Bewerbung um einen Studienplatz: Vier Entscheidungen, die vorher treffen musst

Bewerbung um einen Studienplatz: Vier Entscheidungen, die vorher treffen musst

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Was will ich studieren?

Die wichtigste Entscheidung, bevor du ein Studium aufnimmst, ist das Studienfach, bzw. die Studienfächer.

Interessierst du dich mehr für naturwissenschaftliche Fächer oder mehr für Geisteswissenschaften?

Es gibt Studiengänge, bei denen man sich dafür entscheidet, ein Fach zu studieren und es gibt Studiengänge, die die Kombination von zwei oder mehr Fächern miteinander vorsehen. Hier hilft es dir, wenn du verschiedene Studiengänge vergleichst.  Selbst bei fast gleichen Studiengängen kann es an verschiedenen Hochschulen unterschiedliche Schwerpunkte geben. Dies kann die Inhalte des Studiums mehr oder weniger stark beeinflussen. Sehr hilfreich kann es sein, die Modulhandbücher und/ oder die Stundenpläne im Vorfeld zu lesen. Auf diese Weise bekommst du eine Vorstellung davon, was du im Studium lernen wirst..Wenn du die Entscheidung für ein Studienfach von einer persönlichen Neigung abhängig machst, kann das die Motivation im Studium steigern.Trotzdem solltest du bei der Wahl deines Studienfaches auch andere Faktoren nicht außer Acht lassen. Diese können beispielsweise in späterer Berufswunsch oder Gehaltsvorstellungen sein.

Wie will ich studieren?

Du solltest dir klar sein, welche Aktivitäten oder Verpflichtungen du mit deinem Studium vereinbaren willst bzw. musst. Daraus ergibt sich, welche Art Studium am besten zu dir passt.

Teilzeitstudium oder Vollzeitstudium?

Das Vollzeitstudium ist der Klassiker. Es ist auf eine durchschnittliche Arbeitsbelastung von 40 Stunden pro Woche ausgelegt inkl. Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Lernzeiten. Ein Bachelorstudium in Vollzeit dauert 3 bis 4 Jahre. Das Teilzeitstudium ist auf 20 bis 30 Stunden ausgelegt und dauert somit entsprechend länger. Sprich, du hast zwar während des Studiums mehr Zeit für andere Dinge, studierst aber insgesamt länger und verdienst damit auch erst später richtiges Geld. Außerdem ist nur ein Vollzeitstudium förderfähig gemäß BAföG.

Präsenzstudium oder Fernstudium?

Du solltest dir genau überlegen, ob du ein Präsenzstudium oder ein Fernstudium aufnehmen möchtest. Präsenzstudium bedeutet ein Studium, das ortsgebunden an einer bestimmten Hochschule stattfindet. Ein Fernstudium ermöglicht es dir, für dein Studium von zu Hause aus, bzw. ortsunabhängig zu arbeiten. Du erhältst die Lehrmaterialien und sparst dir dadurch die eigenen Mitschriften von Vorlesungen. Die Zeiten, in denen du fürs Studium arbeitest, sind flexibler als bei einem Präsenzstudium. Durch ein Fernstudium kannst du die gleichen Abschlüsse machen wie bei einem Präsenzstudium. Jedoch gibt es auch bei einem Fernstudium Präsenzzeiten, z. B. bei Prüfungen. Welche Präsenzzeiten ein Fernstudium genau erfordern, hängt von Hochschule und Studiengang ab. Das gleiche gilt aber natürlich auch für ein Präsenzstudium.Für ein Fernstudium benötigst du besonders viel Disziplin und Durchhalte-Vermögen. Insbesondere gibt dies, wenn das Fernstudium berufsbegleitend ist. Unabhängig davon, ob du ein Fernstudium oder ein Präsenzstudium aufnehmen nehmen möchtest, solltest du Angebote zur Studienberatung nutzen.

Mit oder ohne Job?

