Blöcken. Dadurch kannst du den Stoff leichter wiederholen und gehst gegen das Abflachen der Lernkurve vor. Das nämlich droht dir unweigerlich, je länger du dich ausschließlich einem bestimmten Stoff widmest.

Gut für den Körper, gut für den Geist

Auch wenn der gesunde Geist in einem gesunden Körper falsch zitiert ist, so hängt dem lateinischen Spruchwort doch etwas Wahres an. Sport beflügelt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Ein bisschen Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, kurbelt die Durchblutung an und sorgt dafür, dass du im Anschluss auch viel entspannter stillsitzen und lernen kannst. Gerade eine Joggingrunde am Morgen bringt oft den nötigen Schwung für den Tag und hilft auch abends beim gesunden Schlaf.

Die Ernährung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle, wenn du wirklich konzentriert lernen willst. Dabei musst du nicht unbedingt die Prokrastination ganz aus deinem Leben verbannen oder gar Koffein in Tablettenform zu dir nehmen. Gesunde und natürliche Mittel wie Ginkgo, Vitamin A oder wichtige Omega-3-Fettsäuren führen ebenfalls zu den gewünschten Erfolgen. Diese kleinen Wundermittelchen kannst du sogar ganz entspannt entweder online bestellen oder bei deiner Hausapotheke erwerben und so mit vollkommen natürlichen Wirkstoffen dein Leistungspotential ausschöpfen.

Dies alles ist natürlich nur als Ergänzung einer gesunden Ernährung sinnvoll. Gerade schwere Mahlzeiten sind ein echter Leistungskiller und sorgen für das typische, nachmittägliche Formtief. Viele, kleinere und leichte Speisen sind besser für die Konzentration. Besonders grünes Gemüse und weißes Fleisch wie Hähnchen oder Fisch sind dafür gut geeignet. Traubenzucker oder Schokolade mögen dir übrigens das Gefühl geben, dass du dich sofort besser konzentrieren kannst, doch der Eindruck ist trügerisch. Süßigkeiten geben dem Blutzuckerspiegel zwar einen ordentlichen Schub, doch kurz danach bricht dieser auch wieder ein. Lebensmittel mit hohem glykämischen Index wie Vollkornprodukte sind dagegen dafür prädestiniert, dir langfristig konzentriertes Lernen zu ermöglichen.

Natürlich unerlässlich ist ein gesunder Schlaf. Dies gilt nicht nur für die Länge des Schlafes, sondern auch für einen regelmäßigen Rhythmus und das Ausschalten negativer Einflüsse. Ein echter Killer für den Schlafrhythmus ist Alkohol, den solltest du also in anstrengenden Lernphasen und der Prüfungszeit am besten ganz vom Speiseplan verbannen.

Go with the Flow

Richtig effektiv lernen kannst du, wenn du mit dem Stoff glücklich bist und in den sogenannten Flow gerätst. Hierbei setzt dein Gehirn Glückshormone frei, das hilft dir nicht nur immanent beim Lernen, sondern verknüpft auch langfristig die richtigen Synapsen im Gehirn. Kurzum: du kannst dich leichter konzentrieren und bist besser in dem, was dir Spaß macht. Eigentlich ganz einfach und nachvollziehbar. Trotzdem lohnt es sich im Sinne der Produktivität, dir dieses Mantra immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Such dir also spannende Aspekte auch an deinen trockeneren Proseminaren heraus, leg klassische Musik auf und geh zwischen den Lernblöcken einmal spazieren und natürlich darfst du dich nach getaner Arbeit und den entsprechenden Resultaten auch belohnen - auch darauf springt das Gehirn an.

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Sophia Gummert Medienwissenschaften M.A.
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