Es gibt viele gute Gründe neben dem Studium zu arbeiten, sei es aus purer Geldnot, Neugier oder für den Lebenslauf. Dabei solltest du dir im klaren sein, wie viel Zeit und Raum du der Arbeit währen des Studiums einräumen willst. Eine Möglichkeit wäre z.B. neben de Vollzeitstudium einen Job als Werkstudent oder studentische Hilfskraft anzunehmen. Job und Studium stehen dabei nicht unbedingt in direktem Zusammenhang. Möglich ist auch neben dem Vollzeitjob zu studieren. Berufsbegleitende Studiengänge sind genau auf diese Zielgruppe ausgerichtet und legen ihre Präsenztermine auf die Abende und Wochenenden. Zu guter letzt gibt es auch noch das Duale Studium. Bei dem du einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen hast, das dich an der Hochschule einschreibt, wo du alle paar Wochen Blockunterricht hast. Du bekommst das ganze Studium über ein festes Ausbildungsgehalt und sammelst praktische Erfahrungen im Betrieb.

Wo will ich studieren?

Wer die Wahl hat, bleibt in der Nähe der Eltern, sagt die Statistik. Nur hat man eben nicht immer die Wahl… Was ist, wenn es den Studiengang deiner Wahl einfach nicht in deiner Nähe gibt oder deine Studienplatzbewerbung abgelehnt wird?

Umzug oder nicht?

Die Entscheidung, ob du umziehen solltest oder nicht, hängt natürlich davon ab, wo du wohnst. Lebst du jetzt schon in der Nähe einer Universität, die zu deinem Studienwunsch passt? Dann lohnt es sich, eher nicht umzuziehen. Falls du dein Zuhause nicht verlassen musst, kannst du Geld sparen. Eventuell kannst du mehr soziale Kontakte von früher beibehalten. Genau dass kann aber auch ein Nachteil sein. Falls du für dein Studium ausziehst, knüpfst du schon allein durch den Wechsel des Wohnortes potenziell mehr Kontakte. Im Studium können neue, langfristige Freundschaften entstehen. Später kann dieses Netzwerk für Unterstützung im Beruf hilfreich sein. Falls du umziehst, kannst du neue Erfahrungen sammeln.Außerdem kann es das Studium erleichtern, wenn du in der Nähe des Campus oder direkt auf dem Campus wohnst. Auf diese Weise kannst du unter anderem Zeiten für Fahrten einsparen. Dann hast du mehr Zeit, dich auf dein Studium und alles, was damit verbunden ist zu konzentrieren. Die Nähe zur Uni erleichtert die Organisation des Studiums, da du praktisch die ganze Zeit vor Ort sein kannst. Auch längere Pausen zwischen einzelnen Vorlesungen sind dadurch einfacher zu überbrücken.Für die Nähe zur Hochschule und bei Mietkosten sind Studentenwohnheime oft eine gute Wahl. Wenn du also umziehen willst, versuche dort einen Platz zu bekommen.Für diese Plätze gibt es Wartelisten. Bewirb dich darum so früh wie möglich.

Bewerbung um einen Studienplatz im Ausland 

Wer keinen Studienplatz in Deutschland bekommt oder ohnehin im Grenzgebiet wohnt, weicht auch gern mal ins Ausland aus, um seinen Traumberuf erlernen zu können. Gerade Mediziner kennen das Problem. Aber natürlich ist das nicht der einzige Grund für ein Studium im Ausland. Im Ausland wirst du nicht nur unglaublich schnell selbstständig und erwachsen, sondern lernst auch fast nebenbei eine Fremdsprache zur eigenen zu machen. Arbeitgeber sehen auf sowas. Und auch du wirst diese Erfahrung nie wieder missen wollen, wenn du sie erstmal gemacht hast.

Universität oder Fachhochschule?

„Das Studium an einer FH ist eher praxisorientiert und das Studium an der Uni soll auf eine Karriere in der Forschung vorbereiten“.So oder so ähnlich ist es immer wieder zu lesen. Aber durch die Umstellung auf Bachelor und Master-Studiengänge war und ist vieles in Bewegung. Tipps für die Entscheidung findest du hier.

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Studium mit Behinderung ist machbar, wenn man weiß wie

Studieren mit Behinderung ist eine Herausforderung, aber nicht unmöglich. Ich selbst sitze im Rollstuhl und habe Mittel und Wege gefunden, an einer der 20 größten Universitäten Deutschlands erfolgreich zu studieren. Hier auf StudierenPlus möchte ich mein Wissen und meine Erfahrungen mit dir teilen, um dieses Abenteuer ebenfalls zu meistern.

Konrad BraunPublizistik B.A

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